Heute in Te Deum

Sonntag · 22. Juli 2018

16. SONNTAG IM JAHRESKREIS
8. SONNTAG NACH TRINITATIS

Und sie fuhren in einem Boot an eine einsame Stätte für sich
allein.
Markus 6,32

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • Hymnus

    Ehre sei Gott in der Höhe
    und Friede auf Erden
    den Menschen seiner Gnade.
    Wir loben dich,
    wir preisen dich,
    wir beten dich an,
    wir rühmen dich und danken dir,
    denn groß ist deine Herrlichkeit:
    Herr und Gott, König des Himmels,
    Gott und Vater, Herrscher über das All.
    Herr, eingeborener Sohn, Jesus Christus.
    Herr und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters,
    du nimmst hinweg die Sünde der Welt:
    erbarme dich unser;
    du nimmst hinweg die Sünde der Welt:
    nimm an unser Gebet;
    du sitzest zur Rechten des Vaters:
    erbarme dich unser.
    Denn du allein bist der Heilige,
    du allein der Herr,
    du allein der Höchste:
    Jesus Christus,
    mit dem Heiligen Geist,
    zur Ehre Gottes des Vaters. Amen.

  • PSALM 119

    Verse 89–96

    Herr, dein Wort bleibt auf ewig, *
    es steht fest wie der Himmel.
    Deine Treue währt von Geschlecht zu Geschlecht; *
    du hast die Erde gegründet, sie bleibt bestehen.
    Nach deiner Ordnung bestehen sie bis heute *
    und dir ist alles dienstbar.
    Wäre nicht dein Gesetz meine Freude, *
    ich wäre zugrunde gegangen in meinem Elend.
    Nie will ich deine Befehle vergessen; *
    denn durch sie schenkst du mir Leben.
    Ich bin dein, errette mich! *
    Ich frage nach deinen Befehlen.
    Frevler lauern mir auf, um mich zu vernichten; *
    doch mein Sinn achtet auf das, was du gebietest.
    Ich sah, dass alles Vollkommene Grenzen hat; *
    doch dein Gebot kennt keine Schranken.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.
    PSALM-GEBET: Allmächtiger Gott, dein Wort wird bis an die Grenzen der Erde verkündet. Mach uns bereit, es aufzunehmen und aus ihm zu leben.

  • Lesung

    Markus 6,31

    In jener Zeit sagte Jesus zu den Aposteln: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus. Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Die Apostel versammelten sich bei Jesus und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.

    Benedictus öffnen...

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Bei Jesus kommen wir zur Ruhe. Darum beten wir:
    A: Christus, wende dich uns zu!
    ¬ Öffne unsere Herzen für deine Friedensbotschaft.
    ¬ Hilf uns, dein Wort in die Tat umzusetzen.
    ¬ Bewahre uns vor Starrsinn und Herzensträgheit.

  • Vaterunser

    Bei allen Völkern erklingt heute das Gotteslob. Mit der weltweiten Christenheit beten wir gemeinsam: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Entfällt sonntags.


Segen

Herr und Gott, segne uns.
Dein Segen bewirkt Frieden.
Dein Frieden erwirkt Gerechtigkeit.
Deine Gerechtigkeit macht Menschen frei und glücklich.
So segne und sende uns heute. Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Treuer Gott, dein Wort schenke uns den Zugang zu dir.


  • 1. Lesung

    Jeremia 23,1–6

    Weh den Hirten, die die Schafe meiner Weide zugrunde richten und zerstreuen – Spruch des Herrn.
    Darum – so spricht der Herr, der Gott Israels, über die Hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine Schafe zerstreut und versprengt und habt euch nicht um sie gekümmert. Jetzt ziehe ich euch zur Rechenschaft wegen eurer bösen Taten – Spruch des Herrn.
    Ich selbst aber sammle den Rest meiner Schafe aus allen Ländern, wohin ich sie versprengt habe. Ich bringe sie zurück auf ihre Weide; sie sollen fruchtbar sein und sich vermehren. Ich werde für sie Hirten bestellen, die sie weiden, und sie werden sich nicht mehr fürchten und ängstigen und nicht mehr verloren gehen – Spruch des Herrn.
    Seht, es kommen Tage – Spruch des Herrn –, da werde ich für David einen gerechten Spross erwecken. Er wird als König herrschen und weise handeln, für Recht und Gerechtigkeit wird er sorgen im Land. In seinen Tagen wird Juda gerettet werden, Israel kann in Sicherheit wohnen. Man wird ihm den Namen geben: Der Herr ist unsere Gerechtigkeit.

