Sonntag · 8. März 2026
3. FASTENSONNTAG
OKULI
Das Wasser, das ich ihm geben werde,
das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden,
das in das ewige Leben quillt.
Johannes 4,14b
Woche der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit Ab heute findet die Woche der Christlich-Jüdischen Zusammenarbeit (vormals »Woche der Brüderlichkeit«) statt.
Internationaler Frauentag Am Internationalen Frauentag erinnern verschiedenste Organisationen und Initiativen an die Rechte und die Situation von Frauen. Das Frauenwahlrecht wurde in Deutschland 1918 eingeführt und konnte 1919 zum ersten Mal ausgeübt werden, der Anteil der Frauen unter den Parlamentariern des Deutschen Bundestags liegt aber nur bei 32 Prozent, die Entlohnung von Frauen liegt bei gleicher Arbeit oft genug noch niedriger als bei Männern. Mäßig bezahlte Arbeit im sozialen Bereich liegt häufig in der Hand von Frauen – Themen genug für einen Erinnerungstag.
Morgenlob
Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und in der Karwoche)
-
Hymnus
Hör uns, o Schöpfer voller Huld,
wir stehn vor dir in großer Schuld.
Mach uns in dieser Fastenzeit
zu echter Umkehr froh bereit.
Du weißt wohl, wie gar schwach wir sind,
für deine Liebe taub und blind.
Zieh uns zu dir mit deiner Kraft,
die immer neue Wunder schafft.
Gesündigt haben wir gar viel,
sind abgeirrt vom wahren Ziel.
Zeig uns den Weg zu dir zurück,
bei dir allein ist Trost und Glück.
Durch Fasten läutre unsern Leib,
dass er in deiner Gnade bleib
und unser Herz von Sünde frei
vor dir ein reines Loblied sei.
Gewähr uns dies, Dreieinigkeit
und unzerteilte Wesenheit.
Lass fruchtbar werden unser Tun;
lass uns in deinem Schoße ruhn.
Vinzenz Stebler OSB († 1997), nach »Audi benigne conditor« (9. Jh.); KG 382 -
CANTICUM
Ezechiel 36,24–28
Ich hole euch heraus aus den Völkern, /
ich sammle euch aus allen Ländern *
und bringe euch in euer Land.
Ich gieße reines Wasser über euch aus, *
dann werdet ihr rein.
Ich schenke euch ein neues Herz *
und lege einen neuen Geist in euch.
Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust *
und gebe euch ein Herz von Fleisch.
Ich lege meinen Geist in euch /
und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt *
und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt.
Dann werdet ihr in dem Land wohnen, *
das ich euren Vätern gab.
Ihr werdet mein Volk sein *
und ich werde euer Gott sein.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
CANTICUM-GEBET: Allmächtiger Gott, in der Taufe hast du uns von allen unseren Sünden gereinigt und uns deinen Geist geschenkt. Belebe uns durch deinen Heiligen Geist und schaffe uns neu. -
Lesung
Johannes 4,13–14
Jesus antwortete der Frau: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zur sprudelnden Quelle werden, deren Wasser ewiges Leben schenkt.
Benedictus - Lobgesang des Zacharias
Antiphon:
Das Wasser, das ich ihm gebe, wird in ihm zur sprudelnden Quelle, deren Wasser ewiges Leben schenkt.
Zur Aufnahme des gesungenen Benedictus mit monatlich wechselnder Antiphon.
Benedictus
Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)
Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht
und ihm Erlösung geschaffen;er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen. -
Bitten
Herr Jesus Christus, du gibst uns Wasser des Lebens. Wir bitten dich:
A: Herr, stärke uns durch deinen Geist.
– Öffne in uns die Quelle, aus der uns Gottes Geist sprudelt.
– Mach uns bereit, daraus zu leben und Gottes Willen zu tun.
– Lehre uns, wie wir Gott richtig verehren. -
Vaterunser
Gott spricht uns in unserem Alltag an und lässt sich erkennen. Wir können mit unserem Alltag zu ihm gehen und ihm alles sagen. Wir beten: Vater unser im Himmel …
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Ora et labora
Entfällt sonntags.
Segen
Gott, sei du die Quelle, aus der uns das lebendige Wasser fließt.
Sei du die Quelle, die unser Leben nährt und befruchtet.
Sei du die Quelle, die uns davor bewahrt zu verdorren.
Sei du die Quelle, aus der reicher Segen unser Leben überströmt.
Amen.
Schriftlesung
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.
Allmächtiger Gott, dein Wort schenke uns den Zugang zu dir.
