Heute in Te Deum

Samstag · 24. Oktober 2020

Ich sage euch: Nein; sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet
ihr alle ebenso umkommen.
Lukas 13,3

Antonius Maria Claret (1807–1870) sollte Weber werden wie sein Vater, setzte aber seinen Wunsch durch, Priester zu werden. Er wurde Missionar, Prediger, Beichtvater, Exerzitienleiter und gab Tausende Kleinschriften und Flugblätter heraus. Zusammen mit fünf Mitbrüdern gründete er die Missionskongregation der Söhne des Unbefleckten Herzens Mariens, die Claretiner. Er wurde zum Missionsbischof von Kuba ernannt, wo er das jahrzehntelang vernachlässigte kirchliche Leben erneuerte und sich zugleich um das Sozialwesen kümmerte. Zusammen mit Mutter Antonia Paris gründete er einen weiblichen Ordenszweig. Königin Isabella II. berief ihn nach Spanien zurück, wo er ihr Beichtvater wurde. Sein Einfluss bekehrte das Hofleben. Er konnte seine Möglichkeiten auch für Gründungen von Ordensniederlassungen und Predigtreisen nutzen. Als die Königin ins Exil musste, ging er mit. Politisch verfolgt und krank, starb er in Südfrankreich.
L: Jes 52,7–10; E: Mk 1,14–20

Tag der Vereinten Nationen Am 24. Oktober 1945 trat die Charta der Vereinten Nationen in Kraft. Dieser Tag wird weltweit als Tag der Vereinten Nationen gefeiert. Die UN-Dekade »Bildung für nachhaltige Entwicklung« (2005–2014) wurde ausgerufen, weil Bildung eine wichtige Voraussetzung dafür ist, globale Herausforderungen zu meistern und eine lebenswerte Zukunft für folgende Generationen zu sichern. Bildung ist der Schlüssel zur Zukunft.

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • Hymnus

    Dir ziemt das Lob,
    Vater, der du reich bist
    an aller Pracht.

    Aber nicht weniger Ehre ziemt
    dir, dem Sohn,
    und dir, dem Heiligen Geist.

    Eure Herrschaft und Werke sind gleich
    von Ewigkeit bis in Ewigkeit.

    Dies ist die Dreiheit und Einigkeit,
    da drei sind einer
    und einer drei:
    Vater und Sohn und Heiliger Geist. Amen.
    Nach »Te decet laus« (10. Jh.)

  • PSALM 80

    Verse 8–16.20

    Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! *
    Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.
    Du hobst in Ägypten einen Weinstock aus, *
    du hast Völker vertrieben, ihn aber eingepflanzt.
    Du schufst ihm weiten Raum; *
    er hat Wurzeln geschlagen und das ganze Land erfüllt.
    Sein Schatten bedeckte die Berge, *
    seine Zweige die Zedern Gottes.
    Seine Ranken trieb er hin bis zum Meer *
    und seine Schösslinge bis zum Eufrat.
    Warum rissest du seine Mauern ein? *
    Alle, die des Weges kommen, plündern ihn aus.
    Der Eber aus dem Wald wühlt ihn um, *
    die Tiere des Feldes fressen ihn ab.
    Gott der Heerscharen, wende dich uns wieder zu! *
    Blick vom Himmel herab und sieh auf uns!
    Sorge für diesen Weinstock *
    und für den Garten, den deine Rechte gepflanzt hat.
    Herr, Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! *
    Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.
    PSALM-GEBET: Barmherziger Gott, du hast uns als deinen Weinstock gepflanzt. Behüte ihn und bewahre uns davor, uns je von ihm zu lösen.

  • Lesung

    Lukas 13,8–9

    Der Weingärtner erwiderte: Herr, lass den Baum dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er doch noch Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Ich bin herabgestiegen, um sie der Hand der Ägypter zu entreißen und aus jenem Land hinaufzuführen in ein schönes, weites Land, in ein Land, in dem Milch und Honig fließen.

    Benedictus öffnen...

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Gott, unseren Vater, der die Schuld vergibt und neues Leben schenkt, bitten wir:
    A: Gott, sei uns gnädig.
    – Hilf uns zu erkennen, wo wir unser Leben ändern müssen.
    – Geh mit uns nicht ins Gericht, sondern führe uns zur Umkehr.
    – Mach auch uns bereit, anderen eine neue Chance zu geben.

