Heute in Te Deum

Samstag · 20. August 2022

Lernet Gutes tun!
Trachtet nach Recht,
helft den Unterdrückten.
Jesaja 1,17a

Bernhard von Clairvaux (1090–1153), aus adeligem Haus, trat 1112 zusammen mit 30 Verwandten und Freunden in das 1098 gegründete Kloster Citeaux ein. Schon zwei Jahre später wurde er ausgesandt, um das Kloster Clairvaux zu gründen. Von dort ging eine Erneuerungsbewegung aus, die – im Unterschied zu Cluny – die Regel des hl. Benedikt wörtlich und streng auslegte. Daraus entstand der Zisterzienserorden, den Bernhard nicht gegründet, aber dessen rasche Ausbreitung er gefördert hat. Der Konvent Clairvaux wuchs unter Bernhard auf etwa 200 Mönche und 500 Konversen. Insgesamt gründete Bernhard 68 Klöster; 98 weitere unterstanden seiner geistlichen Leitung. In dem Streit zwischen den Päpsten Innozenz II. und Anaklet II. stand er aufseiten des reformorientierten Innozenz. Kompromisslos bekämpfte er die Waldenser und die Katharer. In Predigten warb Bernhard für die Kreuzzugsidee – nicht nur zur Verteidigung Jerusalems, sondern auch im Sinne einer Gewaltmission gegen die Wenden (Elbslawen) im heutigen Mecklenburg-Vorpommern. Diese rechtfertigte er als Verteidigungskrieg; als Lohn verhieß er Sündenvergebung. Mit dem Scheitern des 2. Kreuzzuges (1147–1149) wurde Bernhards Ruf beschädigt; er selbst sah die Schuld nicht bei sich, sondern bei der Unmoral der Teilnehmer. Eine Ernennung zum Bischof lehnte Bernhard mehrmals ab. In seinem heftigen theologischen Streit mit Abaelard erwirkte Bernhard dessen Verurteilung am Vorabend der vorgesehenen Disputation. Er hatte ein gewisses Misstrauen gegenüber intellektuellem Erkenntnisstreben; ihm ging es mehr um Gebet und Kontemplation. Dabei stand die Menschlichkeit Jesu im Mittelpunkt seiner Theologie. Große Wertschätzung brachte Martin Luther Bernhard entgegen: »Ist jemals ein gottesfürchtiger und frommer Mönch gewesen, so war’s St. Bernhard, den ich allein viel höher halte als alle Mönche und Pfaffen auf dem ganzen Erdboden.«
L: Sir 15,1–6; E: Joh 17,20–26

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • Hymnus

    Des Himmels Schöpfer, großer Gott,
    du hast das Firmament gebaut
    und so geschieden Flut von Flut,
    dass sie nicht wirr zusammenströmt.

    So gieße denn, o guter Gott,
    der Gnaden Ströme in uns ein,
    damit uns nicht mit neuem Trug
    die alte Schwachheit bringt zu Fall.

    Der Glaube, den die Nacht bedrängt,
    den Kleinmut zu verwirren droht,
    er überwinde Trug und Wahn:
    Er finde Licht und spende Licht.

    Dies schenk uns, Vater voller Macht,
    und du, sein Sohn und Ebenbild,
    die ihr in Einheit mit dem Geist
    die Schöpfung zur Vollendung führt. Amen.
    Nach »Immense caeli conditor« (7.–8. Jh.)