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1. Lesung
Exodus 17,3–7°
In jenen Tagen dürstete das Volk nach Wasser und murrte gegen Mose. Sie sagten: Wozu hast du uns überhaupt aus Ägypten heraufgeführt, um mich und meine Söhne und mein Vieh vor Durst sterben zu lassen? Mose schrie zum HERRN: Was soll ich mit diesem Volk anfangen? Es fehlt nur wenig und sie steinigen mich.
Der HERR antwortete Mose: Geh am Volk vorbei und nimm einige von den Ältesten Israels mit; nimm auch den Stab in die Hand, mit dem du auf den Nil geschlagen hast, und geh! Siehe, dort drüben auf dem Felsen am Horeb werde ich vor dir stehen. Dann schlag an den Felsen! Es wird Wasser herauskommen und das Volk kann trinken.
Das tat Mose vor den Augen der Ältesten Israels.
Den Ort nannte er Massa und Meríba, Probe und Streit, weil die Israeliten gehadert und den HERRN auf die Probe gestellt hatten, indem sie sagten: Ist der HERR in unserer Mitte oder nicht?Impuls
Wie verständlich ist das Murren des Volkes gegen Mose und damit gegen Gott. Lieber als in der Wüste Durst zu haben wäre es dem Volk gewesen, in Ägypten in der Unterdrückung und Versklavung zu bleiben. Dort hätten sie wenigstens zu essen und zu trinken gehabt. Gott aber will die Freiheit des Volkes, will, dass seine Menschen in ihrem eigenen Land leben können. Deshalb lässt er jetzt auch Mose nicht im Stich, sondern gibt dem Volk das Wasser, nach dem es schreit. Und erweist sich damit als der Gott, der in der Mitte seines Volkes ist. Die Erzählung kann ein Sinnbild sein für unsere eigenen Wüsten-Zeiten, für die Zeiten, in denen wir mit unserer Lebens-Situation hadern, wo wir murren, unzufrieden sind. Wo wir alles als zu anstrengend empfinden. Gott, der die Quelle allen Lebens ist, er ist da; er stärkt, trägt, geht mit, schenkt Leben, wo alles vertrocknet zu sein scheint. Vielleicht braucht es erst mal den Aufschrei, die Klage, das Murren – um dann in der Stille, im Leisen den Daseienden zu erspüren, zu erlauschen. Und seine Lebenskraft, die er schenkt, zu »trinken«, in mich aufzunehmen.
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2. Lesung
Römer 5,1–2.5–8°
Schwestern und Brüder! Gerecht gemacht aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. Durch ihn haben wir auch im Glauben den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
Denn Christus ist, als wir noch schwach waren, für die zu dieser Zeit noch Gottlosen gestorben. Dabei wird nur schwerlich jemand für einen Gerechten sterben; vielleicht wird er jedoch für einen guten Menschen sein Leben wagen.
Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.Impuls
Der Tod Christi am Kreuz ist Zeichen der Liebe Gottes zu uns Menschen. Seine Lebenshingabe war weniger ein Opfer, das Gott brauchte, um den Menschen ihre Sünden verzeihen zu können. Vielmehr war diese Hingabe die Konsequenz aus dem, was Jesus gesagt und getan hat. Er hat den Menschen von der grenzenlose Liebe und Barmherzigkeit Gottes gesprochen und diese gelebt. Das konnten die Schriftgelehrten und Pharisäer nicht hören und ertragen, dass da einer kommt und im Namen der Barmherzigkeit Gottes Sünden vergibt. Sie begriffen es als Gotteslästerung, dass da ein Mensch im Namen Gottes auftritt und so barmherzig an den Menschen handelt. Deshalb musste Jesus sterben. Und damit ist das Kreuz Zeichen der Liebe Gottes zu uns Menschen – als Konsequenz der Liebes-Botschaft Jesu.
Diese Liebe und Barmherzigkeit Gottes darf ich immer neu an mir geschehen lassen, sie annehmen, in mich aufnehmen und weiter schenken. -
Evangelium
Johannes 4,5–42 (Kf: 4,5–15.19b–26.39a.40–42)°
In jener Zeit kam Jesus zu einer Stadt in Samárien, die Sychar hieß und nahe bei dem Grundstück lag, das Jakob seinem Sohn Josef vermacht hatte. Dort befand sich der Jakobsbrunnen. Jesus war müde von der Reise und setzte sich daher an den Brunnen; es war um die sechste Stunde.
