Heute in Te Deum

Donnerstag · 21. Juni 2018

So soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein:
Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen,
sondern wird tun, was mir gefällt,
und ihm wird gelingen, wozu ich es sende.
Jesaja 55,11a

Aloisius Gonzaga Aloisius (* 1568) war der Sohn des Marchese von Gonzaga. Gegen den Widerstand seines Vaters verzichtete er auf die Markgrafschaft und trat in den Jesuitenorden ein. Er erkrankte bei der Pflege Pestkranker und starb am 21. Juni 1591 in Rom als »Märtyrer der Nächstenliebe«. Von Jugend an zeichnete sich Aloisius durch vielfältige Begabungen und außergewöhnlichen Lebensernst aus.
L: 1 Joh 5,1–5; E: Mt 22,34–40

Eva von Tiele-Winkler Eva von Tiele-Winkler (1866–1930) rief 1890 im Schloss Miechowitz in Schlesien eine Diakonissen-Schwesternschaft ins Leben. Bestärkt wurde sie in ihrem Vorhaben von Friedrich von Bodelschwingh, der sich der stark zum klösterlichen Leben und zur Mystik neigenden jungen Frau in Bethel annahm. Ein großes diakonisches Arbeitsfeld entwickelte sich aus ihrer Initiative bis hinein in die Chinamission.

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • Hymnus

    Öffne meine Augen, Herr,
    für die Wunder deiner Liebe.
    Mit dem Blinden rufe ich:
    Heiland, mache, dass ich sehe.

    Öffne meine Ohren, Herr,
    für den Anruf meiner Brüder.
    Lass nicht zu, dass sich mein Herz
    ihrer großen Not verschließe.

    Öffne meine Hände, Herr,
    Bettler stehn vor meiner Türe
    und erwarten ihren Teil.
    Christus, mache, dass ich teile.
    P. Vinzenz Stebler OSB (†1997)

  • CANTICUM

    Jesus Sirach 36,17–22

    Hab Erbarmen mit dem Volk, das deinen Namen trägt, *
    mit Israel, den du deinen Erstgeborenen nanntest.
    Hab Erbarmen mit deiner heiligen Stadt, *
    mit Jerusalem, dem Ort, wo du wohnst.
    Erfülle Zion mit deinem Glanz *
    und deinen Tempel mit deiner Herrlichkeit!
    Leg Zeugnis ab für das, was du ehedem verfügt hast; *
    erfülle die Weissagung, die in deinem Namen ergangen ist.
    Gib allen ihren Lohn, die auf dich hoffen, *
    und bestätige so deine Propheten!
    Erhöre das Gebet deiner Diener; *
    du hast doch Gefallen an deinem Volk.
    Alle Enden der Erde sollen erkennen: *
    Du bist der ewige Gott.
    CANTICUM-GEBET: Treuer Gott, du sendest deinem Volk Menschen, die uns den Weg zeigen. Bestätige ihre Worte, damit wir glauben.

  • Lesung

    Matthäus 6,7

    Jesus sprach zu seinen Jüngern: Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Euer himmlischer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet.

    Benedictus öffnen...

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Zu Jesus Christus, der uns Frieden verheißen hat, beten wir:
    A: Hilf uns, Herr und Bruder!
    ¬ Schenk uns heute ein mitfühlendes Herz.
    ¬ Bewahre uns in der Zuversicht.
    ¬ Stärke uns im Dienst an den Geschwistern.

  • Vaterunser

    Als Erdenbewohner und Gotteskinder erbitten wir die Zuwendung des Schöpfers und rufen: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Manchmal bin ich der Verzweiflung nahe,
    doch gerade dann kommt mir der Gedanke,
    dass es auch diesen Tag nur einmal gibt in meinem Leben.

    Eva von Tiele-Winckler (1866–1930; Angaben zur Biografie s. o.)


