Pflanzen-Service (Pflegeanleitungen)

Frangipani

Pflegeanleitungen Hundsgiftgewächse

Die Frangipani ist eine Topf- bzw. Kübelpflanze, die teilweise auch unter den deutsche Namen Tempelbaum, Pagodenbaum oder Westindischer Jasmin geführt wird. Ihre eigentliche Heimat ist wahrscheinlich Mittelamerika, inzwischen findet man sie aber auch in den gesamten (sub-)tropischen Zonen der Erde (vor allem in der Karibik und im Pazifikraum) und teilweise sogar im Mittelmeerraum. Der betörende Duft der wunderschönen Blüten hat sie zu einem der beliebtesten Sträucher gemacht.

Plumeria rubra

Plumeria rubra

Die Färbung der Blüte gibt es in weiß, weiß-gelb, weiß-gelb-rosa, rosa oder rot.

Die Frangipani ist eine Sukkulente und gehört zu den Hundsgiftgewächsen (Apocynacea) und ist somit z. B. mit dem Oleander, der Dipladenia oder der Wüstenrose (Adenium obesum) verwandt. Besonders mit dieser teilt sie auch die Pflege.

Pflege

Im Sommer liebt sie einen vollsonnigen Standort – nach Eingewöhnung – auch gerne im Freien. Sie benötigt als Sukkulente nur wenig Wasser und kommt auch mal ggf. 2-3 Wochen ohne Gießen aus. Sonst sollte sie in der Hauptwachstumsperiode zwei bis dreimal wöchentlich mäßig gegossen werden, das Substrat (vorzugsweise eine durchlässige Erde) sollte immer wieder abtrocknen können. Auch regelmäßige Gaben mit einem ausgeglichenen Dünger sind in dieser Zeit sinnvoll.

Im Winter sollte sie bei Temperaturen von +12 – +15°C stehen. Sie verliert in dieser Ruhephase das Laub und benötigt nur sehr wenig Wasser (eine Wassergabe alle 10-14 Tage), und auch das Düngen sollte bis in den März/April eingestellt werden. Wenn sie in der Winterruhe wärmer steht, sollte sie mehr gesprüht als gegossen werden, und man sollte dann auch auf Schädlinge wie Spinnmilben (Rote Spinne) oder Wollläuse achten. Diese können sich – genauso wie die sogenannte Weiße Fliege – natürlich auch im Sommer ansiedeln.

Die Frangipani wird in ihrer Heimat ein bis zu 5 (- 8) m hoher Strauch, bei uns kann sie – bei optimalem Standort und der richtigen Pflege – im Laufe von Jahrzehnten bis zu 2,5 m hoch werden. Beim Umtopfen (idealerweise im Frühjahr) sollte man darauf achten, dass der Topf nicht direkt zu groß gewählt wird und eine Drainage am Topfboden (Tonscherben, Lavagranulat, „Seramis“ oder auch Kieselsteine) „eingebaut“ wird. Als Erde empfiehlt sich Kakteenerde oder ein mineralisches Granulat mit einem hohen Anteil Lava oder Bims (Körnung bis max. 3 mm).

Gedüngt wird die Frangipani idealerweise mit einem Dünger mit einem ausgeglichenem Nährstoffverhältnis, z. B. 15-11-15 (N-P-K) und gelegentlicher Zugabe von etwas Eisendünger. Sehr gut bekommt der Pflanze auch das Sprühen mit Spezialdüngern oder Pflanzenstärkungsmitteln (z. B. Biplantol vital NT), die zusätzlich Mikronährstoffe beinhalten.

Bedeutung

Die Frangipani hat für die verschiedenen Völker auch sehr unterschiedliche Bedeutungen – eine Auswahl:

  • In Indien wird sie als Tempelpflanze bezeichnet, weil sie in die Tempel als Opfergabe gebracht wird und in der Nähe von Tempeln und Friedhöfen eingepflanzt wird.
  • Auf Hawaii werden aus Pomelia Girlande gewunden, als Zeichen von Bruderschaft und Gastfreundlichkeit.
  • Die Azteken haben sie als heilige Pflanze verehrt wegen ihrer therapeutischen Wirkungen gegen Herzkrankheiten und für die Wundheilung.
  • In Palermo bekommt die Braut von ihrer Mutter eine Pomelia, wenn sie in das neue Haus einzieht, als ein gutes Vorzeichen für Fruchtbarkeit analog zu der Wachstumskraft der Pflanze. Mit den Blüten werden auch die Blumensträuße für die Bräute in Palermo gefertigt.

Verwendung

In Zentralamerika wird die Pomelia als Arzneimittel gegen rheumatische Krankheiten und für die Wundheilung benutzt.

Dank ihres Duftes, variierend von Jasmin, Nelke, Zimt, Rose, Mandel u. a., wird sie in der Industrie für die Herstellung von Seife, Kosmetik und Sonnencreme verwendet.

In Asien werden die getrockneten Blätter für eine Teemischung mit fiebersenkenden, zusammenziehenden, reinigenden und entgiftenden Effekten benutzt. In China paniert die Bevölkerung die weißen Blüten der Pomelia. Der Milchsaft des Stammes wird für die Herstellung von Gummi benutzt. (Quelle: www.pomelia-care.com)

Mehr Informationen zur Pflanze bekommen Sie auf der Homepage: www.pomelia-care.com


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