Heute in Te Deum

Sonntag · 26. Februar 2017

8. SONNTAG IM JAHRESKREIS
ESTOMIHI

Sorgt nicht für morgen,
denn der morgige Tag
wird für das Seine sorgen.
Matthäus 6,34a

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • Hymnus

    Ehre sei Gott in der Höhe
    und Friede auf Erden
    den Menschen seiner Gnade.
    Wir loben dich,
    wir preisen dich,
    wir beten dich an,
    wir rühmen dich und danken dir,
    denn groß ist deine Herrlichkeit:
    Herr und Gott, König des Himmels,
    Gott und Vater, Herrscher über das All.
    Herr, eingeborener Sohn, Jesus Christus.
    Herr und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters,
    du nimmst hinweg die Sünde der Welt:
    erbarme dich unser;
    du nimmst hinweg die Sünde der Welt:
    nimm an unser Gebet;
    du sitzest zur Rechten des Vaters:
    erbarme dich unser.
    Denn du allein bist der Heilige,
    du allein der Herr,
    du allein der Höchste:
    Jesus Christus,
    mit dem Heiligen Geist,
    zur Ehre Gottes des Vaters. Amen.

  • PSALM 62

    Verse 6–11.13

    Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe; *
    denn von ihm kommt meine Hoffnung.
    Nur er ist mein Fels, meine Hilfe, meine Burg; *
    darum werde ich nicht wanken.
    Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre; *
    Gott ist mein schützender Fels, meine Zuflucht.
    Vertrau ihm, Volk Gottes, zu jeder Zeit! /
    Schüttet euer Herz vor ihm aus! *
    Denn Gott ist unsere Zuflucht.
    Nur ein Hauch sind die Menschen, *
    die Leute nur Lug und Trug.
    Auf der Waage schnellen sie empor, *
    leichter als ein Hauch sind sie alle.
    Vertraut nicht auf Gewalt, *
    verlasst euch nicht auf Raub!
    Wenn der Reichtum auch wächst, *
    so verliert doch nicht euer Herz an ihn!
    Bei Gott ist die Macht; *
    Herr, bei dir ist die Huld.
    Denn du wirst jedem vergelten, *
    wie es seine Taten verdienen.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.
    PSALM-GEBET: Allmächtiger Gott, du bist der feste Fels und der starke Halt unseres Lebens. Stärke unser Vertrauen auf dich, sodass wir von dir alles erhoffen.

  • Lesung

    Matthäus 6,31–33

    Jesus sagte zu seinen Jüngern: Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht; euer himmlischer Vater ernährt sie.

    Benedictus öffnen...

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie in Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Gott, du lädst uns ein zu einem Tag der Ruhe und Erneuerung im Geist. Wir bitten dich:
    A: Komm in unsere Mitte, Herr!
    ¬ Erfülle unsere Herzen mit wahrer Freude.
    ¬ Hilf uns, ganz auf Gottes Pläne zu vertrauen.
    ¬ Lass uns Kraft schöpfen beim Empfang der Sakramente.

  • Vaterunser

    Dankbar wenden wir uns als Kinder Gottes an den gütigen Schöpfer und sprechen: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Entfällt sonntags.


Segen

Guter Gott, segne uns und begleite uns.
In dem Brot, das wir heute teilen,
in dem Lächeln, das wir einander schenken,
in dem Lob, das wir gemeinsam anstimmen,
werde dein Segen spürbar und fruchtbar. Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Starker Gott, durch dein Wort komme deine Kraft auf uns herab.


  • 1. Lesung

    Jesaja 49,14–15

    Zion sagt: Der Herr hat mich verlassen, Gott hat mich vergessen. Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: ich vergesse dich nicht – Spruch des Herrn.

    Impuls

    Von Gott und aller Welt vergessen und verlassen zu sein – wer würde von sich behaupten, er kenne dieses Gefühl nicht? Wir leben auf der Erde und diese scheint – im Gegensatz zum Garten Eden – nicht der Ort für eine symbiotische Einheit zwischen Gott und Mensch zu sein. Und so ganz und gar will es uns offenbar nicht zur Gewissheit werden, mit welchem Namen sich Gott dem Mose einst vorstellte: »Ich bin da«. Gut möglich also, dass wir selbst die Vergesslichen sind.

  • 2. Lesung

    1 Korinther 4,1–5

    Schwestern und Brüder! Als Diener Christi soll man uns betrachten und als Verwalter von Geheimnissen Gottes. Von Verwaltern aber verlangt man, dass sie sich treu erweisen.
    Mir macht es allerdings nichts aus, wenn ihr oder ein menschliches Gericht mich zur Verantwortung zieht; ich urteile auch nicht über mich selbst. Ich bin mir zwar keiner Schuld bewusst, doch bin ich dadurch noch nicht gerecht gesprochen; der Herr ist es, der mich zur Rechenschaft zieht.
    Richtet also nicht vor der Zeit; wartet, bis der Herr kommt, der das im Dunkeln Verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen aufdecken wird. Dann wird jeder sein Lob von Gott erhalten.

