Heute in Te Deum

Dienstag · 26. Juli 2016

Du bist doch der HERR, unser Gott, auf den wir hoffen;
denn du hast das alles gemacht.
Jeremia 14,22

Joachim und Anna Joachim und Anna waren die Eltern Marias und damit die Großeltern Jesu. Der Name Anna entspricht dem hebräischen Namen Hannah (= Erbarmung, Gnade) und erinnert an die Mutter Samuels (1 Sam 1). Annas Verehrung erreichte im ausgehenden Mittelalter einen Höhepunkt. Sie ist Patronin der Bergleute.

Luise Scheppler Die Elsässerin Luise Scheppler (1763–1837) gilt als Mutter der Kindergärten. 1779 übernahm sie in Belmont die Leitung einer von Johann Friedrich Oberlin gegründeten Strickschule, um Kinder vor der Verwahrlosung zu schützen. Die Idee dieser Sozialeinrichtung verbreitete sich über England, Frankreich und Deutschland in der ganzen Welt.

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • Hymnus

    Wohl denen, die da wandeln vor Gott in Heiligkeit,
    nach seinem Worte handeln und leben allezeit.
    Die recht von Herzen suchen Gott
    und seiner Weisung folgen, sind stets bei ihm in Gnad.

    Lehr mich den Weg zum Leben, führ mich nach deinem Wort,
    so will ich Zeugnis geben von dir, mein Heil und Hort.
    Durch deinen Geist, Herr, stärke mich,
    dass ich dein Wort festhalte, von Herzen fürchte dich.

    Dein Wort, Herr, nicht vergehet; es bleibet ewiglich,
    so weit der Himmel gehet, der stets beweget sich.
    Dein’ Wahrheit bleibt zu aller Zeit,
    gleichwie der Grund der Erde, durch deine Hand bereit’.
    Nach Cornelius Becker (1602); GL 543 · KG 551 · EST 531 · CG 804

  • PSALM 107

    Verse 33–38.41–43

    Gott machte Ströme zur dürren Wüste, *
    Oasen zum dürstenden Ödland,
    fruchtbares Land zur salzigen Steppe; *
    denn seine Bewohner waren böse.
    Er machte die Wüste zum Wasserteich, *
    verdorrtes Land zu Oasen.
    Dort siedelte er Hungernde an, *
    sie gründeten wohnliche Städte.
    Sie bestellten Felder, pflanzten Reben *
    und erzielten reiche Ernten.
    Er segnete sie, sodass sie sich gewaltig vermehrten, *
    gab ihnen große Mengen an Vieh.
    Die Armen hob er aus dem Elend empor *
    und vermehrte ihre Sippen, einer Herde gleich.
    Die Redlichen sehn es und freuen sich, *
    doch alle bösen Menschen verstummen.
    Wer ist weise und beachtet das alles, *
    wer begreift die reiche Huld des Herrn?
    PSALM-GEBET: Allmächtiger Gott, du führst dein Volk und schenkst ihm dein Heil. Sieh auf unsere Nöte und Ängste und gib uns deine Gaben, damit wir uns an dir freuen.

  • Lesung

    Matthäus 13,37–39

    Jesus antwortete den Jüngern: Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn; der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Söhne des Reiches; das Unkraut sind die Söhne des Bösen; der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Arbeiter bei dieser Ernte sind die Engel.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn; der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Söhne des Reiches.

  • Bitten

    Zu Christus, der die Saat des Friedens in unsere Hände legen will, rufen wir:
    A: Kyrie, eleison!
    ¬ Erwecke uns neu zum Dienst für den Frieden.
    ¬ Gib uns Liebe, die stärker ist als unsere Angst.
    ¬ Führe uns auf Wege, die Feindseligkeiten und Spaltungen überwinden können.

  • Vaterunser

    Wir beten, weil der Geist uns antreibt, Gott zu preisen. Mit den Worten Jesu können wir bitten und bekennen: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Der Glaube, das Evangelium, fordert heraus zur Unterscheidung und zur Entscheidung. Es ist ganz und gar nicht egal, woran wir glauben. Und es ist auch nicht alles mit allem verbindbar in religiösen Dingen.

