Heute in Te Deum

Sonntag · 18. August 2019

20. SONNTAG IM JAHRESKREIS
9. SONNTAG NACH TRINITATIS

Ich bin gekommen,
Feuer auf die Erde zu werfen.
Lukas 12,49a

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • Hymnus

    O Geist, vom Vater ausgesandt,
    o Kraft, vom Sohn verheißen:
    Ergieße dich in unser Herz
    und nimm es dir zu eigen!

    Wo du bist, flammt die Liebe auf
    und Liebe will lobsingen.
    Die Liebe öffnet Herz und Hand,
    sie will sich ganz verschwenden.

    Lob sei dem Vater und dem Sohn,
    Lob sei dem Heil’gen Geiste,
    wie es von allem Anfang war,
    jetzt und für alle Zeiten. Amen.
    Nach »Nunc, Sancte, nobis, Spiritus«, Ambrosius († 397); Stundenbuch

  • PSALM 40

    Verse 2–4.17–18

    Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn. *
    Da neigte er sich mir zu und hörte mein Schreien.
    Er zog mich herauf aus der Grube des Grauens, *
    aus Schlamm und Morast.
    Er stellte meine Füße auf den Fels, *
    machte fest meine Schritte.
    Er legte mir ein neues Lied in den Mund, *
    einen Lobgesang auf ihn, unsern Gott.
    Viele werden es sehen, sich in Ehrfurcht neigen *
    und auf den Herrn vertrauen.
    Alle, die dich suchen, frohlocken; *
    sie mögen sich freuen in dir.
    Die dein Heil lieben, sollen immer sagen: *
    Groß ist Gott, der Herr.
    Ich bin arm und gebeugt; *
    der Herr aber sorgt für mich.
    Meine Hilfe und mein Retter bist du. *
    Mein Gott, säume doch nicht.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.
    PSALM-GEBET: Herr, du unser Retter, gib uns festen Halt in dir und mach uns bereit, entschieden nach deinem Willen zu leben.

  • Lesung

    Lukas 12,49.51

    Jesus sprach zu seinen Jüngern: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen! Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden, sondern Spaltung.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Jesus sagte: Ich muss mit einer Taufe getauft werden und ich bin sehr bedrückt, solange sie noch nicht vollzogen ist.

    Benedictus öffnen...

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Jesus Christus, der uns zur Entscheidung für Gott ruft, bitten wir:
    A: Herr, sei du unsere Kraft.
    ¬ Gib uns die Kraft, uns immer neu für dich zu entscheiden.
    ¬ Mach uns zu Menschen des Friedens, die für die Wahrheit einstehen.
    ¬ Hilf uns, dass wir in deiner Nachfolge treu bleiben.

  • Vaterunser

    In Gott finden wir Hilfe und Halt, wenn sich alles gegen uns stellt. Voll Vertrauen beten wir: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Entfällt sonntags.


Segen

Gott, segne uns durch deinen Geist,
der das Feuer des Geistes in uns entzündet.
Segne uns durch deinen Geist,
der uns die Kraft zur Entscheidung gibt.
Segne uns durch deinen Geist,
der uns Gottes Frieden schenkt. Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Barmherziger Gott, wohne durch dein Wort in unseren Herzen.


