Laacher Messbuch

6. Sonntag im Jahreskreis

16. Februar 2020

Sei mir ein schützender Fels,
eine feste Burg, die mich rettet.
Denn du bist mein Fels und meine Burg;
um deines Namens willen wirst du mich führen und leiten.
Ps 31,3–4

Jesus ist ein Lehrmeister, der tief in das Innere des Menschen blickt und der uns selbst rät, in uns hineinzublicken, nicht nur oberflächlich zu sein und erst dann aktiv zu werden, wenn etwas wirklich im vollen Maße im Leben danebengeht, sondern schon im Vorfeld einzugreifen. »Währet den Anfängen« – so könnte man ganz salopp und im Volksmund seine Haltung übersetzen, die uns heute im Evangelium begegnet. Weil aber bei den Anfängen niemals oder nur ganz selten andere verantwortlich sind, müssen wir selbst genau hinsehen, ein jeder bei sich. Christentum, Jesus folgen, bedeutet auch, so wie er in die menschliche Seele hineinsehen, in unsere eigene Seele hineinsehen. Damit wir uns selbst auf dem Weg des Heils halten und uns nicht da von wegführen lassen.

Kyrie-Rufe

GL 161
Du rufst uns, Herr, trotz unsrer Schuld. Kyrie, eléison. Denn größer als alle Schuld ist deine Liebe. Kyrie, eléison. Du machst uns aus Knechten zu Freunden. Kyrie, eléison. Erbarme dich unser, o Herr, erbarme dich unser.
Lass uns glauben an deine Liebe, Christe, eléison, mit Vertrauen kommen zu dir. Christe, eléison. Du machst uns aus Knechten zu Freunden. Christe, eléison. Erbarme dich unser, o Herr, erbarme dich unser.
Komm uns zu Hilfe, dass wir nicht wanken. Kyrie, eléison. Was uns auch zustößt, sei du uner Halt. Kyrie, eléison. Du machst uns aus Knechten zu Freunden. Kyrie, eléison. Erbarme dich unser, o Herr, erbarme dich unser.
Johannes Bergsma (1971)

Gloria



Tagesgebet


Gott, du liebst deine Geschöpfe, und es ist deine Freude, bei den Menschen zu wohnen. Gib uns ein neues und reines Herz, das bereit ist, dich aufzunehmen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Erste Lesung

Sir 15,15–20 (16–21)
Lesung aus dem Buch Jesus Sirach.
Gott gab den Menschen seine Gebote und Vorschriften. Wenn du willst, wirst du die Gebote bewahren und die Treue, um wohlgefällig zu handeln. Er hat dir Feuer und Wasser vorgelegt, was immer du erstrebst, danach wirst du deine Hand ausstrecken. Vor den Menschen liegen Leben und Tod, was immer ihm gefällt, wird ihm gegeben. Denn groß ist die Weisheit des Herrn, stark an Kraft ist er und sieht alles. Seine Augen sind auf denen, die ihn fürchten, und er kennt jede Tat des Menschen. Keinem befahl er, gottlos zu sein, und er erlaubte keinem zu sündigen. |F
Wort des lebendigen Gottes.

¬ »Wenn du willst«, so lautet die bemerkenswerte Formulierung, die uns darauf aufmerksam macht, dass wir als freie Menschen die Möglichkeit haben, uns zu den Geboten und Weisungen Gottes zu verhalten. Es ist eine Entscheidung aus freiem Willen heraus, Gebote und Vorschriften zu halten. Manche zeitgenössische Forschung im Bereich der Psychologie und der Neurologie scheint in eine andere Richtung zu gehen: Menschen sind Produkt ihrer Umwelt, äußerer Einflüsse oder genetischer Determinierung. Daran ist sicher einiges richtig. Dennoch bleibt die letzte Entscheidung dem Menschen vorbehalten. Äußere Einflüsse sind nicht von der Hand zu weisen. Doch wie die jeweils eigene Entscheidung aussieht, das ist eine Frage des Willens. Damit ist dem Menschen eine hohe Verantwortung übertragen.

