Heute in Te Deum

Montag · 6. Februar 2023

Als sie aus dem Boot stiegen, erkannten ihn die Leute alsbald. Markus 6,54

Paul Miki war einer der jungen Japaner, die im 16. Jahrhundert für die Mission in Japan ausgebildet wurden. Der damalige Herrscher tolerierte zunächst das Christentum, weil er darin Vorteile für den Handel mit dem Ausland sah. Unter dem Eindruck einer mit der Missionierung verbundenen europäischen Kolonialpolitik auf den nahen Philippinen verbot er später jedoch die Missionsarbeit. Ab 1587 begannen Verfolgungen der christlichen Gemeinschaft, die zu dieser Zeit bereits 160.000 Gläubige zählte. Am 6. Februar 1597 wurden in Nagasaki Paul Miki und seine Gefährten, zwei japanische Jesuiten, sechs spanische Franziskaner und 17 Franziskaner-Terziaren ihres Glaubens wegen gekreuzigt und verbrannt. Erst im 19. Jahrhundert war Japan wieder für die Missionsarbeit zugänglich. 1862 wurden Paul Miki und seine Gefährten heiliggesprochen.
L: Gal 2,19–20; E: Mt 28,16–20

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • Hymnus

    Allmächt’ger Schöpfer, Herr und Gott,
    der aller Dinge Ursprung ist,
    du hast die weite Welt erfüllt
    mit deiner Gaben Überfluss.

    Und da das große Werk vollbracht,
    hast du geruht am siebten Tag
    und hast geboten, dass auch wir
    ausruhn von unsrer Arbeit Last.

    Herr, mach uns offen für dein Wort
    und wende unsern Geist zu dir;
    hol uns in deinen Frieden heim;
    gib uns die Freude deines Heils.

    Dies schenk uns, Vater voller Macht,
    und du, sein Sohn und Ebenbild,
    die ihr in Einheit mit dem Geist
    die Schöpfung zur Vollendung führt. Amen.
    Nach »Rerum, Deus fons omnium«; Entstehungszeit unbekannt;
    Stundenbuch

  • PSALM 13

    Verse 2–6

    Wie lange noch, Herr, vergisst du mich ganz? *
    Wie lange noch verbirgst du dein Gesicht vor mir?
    Wie lange noch muss ich Schmerzen ertragen
    in meiner Seele, /
    in meinem Herzen Kummer Tag für Tag? *
    Wie lange noch darf mein Feind
    über mich triumphieren?
    Blick doch her, erhöre mich, Herr, mein Gott, *
    erleuchte meine Augen,
    damit ich nicht entschlafe und sterbe,
    damit mein Feind nicht sagen kann: *
    »Ich habe ihn überwältigt«,
    damit meine Gegner nicht jubeln, *
    weil ich ihnen erlegen bin.
    Ich aber baue auf deine Huld, *
    mein Herz soll über deine Hilfe frohlocken.
    Singen will ich dem Herrn,
    weil er mir Gutes getan hat.
    PSALM-GEBET: Starker Gott, dein Geist gebe uns die Kraft, dich in allem zu bezeugen. Hilf uns in aller Not, damit wir dich loben können.

  • Lesung

    Markus 6,56

    Und immer, wenn er in ein Dorf oder eine Stadt oder zu einem Gehöft kam, trug man die Kranken auf die Straße hinaus und bat ihn, er möge sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen. Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Der Herr hat uns errettet vor unseren Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen.

    Benedictus öffnen...

    Zur Aufnahme des gesungenen Benedictus mit monatlich wechselnder Antiphon.

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Jesus Christus, den Arzt aller, die auf ihn vertrauen, rufen wir an:
    A: Herr, sei uns gnädig.
    – Mach uns fähig, zu dir hin aufzubrechen.
    – Heile uns von Traurigkeit und Zorn.
    – Sei uns nahe und stärke uns auf unserem Weg.

  • Vaterunser

    Jesus Christus schenkt allen, die zu ihm kommen, Leben und Heil. Mit seinen Worten können wir zum Vater beten: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Liebt die ganze Schöpfung Gottes, das ganze All, wie jedes Sandkörnchen. Liebt jedes Blättchen und jeden Strahl Gottes. Liebt die Tiere, liebt jedes Gewächs und jedes Ding. Wenn du jedes Ding liebst, dann wird sich dir in den Dingen das Geheimnis Gottes offenbaren.

    F.-M. Dostojewski (1821–1881; russischer Schriftsteller)


Segen

Gott, allmächtiger Vater, segne uns.
Komme zu uns, wo immer wir auch sein mögen.
Rufe uns heraus, wenn wir uns verbergen.
Hole uns in deine Nähe und bleibe bei uns. Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Gott, mach uns bereit, dein Wort in uns aufzunehmen.


