Heute in Te Deum

Sonntag · 22. Oktober 2017

29. SONNTAG IM JAHRESKREIS
19. SONNTAG NACH TRINITATIS

Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist,
und Gott, was Gottes ist.
Matthäus 22,21c

Weltmissionssonntag Seit den Tagen der Apostel wissen sich die Christen berufen, die Frohe Botschaft von Jesus Christus in alle Welt und zu allen Völkern zu tragen. Dieses Auftrags vergewissert sich die katholische Kirche alljährlich am Weltmissionssonntag. Damit erinnert sie an die gemeinsame Verantwortung aller Getauften, durch ihr Glaubenszeugnis, ihr Gebet und ihre tatkräftige Unterstützung die Weitergabe des Wortes Gottes zu fördern.

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • Hymnus

    Du Gott des Lichts, dem Vater gleich,
    du Licht, dem unser Licht entspringt,
    du ew’ger Tag: hör unser Flehn,
    das aus der Nacht zum Himmel dringt.

    Entreiße uns der Finsternis
    und aller Angst der Erdenmacht,
    streif ab von uns die Müdigkeit,
    die uns zum Guten träge macht.

    Du, Christus, bist das Licht der Welt,
    der Gott, dem gläubig wir vertraun,
    auf den im Dunkel dieser Zeit
    wir alle unsre Hoffnung baun.

    Aus ganzem Herzen preisen wir
    dich, Christus, Herr der Herrlichkeit,
    der mit dem Vater und dem Geist
    uns liebt in alle Ewigkeit. Amen.
    Nach »Consors paterni luminis« (7.–8. Jh.), Stundenbuch

  • PSALM 96

    Verse 1.3–5.7–10a

    Singt dem Herrn ein neues Lied, *
    singt dem Herrn, alle Länder der Erde!
    Erzählt bei den Völkern von seiner Herrlichkeit, *
    bei allen Nationen von seinen Wundern!
    Denn groß ist der Herr und hoch zu preisen, *
    mehr zu fürchten als alle Götter.
    Alle Götter der Heiden sind nichtig, *
    der Herr aber hat den Himmel geschaffen.
    Bringt dar dem Herrn, ihr Stämme der Völker, *
    bringt dar dem Herrn Lob und Ehre!
    Bringt dar dem Herrn die Ehre seines Namens, *
    spendet Opfergaben und tretet ein in sein Heiligtum!
    In heiligem Schmuck werft euch nieder vor dem Herrn, *
    erbebt vor ihm, alle Länder der Erde!
    Verkündet bei den Völkern: *
    Der Herr ist König.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.
    PSALM-GEBET: Allmächtiger Gott, du bist der Schöpfer und Herr. Zeige allen Völkern deine Liebe und Herrlichkeit, damit alle Menschen an dich glauben und dich loben.

  • Lesung

    Matthäus 22,18b–21

    Jesus sagte: Ihr Heuchler, warum stellt ihr mir eine Falle? Zeigt mir die Münze, mit der ihr eure Steuern bezahlt! Da hielten sie ihm einen Denar hin. Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie antworteten: Des Kaisers. Darauf sagte er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Meister, wir wissen, dass du immer die Wahrheit sagst und wirklich den Weg Gottes lehrst.

    Benedictus öffnen...

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Jesus Christus, am Beginn dieses Sonntages wenden wir uns dir zu und rufen:
    A: Höre uns, o Herr!
    ¬ Sei heute ganz nahe an unserer Seite.
    ¬ Hilf uns, Gleichgültigkeit mit Achtsamkeit zu überwinden.
    ¬ Gib unserem Beten und Ruhen heute die geistliche Freude der Muße.

  • Vaterunser

    Der Geist, den Jesus sandte, drängt uns, den Vater anzurufen. So beten wir nach Christi Weisung: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Entfällt sonntags.


Segen

Gott und Schöpfer, segne uns.
In deinem Wort und deiner Weisung segne und leite uns.
Mit der Kraft des Geistes segne uns und mit der Liebe Christi.
Und hilf uns, segnend dem Bösen durch das Gute zu wehren.
Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Starker Gott, dein Wort erweise an uns seine Macht.