Da kam eine Frau aus Samárien, um Wasser zu schöpfen. Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken! Seine Jünger waren nämlich in die Stadt gegangen, um etwas zum Essen zu kaufen.
Die Samaríterin sagte zu ihm: Wie kannst du als Jude mich, eine Samaríterin, um etwas zu trinken bitten? Die Juden verkehren nämlich nicht mit den Samarítern.
Jesus antwortete ihr: Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!, dann hättest du ihn gebeten und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.
Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß und der Brunnen ist tief; woher hast du also das lebendige Wasser? Bist du etwa größer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben und selbst daraus getrunken hat, wie seine Söhne und seine Herden?
Jesus antwortete ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen; wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, wird niemals mehr Durst haben; vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe, in ihm zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt.
Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich keinen Durst mehr habe und nicht mehr hierherkommen muss, um Wasser zu schöpfen! < Er sagte zu ihr: Geh, ruf deinen Mann und komm wieder her! Die Frau antwortete: Ich habe keinen Mann. Jesus sagte zu ihr: Du hast richtig gesagt: Ich habe keinen Mann. Denn fünf Männer hast du gehabt und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann. Damit hast du die Wahrheit gesagt.
Die Frau sagte zu ihm: Herr, > ich sehe, dass du ein Prophet bist. Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet; ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss.
Jesus sprach zu ihr: Glaube mir, Frau, die Stunde kommt, zu der ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt, wir beten an, was wir kennen; denn das Heil kommt von den Juden. Aber die Stunde kommt und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit; denn so will der Vater angebetet werden. Gott ist Geist und alle, die ihn anbeten, müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.
Die Frau sagte zu ihm: Ich weiß, dass der Messias kommt, der Christus heißt. Wenn er kommt, wird er uns alles verkünden.
Da sagte Jesus zu ihr: Ich bin es, der mit dir spricht. <
Inzwischen waren seine Jünger zurückgekommen. Sie wunderten sich, dass er mit einer Frau sprach, doch keiner sagte: Was suchst du? oder: Was redest du mit ihr? Die Frau ließ ihren Wasserkrug stehen, kehrte zurück in die Stadt und sagte zu den Leuten: Kommt her, seht, da ist ein Mensch, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe: Ist er vielleicht der Christus? Da gingen sie aus der Stadt heraus und kamen zu ihm.
Währenddessen baten ihn seine Jünger: Rabbi, iss! Er aber sagte zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, die ihr nicht kennt. Da sagten die Jünger zueinander: Hat ihm jemand etwas zu essen gebracht?
Jesus sprach zu ihnen: Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat, und sein Werk zu vollenden. Sagt ihr nicht: Noch vier Monate dauert es bis zur Ernte? Sieh, ich sage euch: Erhebt eure Augen und seht, dass die Felder schon weiß sind zur Ernte! Schon empfängt der Schnitter seinen Lohn und sammelt Frucht für das ewige Leben, sodass sich der Sämann und der Schnitter gemeinsam freuen. Denn hier hat das Sprichwort recht: Einer sät und ein anderer erntet. Ich habe euch gesandt zu ernten, wofür ihr euch nicht abgemüht habt; andere haben sich abgemüht und euch ist ihre Mühe zugutegekommen.
> Aus jener Stadt kamen viele Samaríter zum Glauben an Jesus < auf das Wort der Frau hin, die bezeugt hatte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe.
> Als die Samaríter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb dort zwei Tage. Und noch viel mehr Leute kamen zum Glauben an ihn aufgrund seiner eigenen Worte.
Und zu der Frau sagten sie: Nicht mehr aufgrund deiner Rede glauben wir, denn wir haben selbst gehört und wissen: Er ist wirklich der Retter der Welt. <Impuls
Die Erzählung von der Frau am Jakobsbrunnen ist ein einziges Christus-Bekenntnis. Am Ende finden die Menschen zum Glauben an ihn als dem Retter der Welt. Und er ist es, der lebendiges Wasser ist – Wasser, das Leben und Lebendigkeit schenkt. Christus will uns zu lebendigen Menschen machen – zu Menschen, die in seinen Spuren gehen und leben. Im Letzten ist es Gott selbst, der uns durch Christus Leben schenkt – und der im Geist angebetet wird als Vater. Gott ist nicht an einen bestimmten Ort gebunden – er ist immer und überall gegenwärtig. Sein Geist atmet in allem, was lebt – es gibt keinen Menschen, kein Tier, keine Pflanze, in dem Gott nicht gegenwärtig wäre. Sein Geist schafft alles Leben! Ohne seinen Geist wird nichts lebendig, was ist und lebt. Im Hebräischen ist das Wort »ruach« für Gottes Geist identisch mit dem Wort für Atem. In jedem Atemzug, den ein Lebewesen macht, atmet Gott in ihm. Immer dann, wenn ich meinen Atem bewusst wahrnehme, verbinde ich mich mit Gottes Gegenwart, mit seiner Kraft, mit seinem Leben. Er will, dass wir Menschen aus ihm heraus leben – aus seinem Geist und dadurch die Welt umgestalten. Neu werden lassen. Leben so gestalten, wie er es sich gedacht hat – in der Harmonie der Schöpfung. Mit allem und jedem soll der Mensch in Frieden sein und Leben soll sich in all seiner Vielfalt entfalten können – immer zum Wohle aller.
