Heute in Te Deum

Sonntag · 5. April 2020

PALMSONNTAG
PALMARUM

Hosianna dem Sohn Davids!
Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn!
Hosianna in der Höhe!
Matthäus 21,9b

Am Palmsonntag gedenken wir des Einzugs Jesu in die Stadt Jerusalem und seiner Passion. Die Palmprozession wurde schon um das Jahr 400 in Jerusalem gehalten.
In ihr geht es ebenso wie in der Liturgie des Gründonnerstags und des Karfreitags nicht um ein Nachspielen der Ereignisse in Jerusalem, sondern darum, dass die Feiernden gleichsam zu Zeitgenossen der Ereignisse selbst werden und daran Anteil erhalten. In der Palmprozession ist dies das Bekenntnis zu Christus. Die grünen Zweige sind »Zeichen des Lebens und des Sieges, mit denen wir Christus, unserem Herrn, huldigen« (Einführungswort im Messbuch). So deutet sich schon hier an, was sich bis an Ostern voll entfalten wird und wovon die 2. Lesung wunderbar spricht: »Er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat Gott ihn über alle erhöht und ihm den Namen gegeben, der größer ist als alle Namen« (Phil 2,7f.).

Die Feier der Heiligen Woche Heute treten wir in die Heilige Woche ein, die in der dreitägigen Feier des Leidens, des Todes und der Auferstehung des Herrn gipfelt. Es geht um nicht weniger als um Tod und Leben. Um Jesu Tod und Leben. Um unseren Tod und unser Leben. Es geht um alles, worauf unser Glaube gründet. Es ist das gleiche Geheimnis, dem wir jeden Sonntag und in jeder Eucharistiefeier begegnen. Aber es ist so groß, dass wir es einmal im Jahr in besonderer Weise begehen. Es ist wie in einer menschlichen Beziehung: Die große Liebe erweist sich in der Routine des Alltags, nicht in der Leidenschaft. Darum ist es richtig, immer und immer wieder die Eucharistie zu feiern. Aber die Liebe lebt auch von Höhepunkten. Darum müssen wir – einmal im Jahr – Ostern feiern. 50 Tage lang. Und drei Tage intensiv an einem Stück. In dem, was uns die Bibel von den letzten Tagen im Leben Jesu von Nazaret schildert, verdichtet sich, was sein ganzes Leben ausgemacht hat. Darin kommen all die Dinge vor, die auch uns in den dichtesten Augenblicken unseres Lebens bewegen:
– Die Frage, wozu wir eigentlich leben.
– Was uns glücklich macht, was uns untereinander verbindet, was uns trennt.
– Was uns Trost gibt und was uns Sicherheit bietet.
– Die Frage der Ungerechtigkeit, des Leidens Unschuldiger.
– Das tiefe Missverständnis selbst unter Menschen, die wir lieben.
– Die Enttäuschung, das Zerbrechen von Lebensplänen, von Beziehungen.
– Die Tatsache, dass es Versagen, Verleugnung, Verrat gibt.
– Schuld und Vergebung.
– Einsamkeit, Verlassenheit.
– Die Hoffnung selbst angesichts einer Katastrophe.
– Die rückhaltlose Hingabe.
– Der Abschied, die Endgültigkeit des Sterbens, der Tod.
– Die Frage, was von uns bleibt, wenn das Leben auf dieser Erde zu Ende geht.
– Der Glaube an eine Auferstehung, an ein neues Leben, gegen allen Anschein.
– Die Gewissheit, dass Gott bei uns ist, wenn wir nach ihm fragen
– ratlos, weil unsere Augen noch gehalten sind wie einst die der Emmausjünger und dann doch überwältigt, weil er sich im Brotbrechen zu erkennen gibt.
Der Blick auf unseren Herrn verändert unser Leben. Darum feiern wir Ostern.

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • Hymnus

    Herrlichkeit und Lob und Ehre sei dir,
    Christkönig Erlöser!
    Jauchzend sang die kindliche Schar
    Hosanna froh dir entgegen.

    Du bist Israels König, du der Sohn,
    dem David verheißen;
    du bist allein unser Herrscher,
    der im Namen des Herrn zu uns kommt.

    Dich preisen droben im Himmel
    laut die Chöre seliger Scharen,
    und hier auf Erden die Menschen
    singen Lob dir mit der Schöpfung.

    Jubelnd mit Palmen in Händen,
    zog das Volk dir entgegen.
    Siehe, betend und singend
    sind auch wir heute voller Jubel.

