Heute in Te Deum

Sonntag · 29. November 2020

1. ADVENTSSONNTAG

So wacht nun;
denn ihr wisst nicht,
wann der Herr des Hauses kommt.
Markus 13,35a

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • Hymnus

    Horch, eine helle Stimme ruft,
    die alle Finsternis durchbricht:
    Erwacht vom Schlaf und träumt nicht mehr,
    vom Himmel strahlt euch Christi Licht.

    Erhebet euch, die Stunde schlägt,
    kehrt um von jeder bösen Tat!
    Und seht: Der helle Morgenstern
    verkündet, dass das Heil euch naht.

    Gott sendet uns das reine Lamm,
    zu tilgen jede Sündenschuld;
    so lasst uns eilends zu ihm gehn,
    vertrauend flehn um seine Huld.

    Herr, wenn du wiederkommst im Licht
    als Richter dieser Erdenzeit,
    dann sei barmherzig unsrer Not
    und hole heim, was noch verstreut.

    Verherrlichung und Lob sei dir
    und deinem eingebornen Sohn,
    dem Geiste, der uns Beistand ist,
    durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.
    Nach »Vox clara ecce intonat« (spätestens 10. Jh.),
    Stundengebet Abtei Kellenried

  • CANTICUM

    Jesaja 2,1–5

    Am Ende der Tage wird es geschehen: /
    Der Berg mit dem Haus des Herrn steht
    fest gegründet als höchster Berg; *
    er überragt alle Hügel.
    Alle Völker strömen zu ihm. *
    Viele Nationen machen sich auf den Weg und sagen:
    Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn *
    und zum Haus des Gottes Jakobs.
    Er soll uns seine Wege zeigen, *
    auf seinen Pfaden wollen wir gehen.
    Denn von Zion kommt die Belehrung, *
    aus Jerusalem kommt das Wort des Herrn.
    Er spricht Recht im Streit der Völker, *
    er weist viele Nationen in die Schranken.
    Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern *
    und Winzermesser aus ihren Lanzen.
    Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk, *
    und übt sich nicht mehr für den Krieg.
    Ihr vom Haus Jakob, *
    kommt, wir wollen leben im Licht des Herrn!
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.
    CANTICUM-GEBET: Treuer Gott, du kommst zu uns und gehst uns entgegen. Zeige uns deine Wege, sodass alle Menschen zu dir kommen.

  • Lesung

    Markus 13,35–37

    Jesus sprach zu seinen Jüngern: Seid wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen.

    Benedictus öffnen...

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Jesus Christus, durch den Gott sein Reich begründet hat, bitten wir:
    A: Herr, sei du uns nahe.
    – Hilf uns, wachsam zu bleiben und nach dir auszuschauen.
    – Festige uns im Glauben an dein ewiges Wort, das Mensch wurde in der Zeit.
    – Stärke unsere Hoffnung auf dein Kommen.

  • Vaterunser

    Gott schickt seine Engel aus, um uns zu sammeln als sein heiliges Volk. In dieser Zuversicht dürfen wir mit allen, die Gott ruft, beten: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Entfällt sonntags.


Segen

Gott, segne uns mit deinem Kommen in unser Leben.
Segne uns mit deiner bleibenden Nähe.
Segne uns mit deiner Begleitung auf dem Weg zu dir. Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Allmächtiger Gott, dein Wort mache uns reich an Erkenntnis.


  • 1. Lesung

    Jesaja 63,16b–17.19b; 64,3–7°

    Du, HERR, bist unser Vater, »Unser Erlöser von jeher« ist dein Name. Warum lässt du uns, HERR, von deinen Wegen abirren und machst unser Herz hart, sodass wir dich nicht fürchten? Kehre zurück um deiner Knechte willen, um der Stämme willen, die dein Erbbesitz sind! Hättest du doch den Himmel zerrissen und wärest herabgestiegen, sodass die Berge vor dir erzitterten.
    Seit Urzeiten hat man nicht vernommen, hat man nicht gehört; kein Auge hat je einen Gott außer dir gesehen, der an dem handelt, der auf ihn harrt. Du kamst dem entgegen, der freudig Gerechtigkeit übt, denen, die auf deinen Wegen an dich denken.
    Siehe, du warst zornig und wir sündigten; bleiben wir künftig auf ihnen, werden wir gerettet werden. Wie ein Unreiner sind wir alle geworden, unsere ganze Gerechtigkeit ist wie ein beflecktes Kleid. Wie Laub sind wir alle verwelkt, unsere Schuld trägt uns fort wie der Wind.
    Niemand ruft deinen Namen an, keiner rafft sich dazu auf, festzuhalten an dir. Denn du hast dein Angesicht vor uns verborgen und hast uns zergehen lassen in der Gewalt unserer Schuld. Doch nun, HERR, du bist unser Vater. Wir sind der Ton und du bist unser Töpfer, wir alle sind das Werk deiner Hände.