  • 1. Lesung

    Jeremia 38,4–6.7a.8b–10°

    In jenen Tagen sagten die Beamten zum König: Jeremía muss getötet werden, denn er lähmt die Hände der Krieger, die in dieser Stadt übrig geblieben sind, und die Hände des ganzen Volkes, wenn er solche Worte zu ihnen redet. Denn dieser Mann sucht nicht Heil für dieses Volk, sondern Unheil. Der König Zidkíja erwiderte: Siehe, er ist in eurer Hand; denn der König vermag nichts gegen euch. Da ergriffen sie Jeremía und warfen ihn in die Zisterne des Königssohns Malkíja, die sich im Wachhof befand; man ließ ihn an Stricken hinunter. In der Zisterne war kein Wasser, sondern nur Schlamm und Jeremía sank in den Schlamm.
    Der Kuschíter Ébed-Mélech, ein Höfling, sagte zum König: Mein Herr und König, schlecht war alles, was diese Männer dem Propheten Jeremía angetan haben; sie haben ihn in die Zisterne geworfen, damit er dort unten verhungert. Denn es gibt in der Stadt kein Brot mehr. Da befahl der König dem Kuschíter Ébed-Mélech: Nimm dir von hier dreißig Männer mit und zieh den Propheten Jeremía aus der Zisterne herauf, bevor er stirbt.

    Impuls

    So fern uns die Zeit und die Realität des Zidkija auch sein mögen, was er uns zeigt, ist uns nicht fremd. Er ist der hin- und hergerissene Mensch. Mal gibt er den einen nach und recht, weil es ihm scheint, er könne nichts gegen sie tun. Mal gibt er denen auf der andern Seite recht und veranlasst das Gegenteil.
    Dazwischen steht wortlos Jeremia, der Prophet, den die einen packen und in die Zisterne werfen, den die andern wieder da herausziehen.
    Selbst wenn die aktuelle Realität für die meisten von uns weniger krass sein sollte, in allem kommt es auf den Ansatz, auf die Grundbewegung an. Sie ist alle Tage wichtig und wird zum Tragen kommen.

  • 2. Lesung

    Hebräer 12,1–4°

    Schwestern und Brüder! Darum wollen auch wir, die wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, alle Last und die Sünde abwerfen, die uns so leicht umstrickt. Lasst uns mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der vor uns liegt, und dabei auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens; er hat angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten, und sich zur Rechten von Gottes Thron gesetzt.
    Richtet also eure Aufmerksamkeit auf den, der solche Anfeindung von Seiten der Sünder gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht ermattet und mutlos werdet! Ihr habt im Kampf gegen die Sünde noch nicht bis aufs Blut Widerstand geleistet.

    Impuls

    Der Kampf ist noch nicht ausgestanden. Der Lauf noch nicht ans Ziel gelangt. Die Auseinandersetzung in uns ist noch aktuell. Da mache sich keiner was vor: Ausdauer darin, die gute Richtung zu halten, will alle Tage geübt sein. Im Widerstand zu leben gegen unsere negativen Gedanken und Strebungen, gehört zum täglichen Trainingsprogramm. Gläubig und beharrlich solchen christlichen, geistlichen Widerstand zu leben, gelingt dann besser, wenn wir unsere Aufmerksamkeit intensiv auf Positives richten. Der Hebräerbrief sagt dazu: auf Jesus blicken.

  • Evangelium

    Lukas 12,49–53°

    In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen! Ich muss mit einer Taufe getauft werden und wie bin ich bedrängt, bis sie vollzogen ist.
    Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf der Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, sondern Spaltung. Denn von nun an werden fünf Menschen im gleichen Haus in Zwietracht leben: Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei; der Vater wird gegen den Sohn stehen und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.

    Impuls

    Christsein ist nicht behaglich, Friede im Sinn Jesu Christi ist kein flauer Kompromiss. Jesus hat den Konflikt, soweit ich sehe, nirgends gesucht, er ist ihm aber auch nirgends ausgewichen. Es ist keine Frage, ob er Widerstand geleistet hat. In einer Zeit, in der weltweit gerade die Polarisierungen so um sich greifen und Raum gewinnen, sollten wir uns aber wieder einmal fragen, wie er Widerstand geleistet hat. Angesichts dessen, was uns heute bedrängt, sollten wir uns fragen, was er nicht getan hat und was er getan hat.
    Gott schenke uns im Blick auf Jesus Siege, die ohne irgendeine Art von Vernichtung auskommen, in der alle das Leben finden.


