Ausstellungen

Holzschnitt- und Objekt-Ausstellung von Friedrich Förder


Termin

  • Sa 1. Sep 2018, 15:00 Uhr - So 14. Okt 2018, 17:00 Uhr
  • Ausstellungen

Ob „die Welt im Innersten zusammenhält“?

vom 01. September bis 14. Oktober

Vernissage: Samstag, den 01.09.2018, 15 Uhr
Begrüßung: Pater Prior Andreas Werner OSB, Maria Laach
Einführung: Pfarrer Bruno Wachten, Köln

Der Ausstellungstitel impliziert es: Friedrich Förder lotet Johann W. v. Goethes faustischen Satz neu aus. Will Goethes Faust erforschen, „was die Welt im Innersten zusammenhält“, legt der Künstler dar, was ihn am inneren Zusammenhalt dieser Welt zweifeln lässt: Brutalität, Missbrauch jeglicher Art an Mensch, Natur, kurz: an Gottes Schöpfung. Zugleich jedoch weist der Künstler Wege aus dem Untergangsszenario auf. Es sind die Königswege der Menschheit. Sie bestehen aus Liebe, Barmherzigkeit und der Achtung für Gottes Schöpfung.

Mit der alten Technik des Holzschnittes nähert sich Friedrich Förder diesen aktuellen Themen und erweist sich dabei als moderner Künstler. Er hat sich bewusst für das Medium „Holzschnitt“ entschieden, weil es die Reduzierung auf das Wesentliche erfordert. Der intellektuellen Durchdringung und Erfassung eines Themas folgt harte körperliche Arbeit am Holz. Dabei beherrscht Förder nicht nur die Technik des Holzschnittes und des Holzstiches virtuos. Er zeigt darüber hinaus ein sicheres Gespür für die Bildkomposition und für das harmonische Zusammenspiel von Formen.

Förders Kunstwerke sind also durchdacht, technisch versiert und zugleich mit scheinbarer Leichtigkeit ausgeführt. Besonderen Esprit
erhalten die Werke durch Förders künstlerische Intuition, seine Freude am Experiment, seinen Mut zur gesellschaftspolitischen Kritik und nicht zuletzt durch seinen feinen Humor.

Seit mehr als 30 Jahren arbeitet Friedrich Förder als Holzschneider, Drucker, Grafiker und Zeichner. Seiner Künstlerbiographie weist deutschlandweit zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen auf. Zu Förders beachtlichem Werk gehören Märchen- und Sagenzyklen, Arbeiten zu religiösen Themen, Einzelarbeiten und Sammelmappen zum Thema „Natur und Kultur“ sowie Buchillustrationen in der Technik des Zeichnens und der Grafik. Der Holzschnitt hat in diesem Œuvre einen besonderen Stellenwert und eine große Qualität.
Holzschnitt meint bei Förder nicht nur Grafik. Vielmehr wird der Druckstock zur eigenständigen Skulptur. Gleich zwei Beispiele sind in der Ausstellung im Klosterforum zu sehen: Eine „Kapelle“ aus Förders Schöpfungszyklus mit dem Titel „Betreten erwünscht“ und ein Altar. Förder hat ihn in Anlehnung an die mittelalterlichen Flügelaltäre als Triptychon geschaffen. Thematisch veranschaulicht er damit die alte benediktinische Ordensregeln „ora et labora“ und fügt vertiefend hinzu: „ … und vergiss die Liebe nicht!“
Dr. phil. Ursula Clemens-Schierbaum, Kunsthistorikerin


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Friedrich Förder ist an folgenden Tagen anwesend:
01.09.18, 08.09.18, 09.09.18, 16.09.18, 22.09.18, 23.09.18, 14.10.18

Dr. Ursula Clemens-Schierbaum ist an folgenden Tagen anwesend:
01.09.18, 02.09.18, 30.09.18, 03.10.18, 07.10.18,13.10.18

Die Ausstellung kann bis zum 14. Oktober 2018 während der üblichen Öffnungszeiten des Klosterforums besichtigt werden.

Der Eintritt ist frei.


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