  • PSALM 26

    Verschaff mir Recht, o Herr;
    denn ich habe ohne Schuld gelebt. *
    Dem Herrn habe ich vertraut, ohne zu wanken.
    Erprobe mich, Herr, und durchforsche mich, *
    prüfe mich auf Herz und Nieren!
    Denn mir stand deine Huld vor Augen, *
    ich ging meinen Weg in Treue zu dir.
    Ich saß nicht bei falschen Menschen, *
    mit Heuchlern hatte ich keinen Umgang.
    Verhasst ist mir die Schar derer, die Unrecht tun; *
    ich sitze nicht bei den Frevlern.
    Ich wasche meine Hände in Unschuld; *
    ich umschreite, Herr, deinen Altar,
    um laut dein Lob zu verkünden *
    und all deine Wunder zu erzählen.
    Herr, ich liebe den Ort, wo dein Tempel steht, *
    die Stätte, wo deine Herrlichkeit wohnt.
    Raff mich nicht hinweg mit den Sündern, *
    nimm mir nicht das Leben zusammen mit dem der Mörder!
    An ihren Händen klebt Schandtat, *
    ihre Rechte ist voll von Bestechung.
    Ich aber gehe meinen Weg ohne Schuld. *
    Erlöse mich und sei mir gnädig!
    Mein Fuß steht auf festem Grund. *
    Den Herrn will ich preisen in der Gemeinde.
    PSALM-GEBET: Allmächtiger Gott, gib uns die Kraft, nach deinen Geboten zu handeln, und bewahre uns davor, unser gutes Tun uns selbst zuzuschreiben.

  • Lesung

    Matthäus 23,1–3

    Jesus wandte sich an das Volk und an seine Jünger und sprach: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Mose gesetzt. Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder.

    Benedictus öffnen...

    Zur Aufnahme des gesungenen Benedictus mit monatlich wechselnder Antiphon.

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Jesus Christus, der unser Herr und Meister ist, bitten wir:
    A: Herr, sei uns gnädig.
    – Mach uns bereit, auf Gottes Wort zu hören.
    – Bewahre uns davor, überheblich zu werden.
    – Gib uns die Kraft, Gott und den Menschen zu dienen.

  • Vaterunser

    Jesus Christus ist der Lehrer, der uns Gott als unseren Vater erkennen lässt. Wir beten, wie er es uns gelehrt hat: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Meinen wir beim Hinausgehen in die Welt nicht, Gott irgendwo hinbringen zu müssen; er könnte nämlich schon längst dort sein, und wir können höchstens versuchen, sein Wirken aufzudecken, das sich sehr oft auf eine Weise zeigt, die in den hergebrachten kirchlichen Erfahrungen nicht vorgesehen ist.

    Susanne Heine (* 1942; evangelische Theologin und Religionspädagogin)


Segen

Gott, segne uns mit dem Blick für die Bürde der anderen.
Segne uns mit der Erkenntnis, wo wir anderen das Leben
schwermachen.
Segne uns mit der Bereitschaft, Lasten miteinander zu tragen.
Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Treuer Gott, dein Wort stärke uns, am Bund mit dir festzuhalten.


  • Lesung

    Ezechiel 43,1–7a

    Der Mann, der mich begleitete, führte mich zu einem der Tore, dem Tor, das im Osten lag. Da sah ich, wie die Herrlichkeit des Gottes Israels aus dem Osten herankam. Ihr Rauschen war wie das Rauschen gewaltiger Wassermassen und die Erde leuchtete auf von seiner Herrlichkeit.
    Die Erscheinung, die ich sah, war wie die Erscheinung, die ich damals sah, als er kam, um die Stadt zu vernichten, und wie die Erscheinung, die ich am Fluss Kebar gesehen hatte. Da fiel ich nieder auf mein Gesicht.
    Und die Herrlichkeit des Herrn zog in den Tempel ein durch das Tor, das im Osten lag. Der Geist hob mich empor und brachte mich in den Innenhof. Und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte den Tempel.
    Dann hörte ich vom Tempel her, während der Mann neben mir stand, einen, der mit mir redete; er sagte zu mir: Menschensohn, das ist der Ort, wo mein Thron steht, und der Ort, wo meine Füße ruhen; hier will ich für immer mitten unter den Israeliten wohnen.