    Robert Zollitsch (* 1938; bis 2013 Erzbischof von Freiburg)


Segen

Gott, segne uns an diesem neuen Tag! Öffne uns die Augen,
damit wir die Spuren des Guten erkennen und mehren, öffne
uns das Ohr, damit wir Worte der Hoffnung vernehmen und
verkünden, öffne uns das Herz, damit es frei wird für deine
Liebe. Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Allmächtiger Gott, sprich du auch zu uns dein Wort.


  • Lesung

    Jeremia 14,17b–22

    Meine Augen fließen über von Tränen bei Tag und bei Nacht und finden keine Ruhe. Denn großes Verderben brach herein über die Jungfrau, die Tochter, mein Volk, eine unheilbare Wunde.
    Gehe ich aufs Feld hinaus – seht, vom Schwert Durchbohrte! Komme ich in die Stadt – seht, vom Hunger Gequälte! Ja, auch Propheten und Priester werden verschleppt in ein Land, das sie nicht kennen.
    Hast du denn Juda ganz verworfen, wurde dir Zion zum Abscheu? Warum hast du uns so geschlagen, dass es für uns keine Heilung mehr gibt? Wir hofften auf Heil, doch kommt nichts Gutes, auf die Zeit der Heilung, doch ach, nur Schrecken!
    Wir erkennen, Herr, unser Unrecht, die Schuld unsrer Väter: Ja, wir haben gegen dich gesündigt. Um deines Namens willen verschmäh nicht, verstoß nicht den Thron deiner Herrlichkeit! Gedenke deines Bundes mit uns und löse ihn nicht!
    Gibt es etwa Regenspender unter den Götzen der Völker? Oder ist es der Himmel, der von selbst regnen lässt? Bist nicht du es, Herr, unser Gott? Wir setzen unsre Hoffnung auf dich; denn du hast dies alles gemacht.

    Impuls

    Das Volk ist in Not gekommen. Im heutigen Text sehen wir Jeremia, den Propheten, der beim Volk steht und zu Gott betet. Das ist das Gebet der ersten zwei Verse.
    In den weiteren Versen lesen wir das zweite Gebet, nun betet das Volk, spricht seine Situation aus, bekennt das von ihm begangene Unrecht – denn es geht ja um ein ungerechtes, treuloses Volk – und bittet Gott um seine treue Hilfe.
    Jeremia bleibt bei seinen Leuten, egal, wie sie sind. Er wendet sich nicht ab von ihnen. Er betet und lehrt sie, wie sie beten und neu ihre Hoffnung auf Gott setzen können.
    Weiß ich jemanden, der das für meine Gruppe, Gemeinde, für mich tun könnte? Wenn nein, will ich einen solchen Menschen suchen. Wenn ja, will ich ihn bitten, mich zu lehren.

  • Evangelium

    Matthäus 13,36–43

    In jener Zeit verließ Jesus die Menge und ging nach Hause. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker.
    Er antwortete: Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn; der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Söhne des Reiches; das Unkraut sind die Söhne des Bösen; der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Arbeiter bei dieser Ernte sind die Engel.
    Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein: Der Menschensohn wird seine Engel aussenden und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben, und werden sie in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.
    Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten.
    Wer Ohren hat, der höre!

    Impuls

    Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen steht im Zusammenhang des 13. Kapitels im Matthäusevangelium, der sogenannten Gleichnisrede, in dem wir sechs Gleichnisse lesen. Bis auf das erste beginnen alle mit: Mit dem Himmelreich ist es wie …, es geht darum, wie es mit dem Himmelreich mitten unter uns anfängt. Die verschiedenen Bilder wollen uns inspirieren, überall die Möglichkeiten zu erkennen und in den verschiedenen Möglichkeiten verschiedene Akzente besser zu verstehen.
    Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen, das Jesus hier erklärt, ist in den Evangelien nur bei Matthäus zu lesen. Zu den Gleichnissen von den Anfängen kommt hier ein Gleichnis vom Ausgang eines Anfangs. Am Ende wird Gott die Situation, und was alles geschehen ist, beurteilen und das Gute und Böse auseinanderhalten und klären.
    Überlassen wir das ihm, tun wir das nicht selbst und voreilig. Auch wenn uns offene Fragen bewegen und manchmal quälen, das ist nicht unser Teil an der Geschichte.


