Heute in Te Deum

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • Hymnus

    Du Licht des Himmels, großer Gott,
    der ausgespannt das Sternenzelt
    und der es hält mit starker Hand,
    du sendest Licht in unsre Welt.

    Die Morgenröte zieht herauf
    und überstrahlt das Sternenheer,
    der graue Nebel löst sich auf,
    Tau netzt die Erde segensschwer.

    Das Reich der Schatten weicht zurück,
    das Tageslicht nimmt seinen Lauf
    und strahlend, gleich dem Morgenstern,
    weckt Christus uns vom Schlafe auf.

    Du, Christus, bist der helle Tag,
    das Licht, dem unser Licht entspringt,
    Gott, der mit seiner Allmacht Kraft
    die tote Welt zum Leben bringt.

    Erlöser, der ins Licht uns führt
    und aller Finsternis entreißt,
    dich preisen wir im Morgenlied
    mit Gott dem Vater und dem Geist. Amen.
    Nach »Deus, qui caeli lumen es« (5.–6. Jh.), Stundenbuch

  • PSALM 99

    Der Herr ist König: Es zittern die Völker. *
    Er thront auf den Kerubim: Es wankt die Erde.
    Groß ist der Herr auf Zion, *
    über alle Völker erhaben.
    Preisen sollen sie deinen großen, majestätischen Namen. *
    Denn er ist heilig.
    Stark ist der König, er liebt das Recht. /
    Du hast die Weltordnung fest begründet, *
    hast Recht und Gerechtigkeit in Jakob geschaffen.
    Rühmt den Herrn, unseren Gott; /
    werft euch am Schemel seiner Füße nieder! *
    Denn er ist heilig.
    Mose und Aaron sind unter seinen Priestern, /
    Samuel unter denen, die seinen Namen anrufen; *
    sie riefen zum Herrn und er hat sie erhört.
    Aus der Wolkensäule sprach er zu ihnen; /
    seine Gebote hielten sie, *
    die Satzung, die er ihnen gab.
    Herr, unser Gott, du hast sie erhört; /
    du warst ihnen ein verzeihender Gott, *
    aber du hast ihre Frevel vergolten.
    Rühmt den Herrn, unsern Gott, /
    werft euch nieder an seinem heiligen Berge! *
    Denn heilig ist der Herr, unser Gott.
    PSALM-GEBET: Starker Gott, du rufst uns in deine Nachfolge. Hilf uns, allein auf dich zu vertrauen und in dir unsere Kraft zu finden.

  • Lesung

    Johannes 14,27

    Jesus sprach: Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.

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    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Jesus Christus, der uns den Frieden gebracht hat, bitten wir:
    A: Herr, erbarme dich.
    – Schenke in unser unruhiges Herz deinen österlichen Frieden.
    – Mach uns bereit, gegen Gewalt und Unrecht aufzustehen.
    – Stärke in uns die Hoffnung, dass Friede auf Erden möglich ist.

  • Vaterunser

    Jesus Christus ist uns zum Vater vorausgegangen. In seiner Nachfolge gehen auch wir zu Gott und beten mit seinen Worten: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Der Frieden kann nur dann zum echten Frieden werden, irgendwann später, wenn jedes Individuum den Frieden in sich selbst findet, und den Hass gegen die Mitmenschen, gleich welcher Rasse oder welchen Volkes, in sich ausrottet, besiegt und zu etwas verwandelt, das kein Hass mehr ist, sondern auf weite Sicht vielleicht sogar zu Liebe werden könnte.

    Etty Hillesum (1914–1943; in Auschwitz ermordete niederländische Lehrerin)


Segen

Gott, segne uns mit dem Frieden,
der uns mit uns selbst aussöhnt.
Segne uns mit dem Frieden,
der uns Unfriede und Gewalt erkennen lässt.
Segne uns mit dem Frieden,
den wir mit Feinden schließen können.
Segne uns mit dem Frieden,
der alle Menschen mit dir und untereinander vereint. Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Gott, gib uns die Kraft, an deinem Wort festzuhalten.