Gebet
Du, Christus, bist das lebendige Wasser. Dein Geist, der in uns lebt und atmet, will uns nähren, stärken, kräftigen. Gib uns den Mut, ihm ganz zu vertrauen, damit er uns durchwirken kann und wir so leben wie wir von Anfang an gedacht sind. Amen.
Abendlob
O Gott, komm mir zu Hilfe
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und Karwoche)
-
HYMNUS
Dreifaltigkeit, dreiein’ger Gott,
du Licht voll Glut und Seligkeit:
nun, da der Sonnenball versinkt,
geh du in unserm Herzen auf.
Dich preist am Morgen unser Lied,
dich rufen wir am Abend an,
zu dir erhebt sich unser Herz
an jedem Tag, den du uns schenkst.
Du ew’ger Vater, du Gott Sohn,
du, beider Odem, Heil’ger Geist:
Erhöre gütig unser Flehn,
allmächtige Dreifaltigkeit. Amen.
Nach „O lux, beata Trinitas“; 7.-8. Jahrhundert
Melodie: GL 557 · EG 441 -
PSALM 139
Herr, du hast mich erforscht und du kennst mich. /
Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir, *
von fern erkennst du meine Gedanken.
Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt; *
du bist vertraut mit all meinen Wegen.
Noch liegt mir das Wort nicht auf der Zunge – *
du, Herr, kennst es bereits.
Du umschließt mich von allen Seiten *
und legst deine Hand auf mich.
Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen, *
zu hoch, ich kann es nicht begreifen.
Wohin könnte ich fliehen vor deinem Geist, *
wohin mich vor deinem Angesicht flüchten?
Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du dort; *
bette ich mich in der Unterwelt, bist du zugegen.
Nehme ich die Flügel des Morgenrots *
und lasse mich nieder am äußersten Meer,
auch dort wird deine Hand mich ergreifen *
und deine Rechte mich fassen.
Würde ich sagen: »Finsternis soll mich bedecken, /
statt Licht soll Nacht mich umgeben«, *
auch die Finsternis wäre für dich nicht finster,
die Nacht würde leuchten wie der Tag, *
die Finsternis wäre wie Licht.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
PSALM-GEBET: Großer und starker Gott, du umgibst uns und kennst uns, verlass uns nicht, beschütze und führe uns und bleibe uns nahe. -
LESUNG
Römer 5,2.5
Durch Jesus Christus haben wir auch den Zugang zu der Gnade erhalten, in der wir stehen, und rühmen uns unserer Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes. Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.
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Magnifikat – Lobgesang Mariens
Antiphon:
Die Stunde kommt und sie ist schon da, zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden im Geist und in der Wahrheit.
Zur Aufnahme des gesungenen Magnificat mit monatlich wechselnder Antiphon.
Magnifikat
Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)
Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen. -
Fürbitten
Jesus Christus, zu bist uns zuinnerst nahe. Dankbar bitten wir dich:
V: Christus, höre uns. A: Christus, erhöre uns.
– Für die Christen, die sich heute zum Gottesdienst versammeln.
– Für den Frieden zwischen den Religionen und Stämmen in Nigeria.
– Für die Menschen in den Dürregebieten der Erde.
– Für alle, deren Ehe zerbrochen ist. -
Vaterunser
Gott hat uns in der Taufe zu seinen Kindern gemacht und neues Leben geschenkt. So beten wir zu ihm als unserem Vater: Vater unser im Himmel …
Segen
Gott, segne uns mit Zeiten, in denen wir uns auf dich besinnen.
Segne uns mit Zeiten, in denen wir innerlich frei werden.
Segne uns mit Zeiten, in denen du die Quellen in uns öffnest,
aus denen wir schöpfen können, um zu leben und zu wachsen.
Amen.