Heute in Te Deum

Freitag · 21. Januar 2022

Er ging auf einen Berg und rief zu sich,
welche er wollte, und die gingen hin zu ihm.
Markus 3,13

Agnes († um 304) gehört zu den Märtyrerinnen der diokletianischen Verfolgung. Der Überlieferung nach wurde sie getötet, weil sie Jungfräulichkeit um Christi willen gelobt hatte und nicht bereit war, den Mann zu heiraten, der sie zur Frau nehmen wollte. Die Legende erzählt von Wundern, die ihre Vergewaltigung verhinderten, und von der Hinrichtung mit dem Schwert nach der Weise, wie Lämmer geschlachtet werden, weswegen sie häufig mit einem Lamm (lat.: agnus) dargestellt wird. Dieses weist auf Christus als Gotteslamm und Bräutigam hin. Ihre Geschichte erinnert an das hohe Ideal, sich und sein ganzes Leben vorbehaltlos Christus zu weihen, das im Lauf der Geschichte ungezählte Menschen als Mönche und Nonnen, in Ordensgemeinschaften oder in freieren Formen für sich gewählt haben.
L: 1 Kor 1,26–31; E: Mt 13,44–46

Meinrad († 861) kam mit fünf Jahren zur Erziehung in das Kloster Reichenau am Bodensee. Er wurde Priester und Mönch. Als Einsiedler ging er zum »Finsteren Walde«, wo er sich eine Zelle baute. Die Äbtissin Hildegard in Freimünster ließ ihm eine Kapelle errichten und schenkte ihm ein Marienbild, die sogenannte »Schwarze Madonna von Einsiedeln«. Meinrad wurde von Menschen aufgesucht, die Trost und Rat suchten. Am 21. Januar 861 wurde er von zwei Landstreichern erschlagen. Jahrzehnte nach seinem Tod ließen sich bei seiner Zelle wiederum Einsiedler nieder und in der Folge entstand das Kloster Maria Einsiedeln.
L: 1 Petr 4,12–19; E: Mt 16,24–27

Matthias Claudius (1740–1815) studierte zunächst Theologie und Jura, wurde dann aber Redakteur in Hamburg, wo er Lessing, Herder und Klopstock kennenlernte. Seine Erzählungen und Betrachtungen, besonders seine Lyrik, fanden weite Beachtung. Er wirkte eine Zeit lang als freier Schriftsteller, wurde dann 1788 unter dem dänischen Kronprinzen Bankrevisor. Die Lieder »Der Mond ist aufgegangen« und »Wir pflügen und wir streuen« sind im Gotteslob (GL 93) und im evangelischen Gesangbuch enthalten (EG 482 bzw. 508).

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • Hymnus

    Herr Jesus Christus, du gingst heim zum Vater,
    thronst ihm zur Rechten über allen Welten;
    doch deine Jünger lässt du nicht als Waisen
    auf dieser Erde.

    Du schickst als Beistand deinen Geist der Wahrheit.
    Er schenkt uns Einsicht, gibt uns Licht und Hoffnung.
    Er führt die Kirche sicher durch die Zeiten
    bis zur Vollendung.

    Er weckt Propheten, die dem Volk vorangehn
    und es voll Umsicht auf dem Weg geleiten.
    Du bist den Deinen in den Hirten nahe,
    die du bestellt hast.

    Sie geben Zeugnis, reden unerschrocken,
    stärken die Schwachen, sammeln die Zerstreuten,
    lehren in Vollmacht, helfen der Gemeinde,
    an dich zu glauben.

    Lob sei dem Vater, der dich zu uns sandte,
    uns zu erlösen aus der Sünde Knechtschaft.
    Lob sei dem Geiste, der die Menschen frei macht,
    um dir zu dienen. Amen.
    Zeitgenössisch, Monastisches Stundenbuch

  • PSALM 28

    Verse 6–9

    Der Herr sei gepriesen. *
    Denn er hat mein lautes Flehen erhört.
    Der Herr ist meine Kraft und mein Schild, *
    mein Herz vertraut ihm.
    Mir wurde geholfen. Da jubelte mein Herz; *
    ich will ihm danken mit meinem Lied.
    Der Herr ist die Stärke seines Volkes, *
    er ist Schutz und Heil für seinen Gesalbten.
    Hilf deinem Volk und segne dein Erbe, *
    führe und trage es in Ewigkeit!
    PSALM-GEBET: Gütiger Gott, du willst das Leben und das Heil der Menschen. Nimm dich unser an und höre unser Gebet.