Antwortpsalm

Ps 119 (118),1–2.4–5.17–18.33–34 (Kv: vgl. 1)
Kv Selig die Menschen,
die gehen nach der Weisung des HERRN. – Kv
Selig, deren Weg ohne Tadel ist, *
die gehen nach der Weisung des HERRN.
Selig, die seine Zeugnisse bewahren, *
ihn suchen mit ganzem Herzen. – (Kv)
Du hast deine Befehle gegeben, *
damit man sie genau beachtet.
Wären doch meine Schritte fest darauf gerichtet, *
deine Gesetze zu beachten. – (Kv)
Handle an deinem Knecht, so werde ich leben. *
Ich will dein Wort beachten.
Öffne mir die Augen, dass ich schaue *
die Wunder deiner Weisung! – (Kv)
Weise mir, HERR, den Weg deiner Gesetze! *
Ich will ihn bewahren bis ans Ende.
Gib mir Einsicht, damit ich deine Weisung bewahre, *
ich will sie beachten mit ganzem Herzen! – Kv

Zweite Lesung

1 Kor 2,6–10
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korínth.
Schwestern und Brüder! Wir verkünden Weisheit unter den Vollkommenen, aber nicht Weisheit dieser Welt oder der Machthaber dieser Welt, die einst entmachtet werden.
Vielmehr verkünden wir das Geheimnis der verborgenen Weisheit Gottes, die Gott vor allen Zeiten vorausbestimmt hat zu unserer Verherrlichung. Keiner der Machthaber dieser Welt hat sie erkannt; denn hätten sie die Weisheit Gottes erkannt, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt.
Nein, wir verkünden, wie es in der Schrift steht, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was in keines Menschen Herz gedrungen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.
Uns aber hat es Gott enthüllt durch den Geist. Der Geist ergründet nämlich alles, auch die Tiefen Gottes. |F
Wort des lebendigen Gottes.

¬ Den Vorwurf, »nicht so ganz von dieser Welt zu sein«, müssen sich Christen durchaus öfter anhören. Dann, wenn sie ungerechte Situationen ansprechen oder von einer menschlichen und gerechten Gesellschaftsordnung reden. Die vielen Sachzwänge und Gegebenheiten dieser Welt lassen oft den Eindruck entstehen, das sei Utopie, nicht möglich, eine Illusion oder ein unrealistischer Ansatz.
Paulus spricht davon, dass seine Verkündigung eine »Weisheit« beinhaltet, die eben gerade nicht von dieser Welt ist. Die nicht einfach die Bedingungen von hier und heute widerspiegelt, sondern von Gott her eine andere Sicht auf die Welt ermöglichen und eine andere Richtung in die Dinge hineinlegen will. Dass die Machthaber dieser Welt das damals und heute oft nicht erkennen oder annehmen wollen, ist keine wirkliche Überraschung. Denn wer von den Verhältnissen profitiert, wie sie derzeit sind, der wird sich schwerlich von anderem überzeugen lassen. Aber genau darin liegt der Auftrag des Christentums: aufzuzeigen, wo Gottes Weisheit über das hinausgeht, was wir uns vorstellen können oder wollen.


Ruf vor dem Evangelium

Vers: vgl. Mt 11,25
Halleluja. Halleluja.
Sei gepriesen, Vater, Herr des Himmels und der Erde;
du hast die Geheimnisse des Reiches den Unmündigen
offenbart.
Halleluja.

Evangelium

Mt 5,17–37
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben! Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird kein Jota und kein Häkchen des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.
Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.
Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemanden tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein; und wer zu seinem Bruder sagt: Du Dummkopf!, soll dem Spruch des Hohen Rates verfallen sein; wer aber zu ihm sagt: Du Narr!, soll dem Feuer der Hölle verfallen sein.
Wenn du deine Opfergabe zum Altar bringst und dir dabei einfällt, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, so lass deine Gabe dort vor dem Altar liegen; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder, dann komm und opfere deine Gabe!
Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist! Sonst wird dich dein Gegner vor den Richter bringen und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener übergeben und du wirst ins Gefängnis geworfen. Amen, ich sage dir: Du kommst von dort nicht heraus, bis du den letzten Pfennig bezahlt hast.
Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau ansieht, um sie zu begehren, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.
Wenn dich dein rechtes Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus und wirf es weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Und wenn dich deine rechte Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab und wirf sie weg! Denn es ist besser für dich, dass eines deiner Glieder verloren geht, als dass dein ganzer Leib in die Hölle kommt.
Ferner ist gesagt worden: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt, muss ihr eine Scheidungsurkunde geben. Ich aber sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, liefert sie dem Ehebruch aus; und wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch.
Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht, weder beim Himmel, denn er ist Gottes Thron, noch bei der Erde, denn sie ist der Schemel seiner Füße, noch bei Jerusalem, denn es ist die Stadt des großen Königs! Auch bei deinem Haupt sollst du nicht schwören; denn du kannst kein einziges Haar weiß oder schwarz machen.
Eure Rede sei: Ja ja, nein nein; was darüber hinausgeht, stammt vom Bösen. |F
Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Oder Kurzfassung: Mt 5,20–22a.27–28.33–34a.37
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und der Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.
Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemanden tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein.
Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau ansieht, um sie zu begehren, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.
Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht.
Eure Rede sei: Ja ja, nein nein; was darüber hinausgeht, stammt vom Bösen. |F
Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

