Pflanzen-Service (Pflegeanleitungen)

Lebende Steine

Pflegeanleitungen Mittagsblumengewächse

Die sogenannten „Lebenden Steine“ sind Sukkulenten aus der Familie der Mittagsblumengewächse (Aizoaceae), die 140 Gattungen mit über 2400 Arten umfasst. Die hier beschriebenen Arten stammen alle aus dem südlichen Afrika. Lebende Steine bleiben relativ klein und bilden meist kleine Gruppen. Die Triebe kommen aus dem Boden und bilden – mehr oder weniger – kugel- bis keulenförmige Körper. Sie werden in der Regel nur wenige Zentimeter hoch, können sich dafür aber über größere Flächen ausbreiten!

Lithops

Gibbaeum

Bei Gattungen wie z. B. Litophs und Pleiospilos wird das neue Blattpaar aus der Mitte der Pflanze „geboren“ und drängt auf seinem Weg die letzten älteren nach außen. Mit der Zeit stirbt das jeweils älteste Blattpaar ab. Bei gutem Standort und guter Pflege kommen im Laufe des Jahres aus der Mitte auch immer wieder kleine sternförmige Blüten.

Pflege

Die Pflege ist fast identisch mit der von Kakteen. Sie können – im Zweifelsfall – sogar noch trockener gehalten werden, da sonst schnell die Gefahr von Fäulnis besteht. Gießen also am besten nur morgens, und dann vorzugsweise an sonnigen Tagen. Im Sommer können sie dann – an heißen, sonnigen Tagen gut gegossen werden. Im Winter – bei trockener Heizungsluft – eher mal öfter besprühen.

Lebende Steine gedeihen sehr gut – ohne Erde! – in reinem Bims (verschiedenen Körnungen). Alternativ geht auch anderes vulkanisches Gestein oder Tongranulat.

„Geburtshilfe“ in Form von Aufschneiden des Körpers, damit das neue Blattpaar herauskommt, müssen Sie nicht leisten. Es sieht zwar tatsächlich so aus, als ob die Mitte aufgeschnitten sei, aber das macht die Natur ganz von alleine!

Die wichtigsten Arten

Pleiospilos nelii

Pleiospilos

Vier Arten, die teilweise sehr variabel sind. Sie bilden eher runde bis ovale Körper, teilweise mit Kanten.

Herkunft: Kap-Provinz, Südafrika

Im Handel findet man meistens nur die Art P. nelii.

Litophs dorotheae

Litophs

Mit 37 Arten und zahlreichen Unterarten die größte Gattung der Lebenden Steine. Sie bleiben meist sehr niedrig mit abgeflachten Köpfen.

Herkunft: Namibia und Südafrika (Kap und Transvaal)

Schöne – unterschiedliche – „Fenster“
Blütenfarben: weiss bis gelb und orange

Fenestraria aurantiaca

Fenestraria und Frithia

Zwei Gattungen mit nur jeweils einer Art, die sich sehr ähnlich sind – zumindest auf den ersten Blick!
Während Fenestraria aurantiaca etwas längere „Fenster“ bekommt und eine große orangefarbene Blüte bringt, bleiben die Fenster von Frithia pulchra recht niedrig. Ihre Blüten sind klein, aber von einem intensiven Lilaton.

Beide sind in Südafrika zuhause.

Faucaria tigrina

Faucaria

Der „Tigerrachen“ (F. tigrina) ist einer von 33 Spezies der Gattung Faucaria, die zwar nicht zu den Lebenden Steinen, aber zu den Mittagsblumengewächsen gehören.

Auch sie sind in Südafrika beheimatet, ihre gelbe Blüte (im Herbst erscheinend) verrät ihre Verwandtschaft zu den Lebenden Steinen.

Weitere Arten finden Sie unter:
www.lithops.de
www.fgas-sukkulenten.de


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