Kardinal Woelki zu Gast in Maria Laach
10. September 2026 / Neuigkeiten
Kardinal Woelki zu Gast in Maria Laach
Zum Fest Mariä Geburt und im Jubiläumsjahr „100 Jahre Basilica minor“ feierte Rainer Maria Kardinal Woelki ein feierliches Pontifikalamt in Maria Laach. In seiner Predigt zeichnete er Maria als Morgenröte – sie kündigt Christus an und weist auf sein Licht voraus..
Abt Mauritius begrüßte den Kölner Erzbischof mit herzlichen Worten und erinnerte an die lange Verbundenheit Maria Laachs mit Köln. Auch wenn die Abtei zum Bistum Trier gehört, reichen die historischen Beziehungen weit zurück. Lebendig ist diese Nähe bis heute: Viele Menschen aus dem Erzbistum Köln kommen regelmäßig nach Maria Laach zum Gebet und zur Einkehr.
Für Kardinal Woelki war der Besuch auch eine Rückkehr an einen vertrauten Ort. Schon in jungen Jahren habe er Maria Laach häufig besucht, erinnerte er sich zu Beginn des Gottesdienstes.
In seiner Predigt nahm der Kardinal dann das Fest Mariä Geburt unter dem Bild der Morgenröte in den Blick. Noch bevor die Sonne am Horizont erscheint, kündigt ihr Licht den neuen Tag an. So weise auch die Geburt Mariens bereits auf Christus hin. „Christus, die Sonne, ist noch nicht zu sehen, aber in seiner Mutter leuchtet das Licht, das er ist, bereits auf.“
Ausgehend vom Stammbaum Jesu im Evangelium weitete Woelki diesen Gedanken auf das Leben jedes Einzelnen aus. Christus sei nicht nur Zielpunkt der biblischen Heilsgeschichte, sondern Ziel der ganzen Schöpfung und jedes Menschen. Darin liege die christliche Hoffnung: „Wir gehen nicht auf den Tod zu.“ Das letzte Ziel sei vielmehr „das Leben, das Jesus Christus ist“.
Maria weise dabei nicht auf sich selbst, sondern auf ihren Sohn. Sie lade dazu ein, Christus Raum zu geben und ihn nicht an den Rand des eigenen Lebens zu stellen. „Er will die Mitte unseres Lebens sein“, sagte Woelki.
Diesen Gedanken bezog der Kardinal auch auf die Kirche. Ihr Sinn liege nicht in ihr selbst, sondern darin, Christus in der Welt gegenwärtig werden zu lassen. „Ohne Christus ist die Kirche nichts“, formulierte Woelki und griff dabei Gedanken des französischen Theologen und späteren Kardinals Henri de Lubac auf.
Das Jubiläum der Basilica minor verlieh diesem Gedanken in Maria Laach eine eigene Aktualität. Kirche erschöpft sich nicht im steinernen Bau. Sie lebt in den Menschen, die Christus aufnehmen und sein Licht durch ihr eigenes Leben weitertragen.
Am Ende seiner Predigt kehrte Kardinal Woelki noch einmal zu Maria zurück. Von ihr könne die Kirche lernen, sich Christus zu öffnen und ihn aufzunehmen, damit sein Licht in die Welt hineinwirke. Sein Schlusswort war ein Aufruf zu Mut und Vertrauen: „Haben wir, liebe Schwestern und Brüder, nur den Mut und das Vertrauen, diese unsere Sendung zu leben – zur Ehre Gottes und zum Heil der Menschen.“
Die Predigt bei DOMRADIO.DE
Die Predigt von Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki ist auf domradio.de verfügbar
Quelle: domradio.de
Mehr zum Thema erfahren Sie auch im Domradio-Artikel “Kardinal Woelki lobt in Maria Laach die Gottesmutter”
Quelle: Domradio.de
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Fotos: Michael Jordan