Gebet

Gott im Himmel, auf dieser Erde mit dem Gegeneinander und Gegensätzlichen zu leben, ist nicht leicht. Sei uns barmherzig, wo wir versagen in unserm Bemühen, Christus zu glauben und christlich zu leben. Hilf uns, in der Auseinandersetzung mit uns selbst und den andern, seiner Spur geduldig zu folgen und deinem Geist Raum zu geben um des Lebens willen, das du uns schenkst und zutraust. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • HYMNUS

    Freudenlicht heiliger Herrlichkeit
    des unsterblichen Vaters,
    des himmlischen, heiligen, seligen,
    Jesus Christus!

    Du Licht vom Lichte,
    du zeigst uns das Antlitz des Vaters;
    in Liebe leuchtest du: Jesus Christus.

    Angelangt am Untergang der Sonne,
    schauen wir abendliches Licht,
    singen in Hymnen dem einen Gott,
    dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist!

    Du Licht vom Lichte,
    du zeigst uns das Antlitz des Vaters;
    in Liebe leuchtest du: Jesus Christus.

    Würdig bist du, dass wir dich feiern
    zu allen Zeiten, mit heiligen Liedern,
    Gottes Sohn, Urquell des Lebens,
    also verherrlicht dich das All!
    Nach dem griech. Hymnus »Phos hilaron« (2. Jh.); EST 735

  • PSALM 37

    Verse 1.3–9.11.37

    Errege dich nicht über die Bösen, *
    wegen der Übeltäter ereifere dich nicht!
    Vertrau auf den Herrn und tu das Gute, *
    bleib wohnen im Land und bewahre Treue!
    Freu dich innig am Herrn! *
    Dann gibt er dir, was dein Herz begehrt.
    Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertrau ihm; *
    er wird es fügen.
    Er bringt deine Gerechtigkeit heraus wie das Licht *
    und dein Recht so hell wie den Mittag.
    Sei still vor dem Herrn und harre auf ihn! /
    Erhitze dich nicht über den Mann, dem alles gelingt, *
    den Mann, der auf Ränke sinnt.
    Steh ab vom Zorn und lass den Grimm; *
    erhitze dich nicht, es führt nur zu Bösem.
    Denn die Bösen werden ausgetilgt; *
    die aber auf den Herrn hoffen,
    werden das Land besitzen.
    Die Armen werden das Land bekommen, *
    sie werden Glück in Fülle genießen.
    Achte auf den Frommen und schau auf den Redlichen! *
    Denn Zukunft hat der Mann des Friedens.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.
    PSALM-GEBET: Allmächtiger Gott, du bist unsere Hoffnung und unsere Freude. In aller Not schauen wir aus nach dir.

  • LESUNG

    Hebräer 12,1b–2

    Lasst uns mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der uns aufgetragen ist, und dabei auf Jesus blicken, den Urheber und Vollender des Glaubens; er hat angesichts der vor ihm liegenden Freude das Kreuz auf sich genommen, ohne auf die Schande zu achten, und sich zur Rechten von Gottes Thron gesetzt.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Da uns eine solche Wolke von Zeugen umgibt, wollen auch wir alle Last und die Fesseln der Sünde abwerfen.

    Magnifikat öffnen...

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Zu Gott, der uns fest im Glauben gründet, beten wir:
    A: Herr, erbarme dich.
    ¬ Für den Dialog zwischen Juden, Christen und Muslimen.
    ¬ Für die Menschen in Korea, die unter der Teilung leiden.
    ¬ Für die Familien, die untereinander zerstritten sind.
    ¬ Für alle, die sich mit Gewalt durchsetzen wollen.

  • Vaterunser

    Gottes Macht wirkt in uns und seine Macht kann mehr geben, als wir erhoffen und erbitten: Vater unser im Himmel …


Segen

Gott, segne uns mit einem Feuer, das Mut und Kraft gibt.
Segne uns mit einem Feuer, das die Bosheit verzehrt.
Segne uns mit einem Feuer, das uns Licht im Dunkeln gibt.
Amen.