¬ Die Worte aus der Bergpredigt Jesu kommen uns (und manchem Hörer oder mancher Hörerin) vielleicht so vor, als ob Jesus die moralischen Hürden höher legt, als ob er das Gesetz verschärfen will und die Ansprüche überzeichnet. »Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist … ich aber sage euch …« Jesus macht deutlich: Nicht erst beim Morden oder anderen schweren Verbrechen fängt das Problem an, sondern schon viel früher, wenn man den Hass auf andere aufbaut und den Gefühlen ungezügelt Raum gibt. Das ist eine wichtige Erkenntnis, die dahintersteht. Nicht erst, wenn jemand tatsächlich zur Waffe greift oder handgreiflich zuschlägt, fängt das Problem an, sondern viel früher. Die Motive, die Gedanken, die Parolen und die Geisteshaltungen sind es, die man als Wurzel des Übels erkennen muss. Bei manchen Dingen ist uns das bewusst. So kämpfen wir etwa gegen rechts- und linksextreme Positionen in der Politik, weil wir uns sagen: Aus diesen Gedanken und Einstellungen werden schnell auch Taten und Handlungen, die zutiefst schädlich sind. Unsere Erfahrungen mit linken und rechten Diktaturen sprechen da Bände. Das gilt aber letztlich für alle Bereiche. Nicht erst dann, wenn wir etwas konkret tun, sondern wenn wir zulassen, dass Vorstellungen in uns Raum gewinnen, schon dann beginnt das Unheil. Jesu Weisungen in der Bergpredigt sind also weniger als eine Verschärfung des Rechtes zu verstehen oder eine engere Sicht der Gebote, sondern als ein Blick auf die Wurzel des Übels und ein Versuch, sich selbst schon im Aufkeimen der Dinge an die Hand zu nehmen.
Jesus leitet seine Aussagen mit dem Hinweis ein, dass die »Gerechtigkeit« aller, die ihm folgen, größer sein muss als die der Pharisäer. Es kann nicht darum gehen, nur äußerlich und formal ehrlich, gerecht, liebevoll oder barmherzig zu sein, im Herzen und in den Gedanken aber dem Bösen freien Raum zu lassen. Das wird nicht gut enden – denn aus Gedanken werden Worte und oft auch Taten.
Natürlich geht es hier nicht darum, dass Gedanken und Motive schon eine Straftat sind. Niemand kann und will Gedanken oder Einstellungen an sich schon juristisch verfolgen. Es geht bei Jesus um eine Achtsamkeit. Er spricht zu den Menschen und will sie aufmerksam und sensibel dafür machen, wie denn eigentlich das Böse, das sich in Taten ausdrückt, entsteht und wo es seine Wurzel hat. Und die kann der Mensch letztlich nur selbst erspüren und bei sich finden.


Credo



Fürbitten


Allmächtiger Gott, die Worte und Weisungen deines Sohnes wollen uns den Weg zu einem Leben in Fülle zeigen. Höre auf unser Gebet:
V: Gott, unser Vater, A: wir bitten dich, erhöre uns.
– Für einen jeden von uns, die wir uns Christen nennen. Hilf uns dabei, die Botschaft des Evangeliums auf unser eigenes Leben zu beziehen und uns immer wieder selbst daran zu messen.
– Für alle, deren Aufgabe es ist, junge Menschen im Heranwachsen und in der Reifung ihrer Persönlichkeit zu begleiten. Hilf ihnen dabei, verantwortungsbewusst und sensibel zu handeln.
– Für die Menschen, die sich in schwere Schuld verstrickt haben und nach einem Neubeginn suchen. Schenke ihnen Erfahrungen der Versöhnung und Achtsamkeit für ihren weiteren Lebensweg.
– Für unsere Toten. Schenke ihnen eine himmlische Wohnung in deinem Vaterhaus und lass alle Hinterbliebenen versöhnt und voll Wertschätzung auf das Leben der Verstorbenen zurückblicken.
Herr, höre und erhöre unser Gebet. Durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Gabengebet