  • Vaterunser

    Gott weiß um das Böse in unserem Leben, doch er verzeiht die Schuld und führt uns zur Umkehr. Wir beten, wie uns Jesus Christus gelehrt hat: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Jeder Psychiater kann ein Lied davon singen, dass die meisten Menschen ein Leben lang gegen dieselben Fehler ankämpfen müssen. Entscheidend ist nicht, ob der Mensch schon wieder in die gleiche Grube fiel, sondern wie ernsthaft er entschlossen und bemüht ist, morgen nicht hineinzufallen.

    Raphael M. Bonelli (* 1968; österreichischer Neurowissenschaftler und Psychiater)


Segen

Gott, segne uns mit Geduld,
dass wir nicht aufhören, an unseren Fehlern zu arbeiten.
Segne uns mit Geduld, dass wir mit den Schwächen der
anderen Nachsicht haben.
Segne uns durch die Geduld, die du mit uns hast. Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Gütiger Gott, schenke uns deine Gnade durch dein Wort.


  • Lesung

    Epheser 4,7–16

    Schwestern und Brüder! Jeder von uns empfing die Gnade in dem Maß, wie Christus sie ihm geschenkt hat.
    Deshalb heißt es: Er stieg hinauf zur Höhe und erbeutete Gefangene, er gab den Menschen Geschenke.
    Wenn er aber hinaufstieg, was bedeutet dies anderes, als dass er auch zur Erde herabstieg? Derselbe, der herabstieg, ist auch hinaufgestiegen bis zum höchsten Himmel, um das All zu beherrschen.
    Und er gab den einen das Apostelamt, andere setzte er als Propheten ein, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes zu rüsten, für den Aufbau des Leibes Christi. So sollen wir alle zur Einheit im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, damit wir zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen.
    Wir sollen nicht mehr unmündige Kinder sein, ein Spiel der Wellen, hin und her getrieben von jedem Widerstreit der Meinungen, dem Betrug der Menschen ausgeliefert, der Verschlagenheit, die in die Irre führt.
    Wir wollen uns, von der Liebe geleitet, an die Wahrheit halten und in allem wachsen, bis wir ihn erreicht haben. Er, Christus, ist das Haupt. Durch ihn wird der ganze Leib zusammengefügt und gefestigt in jedem einzelnen Gelenk. Jedes trägt mit der Kraft, die ihm zugemessen ist. So wächst der Leib und wird in Liebe aufgebaut.

    Impuls

    Paulus beschreibt hier, wie jeder Mensch von Christus seine eigene Gabe empfangen hat, die er zum »Leib« der Gemeinschaft aller Gläubigen beibringen kann. Im Glauben an Jesus Christus sollen wir nicht Einzelgänger und Eigenbrötler sein, sondern ungemein vielfältige »Glieder« einer großen lebendigen Gemeinschaft, die »Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellt«. Das ist ein sehr hoher Anspruch. Jede und jeder von uns Christen kann und muss sich fragen, was er wie zum Ganzen beiträgt.

  • Evangelium

    Lukas 13,1–9°

    Zu jener Zeit kamen einige Leute und berichteten Jesus von den Galiläern, deren Blut Pilatus mit dem ihrer Opfertiere vermischt hatte.
    Und er antwortete ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer größere Sünder waren als alle anderen Galiläer, weil das mit ihnen geschehen ist? Nein, sage ich euch, vielmehr werdet ihr alle genauso umkommen, wenn ihr nicht umkehrt.
    Oder jene achtzehn Menschen, die beim Einsturz des Turms am Schilóach erschlagen wurden – meint ihr, dass sie größere Schuld auf sich geladen hatten als alle anderen Einwohner von Jerusalem? Nein, sage ich euch, vielmehr werdet ihr alle ebenso umkommen, wenn ihr nicht umkehrt.
    Und er erzählte ihnen dieses Gleichnis: Ein Mann hatte in seinem Weinberg einen Feigenbaum gepflanzt; und als er kam und nachsah, ob er Früchte trug, fand er keine.
    Da sagte er zu seinem Winzer: Siehe, jetzt komme ich schon drei Jahre und sehe nach, ob dieser Feigenbaum Früchte trägt, und finde nichts. Hau ihn um! Was soll er weiter dem Boden seine Kraft nehmen?
    Der Winzer erwiderte: Herr, lass ihn dieses Jahr noch stehen; ich will den Boden um ihn herum aufgraben und düngen. Vielleicht trägt er in Zukunft Früchte; wenn nicht, dann lass ihn umhauen!

