Laacher Forum

Laacher Forum: Peter Nüesch


Termin

Eine Veranstaltung der Serie Laacher Forum Adenauer. Eine Veranstaltung zur Ausstellung “Glaube und Politik.
Konrad Adenauer und die Abtei Maria Laach”

Zum 40. Todestag von Konrad Adenauer am 19. April 2007 veröffentlicht die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus die bisher zum größten Teil unbekannten Briefe Adenauers an Dora Pferdmenges, die Frau seines besten Freundes Robert Pferdmenges. Die eigenhändigen Schreiben – größtenteils aus den ersten Jahren des „Dritten Reichs“ – entstanden im Asyl in der Benediktinerabtei Maria Laach (1933/34), in Potsdam-Neubabelsberg (1934/35), nach der Ausweisung aus dem Regierungsbezirk Köln im Pax-Heim Unkel (1935/36) sowie während der ersten Jahre in Rhöndorf.

„… als nationaler Schädling verfemt und ausgestoßen“ , lange von seiner Frau Gussie und den Kindern getrennt, vertraut Adenauer im „Zwangsruhestand der NS-Zeit“ – seinem vermeintlich „letzten Lebensabschnitt“ – Dora Pferdmenges an: „Man empfindet ein zwingendes Bedürfnis oft, sich mit Gesetzen und Einrichtungen zu beschäftigen, die jenseits der menschlichen Einwirkungen liegen. … Man bekommt dann auch wieder die Kraft, der Depressionen und Stimmungen Herr zu werden.“ – „Welch’ ein Glück, daß man die Natur, die Kunst, das Reich der Gedanken und der Seele, und Gott hat.“

Die zu diesem „unbekannten“ Adenauer überlieferten Schlüsseldokumente wurden von den Enkelsöhnen des Ehepaares Pferdmenges, Dr. Thomas Bscher und Robert Pferdmenges, zur Verfügung gestellt. Daraus entstand, in enger Zusammenarbeit mit der Familie Adenauer, im Editionsbereich der Rhöndorfer Stiftung der nun vorgelegte Band.

Adenauer am 27. April 1933, einen Tag nach der Ankunft am Laacher See:
Liebe Frau Pferdmenges. Hier stürzte gestern nach all‘ den Erlebnissen der letzten Wochen die Stille und Einsamkeit geradezu mit erdrückender Gewalt auf mich herab trotz der Schönheit der Natur und des Zaubers der Obstblüte in dem riesigen Klostergarten.


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