  • Lesung

    Genesis 1,1–19

    Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde; die Erde aber war wüst und wirr, Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser. Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. Gott sah, dass das Licht gut war. Gott schied das Licht von der Finsternis und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag.
    Dann sprach Gott: Ein Gewölbe entstehe mitten im Wasser und scheide Wasser von Wasser. Gott machte also das Gewölbe und schied das Wasser unterhalb des Gewölbes vom Wasser oberhalb des Gewölbes. So geschah es und Gott nannte das Gewölbe Himmel. Es wurde Abend und es wurde Morgen: zweiter Tag.
    Dann sprach Gott: Das Wasser unterhalb des Himmels sammle sich an einem Ort, damit das Trockene sichtbar werde. So geschah es. Das Trockene nannte Gott Land und das angesammelte Wasser nannte er Meer. Gott sah, dass es gut war. Dann sprach Gott: Das Land lasse junges Grün wachsen, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, und von Bäumen, die auf der Erde Früchte bringen mit ihrem Samen darin. So geschah es. Das Land brachte junges Grün hervor, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, alle Arten von Bäumen, die Früchte bringen mit ihrem Samen darin. Gott sah, dass es gut war. Es wurde Abend und es wurde Morgen: dritter Tag.
    Dann sprach Gott: Lichter sollen am Himmelsgewölbe sein, um Tag und Nacht zu scheiden. Sie sollen Zeichen sein und zur Bestimmung von Festzeiten, von Tagen und Jahren dienen; sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, die über die Erde hin leuchten. So geschah es. Gott machte die beiden großen Lichter, das größere, das über den Tag herrscht, das kleinere, das über die Nacht herrscht, auch die Sterne. Gott setzte die Lichter an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde hin leuchten, über Tag und Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis scheiden. Gott sah, dass es gut war. Es wurde Abend und es wurde Morgen: vierter Tag.

    Impuls

    »Gottes Geist schwebte über dem Wasser.« Anders gesagt, ist hier ausgedrückt, dass Gottes Geist in seiner Schöpfung wirkt und Ordnung in die Materie bringt, die am Anfang ein großes Wasser gewesen sein wird. Alles erhält seinen Platz und seine Ordnung. Leben entfaltet sich. Natürlich wissen wir heute, dass die Schöpfung ein Prozess von Milliarden und Millionen von Jahren gewesen ist und Schöpfung immer noch geschieht, weil die Erde, die Schöpfung sich in einem ständigen Wandlungs-, Evolutions-, Entwicklungsprozess befindet. Der Mensch eingeschlossen. Jesus wird später sagen, dass Gott Geist ist und wahre Anbetung im Geist geschieht (vgl. Joh 4,24). Dann aber – wenn denn der Geist auch im Menschen wirkt – ist der Mensch, ist Schöpfung im Geist eins mit Gott. Oft wird gesagt, dass der Mensch klein sei, ein Sünder, und Gott an einem Ort wohnt, wohin der Mensch nicht gelangen kann. Wie aber ändert es den Blick auf mich selber und andere, wenn ich bedenke, dass Gottes Geist in mir wirkt, ich ihn im Geist anbete, dass ich mit Gott stets verbunden bin und in seiner Kraft durch diesen neuen Tag gehen kann. Der Geist schafft mich jeden Tag neu, lässt mich aufstehen, wenn ich hingefallen bin, und entwickelt mich stets weiter.

  • Evangelium

    Markus 6,53–56

    In jener Zeit fuhren Jesus und seine Jünger auf das Ufer zu, kamen nach Gennesaret und legten dort an.
    Als sie aus dem Boot stiegen, erkannte man ihn sofort. Die Menschen eilten durch die ganze Gegend und brachten die Kranken auf Tragbahren zu ihm, sobald sie hörten, wo er war.
    Und immer, wenn er in ein Dorf oder eine Stadt oder zu einem Gehöft kam, trug man die Kranken auf die Straße hinaus und bat ihn, er möge sie wenigstens den Saum seines Gewandes berühren lassen.
    Und alle, die ihn berührten, wurden geheilt.