    Impuls

    Gott rettet uns heute wie die aus dem Babylonischen Exil Heimgekehrten damals, er ist der »Erlöser von jeher«, aber er hält sich dabei meistens nicht an unsere Wünsche. Und wie der Prophet es von den damals Gläubigen schreibt, so könnte er es auch uns Heutigen schreiben: »Unsere ganze Gerechtigkeit ist wie ein beflecktes Kleid. Keiner rafft sich dazu auf, festzuhalten an dir.« Mit den damaligen Menschen fragen auch wir: »Warum lässt du uns, Herr, von deinen Wegen abirren und machst unser Herz hart, sodass wir dich nicht fürchten?« Wie sie rufen auch wir: »Hättest du doch den Himmel zerrissen und wärest herabgestiegen, sodass die Berge vor dir erzitterten.« Aber selbst, wenn er das tun würde, es wäre wieder anders, als wir uns das vorgestellt hätten.
    Jahrhunderte, nachdem dieser Text geschrieben wurde, hat Gott, wie wir glauben, genau das getan. Er hat den Himmel aufgerissen, geöffnet. Er ist in Jesus »herabgestiegen« zu uns, unserm Erdenleben ganz nah. Aber er wollte uns nicht überzeugen durch überwältigende Macht. Warum denn? Warum macht er es, menschlich gesprochen, sich und uns so schwer?
    Er wollte und will uns nicht überzeugen durch Macht; um das ganz klar zu zeigen, legt er sie ganz ab zugunsten der Ohnmacht. Er ist uns zugewandt, um uns zu retten, immer wieder. Wir sind das Werk seiner Hände, als sein Ebenbild geschaffen. Wir sind gewollt, als freie und verantwortungsvolle Wesen. Dazu will er uns wieder und wieder erlösen aus jeder Unfreiheit und so vielem, von dem wir uns fesseln lassen.

  • 2. Lesung

    1 Korinther 1,3–9°

    Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!
    Ich danke meinem Gott jederzeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch in Christus Jesus geschenkt wurde, dass ihr an allem reich geworden seid in ihm, an aller Rede und aller Erkenntnis. Denn das Zeugnis über Christus wurde bei euch gefestigt, sodass euch keine Gnadengabe fehlt, während ihr auf die Offenbarung unseres Herrn Jesus Christus wartet.
    Er wird euch auch festigen bis ans Ende, sodass ihr schuldlos dasteht am Tag unseres Herrn Jesus Christus. Treu ist Gott, durch den ihr berufen worden seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn.

    Impuls

    Wenn wir unser christliches Leben anschauen, jede und jeder, sehen wir wahrscheinlich, wie oft wir zurückbleiben hinter dem, was unsere Antwort auf Gottes treue Liebe sein sollte. Das wahrzunehmen, ist immer wieder angebracht. Aber schauen wir gleichzeitig immer wieder auf das, was uns schon geschenkt ist, was schon da ist in unserm täglichen Leben. Geben wir nicht auf, darauf zu warten, dass alles einmal voll und ganz sein wird: die Erkenntnis Jesu Christi wie auch unsere Antwort.
    In unsere ehrliche Selbsterkenntnis hinein erinnert uns Paulus heute, wie seinerzeit die Korinther, dass uns keine Gnadengabe, die dazu nötig ist, fehlt. Lassen wir uns seine Zusage nahegehen, bereit, uns von Gott festigen zu lassen in dem, was da bei uns noch nicht so stabil und fertig ist, wie wir es wollen.
    Es ist eine vielleicht schlichte Erkenntnis, die getrost sein lässt: Zu jeder Balance gehört das »Wackeln« im Leben immer wieder dazu. Das ist kein Grund zu Selbstzweifel, kein Grund, im Bemühen nachzulassen, das zu leben, was wir schon erkannt haben.

  • Evangelium

    Markus 13,24–37 (Kf: 13,33–37)°

    Jesus sprach zu seinen Jüngern: In jenen Tagen, nach jener Drangsal, wird die Sonne verfinstert werden und der Mond wird nicht mehr scheinen; die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
    Dann wird man den Menschensohn in Wolken kommen sehen, mit großer Kraft und Herrlichkeit. Und er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten aus allen vier Windrichtungen zusammenführen, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.
    Lernt etwas aus dem Vergleich mit dem Feigenbaum! Sobald seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. So erkennt auch ihr, wenn ihr das geschehen seht, dass er nahe vor der Tür ist.
    Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles geschieht. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Doch jenen Tag und jene Stunde kennt niemand, auch nicht die Engel im Himmel, nicht einmal der Sohn, sondern nur der Vater.
    [> In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:] Gebt Acht und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist. Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug die Vollmacht seinen Knechten, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein. Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen. Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen.
    Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam! <