    Sie sangen freudig dir Lieder,
    als du kamst, für uns zu leiden.
    Lass uns heute dir singen als dem König
    und glorreichen Sieger.

    Nimm so wie damals voll Freude
    unsre Lieder und Gaben entgegen.
    Gütiger König und Herrscher,
    hocherhoben für ewige Zeiten.

    Herrlichkeit und Lob und Ehre sei dir,
    Christkönig Erlöser!
    Jauchzend sang die kindliche Schar
    Hosanna froh dir entgegen.
    Nach »Gloria, laus er honor« von Theodulf von Orleans (um 815),
    Gesang zur Palmprozession, Stundengebet Abtei Kellenried

  • PSALM 22

    Verse 3–12

    Mein Gott, ich rufe bei Tag,
    doch du gibst keine Antwort; *
    ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe.
    Aber du bist heilig, *
    du thronst über dem Lobpreis Israels.
    Dir haben unsre Väter vertraut, *
    sie haben vertraut, und du hast sie gerettet.
    Zu dir riefen sie und wurden befreit, *
    dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.
    Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, *
    der Leute Spott, vom Volk verachtet.
    Alle, die mich sehen, verlachen mich, *
    verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:
    »Er wälze die Last auf den Herrn, /
    der soll ihn befreien! *
    Der reiße ihn heraus, wenn er an ihm Gefallen hat!«
    Du bist es, der mich aus dem Schoß meiner Mutter zog, *
    mich barg an der Brust der Mutter.
    Von Geburt an bin ich geworfen auf dich, *
    vom Mutterleib an bist du mein Gott.
    Sei mir nicht fern, denn die Not ist nahe, *
    und niemand ist da, der hilft.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.
    PSALM-GEBET: Heiliger Gott, du bist uns nahe und nimmst Leiden und Schwäche an. Hilf uns, mit Jesus zu gehen und so in ihm die Erlösung zu erlangen.

  • Lesung

    Matthäus 21,9–11

    Die Leute, die vor Jesus hergingen und die ihm folgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe! Als er in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in Aufregung, und man fragte: Wer ist das? Die Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Gesegnet sei der König, der kommt im Namen des Herrn.

    Benedictus öffnen...

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Jesus Christus, König des Friedens, wir rufen zu dir:
    A: Hosianna dir, Sohn Davids.
    – Zieh heute in unsere Herzen ein.
    – Stärke unsere Treue zu dir.
    – Komm mit deinem Frieden in unsere Gemeinden.

  • Vaterunser

    Christus will alles zu Gott führen. So lasst uns beten: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Entfällt sonntags.


Segen

Herr, segne uns mit Frieden an diesem Sonntag.
Segne uns mit Gottvertrauen in diesen Tagen.
Segne uns mit der Freude des göttlichen Lichtes
auch in allen dunklen Momenten unseres Lebens. Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Allmächtiger, ewiger Gott, deinem Willen gehorsam, hat unser Erlöser Fleisch angenommen, er hat sich selbst erniedrigt und sich unter die Schmach des Kreuzes gebeugt. Hilf uns, dass wir ihm auf dem Weg des Leidens nachfolgen und an seiner Auferstehung Anteil erlangen. Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus.


  • 1. Lesung

    Jesaja 50,4–7°

    GOTT, der Herr, gab mir die Zunge von Schülern, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich höre, wie Schüler hören. GOTT, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet.
    Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück. Ich hielt meinen Rücken denen hin, die mich schlugen, und meine Wange denen, die mir den Bart ausrissen. Mein Gesicht verbarg ich nicht vor Schmähungen und Speichel.
    Und GOTT, der Herr, wird mir helfen; darum werde ich nicht in Schande enden. Deshalb mache ich mein Gesicht hart wie einen Kiesel; ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate.

    Impuls

    »Ich weiß, dass ich nicht in Schande gerate!« – Welch großes Vertrauen drückt sich hier aus. Angesichts von Gewalt, die dem Propheten anscheinend widerfahren ist, verliert er seine Hoffnung nicht. Heute ist der Satz »Alles wird gut!« in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Oder abgekürzt: »Alles gut!« Er ist die positive Formulierung der Überzeugung, am Ende nicht in Schande zu geraten. Bei Gott wird am Ende keiner in Schande geraten. Oder als Schande angesehen werden. Natürlich wird immer wieder die Sinnfrage gestellt werden: Wenn Gott doch gut ist, warum mutet er mir dieses und jenes Leid zu? Bin ich doch bei ihm in ein schlechtes Licht gerückt? Warum gibt es so viel Leid und so viel Menschen, die auf Erden Schande erfahren? Das sind Fragen, die ohne Antwort bleiben. Jesus, der in Schande geraten ist am Kreuz, er konnte sich nach aller Anklage seines Vaters, warum dieser ihn denn verlassen habe, durchringen zu beten: »Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.« Es ist wohl Gnade, wenn ich nach aller Klage über widerfahrenes Leid und Unrecht meine Sache Gott anvertrauen kann. Immer in dem Wissen: Bei ihm habe ich Ansehen und durch alle Schande, durch alles Leid hindurch wird er mir ewiges Leben schenken.