Gebet

Gott, mit dem alles beginnt und bei dem alles endet, wir ertragen es oft schwer, wie um uns und in uns Gutes und Böses verwoben und vermischt sind und wir in dieser Spannung leben müssen. Stärke in uns die Geduld, damit wir dir vertrauen, vor der Spannung, die darin liegt, nicht weglaufen und dir die Klärung überlassen, die uns nicht zusteht. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • HYMNUS

    Der Erde Schöpfer und ihr Herr,
    du hast geschieden Meer und Land;
    du hast die Flut zurückgedämmt
    und gabst der Erde festen Grund,

    dass sie uns sprieße gute Saat
    und schön sei durch der Blumen Pracht,
    dass sie, von reifen Früchten schwer,
    uns Nahrung geb’ zur rechten Zeit.

    Des Herzens Erdreich ist versengt:
    Im Tau der Gnade schaff es neu.
    Es öffne, Herr, sich deinem Wort
    und nehm’ die Saat in Freuden auf.

    Dies schenk uns, Vater voller Macht,
    und du, sein Sohn und Ebenbild,
    die ihr in Einheit mit dem Geist
    die Schöpfung zur Vollendung führt. Amen.
    Nach »Telluris ingens conditor«; 7.-8. Jahrhundert
    Melodie: GL 474 oder 605 · KG 40 oder 781 · EG 288

  • PSALM 103

    Verse 6–12

    Der Herr vollbringt Taten des Heiles, *
    Recht verschafft er allen Bedrängten.
    Er hat Mose seine Wege kundgetan, *
    den Kindern Israels seine Werke.
    Der Herr ist barmherzig und gnädig, *
    langmütig und reich an Güte.
    Er wird nicht immer zürnen, *
    nicht ewig im Groll verharren.
    Er handelt an uns nicht nach unsern Sünden *
    und vergilt uns nicht nach unsrer Schuld.
    Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, *
    so hoch ist seine Huld über denen, die ihn fürchten.
    So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang, *
    so weit entfernt er die Schuld von uns.
    PSALM-GEBET: Barmherziger Gott, immer wieder verzeihst du die Schuld und fängst neu mit uns an. Mach uns bereit, auf dich zu vertrauen und zu dir zu kommen.

  • LESUNG

    Jeremia 4,22

    Gibt es etwa Regenspender unter den Götzen der Völker? Oder ist es der Himmel, der von selbst regnen lässt? Bist nicht du es, Herr, unser Gott? Wir setzen unsre Hoffnung auf dich; denn du hast dies alles gemacht.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Die Gerechten werden im Reich ihres Vaters wie die Sonne leuchten.

  • Fürbitten

    Wir beten zu Gott, dem guten Schöpfer und Herrn:
    A: Herr, stehe uns bei!
    ¬ Bewahre die Christenheit vor geistiger Austrocknung und seelischer Kälte.
    ¬ Berufe Schwestern und Brüder, die sich der Armen und Obdachlosen annehmen.
    ¬ Vergilt den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in den Flüchtlingsheimen ihren Dienst mit deinem guten Segen.
    ¬ Brich die Macht jener Menschen, die Kinder zwingen, als Soldaten oder Schwerstarbeiter ihr Leben zu ruinieren.

  • Vaterunser

    Stimmen wir ein in das Gebet, das alle christlichen Konfessionen verbindet: Vater unser im Himmel …


Segen

Gott und Vater,
segne uns mit deiner überreichen Liebe.
Segne uns und lass uns Ruhe finden für die Seele.
Segne uns und bleibe bei uns,
damit wir den Weg zu dir nie verlieren. Amen.