  • 1. Lesung

    Jesaja 45,1.4–6

    So spricht der Herr zu Kyrus, seinem Gesalbten, den er an der rechten Hand gefasst hat, um ihm die Völker zu unterwerfen, um die Könige zu entwaffnen, um ihm die Türen zu öffnen und kein Tor verschlossen zu halten:
    Um meines Knechtes Jakob willen, um Israels, meines Erwählten, willen habe ich dich bei deinem Namen gerufen; ich habe dir einen Ehrennamen gegeben, ohne dass du mich kanntest.
    Ich bin der Herr und sonst niemand; außer mir gibt es keinen Gott. Ich habe dir den Gürtel angelegt, ohne dass du mich kanntest, damit man vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Untergang erkennt, dass es außer mir keinen Gott gibt. Ich bin der Herr und sonst niemand.

    Impuls

    Im 6. Jahrhundert v. Chr. besiegte der Perserkönig Kyrus das Reich von Babylon und gestattete den dort Im Exil festgehaltenen Angehörigen des jüdischen Volkes die Heimkehr in ihr Land. Ihn – einen heidnischen König – feiert der Verfasser dieses Textes auf überschwängliche Weise als das Werkzeug Gottes, ja den »Gesalbten des Herrn«, oder nüchterner formuliert: als Werkzeug Gottes, das dieser zum Heil seines Volkes benutzte. Betrachtet man sein eigenes Leben oder dasjenige anderer Menschen oder ganzer Völker, so kann man immer wieder solche »Gesalbte des Herrn« entdecken, die sich selbst allerdings nie als solche bezeichnen würden.

  • 2. Lesung

    1 Thessalonicher 1,1–5b

    Paulus, Silvanus und Timotheus an die Gemeinde von Thessalonich, die in Gott, dem Vater, und in Jesus Christus, dem Herrn, ist: Gnade sei mit euch und Friede.
    Wir danken Gott für euch alle, sooft wir in unseren Gebeten an euch denken; unablässig erinnern wir uns vor Gott, unserem Vater, an das Werk eures Glaubens, an die Opferbereitschaft eurer Liebe und an die Standhaftigkeit eurer Hoffnung auf Jesus Christus, unseren Herrn.
    Wir wissen, von Gott geliebte Brüder, dass ihr erwählt seid. Denn wir haben euch das Evangelium nicht nur mit Worten verkündet, sondern auch mit Macht und mit dem Heiligen Geist und mit voller Gewissheit.

    Impuls

    Die drei Verfasser dieses Briefs hatten mit nachhaltigem Erfolg die Gemeinde von Thessalonich (dem heutigen Saloniki) für den Glauben an Christus gewonnen. Sodann waren sie nach Athen weitergereist. Von dort hatte Paulus Timotheus wieder nach Thessalonich zurückgeschickt, um zuzusehen, ob ihre Botschaft nachhaltig Frucht trage. Das konnte ihm Timotheus bestätigen, was das Sendungsbewusstsein der drei gewaltig verstärkte und sie mit Dankbarkeit und Freude erfüllte. Sie schrieben diesen Erfolg nicht sich selbst zu, sondern dem »Werk des Glaubens«, der Opferbereitschaft und anderen Tugenden der dortigen Gemeinde. Auch wir erzielen die meisten unserer Erfolge nicht im Alleingang, sondern dank des Mitwirkens anderer und nicht zuletzt der Gnade Gottes.

  • Evangelium

    Matthäus 22,15–21

    In jener Zeit kamen die Pharisäer zusammen und beschlossen, Jesus mit einer Frage eine Falle zu stellen.
    Sie veranlassten ihre Jünger, zusammen mit den Anhängern des Herodes zu ihm zu gehen und zu sagen: Meister, wir wissen, dass du immer die Wahrheit sagst und wirklich den Weg Gottes lehrst, ohne auf jemand Rücksicht zu nehmen; denn du siehst nicht auf die Person. Sag uns also: Ist es nach deiner Meinung erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen, oder nicht?
    Jesus aber erkannte ihre böse Absicht und sagte: Ihr Heuchler, warum stellt ihr mir eine Falle? Zeigt mir die Münze, mit der ihr eure Steuern bezahlt! Da hielten sie ihm einen Denar hin.
    Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das? Sie antworteten: Des Kaisers.
    Darauf sagte er zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!