Segen

Gott und Schöpfer, gib deinen Segen.
Segne uns und schenke uns Gelassenheit.
Behüte uns und nimm uns unseren Kleinglauben.
Führe uns und lass uns frei werden,
damit wir das Wirken deines Geistes nicht hindern. Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Treuer Gott, dein Wort führe uns zur Hingabe an dich.


  • Lesung

    Jesus Sirach 48,1–14 (1–15)

    In jenen Tagen stand Elija auf, ein Prophet wie Feuer, seine Worte waren wie ein brennender Ofen. Er entzog ihnen ihren Vorrat an Brot, durch sein Eifern verringerte er ihre Zahl. Auf Gottes Wort hin verschloss er den Himmel und dreimal ließ er Feuer herniederfallen.
    Wie Ehrfurcht gebietend warst du, Elija, wer dir gleichkommt, kann sich rühmen.
    Einen Verstorbenen hast du vom Tod erweckt, aus der Unterwelt, nach Gottes Willen. Könige hast du ins Grab geschickt, Vornehme von ihren Lagern hinweg. Am Sinai hast du Strafbefehle vernommen, am Horeb Urteile der Rache. Könige hast du gesalbt für die Vergeltung und einen Propheten als deinen Nachfolger.
    Du wurdest im Wirbelsturm nach oben entrückt, in Feuermassen himmelwärts. Von dir sagt die Schrift, du stehst bereit für die Endzeit, um den Zorn zu beschwichtigen, bevor er entbrennt, um den Söhnen das Herz der Väter zuzuwenden und Jakobs Stämme wieder aufzurichten. Wohl dem, der dich sieht und stirbt; denn auch er wird leben.
    Elija ist im Wirbelsturm entschwunden, Elischa wurde mit seinem Geist erfüllt. Doppelt so viele Zeichen wirkte er, zu Wundern wurden alle Worte aus seinem Mund. Solange er lebte, hat er vor niemand gezittert, kein Sterblicher hatte Macht über seinen Geist. Nichts war für ihn unerreichbar, noch im Grab zeigte sein Leichnam Prophetenkraft. In seinem Leben vollbrachte er Wunder und bei seinem Tod erstaunliche Taten.

    Impuls

    Israel dankt Gott für diesen wunderbaren Propheten. Immer noch lobt Israel Gott dafür, dass Elija Wunder tat. Woche für Woche singt Israel am Ende des Sabbats über ihn. Jahr für Jahr füllt Israel den Becher des Elija am Sederabend. Ein Gedeck liegt für ihn auf dem Esstisch bereit. Elija gehört dazu. Elia erinnert an Gottes Größe und Macht über Leben und Tod. Elija ist der Bürge der Tradition und Feuerzeichen für die Zukunft. Er spricht zu den Söhnen und zu den Vätern, auch zu den Töchtern und den Müttern. Er erinnert daran, dass der Glaube eine Zukunft hat. Er steht auf der Schwelle zur Zukunft des Glaubens. Im Loblied auf ihn klingt auf, woher wir mit unserem Glauben kommen. Deswegen braucht nicht nur Israel die Erinnerung an Elija. Wir kommen her von den Wundern, die Gott durch die tat, die ihn bezeugen. Wir wären blind für die Zukunft des Glaubens ohne die Erinnerung an Elija, denn niemand könnte den erkennen, der uns die Zukunft brachte, wäre nicht Elija gewesen.

  • Evangelium

    Matthäus 6,7–15

    In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden, die meinen, sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen. Macht es nicht wie sie; denn euer Vater weiß, was ihr braucht, noch ehe ihr ihn bittet. So sollt ihr beten:
    Unser Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt, dein Reich komme, dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf der Erde. Gib uns heute das Brot, das wir brauchen. Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen.
    Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben. Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

