Montag · 16. März 2026
Jesus spricht zu dem Mann:
Gehe hin, dein Sohn lebt!
Johannes 4,50a
Morgenlob
Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und in der Karwoche)
-
Hymnus
Lasst uns wie Pilger wandern,
frei, bloß und wahrlich leer,
viel sammeln, halten, handeln
macht unsern Gang nur schwer.
Wer will, der trag sich tot,
wir reisen abgeschieden,
mit Wenigem zufrieden.
Wir brauchen’s nur zur Not.
Es soll uns nicht gereuen
der schmale Pilgerpfad.
Wir kennen ja den Treuen,
der uns gerufen hat.
Kommt, folgt und trauet dem.
Ein jeder sein Gesichte
mit ganzer Wendung richte
fest nach Jerusalem.
Gerhard Tersteegen (1738); EG 393 -
PSALM 147
Verse 1–11
Gut ist es, unserm Gott zu singen; *
schön ist es, ihn zu loben.
Der Herr baut Jerusalem wieder auf, *
er sammelt die Versprengten Israels.
Er heilt die gebrochenen Herzen *
und verbindet ihre schmerzenden Wunden.
Er bestimmt die Zahl der Sterne *
und ruft sie alle mit NAmen.
Groß ist unser Herr und gewaltig an Kraft, *
unermesslich ist seine Weisheit.
Der Herr hilft den Gebeugten auf *
und erniedrigt die Frevler.
Stimmt dem Herrn ein Danklied an, *
spielt unserm Gott auf der Harfe!
Er bedeckt den Himmel mit Wolken, /
spendet der Erde Regen *
und lässt Gras auf den Bergen sprießen.
Er gibt dem Vieh seine Nahrung, *
gibt den jungen Raben, wonach sie schreien.
Er hat keine Freude an der Kraft des Pferdes, *
kein Gefallen am schnellen Lauf des Mannes.
Gefallen hat der Herr an denen,
die ihn fürchten und ehren, *
die voll Vertrauen warten auf seine Huld.
PSALM-GEBET: Gütiger Gott, du hast kein Gefallen an denen, die Gewalt anwenden. Hilf uns, dich in unserem Leben zu ehren und in Geduld deine Hilfe zu erbitten und zu erwarten. -
Lesung
Johannes 4,48–50
Jesus sagte zu dem königlichen Beamten: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht. Der Beamte bat ihn: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt. Jesus erwiderte ihm: Geh, dein Sohn lebt! Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und machte sich auf den Weg.
Benedictus - Lobgesang des Zacharias
Antiphon:
Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und machte sich auf den Weg.
Zur Aufnahme des gesungenen Benedictus mit monatlich wechselnder Antiphon.
Benedictus
Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)
Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht
und ihm Erlösung geschaffen;er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen. -
Bitten
Gott, du kommst uns entgegen und willst uns in deine Nähe holen. Wir bitten dich:
A: Gott, sei uns gnädig.
– Stärke unseren Glauben, auch wenn wir deine Hilfe noch nicht erkennen.
– Gib uns die Kraft, dass wir neu zu dir aufbrechen.
– Mach uns bereit, auch für unsere Nächsten einzustehen. -
Vaterunser
Gott segnet unser Leben, sodass er bei uns Ernte halten kann für sein Reich. Wir beten mit den Worten Jesu: Vater unser im Himmel …
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Ora et labora
Wir Menschen sind die erste Spezies des Lebens, die an die Welt Fragen richtet, auf welche die Welt nicht antworten kann.
Eugen Drewermann (* 1940; Theologe, Psychoanalytiker und Autor)
Segen
Gott, segne uns, indem du zu uns kommst.
Segne uns, indem du bei uns bleibst.
Segne uns, indem du mit uns gehst. Amen.
Schriftlesung
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.
Barmherziger Gott, schenke uns Freude an deinem Wort.
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Lesung
Jesaja 65,17–21°
So spricht der Herr: Siehe, ich erschaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde. Man wird nicht mehr an das Frühere denken, es kommt niemand mehr in den Sinn.
