Laacher Messbuch

2. Adventssonntag

4. Dezember 2022

Der Herr wird kommen, um die Welt zu erlösen.
Volk Gottes, mach dich bereit.
Höre auf ihn, und dein Herz wird sich freuen.
Vgl. Jes 30, 19.30

Es ist uns Menschen seit langem ein Anliegen, unsere eigene Lebenszeit genauso wie diejenige, welche über uns selber hinausgeht, zu strukturieren. Wir können sie so besser einordnen, dieses unerbittlich dahin rinnende Etwas ein Stück weit domestizieren, seiner Unwiderruflichkeit ein wenig den Schrecken nehmen, die eigene Ohnmacht etwas erträglicher machen.
Menschen haben an ganz unterschiedlichen Orten und zum Teil in nicht miteinander kommunizierenden Kulturen aus der langjährigen Beobachtung der sie umgebenden Natur, sowohl auf der Erde als auch am Himmel, die gleichen Regelmäßigkeiten ausgemacht und sie festgehalten. Das Messen, Einteilen und Festschreiben der Zeit in zahlreichen Kalendern rund um den Globus ermöglichen ihnen so seit tausenden von Jahren, ihr Leben vorauszuplanen, aktiv zu gestalten und ihnen vor allem eine gewisse Sicherheit zu geben. Diese Zeit wird aber nicht nur als etwas gleichmäßig dahin Fließendes empfunden, sondern schenkt auch herausragende Momente. Das Erwachen der Natur im Frühling, das Ernten im Spätsommer, der längste und der kürzeste Tag des Jahres, Geburt und Tod des Einzelnen, sein Eintritt ins Erwachsenenalter, …, ungezählte Augenblicke die es hervorzuheben, vor allem zu feiern gilt!
Christen auf der ganzen Welt bereiten sich gerade in der jetzigen Zeit auf eines ihrer Hochfeste vor: das Feiern der Geburt Jesu, des Messias, des von Gott gesandten Erlösers. Mit ihnen spüren wir uns im Herzen verbunden, gemeinsam aufgehoben in diesem unerschütterlichen Glauben an das Gute, an die Möglichkeit des allumfassenden Friedens, selbst oder sogar gerade dann, wenn die weltliche Realität das Gegenteil zu beweisen scheint.
Schon Jesaja, später auch Paulus und Johannes der Täufer lebten in diesem Glauben. Ihren Spuren möchten wir heute am zweiten Adventssonntag folgen.


Kyrie-Rufe


Herr Jesus Christus, auf dir lag der Geist des Ewigen, du zeigst uns den rechten Weg. Herr erbarme dich.
Durch dich sind wir geheiligt, zu Söhnen und Töchtern des guten Vaters berufen. Christus erbarme dich.
In deinem Namen kommen wir zusammen, um den Ewigen zu loben und dein Brot zu teilen. Herr erbarme dich.

Tagesgebet


Allmächtiger und barmherziger Gott, deine Weisheit allein zeigt uns den rechten Weg. Lass nicht zu, dass irdische Aufgaben und Sorgen uns hindern, deinem Sohn entgegenzugehen. Führe uns durch dein Wort und deine Gnade zur Gemeinschaft mit ihm, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Erste Lesung

Jes 11,1–10
Lesung aus dem Buch Jesája.
An jenem Tag wächst aus dem Baumstumpf Ísais ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht.
Der Geist des HERRN ruht auf ihm: der Geist der Weisheit und der Einsicht, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN. Und er hat sein
Wohlgefallen an der Furcht des HERRN.
Er richtet nicht nach dem Augenschein und nach dem Hören sagen entscheidet er nicht, sondern er richtet die Geringen in Gerechtigkeit und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist. Er schlägt das Land mit dem Stock seines Mundes und tötet den Frevler mit dem Hauch seiner Lippen.
Gerechtigkeit ist der Gürtel um seine Hüften und die Treue der Gürtel um seine Lenden.
Der Wolf findet Schutz beim Lamm, der Panther liegt beim Böcklein. Kalb und Löwe weiden zusammen, ein kleiner Junge leitet sie. Kuh und Bärin nähren sich zusammen, ihre Jungen liegen beieinander. Der Löwe frisst Stroh wie das Rind. Der Säugling spielt vor dem Schlupfloch der Natter und zur Höhle der Schlange streckt das Kind seine Hand aus. Man tut nichts Böses und begeht kein Verbrechen auf meinem ganzen heiligen Berg; denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des HERRN, so wie die Wasser das Meer bedecken.
An jenem Tag wird es der Spross aus der Wurzel Ísais sein, der dasteht als Feldzeichen für die Völker; die Nationen werden nach ihm fragen und seine Ruhe wird herrlich sein. |F
Wort des lebendigen Gottes.

