Heute in Te Deum


Mittwoch · 11. März 2026

Hüte dich nur und bewahre deine Seele gut, dass du nicht
vergisst, was deine Augen gesehen haben, und dass es
nicht aus deinem Herzen kommt dein ganzes Leben lang.
Deuteronomium / 5 Mose 4,9a

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und in der Karwoche)


  • Hymnus

    Vernimm, du guter Schöpfergott,
    in Gnade unser lautes Flehn.
    Durch vierzig Tage steigt es auf:
    Herr, wende uns dein Antlitz zu!

    Du kennst die Herzen, milder Herr,
    du weißt, wie schwach wir Menschen sind.
    Voll Reue flüchten wir zu dir:
    Vergib uns gnädig unsre Schuld.

    Wir haben wahrlich oft gefehlt
    und vieles Gute nicht getan.
    Nun schaffe deinem Namen Preis:
    Verleih uns Schwachen neue Kraft.

    Wenn wir durch Fasten unsern Leib
    jetzt läutern durch Enthaltsamkeit,
    dann gib, dass sich auch unser Geist
    im rechten Tun vor dir bewährt.

    Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,
    lobsinge alles, was da lebt.
    Lass uns, durch deine Gnade neu,
    dich preisen durch ein neues Lied.
    Nach »Audi, benigne Conditor«, Gregor dem Großen († 604) zugeschrieben,
    Stundenbuch

  • PSALM 19

    Verse 8–15

    Die Weisung des Herrn ist vollkommen, *
    sie erquickt den Menschen.
    Das Gesetz des Herrn ist verlässlich, *
    den Unwissenden macht es weise.
    Die Befehle des Herrn sind richtig, *
    sie erfreuen das Herz;
    das Gebot des Herrn ist lauter, *
    es erleuchtet die Augen.
    Die Furcht des Herrn ist rein, *
    sie besteht für immer.
    Die Urteile des Herrn sind wahr, *
    gerecht sind sie alle.
    Sie sind kostbarer als Gold, als Feingold in Menge. *
    Sie sind süßer als Honig, als Honig aus Waben.
    Auch dein Knecht lässt sich von ihnen warnen; *
    wer sie beachtet, hat reichen Lohn.
    Wer bemerkt seine eigenen Fehler? *
    Sprich mich frei von Schuld, die mir nicht bewusst ist!
    Behüte deinen Knecht auch vor vermessenen Menschen; *
    sie sollen nicht über mich herrschen.
    Dann bin ich ohne Makel *
    und rein von schwerer Schuld.
    Die Worte meines Mundes mögen dir gefallen; /
    was ich im Herzen erwäge, stehe dir vor Augen, *
    Herr, mein Fels und mein Erlöser.
    PSALM-GEBET: Gütiger Gott, dein Wort ist unsere Freude. Es leite uns und zeige uns, wie wir dir gefallen können.

  • Lesung

    Matthäus 5,18

    Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.

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    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Gott, Schöpfer der Welt, in Weisheit und Liebe ordnest du die Welt. Wir rufen zu dir:
    A: Gott, sei uns gnädig.
    – Mach uns fähig und bereit, mit anderen unseren Glauben zu teilen.
    – Gib uns das rechte Verständnis für die Alltagstauglichkeit deiner Weisung.
    – Hilf uns zu erkennen, welche Konsequenzen ein christliches Leben heute für uns hat.

  • Vaterunser

    Jesus Christus ist gekommen, um Gottes Willen zu erfüllen. Mit seinen Worten beten wir, dass in allem Gottes Wille geschehe: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Verboten ist hier nur eines, nämlich zu sagen: »Ich bin nicht fähig. Ich kann nicht. Ich weiß nicht.« Alle können etwas, alle wissen etwas und alle sind fähig zu etwas.

    Karoline Mayer (* 1943; deutsch-chilenische Missionarin und Entwicklungshelferin)


Segen

Gott, segne uns mit einem Ja zu allem, was du uns gibst.
Stärke unser Nein gegenüber allem, was uns von dir trennt.
Segne uns mit dem Wort der Liebe, mit dem wir dir gehören.
Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Gott, schenke uns die Weisheit, dein Wort zu verstehen und zu lieben.