  • 2. Lesung

    Philipper 2,6–11°

    Christus Jesus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.
    Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihr Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: »Jesus Christus ist der Herr« – zur Ehre Gottes, des Vaters.

    Impuls

    Am Anfang der Kirche wurde viel gestritten über das Wesen Jesu. Man fragte sich: War er jetzt Gott? Oder doch nur Mensch? Oder hatte er nur einen menschlichen Leib und war aber doch in seinem Wesen ganz Gott? Erst das Konzil von Chalcedon (451) hat definiert, dass Jesus wahrer Mensch und wahrer Gott gewesen ist. Er wurde – wie es der Philipperbrief sagt – den Menschen gleich. Das bedeutet aber auch, dass er den Tod am Kreuz ganz erlitten und durchlitten hat. Er ist nicht als Gottes Sohn mal eben durch Leid und Kreuz gegangen. Jeder, der mit seinem Leid zu ihm kommt, findet in ihm einen Bruder, der weiß, was Leid und Not und Klage bedeuten. Oft ist in Leidsituationen ein Gespräch mit einem Begleiter, einem guten Freund, einem vertrauten Menschen, in dem ich einfach mein Herz ausschütte und mir meine Klage vom Herzen rede, etwas Erleichterndes. Warum aber nicht auch auf einem Spaziergang, in einer stillen Ecke meiner Wohnung, in einer Kirche Jesus Christus laut mein Leid klagen, ihm alles sagen und laut vor ihm aussprechen – wie bei einem guten Freund? In dem Vertrauen, dass er uns Menschen hört und uns durch Leid und Klage zu neuem Leben führen will.

  • Evangelium

    Matthäus 21,1-11°

    Als sie sich Jerusalem näherten und nach Bétfage am Ölberg kamen, schickte Jesus zwei Jünger aus und sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor euch liegt; dort werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet sie los und bringt sie zu mir! Und wenn euch jemand zur Rede stellt, dann sagt: Der Herr braucht sie, er lässt sie aber bald zurückbringen. Das ist geschehen, damit sich erfüllte, was durch den Propheten gesagt worden ist:
    Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist sanftmütig und er reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttiers.
    Die Jünger gingen und taten, wie Jesus ihnen aufgetragen hatte. Sie brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Kleider auf sie und er setzte sich darauf. Viele Menschen breiteten ihre Kleider auf dem Weg aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg.
    Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm nachfolgten, riefen:
    Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!
    Als er in Jerusalem einzog, erbebte die ganze Stadt und man fragte: Wer ist dieser? Die Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

    Impuls

    »Der Herr braucht sie!« – Mit diesen Worten sollen die Jünger das Holen einer Eselin aus dem nahen Dorf begründen – falls sie gefragt werden. Es lohnt sich, einmal über diese Eselin näher nachzudenken. Allgemein gilt der Esel als ein störrisches Tier. Im Alten Testament ist der Esel Bileams störrisch, weicht immer wieder vom Weg ab und legt sich schließlich einfach auf die Erde – weil er einen Engel im Wege stehen sieht. Der Engel will verhindern, dass Bileam zum König gelangt, welcher Bileam beauftragen möchte, in einer kriegerischen Auseinandersetzung den Israeliten Schlechtes zu wünschen. Hier erscheint der Esel als ein Diener des Engels. Und den Israeliten galt der Esel als vornehmes Tier. Während Pferde die Tiere waren, die für Kriege genutzt und eingesetzt wurden, waren Esel die friedlichen Lasttiere. Ein Esel steht der Tradition nach an der Krippe, trägt Maria und das Jesuskind auf der Flucht nach Ägypten und jetzt den König Israels in seine Königsstadt. Wenn Jesus einen Esel wählt, auf dem er einreitet in Jerusalem, dann ist dies ein Zeichen, dass er als friedfertiger König kommt. Er kommt nicht, um Jerusalem gewaltsam aus der Hand der Römer zu befreien – wie es einige erwartet haben –, sondern um sein Leben hinzugeben für seine Freunde. Er vollzieht den größten Liebesdienst, der möglich ist. Man kann geneigt sein, diesen Satz »Der Herr braucht ihn« auf sich selbst zu beziehen. Wir Christen sind diejenigen, die von Jesus gebraucht werden. Um ihn in die Welt zu tragen. Friedfertig und störrisch oder besser widerständig dort, wo Menschen nicht das im Sinn haben, was Gott will, und anderen Schlechtes wünschen und ihnen tun wollen.