- Jesaja übt harsche Kritik an den jüdischen Königen seiner Zeit, weil sie allzu oft rücksichtslos auf menschliche Macht, persönliche Interessenverfolgung und politisches Taktieren setzen. Ein solches Herrschen steht dem Willen JHWHs diametral entgegen, davon ist der Prophet zutiefst überzeugt. Und so entwirft er das einprägsame Bild eines neuen, messianischen Königs: der alte Baum des herrschenden Geschlechts wird fallen und ein junger, frischer Trieb wird aus dem übriggebliebenen Stumpf hervorbrechen. Auf diesem König wird der Geist Gottes ruhen, er wird das Ideal des gerechten Herrschers, der sich ausnahmslos auf die Seite der Bedürftigen und der Friedliebenden stellt, erfüllen.
Dieser Herrscher nimmt kein Leben, sondern richtet auf, sein Wort allein genügt, um Recht zu schaffen. Sein Denken und Handeln sind untadeliges Vorbild für seine Untertanen. Er vereint in sich die überragenden Tugenden seiner großen Vorfahren: die Weisheit Salomons, die Stärke Davids, die Gotteserkenntnis der Patriarchen und der Propheten. Die Ordnung dieser neuen Welt beschreibt Jesaja anschließend mit jener unvergleichlichen Vision, in der das alte weltliche Gesetz des »Fressen und gefressen werden« definitiv überwunden ist. Gerade weil das Gesetz des Stärkeren unserer Schöpfung seit Anbeginn innewohnt, besticht dieses Bild vom Wolf, der beim Lamm Schutz findet, und vom Säugling, der sich ohne Gefahr der Schlange nähert. Mit ihm zeichnet der Prophet eine Welt, die weit über alles hinaus reicht, was Menschen sich vorstellen können oder was sie zu träumen wagen.
Es ist eine paradiesische Welt, entsprechend der vor dem Sündenfall. Diese Vision rührt unser Innerstes an. Sie vermag es, unsere manchmal verschüttete tiefe Sehnsucht nach erlöstem, friedlichem Zusammenleben der ganzen Schöpfung neu zu entflammen. Wir täten ihr Unrecht, wenn wir sie zu einem naiv-romantischen Klischee herabwürdigen würden, mit dem Argument, die Naturgesetze könnten schließlich nicht ausgehebelt werden. Wir würden ihr im Gegenteil zur Erfüllung verhelfen – wenigstens ein Stück weit – wenn wir unseren eigenen Umgang untereinander und mit der ganzen Schöpfung überdenken und grundlegend ändern würden. Wenn die menschlichen Wölfe, Panther, Löwen, Bären und Nattern ihren Schrecken verlören, würde die Schau Jesajas ein Stück Wirklichkeit.


Antwortpsalm

Ps 72 (71),1–2.7–8.12–13.17 (Kv: vgl. 7)
Kv In den Tagen des Herrn sollen Gerechtigkeit blühen und
Fülle des Friedens. – Kv

Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König, *
dem Königssohn gib dein gerechtes Walten.
Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit *
und deine Elenden durch rechtes Urteil. – (Kv)

In seinen Tagen sprosse der Gerechte *
und Fülle des Friedens, bis der Mond nicht mehr da ist.
Er herrsche von Meer zu Meer, *
vom Strom bis an die Enden der Erde. – (Kv)

Ja, er befreie den Armen, der um Hilfe schreit, *
den Elenden und den, der keinen Helfer hat.
Er habe Mitleid mit dem Geringen und Armen, *
er rette das Leben der Armen. – (Kv)

Sein Name soll ewig bestehen, *
solange die Sonne bleibt, sprosse sein Name.
Mit ihm wird man sich segnen, *
ihn werden seligpreisen alle Völker. – Kv

Zweite Lesung

Röm 15,4–9
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom.
Schwestern und Brüder! Alles, was einst geschrieben worden ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch Geduld und durch den Trost der Schriften Hoffnung haben.
Der Gott der Geduld und des Trostes aber schenke euch, eines Sinnes untereinander zu sein, Christus Jesus gemäß, damit ihr Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, einmütig und mit einem Munde preist.
Darum nehmt einander an, wie auch Christus uns angenommen hat, zur Ehre Gottes! Denn, das sage ich, Christus ist um der Wahrhaftigkeit Gottes willen Diener der Beschnittenen geworden, um die Verheißungen an die Väter zu bestätigen; die Heiden aber sollen Gott rühmen um seines Erbarmens willen, wie geschrieben steht:
Darum will ich dich bekennen unter den Heiden und deinem Namen lobsingen. |F
Wort des lebendigen Gottes.