  • Lesung

    Markus 3,14–15

    Jesus setzte zwölf ein, die er bei sich haben und die er dann aussenden wollte, damit sie predigten und mit seiner Vollmacht Dämonen austrieben.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Du wirst dein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken in der Vergebung der Sünden.

    Benedictus öffnen...

    Zur Aufnahme des gesungenen Benedictus mit monatlich wechselnder Antiphon.

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Zu Jesus Christus, der seine Apostel berufen hat und aussendet, beten wir:
    A: Herr, erbarme dich.
    – Stärke unsere Einheit in der Gemeinschaft der Kirche.
    – Hilf uns, dass wir unsere Berufung erkennen in der Gemeinde.
    – Mach uns bereit, mit anderen unsere Gaben zu teilen.

  • Vaterunser

    Gott hat uns erwählt ohne unser Verdienst, allein aus seiner Liebe. Er hält an uns fest. Dankbar antworten wir ihm mit dem Gebet Jesu: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Im Bund mit Gott und in der Verbundenheit mit allen Menschen können wir daran mitwirken, dass unsere Geschichte eine »königliche« Geschichte wird, die von Gott und seiner Liebe regiert wird, in der Freiheit und Freundschaft alle Beziehungen prägen.

    Ermes Ronchi (* 1947; italienischer Ordensmann und Autor)


Segen

Gott, segne uns mit Freude über den Segen,
den du anderen gibst.
Segne uns mit Dankbarkeit für alles,
was andere für dein Reich tun.
Segne uns mit dem Vertrauen, dass du der Lohn aller bist
und alle reich beschenken wirst. Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Herr, dein Wort führe uns den rechten Weg mit unseren Freunden und Gegnern.


  • Lesung

    1 Samuel 24,3–21

    In jenen Tagen nahm Saul dreitausend Mann, ausgesuchte Leute aus ganz Israel, und zog aus, um David und seine Männer bei den Steinbock-Felsen zu suchen. Auf seinem Weg kam er zu einigen Schafhürden. Dort war eine Höhle. Saul ging hinein, um seine Notdurft zu verrichten. David aber und seine Männer saßen hinten in der Höhle.
    Da sagten die Männer zu David: Das ist der Tag, von dem der Herr zu dir gesagt hat: Sieh her, ich gebe deinen Feind in deine Gewalt und du kannst mit ihm machen, was dir richtig erscheint. Da stand David auf und schnitt heimlich einen Zipfel von Sauls Mantel ab. Hinterher aber schlug David das Gewissen, weil er einen Zipfel vom Mantel Sauls abgeschnitten hatte. Er sagte zu seinen Männern: Der Herr bewahre mich davor, meinem Gebieter, dem Gesalbten des Herrn, so etwas anzutun und Hand an ihn zu legen; denn er ist der Gesalbte des Herrn. Und David fuhr seine Leute mit scharfen Worten an und ließ nicht zu, dass sie sich an Saul vergriffen.
    Als Saul die Höhle verlassen hatte und seinen Weg fortsetzte, stand auch David auf, verließ die Höhle und rief Saul nach: Mein Herr und König! Als Saul sich umblickte, verneigte sich David bis zur Erde und warf sich vor ihm nieder. Dann sagte David zu Saul: Warum hörst du auf die Worte von Leuten, die sagen: Gib Acht, David will dein Verderben. Doch heute kannst du mit eigenen Augen sehen, dass der Herr dich heute in der Höhle in meine Gewalt gegeben hat. Man hat mir gesagt, ich solle dich töten; aber ich habe dich geschont. Ich sagte: Ich will nicht die Hand an meinen Herrn legen; denn er ist der Gesalbte des Herrn.
    Sieh her, mein Vater! Hier, der Zipfel deines Mantels ist in meiner Hand. Wenn ich einen Zipfel deines Mantels abgeschnitten und dich nicht getötet habe, dann kannst du erkennen und einsehen, dass ich weder Bosheit noch Aufruhr im Sinn habe und dass ich mich nicht gegen dich versündigt habe; du aber stellst mir nach, um mir das Leben zu nehmen. Der Herr soll zwischen mir und dir entscheiden. Der Herr soll mich an dir rächen; aber meine Hand wird dich nicht anrühren, wie das alte Sprichwort sagt: Von den Frevlern geht Frevel aus; aber meine Hand soll dich nicht anrühren. Hinter wem zieht der König von Israel her? Wem jagst du nach? Einem toten Hund, einem einzigen Floh! Der Herr soll unser Richter sein und zwischen mir und dir entscheiden. Er blicke her, er soll meinen Rechtsstreit führen und mir dir gegenüber Recht verschaffen.
    Als David das zu Saul gesagt hatte, antwortete Saul: Ist das nicht deine Stimme, mein Sohn David? Und Saul begann laut zu weinen und sagte zu David: Du bist gerechter als ich; denn du hast mir Gutes erwiesen, während ich böse an dir gehandelt habe. Du hast heute bewiesen, dass du gut an mir gehandelt hast; obwohl der Herr mich in deine Gewalt gegeben hatte, hast du mich nicht getötet. Wenn jemand auf seinen Feind trifft, lässt er ihn dann im Guten seinen Weg weiterziehen? Der Herr möge dir mit Gutem vergelten, was du mir heute getan hast.
    Jetzt weiß ich, dass du König werden wirst und dass das Königtum in deiner Hand Bestand haben wird.