  • Lesung

    Apostelgeschichte 14,19–28

    In jenen Tagen kamen Juden von Antiochia und Ikonion und überredeten die Volksmenge. Und sie steinigten den Paulus und schleiften ihn zur Stadt hinaus, in der Meinung, er sei tot. Als aber die Jünger ihn umringten, stand er auf und ging in die Stadt. Am anderen Tag zog er mit Barnabas nach Derbe weiter. Als sie dieser Stadt das Evangelium verkündet und viele Jünger gewonnen hatten, kehrten sie nach Lystra, Ikonion und Antiochia zurück. Sie sprachen den Jüngern Mut zu und ermahnten sie, treu am Glauben festzuhalten; sie sagten: Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen.
    In jeder Gemeinde bestellten sie durch Handauflegung Älteste und empfahlen sie mit Gebet und Fasten dem Herrn, an den sie nun glaubten.
    Nachdem sie durch Pisidien gezogen waren, kamen sie nach Pamphylien, verkündeten in Perge das Wort und gingen dann nach Attalia hinab. Von dort fuhren sie mit dem Schiff nach Antiochia, wo man sie für das Werk, das sie nun vollbracht hatten, der Gnade Gottes empfohlen hatte.
    Als sie dort angekommen waren, riefen sie die Gemeinde zusammen und berichteten alles, was Gott mit ihnen zusammen getan und dass er den Heiden die Tür zum Glauben geöffnet hatte. Und sie blieben noch längere Zeit bei den Jüngern.

    Impuls

    Die erste große Missionsreise des Paulus näherte sich ihrem Ende. Paulus und Barnabas besuchten die Gemeinden wieder, die sie auf dem Hinweg gegründet hatten. Station für Station kehrten sie wieder ein. In jeder Gemeinde erinnerten sie wieder an Jesus Christus und mahnten zum Realismus im Glaubensleben. Wer sich zu Jesus bekennt, muss mit Anfeindungen rechnen. Für diese Lehre war jetzt der Zeitpunkt gekommen. Die Gemeinden brauchten nach den ersten Erfahrungen mit dem Glauben Trost und Ermunterung. Zugleich sorgten Paulus und Barnabas vor, indem sie in jeder Gemeinde Verantwortliche installierten. Sie taten dies auf eine Weise, die auch heute Sicherheit und Ermutigung mit sich bringt. Sie segneten diejenigen, die nun in den Gemeinden verantwortlich waren. Mit Gebet und Fasten brachten sie diese vor Gott. Wer für eine Gemeinschaft Verantwortung übernimmt, braucht diese Ermutigung und Stärkung. Jede wichtige Aufgabe in einer Gemeinschaft ist eine große Last ohne den Segen, der einem zugesprochen wird. Sie ist gefährlich ohne Gebet und ohne das Wissen, dass glaubenserfahrene Menschen für einen beten und fasten. Selbstüberschätzung oder Geringschätzung drohen bei jeder übernommenen Aufgabe. Genauso sind Machtmissbrauch und Leitungsverweigerung die unheimlichen und lockenden Begleiter aller Leitenden. Sie lassen sich zwar nicht vollends abschütteln, aber wenigstens als Gefahr erkennen. Es braucht mindestens das Gebet, das zum Korrektiv werden kann und das Fasten, das zu Klarheit und ernsthafter Einsicht in die eigene Gefährdung führt. Die Route, die Paulus und Barnabas damals genommen haben, war gut für die Gemeinden und was sie damals in den Gemeinden etablierten, ist auch heute noch dringend nötig.

  • Evangelium

    Johannes 14,27–31a

    In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht. Ihr habt gehört, dass ich zu euch sagte: Ich gehe fort und komme wieder zu euch zurück. Wenn ihr mich lieb hättet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe; denn der Vater ist größer als ich.
    Jetzt schon habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht, damit ihr, wenn es geschieht, zum Glauben kommt. Ich werde nicht mehr viel zu euch sagen; denn es kommt der Herrscher der Welt. Über mich hat er keine Macht, aber die Welt soll erkennen, dass ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater aufgetragen hat. Steht auf, wir wollen weggehen von hier.