Vielmehr jubelt und jauchzt ohne Ende über das, was ich erschaffe! Denn siehe, ich erschaffe Jerusalem zum Jauchzen und sein Volk zum Jubel. Ich werde über Jerusalem jubeln und frohlocken über mein Volk. Nicht mehr hört man dort lautes Weinen und Klagegeschrei.
Es wird dort keinen Säugling mehr geben, der nur wenige Tage lebt, und keinen Greis, der seine Tage nicht erfüllt; wer als Hundertjähriger stirbt, gilt als junger Mann, und wer die hundert Jahre verfehlt, gilt als verflucht.
Sie werden Häuser bauen und selbst darin wohnen, sie werden Weinberge pflanzen und selbst deren Früchte genießen.Impuls
Gott verspricht seinem Volk hier nicht weniger als sattes Leben. Jerusalem ist dabei ein Sinnbild für die Stadt Gottes – für das Volk, in dessen Mitte Gott lebt. Gott lebt mitten unter seinen Menschen und mit ihnen. Und seine Weisungen zeigen den Weg zu einem satten, reichen Leben. Zum Wohnen mit Gott gehört der Friede unter den Menschen. Wenn der Mensch Weinberge bewirtschaften und dessen Früchte genießen soll, kann er dies nur tun, wenn Frieden ist, wenn er nicht in ständiger Angst leben muss. Er soll in Ruhe seiner Arbeit und seinem Leben nachgehen können. Und dieser Friede wiederum beginnt im eigenen Herzen. Der Mensch darf in Frieden mit sich sein – weil Gott ihn liebt und annimmt wie er ist. Er muss nicht dauernd an sich verzweifeln oder zweifeln, sich ärgern über seine Fehler und Schattenseiten, sondern darf sich sehen als Gottes geliebtes Kind und auf das Gute schauen, das Gott in ihn hinein gelegt hat. Und so darf er auch mit anderen umgehen und mit ihnen leben. Leben auf dieser Erde soll miteinander gelingen, in Solidarität, Nächstenliebe und Respekt. Als eine große Menschheitsfamilie – von Gott geliebt.
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Evangelium
Johannes 4,43–54°
In jener Zeit ging Jesus von Samária nach Galiläa. Er selbst hatte bezeugt: Ein Prophet wird in seiner eigenen Heimat nicht geehrt. Als er nun nach Galiläa kam, nahmen ihn die Galiläer auf, weil sie alles gesehen hatten, was er in Jerusalem auf dem Fest getan hatte; denn auch sie waren zum Fest gekommen.
Jesus kam wieder nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser in Wein verwandelt hatte. In Kafárnaum lebte ein königlicher Beamter; dessen Sohn war krank. Als er hörte, dass Jesus von Judäa nach Galiläa gekommen war, suchte er ihn auf und bat ihn, herabzukommen und seinen Sohn zu heilen; denn er lag im Sterben.
Da sagte Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht. Der Beamte bat ihn: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt!
Jesus erwiderte ihm: Geh, dein Sohn lebt! Der Mann glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte, und machte sich auf den Weg.
Noch während er hinabging, kamen ihm seine Diener entgegen und sagten: Dein Junge lebt. Da fragte er sie genau nach der Stunde, in der die Besserung eingetreten war. Sie antworteten: Gestern in der siebten Stunde ist das Fieber von ihm gewichen. Da erkannte der Vater, dass es genau zu der Stunde war, als Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er wurde gläubig mit seinem ganzen Haus.
So tat Jesus sein zweites Zeichen, nachdem er von Judäa nach Galiläa gekommen war.Impuls
Dieser Erzählung geht das Gespräch Jesu mit der Frau am Jakobsbrunnen voraus. In diesem erkennt sie Jesus als den Christus. Er ist das lebendige Wasser, das allen Durst stillt und der, der ewiges Leben schenkt. Jetzt ist es der königliche Beamte, der nach der Heilung seines Sohnes mit seinem ganzen Haus gläubig wird. Er ist das Gegenbeispiel zu den Menschen in seiner Heimat in Nazaret, in der ein Prophet nach Jesu Worten keine Anerkennung und keinen Glauben findet. Gläubig werden meint hier – im Anschluß an das Christusbekenntnis der Frau am Jakobsbrunnen – dass der Mann an Jesus als den Christus, den Gesalbten Gottes, den Erlöser glaubte. Das Neue Testament bezeugt Jesus nicht als Gut-Menschen, als Sozialisten, als Umweltschützer, sondern als den Christus. Weil der Mann ihm glaubte bzw. seinen Worten, wurde sein Sohn gesund. »Er lebt!« – heißt es in der Erzählung. In Jesus als dem Christus finden wir einen Weg zum Leben, wie es gelingen kann und wie es ein gutes, erfüllendes Leben wird, finden wir Sinn und Hoffnung für das eigene Leben und für die Welt.