- Paulus wirbt immer und immer wieder für Vielfalt in den von ihm gegründeten Gemeinden, Vielfalt in dem Sinn, dass die unterschiedliche Herkunft, vor allem die unterschiedliche religiöse Sozialisierung der Mitglieder kein unüberwindbares Hindernis für das friedliche Miteinander sein darf. Im vorliegenden Textabschnitt geht es diesbezüglich wieder einmal um die Gestaltung des Zusammenlebens derer, die aus dem Judentum kamen, mit jenen, welche aus dem Heidentum stammten. Wir können wohl nicht mehr wirklich nachvollziehen, welche Vorbehalte und Ängste, welche Unsicherheiten und sogar welches Misstrauen die Gläubigen beider Seiten einander gegenüber empfanden. Aber jeder von uns erlebt grundsätzlich Ähnliches im privaten Bereich, auf dem Arbeitsplatz, im Vereinswesen, in Politik und Religion: da kommen Menschen zusammen, die im besten Fall ein gemeinsames Ziel haben, aber ihre Ansichten, wie dieses zu erreichen sei, ihre Vorstellungen und Ideen die sie aus ihrer persönlichen Erfahrung mit einbringen, liegen des Öfteren sehr weit auseinander. Paulus‘ Rezept lautet: sich in Geduld üben und einander annehmen. In seiner präzisen Situation versucht er die Judenchristen davon zu überzeugen, dass ihnen absolut nichts von der Verheißung des göttlichen Heils verloren geht, wenn sie eben dieses geschenkte Heil mit ihren Schwestern und Brüdern aus dem Heidentum teilen. Solange Angst, Missgunst und Machtansprüche im Herzen des Menschen regieren, ist ein geschwisterliches Miteinander unmöglich, im persönlichen Leben genauso wie auf der politischen und internationalen Ebene. Echtes, wahrhaftiges Teilen und gelebte Großherzigkeit dagegen ermöglichen ein Leben in Fülle. Gottes Beistand und seines Erbarmens für diese Lebensaufgabe können wir gewiss sein.

Ruf vor dem Evangelium

Vers: Lk 3,4b.6
Halleluja. Halleluja.
Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
Und alle Menschen werden das Heil Gottes schauen.
Halleluja.

Evangelium

Mt 3,1–12
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa:
Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. Er war es, von dem der Prophet Jesája gesagt hat:
Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften; Heuschrecken und wilder Honig waren seine Nahrung.
Die Leute von Jerusalem und ganz Judäa und aus der ganzen Jordangegend zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.
Als Johannes sah, dass viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Zorngericht entrinnen könnt?
Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt, und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen dem Abraham Kinder erwecken.
Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.
Ich taufe euch mit Wasser zur Umkehr. Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich und ich bin es nicht wert, ihm die Sandalen auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.
Schon hält er die Schaufel in der Hand; und er wird seine Tenne reinigen und den Weizen in seine Scheune sammeln; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen. |F
Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

- Nur wenige Evangelientexte berichten uns über den Täufer. Aber aus ihnen geht eindeutig hervor, dass er eine starke Persönlichkeit war, jemand der Menschen für die Sache Gottes begeistern konnte, jemand der sie wachrütteln wollte und zu Umkehr und Buße ermahnte, jemand der die spirituelle Seite des Lebens in den Vordergrund stellte, nicht die materielle. Beim Lesen des heutigen Evangeliums können wir uns den Täufer recht gut vorstellen, wie er selbstbewusst dasteht in seinem einfachen Gewand aus Kamelhaaren, aufrecht, mit vom Wetter gegerbter Haut, einem Körper gezeichnet von Entsagung und tief dunklen Augen, aus denen Willenskraft, Mut und Entschlossenheit blitzen. Seine Wortwahl ist deftig, er zerstäubt die vermeintlichen Glaubenssicherheiten seiner Zuhörer in einem Atemzug, gnadenlos. Er schleudert ihnen regelrecht seine Überzeugung entgegen: Glaube ist am Tun des Einzelnen zu erkennen, er ist keinesfalls verbrieftes Erbe. Ein jeder wird sich vor dem Ewigen verantworten und Konsequenzen für sein Tun tragen müssen; diesem Gericht wird keiner sich entziehen können. Mit dieser Direktheit, mit dieser unverblümten Anklage ist er so manchen gewaltig auf die Füße getreten. Seine Forderungen waren kompromisslos, er taugte definitiv nicht für den diplomatischen Dienst. Er wusste genau was er wollte, aber er kannte auch seine Grenzen und akzeptierte sie: Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich.
Keiner von uns muss alles können, aber jeder von uns kann vieles und manches sogar ganz besonders gut! Im Annehmen des einen und Fördern des anderen liegt unsere Chance!