    Impuls

    Hier hören wir Ezechiel als Visionär. Für seine Verkündigung standen dem Propheten nämlich nicht nur Drohworte und Beschimpfungen zur Verfügung, er verfügte auch über die Begabung zu visionärem Sehen. Die Wiederherstellung des Tempels nach dem Ende der Gefangenschaft sowie die neue Verteilung des Landes an die Stämme Israels ist eine seiner berühmten Ausblicke in die Zukunft. Am Anfang dieses Buches lesen wir, wie eine Wolke mit vier Lebewesen am Himmel erscheint. Die Wolke kommt aus dem zerstörten Tempel heraus. Jetzt kehrt sie zurück zum neu erbauten Tempel. Gott will ihn mit seiner Gegenwart wieder bewohnen. Gott hat das rettende Trostwort gesprochen, Schmerz verkehrt sich in Freude. Kostbar ist die Verheißung, die mit der Wiederkehr verknüpft ist: »Hier will ich für immer mitten unter den Israeliten wohnen.«

  • Evangelium

    Matthäus 23,1–12

    In jener Zeit wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger und sprach: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Mose gesetzt. Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen. Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen.
    Alles, was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang, bei jedem Festmahl möchten sie den Ehrenplatz und in der Synagoge die vordersten Sitze haben, und auf den Straßen und Plätzen lassen sie sich gern grüßen und von den Leuten Rabbi – Meister – nennen.
    Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder und Schwestern. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus.
    Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

    Impuls

    Würde diese Rede Jesu heute in unserer Kirche gehalten, müsste sie in etwa so lauten: »Die Priester, die Religionslehrerinnen und die Theologen verkünden das Wort Gottes und beanspruchen seine Autorität. Handelt danach, aber nach ihrem Verhalten richtet euch nicht! Denn was sie aus Gottes Wort machen, sind schwere Lasten für euch.« Am 24. Januar 2022 zeigte die ARD den Film »Wie Gott uns schuf«. Hundert Gläubige im Dienst der katholischen Kirche outeten sich als queere Menschen. In dieser Dokumentation wagten sie gemeinsam den Schritt an die Öffentlichkeit. Sie sind Priester, Ordensbrüder, Gemeindereferentinnen, Religionslehrer, Kindergärtnerinnen, Sozialarbeiter und vieles mehr. Sie erzählen vom Kampf in ihrer Kirche und um sie. Mit diesem Schritt wagten die Beteiligten viel, sie riskieren ihre Stellen zu verlieren. Aber sie gewinnen mit ihrer Offenheit auch viel, ein Ende des Versteckens und Verschweigens. Nur der Aachener Bischof Helmut Dieser ist zum Interview in dieser Sendung bereit. Die meisten Bischöfe sagten ab, einige reagierten gar nicht. Der Leiter der Aachener Diözese hält den Anspruch vieler Katholiken und Katholikinnen für berechtigt, dass das kirchliche Arbeitsrecht reformiert werden muss, um queeren Mitarbeitenden gerecht zu werden. Ob es allerdings zu einer Mehrheit für eine solche Änderung innerhalb der deutschen Bischofskonferenz kommen wird, um auch andere als die heterosexuelle oder zölibatäre Lebensweise anzuerkennen, ist fraglich. Bischof Dieser sagt von sich, er habe dazu gelernt. Auch er habe lange Homosexualität als eine Störung, als eine Minderung angesehen. Heute glaubt er, dass der Begriff »Mann und Frau« vielfältiger und nicht nur auf die gegenseitige Anziehung zu begrenzen ist.
    Mich hat dieser Film sehr berührt. Auch hier waltete die Hartherzigkeit in kirchlichen Dienstaufsichtsbehörden und eine unvorstellbare Hybris.


