Heute in Te Deum

Samstag · 10. Dezember 2016

So wird auch der Menschensohn
durch die Schriftgelehrten leiden müssen.
Matthäus 17,12c

Tag der Menschenrechte Heute ist der Tag der Menschenrechte. Er wird jedes Jahr am 10. Dezember begangen und ist der Gedenktag zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die 1948 durch die Generalversammlung der UN verabschiedet worden ist. Menschenrechtsorganisationen nehmen diesen Tag jedes Jahr zum Anlass, die Menschenrechtssituation weltweit kritisch zu betrachten und auf aktuelle Brennpunkte hinzuweisen.

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • Hymnus

    O komm, o komm, du Morgenstern,
    lass uns dich schauen, unsern Herrn.
    Vertreib das Dunkel unsrer Nacht
    durch deines klaren Lichtes Pracht.
    Freut euch, freut euch, der Herr ist nah.
    Freut euch und singt Halleluja.

    O komm, du Sohn aus Davids Stamm,
    du Friedensbringer, Osterlamm.
    Von Schuld und Knechtschaft mach uns frei
    und von des Bösen Tyrannei.
    Freut euch, freut euch, der Herr ist nah.
    Freut euch und singt Halleluja.

    O komm, o Herr, bleib bis ans End,
    bis dass uns nichts mehr von dir trennt,
    bis dich, wie es dein Wort verheißt,
    der Freien Lied ohn Ende preist.
    Freut euch, freut euch, der Herr ist nah.
    Freut euch und singt Halleluja.
    Otmar Schulz (1975) nach dem englischen »O come, o come Emmanuel«
    von John Mason Neale (1851/1861), Strophen 1–2,
    und Henry Sloane Coffin (1916), 3. Strophe; EG 19

  • CANTICUM

    Weisheit 3,7–9

    Beim Endgericht werden die Gerechten aufleuchten *
    wie Funken, die durch ein Stoppelfeld sprühen.
    Sie werden Völker richten und über Nationen herrschen *
    und der Herr wird ihr König sein in Ewigkeit.
    Alle, die auf ihn vertrauen, werden die Wahrheit erkennen *
    und die Treuen werden bei ihm bleiben in Liebe.
    Denn Gnade und Erbarmen *
    wird seinen Erwählten zuteil.
    CANTICUM-GEBET: Gerechter Gott, wer auf dich vertraut, wird im Gericht bestehen. Hilf uns, bei dir auszuhalten, damit wir Anteil am Glanz deiner Herrlichkeit empfangen.

  • Lesung

    Matthäus 17,11–12

    Jesus gab den Jüngern zur Antwort: Ja, Elija kommt und er wird alles wiederherstellen. Ich sage euch aber: Elija ist schon gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Menschensohn durch sie leiden müssen.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Die Jünger fragten Jesus: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen?

    Benedictus öffnen...

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie in Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Bitten wir in dieser Morgenstunde Jesus um Beistand:
    A: Herr, erbarme dich!
    ¬ Lege mir Worte in den Mund, die anderen helfen können.
    ¬ Gib mir einen mutigen Sinn, um für die Rechte meiner Mitmenschen einzutreten.
    ¬ Zeige mir Wege zu den Leidenden, die meinen Beistand brauchen.

  • Vaterunser

    Im Vertrauen auf die Zuneigung Gottes für seine Kinder wollen wir beten: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Wir müssen eine wertvolle Gesellschaft wiederfinden, in der man für die anderen und sich selbst leben kann. Man kann zu dieser wertvollen menschlichen Gesellschaft nur kommen in einer Aktion, in der Aktivität eines jeden, einer moralischen Aktion übrigens, denn die Aktivität für die anderen ist immer eine moralische Tat.

    Jean-Paul Sartre ( 1905–1980; französischer Philosoph)


Segen

Herr, dein Segen komme auf uns.
Wie das Licht der Kerzen an dunklen Wintertagen,
wie ein frohes Lied in vertrauter Gemeinschaft,
wie der Händedruck eines guten Freundes,
so gebe dein Segen uns Trost und Kraft für den Tag. Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Gott, dein Wort ist wie Feuer, es setze unser Herz in Brand.


  • Lesung

    Jesus Sirach 48,1–4.9–11

    In jenen Tagen stand Elija auf, ein Prophet wie Feuer, seine Worte waren wie ein brennender Ofen. Er entzog ihnen ihren Vorrat an Brot, durch sein Eifern verringerte er ihre Zahl. Auf Gottes Wort hin verschloss er den Himmel und dreimal ließ er Feuer herniederfallen. Wie Ehrfurcht gebietend warst du, Elija, wer dir gleichkommt, kann sich rühmen.
    Du wurdest im Wirbelsturm nach oben entrückt, in Feuermassen himmelwärts. Von dir sagt die Schrift, du stehst bereit für die Endzeit, um den Zorn zu beschwichtigen, bevor er entbrennt, um den Söhnen das Herz der Väter zuzuwenden und Jakobs Stämme wieder aufzurichten.
    Wohl dem, der dich sieht und stirbt; denn auch er wird leben.

    Impuls

    Der schlichte Schlusssatz des Weisheitslehrers Jesus Sirach könnte ähnliche magische Fehldeutungen hervorrufen, wie man sie zeitweilig mit der Christophorus-Verehrung verband: Ein Blick auf die Plakette sollte vor unverhofftem Unfalltod bewahren. Aber das »Sehen« ist in der biblischen Sprache allemal mehr als ein flüchtiger Augenblick. Vielmehr geht es um ein anerkennendes Beobachten, also ein Akt, in dem das Suchen, Verstehen und Bejahen mitgemeint ist. Der rettende Blick auf Elija ist also vielmehr das lebenslange Beachten und Bewahren seiner Botschaft. Diese ist jedoch kein unverbindliches Vertröstungswort, sondern eine Kunde von reinigender Brennkraft, die sich nicht beim hastigen »Drüberschauen«, sondern nur in der Betrachtung mit offenem Herzen erschließt.