    Impuls

    Hätte Jesus vertreten, man müsse dem Kaiser, der im römischen Reich als gottgleich verehrt wurde, Steuern zahlen, wäre ihm das so ausgelegt worden, als huldige er dem göttlichen Kaiser. Seine Feinde hätten ihn anklagen können, er verstoße gegen den Glauben an Jahwe als den einzigen Gott. Hätte er dagegen zur Antwort gegeben, man dürfe dem Kaiser keine Steuern zahlen, so hätten sie ihn der Verfolgung durch die römischen Machthaber aussetzen können. Das war die Falle. Als sie auf Jesu Aufforderung hin ihre Steuermünze hervorholten, entlarvten sie sich selbst: Sie – die besonders Gottestreuen – trugen unbedenklich die Steuermünze des »göttlichen« Kaisers mit sich. Das warf ihnen Jesus nicht vor, sondern er erklärte, es gebe zwei parallele Loyalitäten: diejenige gegenüber dem Kaiser und die gegenüber Gott. Beide miteinander zu vereinbaren, ist eine ständige Aufgabe.


Gebet

Gott – was »gehört« dir? Ich selbst bin es, der dir gehört, denn du hast mir das Leben geschenkt. Du kennst mich von Anfang an. »Deine Augen sahen, wie ich entstand, in deinem Buch war schon alles verzeichnet; meine Tage waren schon gebildet, als noch keiner von ihnen da war … Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir. Von fern erkennst du meine Gedanken … Du umschließt mich von allen Seiten und legst deine Hand auf mich« (Ps 139,16.2.5). Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • HYMNUS

    Angelangt an der Schwelle des Abends,
    schauen wir Christus, das ewige Licht,
    und preisen durch ihn den Vater im Geist.

    Du bist der Weg, die Wahrheit, das Leben,
    Abbild und Spiegel des ewigen Vaters.
    Du bist der Heilige, du unser Herr.

    Ja, es ist würdig, dich zu besingen,
    Gottes Sohn, Urheber ewigen Lebens;
    die ganze Schöpfung schuldet dir Lob.
    Vinzenz Stebler OSB († 1997), Stundenbuch;
    GL (1975) 701 · KG 679 · EST 698 · CG 319

  • PSALM 105

    Verse 1–7

    Dankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an! *
    Macht unter den Völkern seine Taten bekannt!
    Singt ihm und spielt ihm, *
    sinnt nach über all seine Wunder!
    Rühmt euch seines heiligen Namens! *
    Alle, die den Herrn suchen, sollen sich von Herzen freuen.
    Fragt nach dem Herrn und seiner Macht; *
    sucht sein Antlitz allezeit!
    Denkt an die Wunder, die er getan hat, *
    an seine Zeichen und die Beschlüsse aus seinem Mund.
    Bedenkt es, ihr Nachkommen seines Knechtes Abraham, *
    ihr Kinder Jakobs, die er erwählt hat.
    Er, der Herr, ist unser Gott. *
    Seine Herrschaft umgreift die Erde.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.
    PSALM-GEBET: Allmächtiger Gott, mach uns fähig, deine großen Taten zu bedenken, damit wir dir vertrauen und in allem die Ehre geben.

  • LESUNG

    1 Thessalonicher 1,1a.2–3

    Paulus, Silvanus und Timotheus an die Gemeinde von Thessalonich. Wir danken Gott für euch alle, sooft wir in unseren Gebeten an euch denken; unablässig erinnern wir uns vor Gott, unserem Vater, an das Werk eures Glaubens, an die Opferbereitschaft eurer Liebe und an die Standhaftigkeit eurer Hoffnung auf Jesus Christus, unseren Herrn.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, und Gott, was Gott gehört!

    Magnifikat öffnen...

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Zu Christus, der alle Getauften als seine Zeugen sendet, wollen wir beten:
    A: Jesus Christus, hilf uns!
    ¬ Führe die christlichen Konfessionen immer mehr in deinem Wort zusammen zu einem gemeinsamen Zeugnis vor der Welt.
    ¬ Lass in den Kirchengemeinden unseres Landes die Bereitschaft wachsen, Wahrheit und Barmherzigkeit treu zu leben.
    ¬ Hilf allen Diasporakirchen, liebevoll und überzeugend für ihren Glauben einzustehen.
    ¬ Segne alle Patienten und Pflegekräfte in den Krankenhäusern und Sanatorien.

  • Vaterunser

    Gott sorgt sich um uns. Darum dürfen wir ihm all unsere Sorgen anvertrauen. So beten wir jetzt: Vater unser im Himmel …


Segen

Gott, segne uns in dieser Abendstunde.
Schenke uns Trost und Kraft durch dein Wort.
Wende uns dein gütiges Angesicht zu
und lass uns selbst aufstrahlen als Zeugen deiner Liebe.
Und segne uns mit deinem Frieden. Amen.