    Impuls

    Nicht umsonst wird Jesus später sagen, dass er der gute Hirte ist – weil er aus der Geschichte Israels wusste, dass es auch Hirten gab und gibt, die die Menschen in Angst und Schrecken versetzen. Die Hirten Gottes sollen die Menschen weiden, sollen sie an Orte führen, an denen sie Nahrung finden, die sie satt macht und ihnen guttut. Hirten Gottes haben lange in der Kirche Angst und Schrecken verbreitet, Menschen geängstigt und sie das Fürchten gelehrt. Wenn um gute Hirten oder um Hirten nach dem Herzen Gottes gebetet wird, dann sind Hirten gemeint, die Lust am Leben wecken, Lust daran, mit Gott durchs Leben zu gehen. Unser Text spricht davon, dass die behüteten Schafe fruchtbar sind und sich mehren. Und im übertragenen Sinn fruchtbar wird der Mensch, der sich wohlfühlt, der sich freuen kann, der nicht eingeengt ist und nicht geängstigt wird. Ein Motto für den Dienst der Hirten steht im 2. Korintherbrief: »Wir sind nicht Herren eures Glaubens, sondern Diener der Freude.« Es geht nie um Einengung, Verbot, Herrsein und Herrschen, – es geht um Freude an Gott und am Leben.

  • 2. Lesung

    Epheser 2,13–18

    Schwestern und Brüder! Jetzt seid ihr, die ihr einst in der Ferne wart, durch Christus Jesus, nämlich durch sein Blut, in die Nähe gekommen.
    Denn er ist unser Friede. Er vereinigte die beiden Teile – Juden und Heiden – und riss durch sein Sterben die trennende Wand der Feindschaft nieder.
    Er hob das Gesetz samt seinen Geboten und Forderungen auf, um die zwei in seiner Person zu dem einen neuen Menschen zu machen. Er stiftete Frieden und versöhnte die beiden durch das Kreuz mit Gott in einem einzigen Leib. Er hat in seiner Person die Feindschaft getötet.
    Er kam und verkündete den Frieden: euch, den Fernen, und uns, den Nahen. Durch ihn haben wir beide in dem einen Geist Zugang zum Vater.

    Impuls

    Was sind das für Worte: Wir haben in dem einen Geist Zugang zum Vater. Ob Heide oder Jude – und heute können wir ergänzen, ob Christ oder Muslim, ob Atheist, Suchender, Fragender, Zweifelnder: In dem einen Geist haben wir Zugang zum Vater. Es gibt den einen Geist, der den Menschen zum Vater führt, der die Sehnsucht weckt, der suchen lässt. Und darin liegt Friede. Weil eben nicht mehr um die Wahrheit oder den richtigen Gott gestritten werden muss. Es könnte so einfach sein: Da ist ein Gott, der unser aller Vater ist. Und der uns aufträgt, einander zu lieben und respektvoll miteinander zu leben – so wie es Jesus uns gezeigt hat. Alle, die spirituell bewegt, suchend, fragend sind, einer anderen Religion angehören, sind berührt, angesprochen von dem einen Geist – weil es ja nur diesen einen Geist Gottes gibt. Wenn ein Mensch sich spirituell berührt, sehnsuchtsvoll erlebt, kann dies nur der eine Geist sein. Einen anderen gibt es nicht. Erkennen wir einander doch als die Söhne und Töchter des einen Vaters in dem einen Geist – statt uns gegenseitig Häresien vorzuwerfen.

  • Evangelium

    Markus 6,30–34

    In jener Zeit versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte, wieder bei ihm und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten. Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus. Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen.
    Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein. Aber man sah sie abfahren und viele erfuhren davon; sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an.
    Als er ausstieg und die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.