    Impuls

    Es wäre so einfach gewesen, Saul zu töten. Es hätte keine Zeugen gegeben. Die verschworenen Täter hätten sagen können, es sei Notwehr gewesen, Saul habe sie angegriffen, sie mussten sich wehren oder sich sonst eine Geschichte ausdenken. Dennoch aber lässt David Saul am Leben und sucht das offene Gespräch mit ihm und vertraut sich Gottes Führung an. Es bedarf einer Großmut, sich Gott anzuvertrauen und seine eigenen Gedanken, Triebe und Emotionen, die eigenen Rachegefühle, die wir ja auch manchmal haben, nicht zu Taten werden zu lassen. Sondern wie David mit Saul darüber zu sprechen, sie zu erzählen und einen anderen Umgang mit ihnen zu suchen. Christentum bedeutet ja nicht, dass ich immer brav, nett sein muss, dass ich keine »negativen« (bzw. als solche bewerteten) Gefühle haben darf und sie unterdrücken muss. Tue ich das, dann arbeiten sie im Schatten, im Untergrund weiter und brechen dann hier und da eruptiv durch. Dann kann es sein, dass sich meine Wut auf andere ausdrückt in ungerechten Beschimpfungen, ich »cholerische« Anfälle bekomme und andere kleinmache oder ihnen mit Liebesentzug meine Nicht-Achtung zeige. Wenn ich dagegen mir meine Gefühle (auch meine dunklen Seiten) bewusst mache und anschaue, sie mir selber ehrlich »erzähle« (z.B. im Schreiben eines Tagebuches) oder einem anderen mitteile, bin ich »Herr« über sie und kann meinen Umgang mit ihnen bewusst steuern und sie verwandeln.

  • Evangelium

    Markus 3,13–19

    In jener Zeit stieg Jesus auf einen Berg und rief die zu sich, die er erwählt hatte, und sie kamen zu ihm. Und er setzte zwölf ein, die er bei sich haben und die er dann aussenden wollte, damit sie predigten und mit seiner Vollmacht Dämonen austrieben.
    Die Zwölf, die er einsetzte, waren: Petrus – diesen Beinamen gab er dem Simon –, Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und Johannes, der Bruder des Jakobus – ihnen gab er den Beinamen Boanerges, das heißt Donnersöhne –, dazu Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, der Sohn des Alphäus, Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot, der ihn dann verraten hat.

    Impuls

    Wenn hier aus dem Kreis derer, die Jesus erwählt hatte, 12 eingesetzt werden, die Jesus aussenden will, dann greift das natürlich zurück auf die 12 Stämme Israels, die das eine Gottesvolk bilden. Mit der Aussendung der 12 wird das Anliegen Jesu deutlich: Die Menschen neu um den einen Gott Israels zu sammeln und zusammen zu führen. Jesus wollte ja weder eine neue Religion noch die Kirche gründen. Seine Absicht war es, das Judentum zu erneuern. Dafür brauchte es neue, unverbrauchte »Stammväter«. So wie wir das in der Politik auch manchmal erleben: Das Gefühl, die »alt gediente« Garde muss jetzt abtreten, hat ihren Zenit überschritten, es braucht frische Kräfte, die noch die Wildheit der Jugend und Elan und Power haben, um Gesellschaft zu gestalten. Natürlich immer auf der Grundlage der grundlegenden Verfassung unseres Landes. Es geht um Fortführung und Interpretation der Absicht der Väter für die aktuelle Zeit. Wir dürfen problemlos unsere Namen in die Namensliste des heutigen Evangeliums einfügen, uns in die Reihe derer einreihen, die aufbrechen und die frohe Botschaft verkündigen. In die Reihe derer, die sich aufbrechen lassen für die Interpretation des überlieferten Glaubens durch Jesus Christus und die bereit sind loszugehen und Neues zu wagen. Bitten wir um den Geist Gottes, den Geist Jesu Christi, dass er uns lehre, leite und die richtigen Schritte für unsere Zeit führe.


