Heute in Te Deum

Sonntag · 19. Mai 2019

5. SONNTAG DER OSTERZEIT
KANTATE

Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid,
wenn ihr Liebe untereinander habt.
Johannes 13,35

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • Hymnus

    Freu dich, du werte Christenheit,
    der Herr hat überwunden.
    Die große Marter, Schmerz und Leid,
    das alles ist verschwunden.
    Von Satans Joch sind wir befreit,
    drum jauchze ihm, o Christenheit,
    ein fröhlich Halleluja!

    Dies ist der hohe Ostertag:
    Auf, juble ihm entgegen!
    Des Kreuzes Schande, Hohn und Schmach
    verwandelt sich in Segen.
    Hebt eure Häupter froh empor
    und singet mit der Engel Chor:
    Triumph dem Überwinder!

    Wir loben dich, Herr Jesus Christ,
    dass es mit Jubel schalle,
    weil du vom Tod erstanden bist
    als Hoffnung für uns alle;
    dem Vater Lob und Herrlichkeit
    und auch dem Geist der Einigkeit
    so jetzt und immer. Amen.
    Breslau (1478); CG 661

  • PSALM 33

    Verse 1–2.4–5.18–22

    Ihr Gerechten, jubelt vor dem Herrn; *
    für die Frommen ziemt es sich, Gott zu loben.
    Preist den Herrn mit der Zither, *
    spielt für ihn auf der zehnsaitigen Harfe!
    Denn das Wort des Herrn ist wahrhaftig, *
    all sein Tun ist verlässlich.
    Er liebt Gerechtigkeit und Recht, *
    die Erde ist erfüllt von der Huld des Herrn.
    Doch das Auge des Herrn ruht auf allen,
    die ihn fürchten und ehren, *
    die nach seiner Güte ausschaun;
    denn er will sie dem Tod entreißen *
    und in der Hungersnot ihr Leben erhalten.
    Unsre Seele hofft auf den Herrn, *
    er ist für uns Schild und Hilfe.
    Ja, an ihm freut sich unser Herz, *
    wir vertrauen auf seinen heiligen Namen.
    Lass deine Güte über uns walten, o Herr, *
    denn wir schauen aus nach dir.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.
    PSALM-GEBET: Allmächtiger Gott, du zeigst uns deinen Weg und wir dürfen ihm vertrauen. Gib uns die Kraft, ihn zu gehen und ihn nie zu verlassen, bis wir das Leben bei dir finden.

  • Lesung

    Johannes 13,34

    In jener Zeit sagte Jesus: Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht und Gott ist in ihm verherrlicht.

    Benedictus öffnen...

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Jesus Christus, den der Vater bei sich verherrlicht hat, bitten wir:
    A: Herr, erbarme dich.
    ¬ Hilf uns, einander zu lieben.
    ¬ Mach uns offen für die Sorgen und Nöte anderer Menschen.
    ¬ Gib uns einst Anteil an deiner Herrlichkeit.

  • Vaterunser

    Jesus Christus geht uns voraus zum Vater. Wir dürfen ihm folgen und Gottes Reich erben. So beten wir: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Entfällt sonntags.


Segen

Gott, segne uns mit deiner Liebe,
damit wir einander lieben können.
Vertreibe die Dunkelheit und segne uns mit deinem Licht.
Segne unser Leben, damit wir dich verherrlichen
und Erben deiner Herrlichkeit werden. Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Gott, komm in unser Leben durch dein Wort und bleibe bei uns.


  • 1. Lesung

    Apostelgeschichte 14,21b–27°

    In jenen Tagen kehrten Paulus und Bárnabas nach Lystra, Ikónion und Antióchia zurück. Sie stärkten die Seelen der Jünger und ermahnten sie, treu am Glauben festzuhalten; sie sagten: Durch viele Drangsale müssen wir in das Reich Gottes gelangen.
    Sie setzten für sie in jeder Gemeinde Älteste ein und empfahlen sie unter Gebet und Fasten dem Herrn, an den sie nun glaubten.
    Nachdem sie durch Pisídien gezogen waren, kamen sie nach Pamphylien, verkündeten in Perge das Wort und gingen dann nach Attália hinab. Von dort segelten sie nach Antióchia, wo man sie für das Werk, das sie nun vollbracht hatten, der Gnade Gottes übereignet hatte.
    Als sie dort angekommen waren, riefen sie die Gemeinde zusammen und berichteten alles, was Gott mit ihnen zusammen getan und dass er den Heiden die Tür zum Glauben geöffnet hatte.