    Impuls

    Vaterunser – ein Gebet, das nie zu Ende geht. Alles, was zum Leben gehört, ist in diesen wenigen Sätzen eingefangen. Alles, was uns leben und uns hoffen lässt, ist in den Bitten benannt. Genauso alles, was das Leben bedroht. Hunger und Schuld gefährden uns. Gottes Reich und Gottes Wille tragen uns. Es sind nur sieben Bitten. Alles, was wir Gott darüber hinaus bitten könnten, ist nur eine Variation dessen, was Jesus uns als Muster für unser Beten vorgesprochen hat. Gott ist wie ein liebender Vater, Gott ist wie eine fürsorgliche Mutter. Gott ist die einzige Adresse, bei der wir nicht irren oder versagen können. Keinen Augenblick müssen wir zögern, um das zu bitten, was uns Jesus vorbuchstabiert. Es genügen einfach diese sieben Bitten und alles ist gesagt, was wichtig ist. Nach dem Amen genügt ein Atemzug und die Beterinnen und Beter tauchen von Neuem in die Hoffnung auf Gottes Reich ein. Bis sich die Hoffnung vollendet hat und im Himmel und auf Erden wirklich ist, wiederholen wir die Bitten immer wieder. So lange, bis der Hunger aufhört, und so lange, bis alle Schuld vergeben ist, endet das Gebet nicht.


Gebet

Wir danken dir, Jesus Christus, denn du hast uns gelehrt, wie wir beten können. Wir danken dir für die Worte, die wir dir nachsprechen können. Wir danken dir, auch wenn wir mit unseren Fragen ringen. Wir danken dir, denn du bist es, durch den unsere Worte nicht ungehört verhallen. Wir danken dir, du bist unser Glück, hier und in der künftigen Welt. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • HYMNUS

    Wort Gottes, dessen Macht und Ruf
    im Urbeginn die Welt erschuf.
    Du bist der Anfang und das Ende.

    Der Himmel und die ganze Welt
    sind deiner Hoheit unterstellt.
    Du bist der Zeiten Lot und Wende.

    Die Weisheit baute sich ein Haus,
    darin spricht Gott sich selber aus
    und dieses Wort hat uns getroffen.

    Nun ist die Welt nicht mehr so leer,
    nicht mehr die Last so drückend schwer:
    Der Weg zum Vater steht uns offen. Amen.
    Vinzenz Stebler OSB († 1997), Stundenbuch

  • PSALM 86

    Verse 1–5

    Wende dein Ohr mir zu, erhöre mich, Herr! *
    Denn ich bin arm und gebeugt.
    Beschütze mich, denn ich bin dir ergeben! *
    Hilf deinem Knecht, der dir vertraut!
    Du bist mein Gott. Sei mir gnädig, o Herr! *
    Den ganzen Tag rufe ich zu dir.
    Herr, erfreue deinen Knecht; *
    denn ich erhebe meine Seele zu dir.
    Herr, du bist gütig und bereit zu verzeihen, *
    für alle, die zu dir rufen, reich an Gnade.
    PSALM-GEBET: Herr, du bist gnädig und barmherzig. Verzeih uns unsere Sünden und nimm uns wieder auf bei dir.

  • LESUNG

    Jesus Sirach 48,12ab

    Elija ist im Wirbelsturm entschwunden, Elischa wurde mit seinem Geist erfüllt. Doppelt so viele Zeichen wirkte er, zu Wundern wurden alle Worte aus seinem Mund.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben.

    Magnifikat öffnen...

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Dreifaltiger Gott, zu dir bringen wir die Not unserer Zeit:
    A: Herr, erbarme dich!
    ¬ Für alle Christen, deren Glaube müde geworden ist!
    ¬ Für die Ordensleute und für die Christen im diakonischen Dienst.
    ¬ Für alle, die unter Schulden oder Armut leiden.
    ¬ Für die Opfer der Naturkatastrophen unserer Zeit.

  • Vaterunser

    Mit Jesu Worten rufen wir zu Gott: Vater unser im Himmel …


Segen

Gott, dein guter Geist werde uns zum Segen.
Entflamme durch ihn in uns die Liebe.
Denn nur in deinem Segen wächst und gedeiht der Frieden.
Amen.