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Bischof Dr. Stephan Ackermann eröffnet Laacher Festwoche

15. August 2026 / Neuigkeiten

Bischof Stephan Ackermann am 15. August in Maria LaachFoto: Fin Wissen

Bischof Dr. Stephan Ackermann eröffnet Laacher Festwoche im Zeichen des Jubiläums „100 Jahre Basilica minor“

Mit einem feierlichen Pontifikalamt zum Hochfest Mariä Himmelfahrt, dem Patrozinium von Maria Laach, hat Bischof Dr. Stephan Ackermann, Bischof von Trier, am Samstag die Laacher Festwoche eröffnet. Sie steht in diesem Jahr im Zeichen des Jubiläums „100 Jahre Basilica minor“. 1926 hatte Papst Pius XI. die romanische Abteikirche von Maria Laach zur Basilica minor erhoben.

Gemeinsam mit der Mönchsgemeinschaft der Benediktinerabtei und zahlreichen Gläubigen feierte Bischof Ackermann das Pontifikalamt in der Basilika. Die musikalische Gestaltung übernahm die Cappella Lacensis. Zum Hochfest gehörte auch die traditionelle Segnung der Kräuter.
Abt Mauritius begrüßte Bischof Ackermann zum Auftakt der Festwoche und bezeichnete dessen Kommen als „einen Segen für unsere Gemeinschaft und für diesen Ort“. Ackermann stellte den Festtag in den größeren Zusammenhang des Jubiläums und der Bedeutung der Basilika als Ort des Gebets und der Gottesverehrung. Wo Gott die Ehre gegeben werde, werde der Mensch nicht kleiner, sondern seine Würde komme neu und stärker zum Ausdruck.

In seiner Predigt nahm der Bischof das Jubiläum der Basilica minor zum Ausgangspunkt für die Frage nach dem Verhältnis von Gott und Mensch. Anders als beim antiken Verständnis des Tempels müsse der Mensch vor der Gegenwart Gottes nicht weichen. Im christlichen Gotteshaus seien die Menschen vielmehr eingeladen, zusammenzukommen und sich von Gott erfüllen zu lassen. Gott wolle in den Menschen wohnen.

Daran knüpfte Ackermann mit Blick auf das Hochfest Mariä Himmelfahrt an. Maria habe Gott in ihrem Leben Raum gegeben – so sehr, dass Gott in ihr Mensch werden konnte. Darin werde auch das eigentliche Ziel christlicher heiliger Räume sichtbar: dass Gott im Menschen Wohnung finde.
Zugleich würdigte Bischof Ackermann die besondere Bedeutung der Laacher Mönche für die liturgische Bewegung – ein Wirken, das bei der Erhebung der Abteikirche zur Basilica minor ausdrücklich gewürdigt wurde. Papst Pius XI. habe neben der Geschichte des Klosters und der Schönheit des romanischen Gotteshauses auch die Weise hervorgehoben, in der in Maria Laach gebetet und Liturgie gefeiert werde. Die Laacher Mönche hätten die Erneuerung der Liturgie maßgeblich mitgeprägt und sich dafür eingesetzt, die Feier des Gottesdienstes möglichst vielen Menschen verständlich und zugänglich zu machen.

Mit dem Jubiläum verband Ackermann daher auch einen Auftrag an die Mönchsgemeinschaft: „Die Liturgie so feiern, dass die Menschen spüren: Das, was hier gefeiert wird, das hat mit mir zu tun. Das meint mich, das ist Geschenk an mich. Hier wird feierlich und lebensnah zugleich das Fest gefeiert, das Gott uns bereitet hat und immer wieder bereitet, weil er uns liebt. Aus diesem Fest kann man leben.“

Fotos: Fin Wissen


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