Gebet

Gott, jeden Menschen hast du bei seinem Namen gerufen. Wir versuchen so gut es uns möglich ist, den Spuren Jesu zu folgen und seinen Willen für heute zu erkennen. Führe uns durch deinen Geist, damit nicht unsere Triebe uns bestimmen, sondern der Wille, der frohen Botschaft auch heute zu entsprechen und sie in unsere Zeit hinein zu übersetzen in Wort und Tat. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • HYMNUS

    Sonne der Gerechtigkeit,
    gehe auf zu unsrer Zeit;
    brich in deiner Kirche an,
    dass die Welt es sehen kann.
    Erbarm dich, Herr.

    Weck die tote Christenheit
    aus dem Schlaf der Sicherheit,
    dass sie deine Stimme hört,
    sich zu deinem Wort bekehrt.
    Erbarm dich, Herr.

    Schaue die Zertrennung an,
    der sonst niemand wehren kann;
    sammle, großer Menschenhirt,
    alles, was sich hat verirrt.
    Erbarm dich, Herr.

    Tu der Völker Türen auf;
    deines Himmelreiches Lauf
    hemme keine List noch Macht.
    Schaffe Licht in dunkler Nacht.
    Erbarm dich, Herr.

    Gib den Boten Kraft und Mut,
    Glauben, Hoffnung, Liebesglut
    und lass reiche Frucht aufgehn,
    wo sie unter Tränen sä’n.
    Erbarm dich, Herr.

    Lass uns deine Herrlichkeit
    sehen auch in dieser Zeit
    und mit unsrer kleinen Kraft
    suchen, was den Frieden schafft.
    Erbarm dich, Herr.

    Lass uns eins sein, Jesu Christ,
    wie du mit dem Vater bist,
    in dir bleiben allezeit
    heute wie in Ewigkeit.
    Erbarm dich, Herr.
    Otto Riethmüller (1932); GL 481 · KG 509 · EG 262 · CG 822 · EST 546

  • PSALM 38

    Verse 10–16

    All mein Sehnen, Herr, liegt offen vor dir, *
    mein Seufzen ist dir nicht verborgen.
    Mein Herz pocht heftig, /
    mich hat die Kraft verlassen, *
    geschwunden ist mir das Licht der Augen.
    Freunde und Gefährten bleiben mir fern in meinem Unglück *
    und meine Nächsten meiden mich.
    Die mir nach dem Leben trachten, legen mir Schlingen; /
    die mein Unheil suchen, planen Verderben, *
    den ganzen Tag haben sie Arglist im Sinn.
    Ich bin wie ein Tauber, der nicht hört, *
    wie ein Stummer, der den Mund nicht auftut.
    Ich bin wie einer, der nicht mehr hören kann, *
    aus dessen Mund keine Entgegnung kommt.
    Doch auf dich, Herr, harre ich; *
    du wirst mich erhören, Herr, mein Gott.
    PSALM-GEBET: Treuer Gott, du bleibst bei uns, wenn uns alle verlassen. Stärke uns durch deine Kraft und lass uns in unserer Hoffnung nicht zuschanden werden.

  • LESUNG

    1 Samuel 24,18

    Saul sagte zu David: Du bist gerechter als ich; denn du hast mir Gutes erwiesen, während ich böse an dir gehandelt habe.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Der Herr nimmt sich seines Knechtes Israel an.

    Magnifikat öffnen...

    Zur Aufnahme des gesungenen Magnificat mit monatlich wechselnder Antiphon.

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Gott, der seine Sonne über Böse und Gerechte scheinen lässt, bitten wir:
    A: Herr, erhöre uns.
    – Stärke den geschwisterlichen Geist in den Gesprächen zwischen den Kirchen.
    – Segne die Arbeit jener, die sich im Tierschutz engagieren.
    – Steh allen bei, die sich selber nicht helfen können.
    – Gib allen angefeindeten Menschen Gelassenheit und innere Stärke.

  • Vaterunser

    Gott kann uns erhöhen und mehr schenken, als wir erhoffen. Voll Vertrauen wenden wir uns an ihn und beten mit den Worten Jesu: Vater unser im Himmel …


Segen

Gott, segne uns mit dem Vertrauen, dass du unser Helfer bist.
Segne uns mit der Geduld, die darauf wartet,
dass du Recht sprichst.
Segne uns mit der Demut, unsere eigenen Sünden und
Schwächen zu kennen.
Segne uns mit der Liebe, die in allem dich findet
und nach dir ausschaut. Amen.