Laacher Orgelkonzerte

Laacher Orgelkonzerte 2019


Termin

Organist: Waldemar Krawiec, Zabrze (Hindenburg) / Polen

Programm:

Chororgel

Johannes von LUBLIN | 1490 – 1550
▪ Preambulum
▪ Taniec

Johann Ludwig KREBS | 1713 – 1780
Toccata und Fuge E-dur

Johann Peter KELLNER | 1705 – 1772
▪ Preludium C-dur
▪ Choralbearbeitung „Was Gott tut das ist wohlgetan”

Große Orgel

Adolph Friedrich HESSE | 1809 – 1863
Fantasie f-moll op. 57 / 1
Allegro, Allegretto, Allegro, Alla breve

Emanuel ADLER | 1845 – 1926
Aus den fünf Orgelstücken Op. 7
▪ Nr. 1 Andante

Marian SAWA | * 1945
Fuga-Bolero

Giovanni Battista MARTINI | 1706 – 1784
▪ Toccata per l’ Offeretorio
▪ Elevazione

Theodore DUBOIS | 1837 – 1924
▪ Fiat lux
▪ In Paradisum

Petr EBEN | 1929 – 2007
Gloria

Waldemar Krawiec wurde 1964 in Kandrzin geboren. Seine Ausbildung im Orgelspiel begann er in der Kirchenmusikschule des Bischöflichen Ordinariates in Oppeln unter der Leitung von Barbara Ślęczek. Die Orgelklasse von Łucja Krosny-Widerowa an der weiterführenden Musikschule in Zabrze schloss er mit Auszeichnung ab. Im Diplomjahr, nach dem Tod seines ersten Klavierlehrers Wiktor Świętek, ging er ein Jahr lang den Pflichten des Organisten in der St. Nikolaus-Kirche in Kandrzin nach. Danach studierte Krawiec an der Musikakademie in Kattowitz unter der Leitung von Prof. Julian Gembalski. Dort schloss er ebenfalls sein Aufbaustudium ab. Thema seiner Diplomarbeit war die Druckvorbereitung der Fantasie Op. 14 von Jan Galwas. Während der Studienzeit war er Organist in der Kirche der Hl. Märtyrer Johannes und Paul in Kattowitz, und nach seinem Studium sieben Jahre lang in der Kirche des Hl. Kamillus in Zabrze. Krawiec nahm an vielen Meisterkursen in Polen, Deutschland und Belgien teil, die der Interpretiation der Orgelmusik gewidmet waren und von bekannten Professoren geführt wurden: U. Spang-Hansen, J. Boyer, J. Ferarrdo, Ch. Bossert, N. Danby. Im Jahr 1994 bekam er eine Auszeichnung auf dem 1. Internationalen Felix Nowowiejski-Orgelwettbewerb in Posen für die beste Ausführung des Werkes Mater dolorosa. W. Krawiec nahm an vielen Konzerten als Solist und Kammermusiker in Polen und im Ausland teil (Deutschland, Österreich, Italien, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Finnland). Besonders interessiert er sich für schlesische Musik. Im Jahr 1996 nahm Krawiec an einem Konzert teil, das dem 25. Todestag des schlesischen Komponisten Fritz Lubrich gewidmet war. 2003 nahm er zum zweiten mal am Festival der schlesischen Komponisten in Oppeln teil, wo er monographische Konzerte ausgeführt hat, die dem Wirken des Breslauers Organisten und Komponisten Moritz Brosig gewidmet waren. Im Jahr 2000 erhielt er einen Preis des Präsidenten der Stadt Zabrze für seine pädagogischen Errungenschaften und seinen Beitrag in die Kulturentwicklung der Stadt. Auf seine Anregung wurden 1995 Orgelkonzerte in Zabrze eingeführt, aus denen dasm heutige Internationale Orgelfestival hervorging; Krawiec wurde zum Künstlerischen Leiter dieses Festivals ernannt. Außerdem leitet er eine Orgelklasse an der Musikschule in Zabrze und ist Lehrer am Institut für Kirchenmusik und an der Diözesanen Organistenschule in Gleiwitz. Krawiec beteiligte sich ebenfalls an Redaktionsarbeiten bei der Ausgabe des neuen Orgelbuches Weg zum Himmel und ist Mitglied der Diözesanen Orgelsachverständigen-Kommission in Gleiwitz. Er nahm einige CDs mit Musik der schlesischen Komponisten auf.


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