    Impuls

    Die Botschaft dieses Textes ist: »Wer nicht von seinem destruktiven Verhalten umkehrt, läuft ins eigene Verderben.« Das ist in unserer heutigen Zeit ein brandaktuelles Thema, das jeden Menschen angeht und die Menschengemeinschaft als Ganze. Dass es jeden Menschen angeht, steckt in der Aussage Jesu: »Meint ihr, dass diese Galiläer (die Pilatus hingerichtet hatte) größere Sünder waren als alle anderen Galiläer, weil das mit ihnen geschehen ist? Nein, sage ich euch, vielmehr werdet ihr alle genauso umkommen, wenn ihr nicht umkehrt.«


Gebet

Herr, lass deine Welt nicht bloß noch dieses Jahr stehen, sondern hab große Geduld mit uns und gib uns noch mehr Zeit als nur ein Jahr. Sieh auf die vielen Menschen, die sich für eine bessere Welt engagieren. Begleite, inspiriere und segne sie, damit ihr Bemühen Frucht trägt und du so wie am Anfang schließlich auch am Ende sagen kannst, dass alles, was du gemacht hast, wieder gut ist (vgl. Genesis 1,31).

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • HYMNUS

    Dich, hoher Schöpfer,
    lobe der Mensch mit
    Leib und Seele,
    Heil sich erhoffend.
    Klein und gering nur
    steht er im Weltall.

    Doch er allein trägt,
    Schöpfer, dein Abbild
    leuchtend im Geiste,
    wenn er im Leben
    lauteren Herzens,
    Höchster, dir huldigt.

    Gott unsrer Seele,
    Licht unsres Lebens,
    Lob unsrer Lippen:
    Fülle das Herz uns,
    dass wir dich lieben,
    Vater im Himmel.
    Nach »Te homo laudet«; Alkuin († 804)

  • PSALM 1

    Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt, /
    nicht auf dem Weg der Sünder geht, *
    nicht im Kreis der Spötter sitzt,
    sondern Freude hat an der Weisung des Herrn, *
    über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht.
    Er ist wie ein Baum, *
    der an Wasserbächen gepflanzt ist,
    der zur rechten Zeit seine Frucht bringt *
    und dessen Blätter nicht welken.
    Alles, was er tut, *
    wird ihm gut gelingen.
    Nicht so die Frevler: *
    Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht.
    Darum werden die Frevler im Gericht nicht bestehen *
    noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten.
    Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten, *
    der Weg der Frevler aber führt in den Abgrund.
    PSALM-GEBET: Allmächtiger Gott, du hast auch uns als deine Jünger berufen. Schenke uns die Freude an dir, die uns aus dir leben lässt.

  • LESUNG

    Epheser 4,1–3

    Ich, der ich um des Herrn willen im Gefängnis bin, ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging. Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    So sag zu den Israeliten: Jahwe, der Gott eurer Väter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt.

    Magnifikat öffnen...

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Gott, der den Samen sät und das Wachstum gibt, rufen wir an:
    A: Wir bitten dich, erhöre uns.
    – Für alle, die als Nachfolger der Apostel die Kirche leiten.
    – Für ein Zusammenwachsen Europas in Solidarität und Toleranz.
    – Für Menschen, die von Alkohol oder Drogen abhängig sind.
    – Für medizinische Wissenschaftler, die einen Impfstoff und Medikamente gegen Covid-19 suchen.

  • Vaterunser

    Gott legt seinen Geist in unser Herz. So können wir seinen Willen tun und voll Freude zu ihm beten: Vater unser im Himmel …


Segen

Gott, segne uns durch deinen Geist, der in uns wirkt.
Segne uns durch deinen Geist, der uns mit dir verbindet.
Segne uns durch deinen Geist, der uns das Leben gibt. Amen.