Laacher Orgelkonzerte

Laacher Orgelkonzerte 2020 - Projekt Vierne - 2. Symphonie


Termin

Organist: Gereon Krahforst, Maria Laach / Koblenz
151. Orgelkonzert

Programm:

Ludwig van Beethoven | 1770 – 1827
Aus der 2. Symphonie D-Dur op. 36
▪ I. Adagio molto / Allegro con brio
(Orgelfassung von Gereon Krahforst 2019)

Firmin Decerf | * 1942
Lumina

Gereon Krahforst | * 1973
Aus “Leonhard´s Piano Album” (2012)
▪ Hello Beethoven ! A Rondo

Louis Vierne | 1870 – 1937
Orgelsymphonie Nr. 2 e-moll op. 20
▪ I. Allegro
▪ II. Choral. Largo
III. Scherzo. Quasi presto
▪ IV. Cantabile. Larghetto
▪ V. Final. Maestoso

Gereon Krahforst wurde 1973 in Bonn geboren. Nach einer umfassenden frühen musikalischen Ausbildung und dem Abitur studierte er 1990-2000 Komposition, Musikwissenschaft, Kirchenmusik, Klavier und Orgel in Köln und Frankfurt am Main (Orgellehrer waren vor dem Studium Markus Karas und John Birley, während des Studiums dann Clemens Ganz und Daniel Roth). Zahlreiche Meisterkurse und private Studien u.a. mit Marie-Claire Alain, Jon Laukvik, Petr Eben, Wolfgang Seifen, Tomasz A. Nowak, Franz Lehrndorfer und vielen anderen ergänzen seine Studien. Nach einer Reihe von kirchenmusikalischen Anstellungen in Bonn (Kreuzbergkirche), Mönchengladbach (Münsterbasilika), Minden (Dom) und als Domorganist in Paderborn (Dom) wanderte er zunächst nach Südspanien aus und amtierte dort als Organist der national bedeutenden „Organo del Sol Mayor“ in der weltberühmten Stadt Marbella an der Costa del Sol. Bis dahin lehrte er gleichzeitig acht Jahre lang eine Orgel-Improvisationsklasse an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover.
2012 – 2014 amtierte er als Cathedral Organist und Associate Director of Music an der Cathedral Basilica of Saint Louis, Missouri – einer der bedeutendsten katholischen Kathedralen Amerikas. Dort lebte und arbeitete er mit dem seltenen O1B-Visum für Künstler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, die für die USA von nationalem Interesse sind. Aus privaten, familiären Gründen kehrte er im Sommer 2014 nach Deutschland zurück und arbeitet zunächst ein Jahr in Mettlach im Saarland. Im April 2015 wurde er vom Benediktinerkonvent der Abtei Maria Laach als Abteiorganist und künstlerischer Leiter der Internationalen Laacher Orgelkonzerte berufen. Des weiteren ist er künstlerischer Leiter der Orgelkonzertreihen an der Fasen-Orgel in St. Sebastian, Boppard sowie an der historischen Balthasar-König-Orgel von 1714 in der Klosterkirche St. Leodegar zu Niederehe / Eifel, der ältesten spielbaren Orgel in Rheinland-Pfalz. Seit 2017 arbeitet er als berufenes Mitglied im Komitee für die Internationalen OrgelWochen innerhalb des Kultursommers Rheinland-Pfalz im Ministerium für Kultur, Bildung und Forschung in Mainz; seit 2018 ist er zusätzlich Organist und Custos der Großen Orgel in der Rhein-Mosel-Halle Koblenz und neuer Intendant des Bonner Orgelfests.
Besonders als Improvisator konnte er sich weltweit einen Namen machen; daneben zählen zu seinem breit gefächerten Repertoire u.a. sämtliche Orgelwerke von Scheidt, Pachelbel, Muffat, Couperin, Buxtehude, Bach, Mendelssohn, Schumann, Brahms, Franck, Duruflé, zahlreiche Werke von Guilmant, Widor, Vierne, Dupré und Messiaen sowie ein großer Fundus an unbekannten, lohnenswerten Komponisten aller möglichen Länder und Epochen. Immer wieder werden seine abwechslungsreichen Programmgestaltungen und unkonventionellen Registrierungen bewundert, was in lobenden Kommentaren und Empfehlungen von Jean Guillou, Olivier Latry, Thierry Escaich, John Scott und Stephen Tharp gipfelt.
Bereits 1987 gewann er als 14jähriger einen landesweiten Kompositionswettbewerb mit einem Konzert für Klavier und Orchester; zahlreiche weitere, auch internationale Preise, in Komposition, Klavier und Orgel schlossen sich an. Konzerte führten ihn – zunächst sogar zusätzlich auch als Pianist – in viele Kathedralen, Kirchen und Konzertsäle ganz Europas, nach Südkorea und auch vor dem Auswandern mehrmals in die USA. Dort erhielt er besondere Auszeichnungen der AGO für Konzerte Meisterkurse zur Interpretation der Orgelwerke Max Regers sowie für Orgelimprovisation – als Improvisator konnte sich Gereon Krahforst einen Namen machen; CD-Aufnahmen sowie Auftritte in Rundfunk und Fernsehen runden sein vielschichtiges musikalisches Wirken ab.
Gereon Krahforst ist zudem Widmungsträger diverser zeitgenössischer Kompositionen, darunter Rami Bar-Niv, Israel – und als Juror bei internationalen Orgelwettbewerben in Erscheinung getreten. Im Jahr 2019 spielte er alle 10 Orgelsymphonien von Widor in der Abteikirche Maria Laach und der Rhein-Mosel-Halle Koblenz; 2020 folgen die 6 Orgelsymphonien von Louis Vierne.


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