    Impuls

    Es gehört zu den Mythen einer überheblichen Moderne zu meinen, erst Freud und die moderne Psychologie hätten die individuelle Selbstgewissheit des Menschen erschüttert. Schon lange vor Freud haben kluge Kopfe erkannt, dass sie nicht ganz und gar »Herr im eigenen Haus« sind. Paulus etwa, der eingesteht, sich keiner Schuld bewusst zu sein, ohne sich allerdings ganz sicher sein zu können, und der es seinem Gott anheimstellt, die »Absichten der Herzen« ans Licht zu bringen. Es gibt dieses Verborgene im Menschen, dem wir (durchaus auch mit Hilfe der Psychologie) auf die Spur kommen, das wir aber niemals ganz ausloten können. Denn wir, Geschöpfe Gottes, sind uns selbst ein göttliches Geheimnis.

  • Evangelium

    Matthäus 6,24–34

    In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon.
    Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung? Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?
    Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern?
    Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen!
    Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.
    Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage.

    Impuls

    Der letzte Satz zeigt, dass wir es bei Jesus nicht mit einem naiven Hippie zu tun haben. Er leugnet nicht die materielle Not, die uns überfallen kann, aber wir sollen sie durch unsere Sorge nicht vorwegnehmen oder herbeireden. Durch die Angst vor der Zukunft verderben wir uns die Gegenwart.


Gebet

Herr, lass uns die schönen und wichtigen Dinge, die wir im Leben vorhaben, nicht auf die lange Bank schieben. Lass uns einsehen, dass unsere Zeit begrenzt ist, und gib uns die Kraft, heute zu tun, was ansteht und was nottut. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • HYMNUS

    Ob deiner Auferstehung, o Herr,
    frohlocken Himmel und Erde.
    Das All erstrahlt in göttlichem Licht,
    das Paradies hat die Pforten geöffnet.
    Die ganze Schöpfung will dir lobsingen.

    Wir beten dich an und verehren dich,
    denn durch dein Kreuz kam die Freude zu uns.
    Du hast die verderbte Natur geheilt
    zu unvergänglichem Leben.
    Die ganze Schöpfung will dir lobsingen.

    Die Tore des Todes hast du zertrümmert
    und seine ehernen Riegel zermalmt.
    Der Unterwelt hast du die Beute entrissen.
    Heiliger, starker, unsterblicher Gott!
    Die ganze Schöpfung will dir lobsingen.
    Neues Stundenbuch

  • PSALM 92

    Verse 2–7.9

    Wie schön ist es, dem Herrn zu danken, *
    deinem Namen, du Höchster, zu singen,
    am Morgen deine Huld zu verkünden *
    und in den Nächten deine Treue
    zur zehnsaitigen Laute, zur Harfe, *
    zum Klang der Zither.
    Denn du hast mich durch deine Taten froh gemacht; *
    Herr, ich will jubeln über die Werke deiner Hände.
    (ANTIPHON wiederholen)
    Ein Mensch ohne Einsicht erkennt das nicht, *
    ein Tor kann es nicht verstehen.
    Herr, du bist der Höchste, *
    du bleibst auf ewig.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen. (Ant.)
    PSALM-GEBET: Gott, unsere Hoffnung, du rufst uns, dich zu suchen, und zeigst uns selbst den Weg, dich zu finden. So erhöre auch unsere Bitten.

  • LESUNG

    Jesaja 49,14–15

    Zion sagt: Der Herr hat mich verlassen, Gott hat mich vergessen. Kann denn eine Frau ihr Kindlein vergessen, eine Mutter ihren leiblichen Sohn? Und selbst wenn sie ihn vergessen würde: Ich vergesse dich nicht. – Spruch des Herrn.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Euch muss es zuerst um Gottes Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben.

    Magnifikat öffnen...

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Zu Gott, der immer für uns da ist, rufen wir:
    A: Wir bitten dich, erhöre uns!
    ¬ Stärke die Christenheit im Dienst an den Armen und Schwachen.
    ¬ Hilf, dass alle Kinder, die zu Soldatendienst oder Sklavenarbeit gezwungen werden, Freiheit und Sicherheit erlangen.
    ¬ Segne die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in den Pfarrgemeinden.
    ¬ Schenke unseren Verstorbenen Frieden und ihren trauernden Angehörigen Trost.

  • Vaterunser

    Gemeinsam mit den Worten Jesu beten wir: Vater unser im Himmel …


Segen

Guter Gott, segne uns.
Dein mütterlicher Segen gibt uns Trost.
Dein väterlicher Schutz gibt uns Halt.
Deine göttliche Huld schenkt uns Frieden.
So lege deinen Segen auf uns. Amen.