    Impuls

    Heilung, geheilt werden, heil werden – was meint das? Sicher soll und kann eine körperliche Heilung von Krankheiten, Leiden und Gebrechen in der Begegnung mit und der Berührung von Jesus nicht ausgeschlossen werden. Jesus zu berühren, mit ihm Verbindung aufnehmen, hat aber eine ganzheitliche Bedeutung. Wir spüren es dem Wort »heil« schon an, dass in ihm mehr gesagt wird als eine physische Heilung. Wenn wir sagen, da ist jemand heil geworden, heißt das auch, dass seine Seele heiler geworden ist. Das kann sie dann, wenn sie sich über diese Welt hinaus ausbreiten darf, wenn der Abgrund dieser Welt, das Dunkel überwunden wird – wenn der Mensch nicht mehr alles Glück von irdischen Dingen abhängig macht und anerkennt, dass es mehr gibt als alles Sichtbare, Fassbare, Materielle. In der Romantik hat Joseph von Eichendorff gedichtet: »Es war als hätt der Himmel die Erde still geküsst, dass sie im Blütenschimmer von ihm nun träumen müsst. Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus.« In Jesus hat Gott, hat der Himmel die Erde geküsst, berührt. In der Begegnung mit ihm, im Gebet, in der Meditation, in der Schriftlesung kann und darf meine Seele vertrauensvoll ihre Schwingen ausbreiten, sich zuhause fühlen und ein wenig heiler werden.


Gebet

Gott, du willst das Heil aller Menschen. Menschen, die Jesus berührt haben, durften Heilung erfahren. Wenn wir in Zeiten der Stille, des Gebets, des Gottesdienstes unserer Verbundenheit mit dir Raum geben, dann lass uns deine Nähe spüren, von deiner Kraft erfüllt sein und gestärkt unsere Wege gehen. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • HYMNUS

    Ich will, solang ich lebe,
    Gott rühmen immerdar.
    Mein Herz ihm Ehre gebe,
    der mir so gnädig war.
    Mein Mund soll allezeit
    des Herren Ruhm verkünden,
    denn Arme bei ihm finden
    in Trübsal, Trost und Freud.

    Preist mit mir Gott, den Herren!
    Gemeinsam lasst uns laut
    den Namen Gottes ehren!
    Wohl dem, der auf ihn traut!
    Ich rief in meiner Not,
    als in Gefahr mein Leben
    von Feinden war umgeben,
    half mir der treue Gott.

    Auch wer Gott treu ergeben,
    geht noch durch manche Not
    und dennoch darf er leben:
    Er wird bewahrt von Gott.
    In seiner großen Huld
    lässt Gott, die ihm vertrauen,
    auch seine Hilfe schauen,
    löst sie von aller Schuld.
    Cornelius Becker (1561–1604)

  • PSALM 104

    Verse 1–2.3b–9

    Lobe den Herrn, meine Seele! /
    Herr, mein Gott, wie groß bist du! *
    Du bist mit Hoheit und Pracht bekleidet.
    Du hüllst dich in Licht wie in ein Kleid, *
    du spannst den Himmel aus wie ein Zelt.
    Du verankerst die Balken deiner Wohnung im Wasser. /
    Du nimmst dir die Wolken zum Wagen, *
    du fährst einher auf den Flügeln des Sturmes.
    Du machst dir die Winde zu Boten *
    und lodernde Feuer zu deinen Dienern.
    Du hast die Erde auf Pfeiler gegründet; *
    in alle Ewigkeit wird sie nicht wanken.
    Einst hat die Urflut sie bedeckt wie ein Kleid, *
    die Wasser standen über den Bergen.
    Sie wichen vor deinem Drohen zurück, *
    sie flohen vor der Stimme deines Donners.
    Da erhoben sich Berge und senkten sich Täler *
    an den Ort, den du für sie bestimmt hast.
    Du hast den Wassern eine Grenze gesetzt, /
    die dürfen sie nicht überschreiten; *
    nie wieder sollen sie die Erde bedecken.
    PSALM-GEBET: Gott, unser Schöpfer, du hast in Weisheit alles erschaffen. Hilf uns, deine Größe zu erkennen und dich zu loben.

  • LESUNG

    Genesis 1,17–18

    Gott setzte die Lichter an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde hin leuchten, über Tag und Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis scheiden. Gott sah, dass es gut war.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Der Herr zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.

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    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Gott, unseren Vater, der alles erschaffen hat und erhält, rufen wir an:
    A: Höre auf die Bitten deines Volkes.
    – Für den Dialog zwischen Naturwissenschaften und Theologie.
    – Für die Verantwortlichen im Finanz- und Wirtschaftswesen.
    – Für alle Gruppen, die sich für den Umweltschutz einsetzen.
    – Für alle Menschen, die auf unser Gebet vertrauen.

  • Vaterunser

    Auf viele Weisen und mit vielen Gebeten haben Menschen Gott gesucht. Gott selber lehrt uns beten. So beten wir mit den Worten Jesu: Vater unser im Himmel …


Segen

Gott, lege dein Wort in uns.
Beschütze uns mit den Flügeln deiner Engel.
Erfülle uns mit deiner Herrlichkeit.
Mache uns zu deinem Tempel und segne uns. Amen.