Gebet

Leite uns in deiner Wahrheit und lehre uns, denn du bist ein Gott, der uns täglich hilft. Gib uns neue Worte, damit wir von dir und zu dir sprechen können. Gib uns einen neuen Glauben, der einer Prüfung standhält, segne mit deiner Kraft unsere Schwäche, unser eingebildetes Sein. Nur so finden wir dich in der Vielfalt des Lebens und erkennen sie als deinen Schöpfungswillen an. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • HYMNUS

    O Gott, aus deinem klaren Licht
    schufst du für uns den hellen Tag.
    Wir suchen dich, des Lichtes Quell,
    nun, da der Tag hinuntersinkt.

    Die Sonne eilt dem Westen zu
    auf ihrer vorbestimmten Bahn,
    rasch senkt der Abend sich herab
    und hüllt die Welt in Dunkelheit.

    Wir flehn zu dir, o höchster Herr,
    ermüdet von des Tages Last:
    Mit deinem Segen nehme uns
    die Nacht in ihre Ruhe auf.

    Wenn unser letzter Tag sich neigt,
    dann wehre, Herr, der Finsternis
    und führe uns in deiner Huld
    zum Licht, das keinen Abend kennt.

    Dies schenk uns, Vater voller Macht,
    und du, des Vaters einz’ger Sohn,
    die ihr in Einheit mit dem Geist
    auf ewig thront im Reich des Lichts. Amen.
    Nach „Deus, qui claro lumine“; 7.-8. Jahrhundert
    Melodie: GL 557 · EG 441

  • CANTICUM

    1 Petrus 2,9–10

    Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, *
    eine königliche Priesterschaft,
    ein heiliger Stamm, ein Volk, *
    das sein besonderes Eigentum wurde,
    damit ihr die großen Taten dessen verkündet, *
    der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht
    gerufen hat.
    Einst wart ihr nicht sein Volk, *
    jetzt aber seid ihr Gottes Volk;
    einst gab es für euch kein Erbarmen, *
    jetzt aber habt ihr Erbarmen gefunden.
    CANTICUM-GEBET: Gott, du Herr deiner Kirche, du hast uns erwählt. Stärke uns in unserer Berufung, damit wir mit Recht nach deinem Sohn benannt werden.

  • LESUNG

    Ezechiel 43,4–7a

    Die Herrlichkeit des Herrn zog in den Tempel ein durch das Tor, das im Osten lag. Der Geist hob mich empor und brachte mich in den Innenhof. Und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte den Tempel. Dann hörte ich vom Tempel her, während der Mann neben mir stand, einen, der mit mir redete; er sagte zu mir: Menschensohn, das ist der Ort, wo mein Thron steht, und der Ort, wo meine Füße ruhen; hier will ich für immer mitten unter den Israeliten wohnen.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Der Größte von euch soll euer Diener sein.

    Magnifikat öffnen...

    Zur Aufnahme des gesungenen Magnificat mit monatlich wechselnder Antiphon.

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Gott, unser Vater, der an seinem Bund mit uns festhält, wir rufen dich an:
    A: Herr, erhöre uns.
    – Für alle, die in der Kirche ein Lehramt innehaben, dass sie sich immer von Gottes Geist leiten lassen.
    – Für alle, die in Staat und Gesellschaft Macht haben, dass sie ihre Verantwortung wahrnehmen.
    – Für Familien, die auf staatliche Hilfe angewiesen sind, dass sie die Chance erhalten, aus eigener Kraft für sich zu sorgen.
    – Für Menschen, die glauben, sich nur mit Gewalt durchsetzen zu können, dass sie lernen, auch den Standpunkt anderer zu verstehen.

  • Vaterunser

    Gott kann unsere Sünden verzeihen und er hat die Macht, uns neu zu machen. So beten wir mit der Worten Jesu: Vater unser im Himmel …


Segen

Gütiger Gott,
der du uns in Liebe entgegenkommst, segne uns.
Deine Liebe zeige uns, wo wir gesündigt haben.
Deine Liebe heile die Wunden,
die wir uns und anderen zugefügt haben.
Deine Liebe reinige und erneuere uns,
damit wir neue Menschen werden. Amen.