  • Lesung

    Deuteronomium 4,1.5–9°

    Mose sprach zum Volk: Israel, hör auf die Gesetze und Rechtsentscheide, die ich euch zu halten lehre! Hört und ihr werdet leben, ihr werdet in das Land, das der HERR, der Gott eurer Väter, euch gibt, hineinziehen und es in Besitz nehmen.
    Siehe, hiermit lehre ich euch, wie es mir der HERR, mein Gott, aufgetragen hat, Gesetze und Rechtsentscheide. Ihr sollt sie innerhalb des Landes halten, in das ihr hineinzieht, um es in Besitz zu nehmen. Ihr sollt sie bewahren und sollt sie halten. Denn darin besteht eure Weisheit und eure Bildung in den Augen der Völker. Wenn sie dieses Gesetzeswerk kennenlernen, müssen sie sagen: In der Tat, diese große Nation ist ein weises und gebildetes Volk.
    Denn welche große Nation hätte Götter, die ihr so nah sind, wie der HERR, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen? Oder welche große Nation besäße Gesetze und Rechtsentscheide, die so gerecht sind wie alles in dieser Weisung, die ich euch heute vorlege?
    Jedoch, nimm dich in Acht, achte gut auf dich! Vergiss nicht die Ereignisse, die du mit eigenen Augen gesehen, und die Worte, die du gehört hast! Lass sie dein ganzes Leben lang nicht aus dem Sinn! Präge sie deinen Kindern und Kindeskindern ein!

    Impuls

    Vor diesem Abschnitt aus dem Buch Deuteronomium ist von den Vorbereitungen zur Eroberung des Westjordanlandes die Rede. Aus heutiger Sicht – das Westjordanland gehört zum palästinensischen Gebiet – ist ein Einzug in dieses Land höchst problematisch. Was aber gültig bleibt, ist die Aufforderung, die Weisungen und Rechtsvorschriften JHWHs zu halten. Da JHWH ein Gott aller Menschen ist, gelten seine Weisungen allen Menschen – das sind v.a. die Zehn Gebote für ein gelingendes Leben. Gott – so Mose – ist seinem Volk, ist seinen Menschen nahe. Und seine Gesetze sind nicht nur äußere Vorschriften, sondern im Menschen lebendig. Gott selbst wirkt in unseren Herzen und legt sein Gesetz dort hinein, dass es uns von innen prägt, uns durchdringt. Immer wieder in der Geschichte wird das Volk Israel an seinen Gott und an seine Rechtsvorschriften erinnert. Immer wieder – so Mose – soll das Volk an Gott, an seine Heilstaten an seinen Menschen erinnert werden, sollen von ihm erzählt werden in allen Generationen. Wo, wie und wem erzähle ich von Gott, von seinen Heilstaten, von seinem Wirken in meinem Leben und davon, wie großartig dieser Gott ist?

  • Evangelium

    Matthäus 5,17–19°

    In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben! Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen. Amen, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird kein Jota und kein Häkchen des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.
    Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.

    Impuls

    Mit diesen Worten macht Jesus noch einmal seine eigentliche Botschaft deutlich: Er steht nicht gegen das alttestamentliche Gesetz, gegen die Tora, die fünf Bücher Mose. Sein Anliegen ist vielmehr, die Tora zu ihrem eigentlichen Grund und Sinn zurück zu führen, ihr einen tieferen Sinn zu geben. Es geht immer um das gelingende Zusammenleben der Menschen – um eine Welt in Frieden und Gerechtigkeit. Dabei ist Jesus wichtig, dass das Gesetz nicht nur als eine Vorschrift gesehen wird, sondern für jeden Menschen zu einer Herzensangelegenheit wird. An anderer Stelle fasst er das Gesetz im Gebot der Gottes- und Nächstenliebe zusammen. Gott und den Nächsten zu lieben darf mir ins Herz geschrieben sein. Manchmal sagen Menschen, dass sie in Gott verliebt sind. Es darf in meinem Herzen eine tiefe Sehnsucht nach dem Geliebten, nach Gott sein. Und weil Gott jeden Menschen liebt, darf ich mich mit meiner Liebeskraft auch dem Nächsten zuwenden, ihn annehmen, bejahen und in ihm Gottes Geschöpf erkennen. Den Glauben so Verstehen meint nicht nur ein Für-Wahr-Halten der Existenz Gottes, sondern den Eintritt in eine Liebes-Beziehung. Vielleicht kann ich Gott das heute einmal sagen – dass ich ihn liebe mit all meiner Herzens-Kraft. Und wahrnehmen, wie diese Liebe mich trägt, mich prägt, meine Beziehung zu meinen Mitmenschen gestaltet.