Barmherziger Gott, das heilige Opfer reinige uns von Sünden und mache uns zu neuen Menschen. Es helfe uns, nach deinem Willen zu leben, damit wir den verheißenen Lohn erlangen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Präfation

Sonntage VI
In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Vater im Himmel, zu danken und dich mit der ganzen Schöpfung zu loben. Denn in dir leben wir, in dir bewegen wir uns und sind wir. Jeden Tag erfahren wir aufs neue das Wirken deiner Güte. Schon in diesem Leben besitzen wir den Heiligen Geist, das Unterpfand ewiger Herrlichkeit. Durch ihn hast du Jesus auferweckt von den Toten und uns die sichere Hoffnung gegeben, daß sich an uns das österliche Geheimnis vollendet. Darum preisen wir dich mit allen Chören der Engel und singen vereint mit ihnen das Lob deiner Herrlichkeit.

Einladung zum Vaterunser


»Dein Reich komme«, so beten wir gleich im Vaterunser-Gebet. Ist das wirklich so: Möchten wir, dass die Dinge sich so verändern, dass das Reich Gottes unter uns Gestalt annimmt? Wer mitbetet, der bekennt sich dazu. Wir beten gemeinsam: Vater unser im Himmel …

Einladung zum Friedensgebet


Wie die Gewalt mit Gedanken und Worten beginnt und dann sich zur Tat entwickelt, so beginnt auch der Friede mit Gedanken und Worten. Bitten wir Gott darum, dass er uns Gedanken des Friedens ins Herz legt und Worte des Friedens und der Versöhnung sprechen lässt: Herr Jesus Christus …

Kommunionvers

Joh 3,16
Gott hat die Welt so geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat.
Oder: Ps 78,29–30
Alle aßen und wurden satt; er gab ihnen, was sie begehrten. Ihr Verlangen wurde erfüllt.

Schlussgebet


Gott, du Spender alles Guten, du hast uns das Brot des Himmels geschenkt. Erhalte in uns das Verlangen nach dieser Speise, die unser wahres Leben ist. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Schlusssegen

Im Jahreskreis VI
Gott, unser Vater, segne euch mit allem Segen des Himmels, damit ihr rein und heilig lebt vor seinem Angesicht.
Er lehre euch durch das Wort der Wahrheit; er bilde euer Herz nach dem Evangelium Christi und gebe euch Anteil an seiner Herrlichkeit.
Er schenke euch jene brüderliche Liebe, an der die Welt die Jünger Christi erkennen soll.
Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

***

Als Jesus seine »Bergpredigt« hält, da spricht er nicht nur zu Fischern, zu Bauern aus Galiläa, zu Menschen in der Antike.
Als Jesus seine »Bergpredigt« hält, da waren es nicht nur Frauen, Männer, Kinder und Greise, die ihn hören wollten und mit seinen Worten in Kopf und Herz nach Hause gingen.
Als Jesus seine »Bergpredigt« hält, da ging es nicht nur darum, zu zeigen, dass er mit dem Gesetz und den Propheten seines jüdischen Glaubens vertraut war und sie richtig auszulegen verstand, vor den Autoritäten der damaligen Zeit.
Als Jesus seine »Bergpredigt« hält, da will er zu mir sprechen. Durch die Jahrhunderte, über Tausende von Kilometern hinweg, trotz aller kultureller Unterschiede. Mir zum Heil.


Friedhelm Meudt

  • Benediktinerabtei Maria Laach

    D-56653 Maria Laach
    Tel.: +49 (0) 2652 59-0
    Fax: +49 (0) 2652 59-359
    E-Mail schreiben
    www.maria-laach.de

  • Gastflügel St. Gilbert

    Tel: +49 (0) 2652 59-313
    Fax: +49 (0) 2652 59-282
    E-Mail schreiben

  • Andere Sprachen

    Information in english,
    français, nederlands ...


Vulkanregion Laacher See

© 2020 Benediktinerabtei Maria Laach
Konzept und Realisierung Weitblick Internetwerkstatt. Design von Ari Gröbke.


nach oben