Gebet
Gott, du verheißt uns sattes Leben. Noch längst nicht überall ist Leben in Fülle für alle möglich. Gib, dass wir deinem Sohn nachfolgen und mitbauen an einer Welt, in der ein Leben in Frieden und Gerechtigkeit für alle möglich wird. Amen.
Abendlob
O Gott, komm mir zu Hilfe
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und Karwoche)
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HYMNUS
Sei uns willkommen, Herre Christ,
der du unser aller Herre bist.
Sei willkommen, lieber Herre,
hier auf der Erde recht mit Ehren.
Kyrieleis.
Gott ist geboren, unser Trost,
der hat durch sein Kreuz die Welt erlöst.
Sei willkommen, lieber Herre,
hier auf der Erde recht mit Ehren.
Kyrieleis.
1. Str.: 13./14. Jahrhundert; 2. Str.: zeitgenössisch Melodie: GL 131 · KG 352 -
PSALM 31
Verse 20–24b.25
Wie groß ist deine Güte, Herr, *
die du bereithältst für alle, die dich fürchten und ehren;
du erweist sie allen, *
die sich vor den Menschen zu dir flüchten.
Du beschirmst sie im Schutz deines Angesichts *
vor dem Toben der Menschen.
Wie unter einem Dach bewahrst du sie *
vor dem Gezänk der Zungen.
Gepriesen sei der Herr, /
der wunderbar an mir gehandelt *
und mir seine Güte erwiesen hat zur Zeit der Bedrängnis.
Ich aber dachte in meiner Angst: *
Ich bin aus deiner Nähe verstoßen.
Doch du hast mein lautes Flehen gehört, *
als ich zu dir um Hilfe rief.
Liebt den Herrn, all seine Frommen! *
Seine Getreuen behütet der Herr.
Euer Herz sei stark und unverzagt, *
ihr alle, die ihr wartet auf den Herrn.
PSALM-GEBET: Gott, du bist die Liebe, vertreibe mit deiner Liebe unsere Angst und schaffe uns Raum und Halt in dir, hilf uns, immer mehr zu lieben. -
LESUNG
Jesaja 65,17b–18a
So spricht der Herr: Seht, ich erschaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde. Man wird nicht mehr an das Frühere denken, es kommt niemand mehr in den Sinn. Nein, ihr sollt euch ohne Ende freuen und jubeln über das, was ich erschaffe.
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Magnifikat – Lobgesang Mariens
Antiphon:
Jesus sagte: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht.
Zur Aufnahme des gesungenen Magnificat mit monatlich wechselnder Antiphon.
Magnifikat
Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)
Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen. -
Fürbitten
Gott, du heilst unsere Wunden und schenkst uns neues Leben. Wir bitten dich:
A: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Für die Kirche, dass sie den Heilswillen Gottes sichtbar macht in der Welt.
– Für die Staaten Europas, dass sie nationalistische Interessen überwinden zugunsten der Einheit.
– Für die Menschen am Rand der Gesellschaft, dass sie Beachtung finden im politischen Diskurs.
– Für den Schutz des ungeborenen Lebens, dass er ein Anliegen aller Parteien werde. -
Vaterunser
Als Christen sind wir unterwegs zu Gott. Er stärkt uns durch sein Wort und schenkt uns seinen Geist, damit wir zu ihm beten können: Vater unser im Himmel …
Segen
Gott, segne uns mit der Hoffnung auf dein Heil.
Segne uns mit der Erfahrung deines Reiches.
Segne uns mit dem neuen Leben bei dir. Amen.