Soziales Engagement

Foto: Jens Neumann

Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. (Mt. 25, 40)

Die Abtei Maria Laach unterstützt verschiedene soziale Projekte im In- und Ausland und in der nahen Umgebung.


Lepra-Hilfe Karachi e. V. Maria Laach

Hervorgegangen aus einer kleinen Gruppe Menschen aus Engers/Neuwied, die sich 1968 auf den Weg machten, Spenden für Hilfsbedürftige und Notleidende zu sammeln, wurde der Verein Lepra-Hilfe Karachi e. V. mit Sitz in Maria Laach gegründet, der die Arbeit der deutschen Lepraärztin Dr. Ruth Pfau († 2017) in Pakistan unterstützt.

Umsichtig und mit viel Tatkraft begann P. Rabanus, weitere Unterstützer für das Hilfswerk zu suchen. Mit den Jahren wuchs die Zahl an Aktionen, Initiativen, Gemeinden, Klöstern und Privatleuten, die diese wichtige Arbeit mit Spenden unterstützen. Zur Zeit leitet P. Franziskus Bendorf aus unserem Kloster den Verein und sorgt mit dafür, dass alle Gelder „ungekürzt nach Pakistan gelangen“.

„Das letzte Wort wird Liebe sein. Trotz allem und in allem sind Christen der Welt dieses Zeugnis der Hoffnung schuldig.“
(Ruth Pfau)

Alle Spenden kommen der Lepra-Fachklinik in Karachi zugute, die gleichzeitig nationales Ausbildungsinstitut zur Lepra-Bekämpfung ist, ebenso den mehr als 130 Lepra-Stationen im Land, die die Kranken versorgen, und den Werkstätten, in denen die Lepra-Patienten zum eigenen Lebensunterhalt beitragen können. Über die Befreiung von der Lepra hinaus zielt der Einsatz des Vereins darauf, den kranken Menschen neuen Lebensmut zu geben und ihnen Möglichkeiten zu schaffen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Die Mitarbeiter der Lepra-Hilfe in Karachi nehmen sich der Leprapatienten an, kämpfen aber auch seit Jahren gegen Erblindung und Tuberkulose.

Ruth Pfau – Leben und Werk


Kellerladen e. V. und Hilfsgütertransporte für Roma in der Ostslowakei

Die Geschichte des „Kellerladens“ begann, als Bruder Lukas Ruegenberg OSB aus Maria Laach 1972 in Köln-Bilderstöckchen den Jugendclub „Lucky’s Haus“ gründete, um auf die schwierige Arbeitsmarktsituation und die damit verbundenen sozialen Probleme im Stadtteil zu reagieren.

1984 entstand aus der Jugendarbeit heraus der Verein „Kellerladen – Initiative für gemeinsame Arbeit“, der sich für die Belange sozial benachteiligter Familien, Jugendlicher und älterer Menschen einsetzt. Mit dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ sollen durch Beratung, preisgünstige Dienstleistungen und konkrete Projekte neue Perspektiven eröffnet werden.

Es gibt mehrere kleine „Lädchen“ in den leerstehenden Kellern der Wohnblocks, daher auch der Name „Kellerladen“, wie etwa eine Fahrrad-Werkstatt, einen Kinderfriseur oder eine Wäscherei. 17 haupt- und rund 50 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind heute in dieser Initiative tätig. Ein ausgedienter Eisenbahnwaggon auf der Wiese inmitten des Wohngebietes in Bilderstöckchen bildet den Vereinstreff des Kellerladens.

1992 wurde auf dem Gelände sogar eine eigene kleine Kapelle errichtet – die „Edith-Stein-Kapelle vom Frieden“. „Aus Dank an den gütigen Gott bauten wir diese Kapelle mit eigener Hände Arbeit für eine durchgehaltene Freundschaft in guten und schweren Tagen“, informiert eine Tafel an dem Gotteshaus.

„Aus den Bedürftigen sind Menschen geworden, die mit großem persönlichen Einsatz anderen helfen“, sagt Bruder Lukas, der sich trotz hohen Alters selber immer noch sehr in dieser Arbeit engagiert. Betroffen von der Not der Menschen führt der Kellerladen, gemeinsam mit der Abtei Maria Laach, seit den achtziger Jahren Hilfsgütertransporte in notleidende Regionen Osteuropas durch, zunächst nach Polen, Kroatien und in die Ukraine. Mittlerweile gilt die Unterstützung dem Romalager „Habeš“ in Sečovce in der Ostslowakei. Dazu gehören Projekte wie der Bau von Brunnen für eine eigene Wasserversorgung in der Roma-Siedlung, die Schaffung eines Kommunikationszentrums für die Tätigkeit von Sozialarbeitern, eine Küche zur täglichen Speisung von ca. 180 Kindern und die Errichtung einer Kapelle.

Kellerladen e. V.

Br. Lukas malt das Altarbild für die entstehende Kapelle, die die Mitarbeiter des Kellerladens mit den Roma 2007 in der Siedlung Habeš bauten.Foto: Otmar Köller

„Aus den Bedürftigen sind Menschen geworden, die mit großem persönlichen Einsatz anderen helfen.“
(Br. Lukas)


Unterstützung für Menschen in unterschiedlichen Notlagen

  • Flüchtlingshilfe
  • Tafel in Mayen
  • Spenden für Menschen in Notsituationen

Friedensglocke für Syrien

Die Friedensglocke wurde in der Glockengießerei Maria Laach gegossen und von Kindern mit Engeln verziert. Auf dem Adventsmarkt 2013 hatten 41 Kinder Engel gemalt, die mit Hilfe der Mitarbeiter der Glockengießerei in Wachs übertragen wurden und anschließend auf dem Glockenmodell befestigt wurden. Diese Engel bilden nun die Glockenzier für die inzwischen gegossene und in der Abteikirche aufgestellten Bronzeglocke, die rund 260 kg wiegt.

Während des Adventsmarktes 2014 wurde die Glocke in der Adventsvesper geweiht und erklingt nun, wenn in der Kirche für den Frieden gebetet wird. Sie soll in Zukunft als Friedenszeichen ins Krisengebiet nach Syrien gebracht und dort einer wieder aufgebauten Kirche geschenkt werden. Aufgrund der anhaltenden schwierigen politischen Situation in Syrien kann ein genauer Bestimmungsort für die Glocke derzeit nicht genannt werden.

„Das Gebet vermag alles. Nutzen wir es, um Frieden in den Nahen Osten und in die ganze Welt zu bringen.“
(Papst Franziskus)