    Impuls

    Der erste Kreis schließt sich: In Antiochia hat die erste Missionsreise des Paulus begonnen, sie führte ihn nach Zypern und in das Gebiet der heutigen südlichen Türkei, in Antiochia endet sie nun wieder. Was diese Reise Paulus und Barnabas an Anstrengungen und Entbehrungen auferlegt hat, kann man nur erahnen, erst recht, wenn man sich vorstellt, dass noch weitere wesentlich größere Reisen folgten, zwei nach Griechenland und zuletzt als Gefangener nach Rom. Dass die Namen vieler Orte Urlaubsstimmung in uns auslösen, Attalia (Antalya), Rhodos, Kreta, Athen, Malta etc., entrückt uns die gewaltige Leistung des Paulus und seiner Gefährten noch mehr. Für Strände und Naturschönheiten hatten sie keinen Sinn und keine Zeit. Zum Preisen der Schöpfung, die für sie »in Geburtswehen« (Röm 8,22) lag, ebenso wenig. Sie reisten vermutlich ohne jeglichen Komfort, waren Räubern, Tieren, Hitze und Kälte ausgesetzt. Doch wir erfahren darüber kaum ein Wort. Es ging ihnen nur um eins: möglichst schnell möglichst viele für Christus zu gewinnen. Die Zeugnisse davon verehren und rezipieren wir heute als heilige Texte. Doch ich frage mich: Wie hätte Paulus reagiert, wenn man ihn in einer Zukunftsvision hätte wissen lassen, dass dort, wo er das Evangelium verkündete, zweitausend Jahre später zigtausende Menschen, auch Christen aus Europa, im Meer plantschen und wochenlang nackt in der Sonne liegen? Er hätte wahrscheinlich die Welt nicht mehr verstanden.
    Über die Zeiten hinweg bekennen wir gemeinsam mit Paulus den Gott, der Mensch geworden ist. Und doch: Die Zeit zwischen seiner Verkündigung und unserem Leben dehnt sich gewaltig, manchmal bis zum Zerreißen.

  • 2. Lesung

    Offenbarung 21,1–5a°

    Ich, Johannes, sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, auch das Meer ist nicht mehr.
    Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen; sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat.
    Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein.
    Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.
    Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu.

    Impuls

    Das Wunder der Schöpfung ist nicht genug zu preisen. Und dass überhaupt etwas ist und nicht nichts, wie die klassische Philosophie es formulierte, nicht genug zu bestaunen. Und wenn das kosmisch Unwahrscheinliche einmal vor langer Zeit geschah, dass so Kompliziertes und Komplexes wie Leben, pflanzliches, tierisches und gar menschliches, entstehen konnte, warum dann nicht noch einmal? Und diesmal noch besser, gerechter, vollkommener und mit einem neuen verwandelten Leben? Bei Gott ist nichts unmöglich. Und ebenso wenig dem, der glaubt. Glauben wir also, so wird es geschehen. Denn zu schön, zu tröstlich, zu herzerhebend ist diese Vision von der göttlichen Wandlung der Schöpfung, als dass sie unwahr sein könnte. Und wäre sie auch nur wahr für unsere Seele, so wäre das schon viel. Denn wo Verwandlung geglaubt wird, ereignet sie sich schon.

  • Evangelium

    Johannes 13,31–33a.34–35°

    Als Judas vom Mahl hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht und Gott ist in ihm verherrlicht. Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen und er wird ihn bald verherrlichen.
    Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.