    Impuls

    Die Erschütterungen und Schreckensszenarien in der Welt setzen uns zu. Wir können sie nicht ignorieren. Wir sollten uns nicht in ihren Bann schlagen lassen und vor Schreck erstarren. Jesus sagt: »Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.«
    Gott lässt sich nicht beirren, seine Zuwendung nimmt er nicht zurück. Worauf sollen wir denn achten in unserer erschütterten Welt mit oft erschütterten Herzen? Die Botschaft heute ist eindeutig. Viermal in den letzten Versen mahnt Jesus uns, wach zu bleiben. »Gebt Acht und bleibt wach!« »Dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein.« »Seid also wachsam!« »Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!« Wach bleiben, bei allem, was wir sehen, und nach Gott ausschauen, nach Jesus ausschauen.
    Wach zu sein ist mehr, als nach dem Schlaf einer Nacht morgens die Augen aufzuschlagen. In einer Zeit der Stille und in den stillen Augenblicken, die in jedem Tag liegen, will ich darauf achten, was mir helfen kann, wach zu bleiben für das, was geschieht, und für Jesus, der bald kommt. Was er uns sagte, bleibt gültig. Auch wenn das, was das Wie angeht, anders aussehen mag, als wir denken.


Gebet

Treuer Gott, wir sehnen uns nach dir, deinem Kommen, deiner Rettung in unserer Welt und in unserm Leben. Öffne unsere Sinne, dass wir dir jeden Tag entgegenkommen und an deiner Treue und deinem Kommen nicht zweifeln. Wecke uns, lass uns nicht müde werden, dir zu glauben heute und alle Tage unseres Lebens. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • HYMNUS

    Macht hoch die Tür, die Tor macht weit,
    es kommt der Herr der Herrlichkeit,
    ein König aller Königreich,
    ein Heiland aller Welt zugleich,
    der Heil und Leben mit sich bringt;
    derhalben jauchzt, mit Freuden singt.
    Gelobet sei mein Gott,
    mein Schöpfer reich an Rat.

    Er ist gerecht, ein Helfer wert.
    Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,
    sein Königskron ist Heiligkeit,
    sein Zepter ist Barmherzigkeit;
    all unsre Not zum End’ er bringt;
    derhalben jauchzt, mit Freuden singt.
    Gelobet sei mein Gott,
    mein Heiland groß von Tat.

    Komm, o mein Heiland Jesu Christ,
    mein’s Herzens Tür dir offen ist.
    Ach zieh mit deiner Gnade ein,
    dein Freundlichkeit auch uns erschein.
    Dein Heil’ger Geist uns führ und leit
    den Weg zur ewgen Seligkeit.
    Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr.
    Georg Weißel (vor 1623);
    Strophen 1, 2, 5; GL 218 · KG 298 · EG 1 · CG 528 · EST 300

  • PSALM 1

    Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt, /
    nicht auf dem Weg der Sünder geht, *
    nicht im Kreis der Spötter sitzt,
    sondern Freude hat an der Weisung des Herrn, *
    über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht.
    Er ist wie ein Baum, *
    der an Wasserbächen gepflanzt ist,
    der zur rechten Zeit seine Frucht bringt *
    und dessen Blätter nicht welken.
    Alles, was er tut, *
    wird ihm gut gelingen.
    Nicht so die Frevler: *
    Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht.
    Darum werden die Frevler im Gericht nicht bestehen *
    noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten.
    Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten, *
    der Weg der Frevler aber führt in den Abgrund.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.
    PSALM-GEBET: Barmherziger Gott, in der Taufe hast du uns bei dir eingepflanzt. Hilf uns, zu wachsen und Frucht zu bringen.

  • LESUNG

    Jesaja 63,16b.19b; 64,3

    Du, Herr, bist unser Vater, »Unser Erlöser von jeher« wirst du genannt. Reiß doch den Himmel auf und komm herab, sodass die Berge zittern vor dir. Seit Menschengedenken hat man noch nie vernommen, kein Ohr hat gehört, kein Auge gesehen, dass es einen Gott gibt außer dir, der denen Gutes tut, die auf ihn hoffen. Ach, kämst du doch denen entgegen, die tun, was recht ist, und nachdenken über deine Wege.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

    Magnifikat öffnen...

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Gott, unsern Vater, der aller Welt seine Herrlichkeit offenbaren will, rufen wir an:
    V: Vater im Himmel. A: Wir bitten dich, erhöre uns.
    – Um Gottes Segen für die Kirche, dass sie nicht müde wird, auf sein Kommen zu warten.
    – Um Frieden in Afghanistan, dass dort Sicherheit und Versöhnung unter den Parteien wachsen.
    – Um Fortschritte im Umweltschutz, dass Gottes Schöpfung nicht zerstört wird.
    – Um Hilfe für unsere Kranken und gute Arbeitsbedingungen für Ärzte und Pflegende.

  • Vaterunser

    Gott ist der Gott, der da ist für alle, die auf ihn hoffen. In dieser Hoffnung beten wir das Gebet, das Jesus uns gelehrt hat: Vater unser im Himmel …


Segen

Gott, du bist uns nahe.
Er, der dies bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald. –
Amen. Komm, Herr Jesus!
Die Gnade des Herrn Jesus sei mit uns allen. Amen.
Vgl. Offenbarung 22,20b–21