    Impuls

    Jesus will seinen Jüngern nach getaner Arbeit Ruhe gönnen. Das ist nur zu verständlich. Wer von uns sehnt sich nicht danach, nach anstrengender Arbeit Ruhe und Erholung zu finden? Die Menschen aber erfahren, wo Jesus mit ihnen hinfährt, und folgen ihnen zu Fuß. Es werden nicht wenige gewesen sein, wenn es heißt, dass sie aus allen Städten kamen. Das zeigt, dass die Menschen von Jesus und seinen Taten weitererzählten; dass man in ihm einen Heiler sah, der Menschen wirklich helfen konnte. Jesus spürt Mitleid und merkt, dass sie danach hungern, Worte zu hören, die sie nähren. Anscheinend fanden sie bei den Gesetzeslehrern nicht, wonach ihre Seele hungerte. Nicht wenige haben das Gefühl, dass die heutigen Hirten der Gemeinden an ihrem Leben vorbeipredigen, ohne das konkrete Leben vor Augen zu haben. Wie spreche ich heute mit Menschen, welches Wort sage ich ihnen, wonach hungert ihre Seele? Auch wenn ich kein Hirte der Kirche bin, kann ich den Menschen, denen ich begegne, Worte des Lebens sagen. Es bedarf keines Theologiestudiums, sondern einfach des Hörens auf mein Herz, des Spürens, was der andere jetzt braucht. Oft ist es viel einfacher, als wir denken.


Gebet

Gott, die Menschen kommen zu Jesus, weil sie sich nach Worten des Lebens sehnen. In dem einen Geist sind wir alle mit dir verbunden und dürfen uns gegenseitig Worte des Lebens sagen, die du uns schenkst. Gib uns das Vertrauen, dass wir stets die richtigen Worte finden, um so dem Leben zu dienen. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • HYMNUS

    Ob deiner Auferstehung, o Herr,
    frohlocken Himmel und Erde.
    Das All erstrahlt in göttlichem Licht,
    das Paradies hat die Pforten geöffnet.
    Die ganze Schöpfung will dir lobsingen.

    Wir beten dich an und verehren dich,
    denn durch dein Kreuz kam die Freude zu uns.
    Du hast die verderbte Natur geheilt
    zu unvergänglichem Leben.
    Die ganze Schöpfung will dir lobsingen.

    Die Tore des Todes hast du zertrümmert
    und seine ehernen Riegel zermalmt.
    Der Unterwelt hast du die Beute entrissen.
    Heiliger, starker, unsterblicher Gott!
    Die ganze Schöpfung will dir lobsingen.
    Neues Stundenbuch

  • PSALM 62

    Verse 6–11.13

    Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe; *
    denn von ihm kommt meine Hoffnung.
    Nur er ist mein Fels, meine Hilfe, meine Burg; *
    darum werde ich nicht wanken.
    Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre; *
    Gott ist mein schützender Fels, meine Zuflucht.
    Vertrau ihm, Volk Gottes, zu jeder Zeit! /
    Schüttet euer Herz vor ihm aus! *
    Denn Gott ist unsere Zuflucht.
    Nur ein Hauch sind die Menschen, *
    die Leute nur Lug und Trug.
    Auf der Waage schnellen sie empor, *
    leichter als ein Hauch sind sie alle.
    Vertraut nicht auf Gewalt, *
    verlasst euch nicht auf Raub!
    Wenn der Reichtum auch wächst, *
    so verliert doch nicht euer Herz an ihn!
    Bei Gott ist die Macht; *
    Herr, bei dir ist die Huld.
    Denn du wirst jedem vergelten, *
    wie es seine Taten verdienen.
    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,
    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.
    PSALM-GEBET: Allmächtiger Gott, du bist der feste Fels und der starke Halt unseres Lebens. Stärke unser Vertrauen auf dich, sodass wir von dir alles erhoffen.

  • LESUNG

    Epheser 2,17–18

    Schwestern und Brüder! Christus Jesus kam und verkündete den Frieden: euch, den Fernen, und uns, den Nahen. Durch ihn haben wir beide in dem einen Geist Zugang zum Vater.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Als Jesus die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.

    Magnifikat öffnen...

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Jesus Christus, du säst Frieden und Barmherzigkeit aus. Dich bitten wir:
    A: Kyrie, eleison!
    ¬ Stärke in der Kirche die Freude an Lobpreis und Caritas.
    ¬ Bewege junge Menschen, dir in priesterlichem und missionarischem Dienst nachzufolgen.
    ¬ Befreie die Völker des Orients vor zerstörerischem Hass.
    ¬ Tröste alle, die um ihre Verstorbenen trauern.

  • Vaterunser

    Als österliche Menschen beten wir immer wieder hoffnungsvoll zu Gott, der uns sieht und hört: Vater unser im Himmel …


Segen

Herr und Gott, segne uns.
Segne uns, dann wird Kirche lebendig.
Segne uns, dann wird unser Alltag zum Glaubensfest.
Segne und sende uns,
denn du bist der Grund unserer Freude. Amen.