Pflanzen-Service (Pflegeanleitungen)

Aloe vera (syn.: Aloe barbadensis)

Pflegeanleitungen Aloen

Herkunft/Verbreitung

Das Wort Aloe stammt aus dem Griechischen und bezieht sich auf den getrockneten Saft. Aloen gehörten zur Familie der Liliengewächse, bilden jetzt aber eine eigene Familie und umfassen über 200 Arten, die überwiegend im südlichen Afrika beheimatet sind. Sie gehören zu den Sukkulenten.

Zu den Aloen gehören auch ein paar bereits altbewährte und beliebte Zimmerpflanzen, wie z. B. die Tiger-Aloe (A. variegata) und die Brand-Aloe (Aloe arborescens). Diese hat sich ebenfalls in den verschiedensten Kulturen der Erdgeschichte (teilweise seit Jahrtausenden) als Heilpflanze bewährt. In der jüngsten Vergangenheit hat man bei der Suche nach alternativen Heilmethoden sich dieses alte Wissen wieder ins Gedächtnis zurückgerufen.

Aloe vera m. Blütenstand, Neue Flora, Köln

Brand- o. Baum-Aloe (Aloe arborescens)

Allgemeines/Wissenswertes

vera = echt; barbadensis = aus Barbados

Erwähnt wurde diese Heilpflanze bereits vor über 3.000 Jahren. Ihre dickfleischigen Blätter beinhalten einen kühlenden, antiseptischen Saft, der anerkannte Heilwirkungen besitzt. Diese werden inzwischen auch von der Kosmetik- und der Pharma-Industrie hoch geschätzt. Sie werden in einer breiten Palette von Produkten und Präparaten für unterschiedlichsten Leiden und Anwendungen verarbeitet.

Zur direkten Anwendung des Saftes schneidet man ein Stück eines Blattes ab und trägt den Saft auf die Haut auf. Zum Frischhalten kann das Blatt dann – in Folie gewickelt oder in einer Frischhalte-Box – in den Kühlschrank gelegt werden.

Vor allem bei Hautkrankheiten, aber auch zur Stärkung des Immunsystems, scheint es beachtliche Heilungserfolge zu geben. Aber auch bei schwerwiegenderen Erkrankungen soll es die Heilungschance (teilweise beträchtlich) erhöhen.

Pflege

Aloen lieben einen sonnigen Standort – im Sommer können sie auch gut im Freien stehen, aber Vorsicht vor der Brandsonne! Zumindest in den ersten Wochen sollten sie erst einmal im Halbschatten stehen, um sich an das harte UV-Licht zu gewöhnen. Danach kann man sie auch in die pralle Sonne stellen. Das ist nicht nur für die Aushärtung des Gewebes gut, sondern erhöht natürlich auch den Gehalt an den sogenannten sekundären Pflanzenstoffen, die für die Heilwirkung der Pflanzen verantwortlich sind.

  • Im Allgemeinen werden Sukkulenten wie die Aloe natürlich eher trocken gehalten. Aber im Sommer – bei hoher Sonneneinstrahlung – steigt der Verbrauch von Wasser stark an, daher sind dann regelmäßige Wassergaben (mindestens einmal wöchentlich) wichtig.
  • Im Winter – bei wesentlich weniger Licht – sollte dann natürlich sparsamer gegossen werden.
  • Düngung: Im Sommer 1-2 mal monatlich (vorzugsweise mit Kakteendünger).
  • Beim Umtopfen auf lockere, durchlässige Erde achten. Ideal wäre das Untermischen von Sand oder Bims unter eine nicht zu torfhaltige Topfpflanzenerde.

Teilweise gibt es immer wieder Verwirrung um die Frage, welche nun die „richtige“ Aloe vera ist. Daran sind sicherlich auch die Botaniker schuld, die – aus welchen Gründen auch immer – plötzlich eine Namensänderung beschließen … so auch mit der Aloe vera. Sie wurde zwischenzeitlich auch als Aloe barbadensis (Curacao-Aloe) bezeichnet, bevor man wieder auf den alten Namen vera zurückkam. Der Zusatz Mill. bezieht sich auf den britischen Botaniker und Gärtner Philip Miller (1691-1771), der Aloe vera zuerst klassifizierte. Es existieren also beide Namen, so wie auch verschiedene Unterarten der Echten Aloe im Umlauf sind – das hat aber in der Regel keinen Einfluss auf die Qualität und Heilwirkung der Pflanze.


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