Credo



Fürbitten


Guter Gott, du möchtest, dass alle Menschen ein Leben in Fülle haben; wir beten zu dir:
V: Gott, unser Heil. A: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Gieße deinen Geist der Einsicht aus über die Menschen, die verantwortlich sind für die Ausarbeitung und Verbesserung von Gesetzen in Staat und Religionsgemeinschaften, damit die Regeln und Vorschriften im Dienst des Ganzen stehen, dass sie das Wohl des Einzelnen, aber genauso die Gerechtigkeit in der ganzen Weltengemeinschaft und die Sorge um die Natur im Auge behalten.
– Führe in deinem Geist des Verzeihens alle, die sich um Menschen kümmern, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind; lass sie die richtigen Worte und Haltungen finden, um eine geglückte Rückkehr in die menschliche Gemeinschaft vorzubereiten und zu ermöglichen. Erfülle uns mit deinem Geist des Verzeihens, wenn wir die Leidtragenden bei Gesetzesübertretungen waren.
– Begleite mit deinem Geist der Zuversicht alle Menschen, die unschuldig verurteilt oder gefangen sind, und alle, die unter einem unmenschlichen Gesetz leiden, dass sie trotz ihrer aussichtslosen Lage nicht gänzlich verzweifeln und im Glauben an dich Trost und Stärke erfahren.
– Umarme mit deinem Geist der Fürsorge unsere alten, kranken, behinderten und abhängigen Brüder und Schwestern; lass ihnen in uns Menschen begegnen, die sich ihrer annehmen, weit über das hinaus, was Gesetze je leisten können.
Barmherziger Gott, du hast uns in Jesus gezeigt, was erfülltes Leben im Glauben an dich und deine Liebe heißt. Er hat uns gezeigt, wie dein Wort im Alltag Gestalt annehmen kann. Wir bitten dich um deinen Beistand in unseren Bemühungen, dir treu zu sein und deinem Willen gerecht zu werden. Amen.

Gabengebet


Barmherziger Gott, wir bekennen, dass wir immer wieder versagen und uns nicht auf unsere Verdienste berufen können. Komm uns zu Hilfe, ersetze, was uns fehlt, und nimm unsere Gebete und Gaben gnädig an. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Präfation

Advent III
Wir danken dir, Vater im Himmel, und rühmen dich durch unseren Herrn Jesus Christus. Ihn hast du der verlorenen Menschheit als Erlöser verheißen. Seine Wahrheit leuchtet den Suchenden, seine Kraft stärkt die Schwachen, seine Heiligkeit bringt den Sündern Vergebung. Denn er ist der Heiland der Welt, den du gesandt hast, weil du getreu bist. Darum preisen wir dich mit den Kerubim und Serafim und singen mit allen Chören der Engel das Lob deiner Herrlichkeit.

Einladung zum Vaterunser


Guter Gott, Jesus hat fest daran geglaubt und seinen Mitmenschen immer wieder versichert, dass dein Reich schon mitten unter ihnen ist. Er ist für seine Überzeugung geradegestanden und hat einen hohen Preis dafür bezahlt. Auch wir vertrauen darauf, dass dein heiliger Geist unter uns wirkt und uns in unserem Tun leitet. Deshalb beten wir zu dir: Vater unser im Himmel …

Einladung zum Friedensgebet


In der Nachfolge Jesu möchten auch wir Boten von Gottes unendlicher Liebe und Barmherzigkeit sein. Deshalb wenden wir uns voll Vertrauen an dich und bitten: Herr Jesus Christus …

Kommunionvers

Bar 5,5; 4,36
Jerusalem, erhebe dich, steig auf den Berg und schau die Freude, die von deinem Gott zu dir kommt.

Schlussgebet


Herr, unser Gott, im heiligen Mahl hast du uns mit deinem Geist erfüllt. Lehre uns durch die Teilnahme an diesem Geheimnis, die Welt im Licht deiner Weisheit zu sehen und das Unvergängliche mehr zu lieben als das Vergängliche. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Schlusssegen

Im Advent
Der barmherzige Gott hat uns den Glauben an das Kommen seines Sohnes geschenkt; er segne und heilige euch durch das Licht seiner Gnade.
Er mache euch standhaft im Glauben, froh in der Hoffnung und eifrig in Werken der Liebe.
Die erste Ankunft des Erlösers sei euch Unterpfand der ewigen Herrlichkeit, die er uns schenken wird, wenn er wiederkommt auf den Wolken des Himmels. Amen.
Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

***

es heißt
Hochmut kommt vor dem Fall
aber
Kleinmut lässt mich erst gar nicht aufstehn

einfach
Mut müsste ich haben
um Salz zu sein:
das Leben wäre würziger

Mut müsste ich haben
um Licht zu sein:
das Leben wäre heller

Mut
bewahrt mich nicht vorm Fallen
aber Mut
hilft mir zum Aufstehn

diesen Mut
könnte ich
definitiv
gebrauchen


Gaby Faber-Jodocy