    Impuls

    Sind diese Worte nicht für Judas bestimmt? Oder warum spricht Jesus sie erst, als »der Verräter« hinausgegangen ist? Weil dieser vom »Verherrlichen« oder von der Liebe ohnehin nichts verstünde? Auch auf dem Berg der Verklärung war er nicht dabei. Was wollte Judas? Umsturz, Volksaufstand, den historischen Eklat? Ein Ereignis für die Geschichtsbücher? Das kam, allerdings anders, als er es erwartet hatte. Eine Nummer kleiner, als er dachte, und zugleich einige Nummern größer.


Gebet

Gott, Sohn und Vater, dich in unseren heiligen Schriften zu finden und deine Spur in unserem Leben aufzuspüren, beides ist manchmal gleich schwer und mühsam. Lass unser Suchen und unser Sehnen stets umschlossen sein davon, dass du uns schon gefunden hast. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • HYMNUS

    Freue dich, Himmel, juble, Mutter Kirche!
    All ihr Erlösten, klatschet in die Hände:
    Groß ist das Wunder, das der Herr getan hat:
    Groß und erhaben.

    Er, der gekreuzigt und begraben wurde,
    ist auferstanden, so wie er gesagt hat:
    Christus, der Herrscher Himmels und der Erde,
    Herr ist sein Name.

    Satan und Sünde, Kummer und Verderben,
    Sorgen und Ängste, Bitterkeit und Tränen,
    jede Gewalttat, alle dunklen Mächte
    weichen der Sonne.

    Nichts kann uns scheiden von der Liebe Christi,
    denn er ist stärker als die Macht des Bösen:
    Nichts kann ihm trotzen, weder Grab noch Riegel:
    Er ist allmächtig.

    Lob sei dem Vater, der den Sohn erweckt hat,
    Lob sei dem Geiste, Unterpfand des Heiles.
    Ihn, den Dreieinen, lobet und verherrlicht,
    Amen, ja Amen.
    Stundengebet Abtei Kellenried

  • CANTICUM

    Römer 8,31–35.37

    Ist Gott für uns, *
    wer ist dann gegen uns?
    Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, /
    sondern ihn hingegeben für uns alle; *
    wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
    Wer kann die Erwählten Gottes beschuldigen? *
    Gott ist es, der gerecht macht.
    Wer kann sie verurteilen? /
    Christus Jesus ist gestorben und wurde auferweckt, *
    er sitzt zur Rechten Gottes und tritt für uns ein.
    Was kann uns scheiden von der Liebe Christi? /
    Bedrängnis oder Not oder Verfolgung, *
    Hunger oder Kälte, Gefahr oder Schwert?
    Doch all das überwinden wir *
    durch den, der uns geliebt hat.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.
    CANTICUM-GEBET: Starker Gott, dein Wort gewinne Kraft in der ganzen Welt und in unserem Leben. Es mache uns fähig, Teil des geistigen Hauses zu werden, das auf dem Eckstein Jesus Christus aufgebaut ist.

  • LESUNG

    Offenbarung 21,3–4

    Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.

    Magnifikat öffnen...

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Gott, unseren Vater, der alles geschaffen hat und alles in sich vollenden will, rufen wir an:
    V: Gott, unser Vater. A: Wir bitten dich, erhöre uns.
    ¬ Um Gottes Kraft für alle Christen, die sich heute zum Gebet versammeln.
    ¬ Um die Wahrnehmung ihrer Verantwortung für die Politiker in unserem Land.
    ¬ Um geduldige Zuversicht für alle, die sich im Umweltschutz engagieren.
    ¬ Um Hoffnung für die Menschen, die Angst vor der Zukunft haben.

  • Vaterunser

    Jesus Christus ist in unserer Mitte gegenwärtig. Wir beten mit seinen Worten: Vater unser im Himmel …


Segen

Gott, segne unsere Mitwirkung am Aufbau deines Reiches.
Tröste uns in unserem Kummer über den unheilvollen
Zustand unserer Welt.
Mache alles neu durch die Sendung deines Geistes,
der das Antlitz der Erde erneuert. Amen.