Gebet

Jesus, du bist gekommen, um zu erfüllen. Du willst, dass unser Leben gelingt, wir bauen an einer Welt des Friedens und der Gerechtigkeit. Nicht weniger als Leben in Fülle verheißt du uns. Gib, dass unser Leben gefülltes und erfülltes Leben ist und wir Menschen werden, die in der Tradition des ursprünglichen Gesetzes und der Propheten leben. So wie du es uns vorgelebt hast. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und Karwoche)


  • HYMNUS

    Gott, deine Güte reicht so weit,
    so weit die Wolken gehen;
    du krönst uns mit Barmherzigkeit
    und eilst, uns beizustehen.
    Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort,
    vernimm mein Fleh’n, merk auf mein Wort,
    denn ich will vor dir beten.

    Ich bitte nicht um Überfluss
    und Schätze dieser Erden;
    lass mir, so viel ich haben muss,
    nach deiner Gnade werden!
    Gib mir nur Weisheit und Verstand,
    dich, Gott, und den, den du gesandt,
    und mich selbst zu erkennen!
    Christian F. Gellert (1757); EST 626 · CG 892

  • PSALM 18

    Verse 21–30

    Der Herr hat gut an mir gehandelt und mir vergolten, *
    weil ich gerecht bin und meine Hände rein sind.
    Denn ich hielt mich an die Wege des Herrn *
    und fiel nicht ruchlos ab von meinem Gott.
    Ja, ich habe alle seine Gebote vor Augen, *
    weise seine Gesetze niemals ab.
    Ich war vor ihm ohne Makel, *
    ich nahm mich in Acht vor der Sünde.
    Darum hat der Herr mir vergolten, weil ich gerecht bin *
    und meine Hände rein sind vor seinen Augen.
    Gegen den Treuen zeigst du dich treu, *
    an dem Aufrichtigen handelst du recht.
    Gegen den Reinen zeigst du dich rein, *
    doch falsch gegen den Falschen.
    Dem bedrückten Volk bringst du Heil, *
    doch die Blicke der Stolzen zwingst du nieder.
    Du, Herr, lässt meine Leuchte erstrahlen, *
    mein Gott macht meine Finsternis hell.
    Mit dir erstürme ich Wälle, *
    mit meinem Gott überspringe ich Mauern.
    PSALM-GEBET: Heiliger Gott, reinige uns von allen Sünden und führe uns zu dir, schenke uns die Gemeinschaft mit dir, denn so werden wir leben.

  • LESUNG

    Deuteronomium 4,7–8

    Welche große Nation hätte Götter, die ihr so nah sind, wie Jahwe, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen? Oder welche große Nation besäße Gesetze und Rechtsvorschriften, die so gerecht sind wie alles in dieser Weisung, die ich euch heute vorlege?

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Wer die Gebote hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.

    Magnifikat öffnen...

    Zur Aufnahme des gesungenen Magnificat mit monatlich wechselnder Antiphon.

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Gott, unser Vater, du weist uns den Weg zum Leben. Wir rufen zu dir:
    A: Höre auf die Bitten deines Volkes.
    – Für die christlichen Friedensgruppen, um Kraft für die Vision, dass Friede möglich ist.
    – Für die Richter und Anwälte in unserm Land, um Überzeugungskraft für Gerechtikgeit.
    – Für Frauen und Männer in Forschung und Lehre, um kreative Lösungen in den drängenden Fragen unserer Zeit.
    – Für alle, die für ihr Leben die Orientierung verloren haben, um neue befreiende Perspektiven.

  • Vaterunser

    Jesus Christus zeigt uns den Weg in Gottes Reich. Er gibt uns die Worte, mit denen wir um das Kommen dieses Reichs beten: Vater unser im Himmel …


Segen

Gott, dein Segen bewahre uns,
wenn wir uns angegriffen fühlen.
Dein Segen öffne uns,
wenn wir uns in uns selbst verschließen.
Dein Segen helfe uns zu sehen,
was im Leben wirklich zählt. Amen.