  • Evangelium

    Matthäus 17,9a.10–13

    Während Jesus und seine Jünger den Berg hinabstiegen, fragten ihn die Jünger: Warum sagen denn die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen?
    Er gab zur Antwort: Ja, Elija kommt und er wird alles wiederherstellen. Ich sage euch aber: Elija ist schon gekommen, doch sie haben ihn nicht erkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Ebenso wird auch der Menschensohn durch sie leiden müssen.
    Da verstanden die Jünger, dass er von Johannes dem Täufer sprach.

    Impuls

    Elija spielt unter den vielen jüdischen Propheten und Gottesmännern eine Sonderrolle. Mehr noch als seine Predigt galt seine Gottesnähe als heilbringend. Anders als etwa bei Jesaja oder Jeremia erwartet das Volk weniger die Erfüllung seiner Prophezeiung, sondern seine persönliche Wiederkehr, die Gottes rettendem Eingreifen vorausgehen wird. Und so kennt das Judentum die Tradition, Elija als unsichtbaren Gast beim Beschneidungsritual und beim Paschahfest anzunehmen. Wenn nun Jesus bestätigt, dass Johannes der Täufer mit Elija zu identifizieren ist, so ist das auch eine Selbstaussage: Die messianische Verheißung ist in ihm erfüllt. Wenn aber schon der erwartete Elija nicht erkannt wird, dann wird der unvermutete Zimmermannssohn aus Nazaret umso mehr die Fassungskraft der Menschen übersteigen.Und doch nimmt das Heil seinen Lauf.


Gebet

Guter Gott, wir sind oft so unbeständig und unzuverlässig in unseren Worten und Werten. Du aber bist die Liebe und dein Wort hat Bestand. Sprich immer wieder in unsere Zeit hinein, denn ohne dein Wort wird uns kein Friede von Dauer gelingen. Darum vertrauen wir auch in dieser Zeit ganz auf dich und danken dir. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • HYMNUS

    Erwartet den Herrn,
    steht als Knechte bereit an der Tür.
    Schon jauchzt jeder Stern,
    seht, er kommt, seht, er kommt, wir sind hier.

    Komm, Herr Jesus, Maranatha.

    Entzündet die Lampen, ihr Mägde,
    erglühet im Geist
    im Kommen des Ewig-Geliebten,
    der Kyrios heißt.

    Komm, Herr Jesus, Maranatha.

    Du wirfst dein Feuer zur Erde
    und willst, dass es brennt,
    und wir sind der Mund,
    der anbetend dein Kommen bekennt.

    Komm, Herr Jesus, Maranatha.
    Zeitgenössisch, Stundenbuch

  • PSALM 34

    Verse 16–23

    Die Augen des Herrn blicken auf die Gerechten, *
    seine Ohren hören ihr Schreien.
    Das Antlitz des Herrn richtet sich gegen die Bösen, *
    um ihr Andenken von der Erde zu tilgen.
    Schreien die Gerechten, so hört sie der Herr; *
    er entreißt sie all ihren Ängsten.
    Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen, *
    er hilft denen auf, die zerknirscht sind.
    Der Gerechte muss viel leiden, *
    doch allem wird der Herr ihn entreißen.
    Er behütet all seine Glieder, *
    nicht eines von ihnen wird zerbrochen.
    Den Frevler wird seine Bosheit töten; *
    wer den Gerechten hasst, muss es büßen.
    Der Herr erlöst seine Knechte; *
    straflos bleibt, wer zu ihm sich flüchtet.
    PSALM-GEBET: Allmächtiger Gott, du bist die Hilfe aller, die sich selbst nicht helfen können. Stehe ihnen bei gegen Unrecht und Gewalt.

  • LESUNG

    Jesus Sirach 48,9–10

    Elija, du wurdest im Wirbelsturm nach oben entrückt, in Feuermassen himmelwärts. Von dir sagt die Schrift, du stehst bereit für die Endzeit, um den Zorn zu beschwichtigen, bevor er entbrennt, um den Söhnen das Herz der Väter zuzuwenden und Jakobs Stämme wieder aufzurichten.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Ebenso wird auch der Menschensohn durch die Menschen leiden müssen.

    Magnifikat öffnen...

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Wir rufen zu Gott, der die Not seines Volkes kennt:
    A: Guter Gott, erhöre uns!
    ¬ Sende Männer und Frauen mit prophetischer Begabung in deine Kirche, damit sie den Weg der Erneuerung und Umkehr verkünden und leben kann.
    ¬ Segne alle, die sich in internationalen Werken um Kranke, Unterernährte und durch Terror traumatisierte Menschen kümmern.
    ¬ Bewahre die Kinder, die von Misshandlung bedroht sind, vor weiterer Gewalt und lass sie Geborgenheit und Zärtlichkeit erfahren.
    ¬ Hilf den Arbeitslosen, bald eine neue gute Beschäftigung zu finden.

  • Vaterunser

    Jesus fordert uns auf, Gott als Vater anzusehen und anzusprechen. So lasst uns beten: Vater unser im Himmel …


Segen

Herr, am Vorabend des Sonntags segne uns.
Damit wir dich loben können im Kreis der Gemeinde,
damit wir dich erfahren können im Sakrament
und in frohen Begegnungen,
damit wir dir dienen können in der Sorge für die Kranken
und Schwachen.
Mit deinem Segen kann all dies reiche Frucht tragen. Amen.