    Impuls

    Die Mächtigen reden gerne vom Frieden. Gelegentlich führen sie Friedensverhandlungen, lassen sich Friedenspreise verleihen und rüsten zum Krieg. Der Friede wird missbraucht, vergewaltigt, gequält, verhöhnt. Er steht in Parteiprogrammen und auf Propagandatafeln. Der Friede ist schutzlos. Der Friede ist zart. Der Friede verzichtet auf die Waffen, Drohnen und Lügen. Der Friede ist göttlich. Er ist Gottes Gabe, die uns in dieser Welt voller Waffen und Lügen beschützt. Er ist Christus in unserer Mitte. Er berührt uns, tritt durch unsere Furcht hindurch. Er wacht mit uns. Er tanzt mit uns. Er geht mit uns auf die Straße. Er widersteht mit uns dem Bösen. Er versorgt unsere Wunden. Er heilt die Wut. Er tröstet. Er baut Brücken. Er versöhnt uns. Er hüllt uns ein. Die Mächtigen reden vom Frieden. Wir haben Christus und der Friede ist ein großes Abenteuer.


Gebet

Jesus Christus, du richtest dein Reich auf mitten in unserer Welt. Du bist der Friede, der die Welt durchdringt und verwandelt. Wir bitten dich: Schaffe dir Raum in uns und durch uns. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • HYMNUS

    Getreuer Gott, du bist uns nah,
    auch wenn der Sinn es nicht bedenkt.
    Wir flüchten, da der Tag sich senkt,
    zu dir und wissen: Du bist da.

    Mit deinen Schwingen deck uns zu.
    Von unsern Fehlern heil uns, du.
    Lass uns mit dir verbunden sein,
    so finde unser Sehnen Ruh.

    Dreieiner Gott, so groß und gut:
    Wir sind gefirmt, auf dich getauft.
    Durch deines Geistes Gabenband
    gib unserm Glauben Kraft und Glut.
    Zeitgenössisch
    Melodie: GL 474 · KG 40 · EG 288

  • PSALM 3

    Verse 2–8a.9

    Herr, wie zahlreich sind meine Bedränger; *
    so viele stehen gegen mich auf.
    Viele gibt es, die von mir sagen: *
    »Er findet keine Hilfe bei Gott.«
    Du aber, Herr, bist ein Schild für mich, *
    du bist meine Ehre und richtest mich auf.
    Ich habe laut zum Herrn gerufen; *
    da erhörte er mich von seinem heiligen Berg.
    Ich lege mich nieder und schlafe ein, *
    ich wache wieder auf, denn der Herr beschützt mich.
    Viele Tausende von Kriegern fürchte ich nicht, *
    wenn sie mich ringsum belagern.
    Herr, erhebe dich, *
    mein Gott, bring mir Hilfe!
    Beim Herrn findet man Hilfe. *
    Auf dein Volk komme dein Segen!
    PSALM-GEBET: Treuer Gott, du stehst uns bei und verlässt uns nicht. Stärke unseren Glauben, dass wir von dir alles erwarten dürfen.

  • LESUNG

    Apostelgeschichte 14,21–22

    Als Paulus und Barnabas in Derbe das Evangelium verkündet und viele Jünger gewonnen hatten, kehrten sie nach Lystra, Ikonion und Antiochia zurück. Sie sprachen den Jüngern Mut zu und ermahnten sie, treu am Glauben festzuhalten; sie sagten: Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Die Welt soll erkennen, dass ich den Vater liebe und so handle, wie es mir der Vater aufgetragen hat.

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    Zur Aufnahme des gesungenen Magnificat mit monatlich wechselnder Antiphon.

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Gott, unser Helfer, zu dir bringen wir unsere Bitten:
    A: Höre unser Gebet.
    – Für die Arbeit der kirchlichen Beratungsstellen.
    – Für alle, die in den Medien Einfluss auf die öffentliche Meinung haben.
    – Für die vielen, die Opfer von Landminen geworden sind.
    – Für alle, die mit ihrem Leben unversöhnt sind.

  • Vaterunser

    Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen. Aber wir dürfen auf Gottes Beistand hoffen. So beten wir um sein Reich: Vater unser im Himmel …


Segen

Gott, segne uns, wenn wir uns leer und tot fühlen.
Segne uns, wenn wir einsam und verlassen sind.
Segne uns, wenn uns Spott und Verachtung entgegenschlagen.
Segne uns, damit wir uns in alldem auf dem Weg zu dir wissen.
Amen.