Gebet

Gott, bei dir gerät keiner in Schande. Jeden von uns willst du durch Leid und Not zu neuem Leben führen. Du bist kein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Auch in Gräber lässt du dich nicht einsperren. Gib, dass wir dir ganz vertrauen, uns durch deinen Geist führen lassen und leben ohne Angst. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • HYMNUS

    Du Schöpfer aller Dinge, sei uns nah,
    du Herrlichkeit des väterlichen Lichts,
    wenn deine Gnade ferne von uns ist,
    fällt Furcht sogleich in unsre Herzen ein.

    Gott sei mit uns in allem unserm Tun,
    dass es erfüllt von seinem Geiste sei,
    dem räuberischen Feind mit seinem Trug,
    dem unheilvollen, öffne es sich nie.

    Damit im ganzen Treiben dieser Welt,
    in das hinausstößt uns des Lebens Lauf,
    wir stets der Sünde und der Schuld entgehn,
    nach deiner Weisung leben ganz allein.

    Dir, Christus, sei, o König voller Huld,
    und dir, dem ew’gen Vater, Herrlichkeit
    und auch dem wesensgleichen Tröstergeist
    für alle Zeit, in alle Ewigkeit. Amen.
    Nach „Adesto rerum conditor“; vor dem 6. Jahrhundert

  • PSALM 116

    Verse 10–19

    Voll Vertrauen war ich, auch wenn ich sagte: *
    Ich bin so tief gebeugt.
    In meiner Bestürzung sagte ich: *
    Die Menschen lügen alle.
    Wie kann ich dem Herrn all das vergelten, *
    was er mir Gutes getan hat?
    Ich will den Kelch des Heils erheben *
    und anrufen den Namen des Herrn.
    Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen *
    offen vor seinem ganzen Volk.
    Kostbar ist in den Augen des Herrn *
    das Sterben seiner Frommen.
    Ach Herr, ich bin doch dein Knecht, /
    dein Knecht bin ich, der Sohn deiner Magd. *
    Du hast meine Fesseln gelöst.
    Ich will dir ein Opfer des Dankes bringen *
    und anrufen den Namen des Herrn.
    Ich will dem Herrn meine Gelübde erfüllen *
    offen vor seinem ganzen Volk,
    in den Vorhöfen am Haus des Herrn, *
    in deiner Mitte, Jerusalem.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.
    PSALM-GEBET: Barmherziger Gott, wir danken dir für alles, was du an uns getan hast. Du hast die Fesseln des Todes gelöst und uns aufgerichtet, als wir von unseren Sünden niedergebeugt waren. Hilf uns, dich würdig zu loben.

  • LESUNG

    Philipper 2,6–8

    Christus Jesus war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Ich sage euch: Wenn sie schweigen, werden die Steine schreien.

    Magnifikat öffnen...

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Christus Jesus, du hast dich für uns entäußert und hingegeben.
    Wir beten vertrauensvoll zu dir:
    A: Herr, erbarme dich deines Volkes.
    – Stärke die Kirche im Aufschauen zu deinem Kreuz.
    – Segne die Stadt Jerusalem und die Menschen aller Konfessionen und Religionen in ihren Mauern.
    – Wende dich allen zu, die sich enttäuscht und resigniert von der Kirche abgewandt haben.
    – Hilf den Obdachlosen, wieder ein Leben in Würde und Geborgenheit führen zu können.

  • Vaterunser

    Beten wir, wie Jesus es seine Jünger gelehrt hat: Vater unser im Himmel …


Segen

Herr, segne uns.
Nur du hast Segen, der wirklich Vergebung schenkt.
Nur du hast Segen, der Gewalt und Zorn überwindet.
Nur du hast Segen, der wahren Frieden in sich trägt.
So lege diesen Segen auf uns und alle,
die wir im Herzen tragen. Amen.