Heute in Te Deum

Mittwoch · 24. April 2019

Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater,
zu meinem Gott und zu eurem Gott.
Johannes 20,17d

Johann Walter Von Johann Walter (1496–1570) erschien das »Geistliche Gesang Buchlein«, das erste Buch mit Sätzen für den evangelischen Chorgesang. »Mit seinen Kompositionen und durch die Schaffung der Grundlagen für die sich verbreitenden Kantoreien wurde Walter der ›Urkantor‹ der evangelischen Kirche« (Ökumenisches Heiligenlexikon). Von ihm stammen u. a. die Lieder: »Wach auf, wach auf, du deutsches Land« (EG 145), »Herr, für dein Wort sei hochgepreist« (EG 196), »Der Herr ist mein getreuer Hirt« (EG 274) und »All Morgen ist ganz frisch und neu« (EG 440).

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • Hymnus

    Freue dich, Himmel, juble, Mutter Kirche!
    All ihr Erlösten, klatschet in die Hände:
    Groß ist das Wunder, das der Herr getan hat:
    Groß und erhaben.

    Er, der gekreuzigt und begraben wurde,
    ist auferstanden, so wie er gesagt hat:
    Christus, der Herrscher Himmels und der Erde,
    Herr ist sein Name.

    Satan und Sünde, Kummer und Verderben,
    Sorgen und Ängste, Bitterkeit und Tränen,
    jede Gewalttat, alle dunklen Mächte
    weichen der Sonne.

    Nichts kann uns scheiden von der Liebe Christi,
    denn er ist stärker als die Macht des Bösen:
    Nichts kann ihm trotzen, weder Grab noch Riegel:
    Er ist allmächtig.

    Lob sei dem Vater, der den Sohn erweckt hat,
    Lob sei dem Geiste, Unterpfand des Heiles.
    Ihn, den Dreieinen, lobet und verherrlicht,
    Amen, ja Amen.
    Stundengebet Abtei Kellenried

  • PSALM 100

    Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde! /
    Dient dem Herrn mit Freude! *
    Kommt vor sein Antlitz mit Jubel!
    Erkennt: Der Herr allein ist Gott. /
    Er hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum, *
    sein Volk und die Herde seiner Weide.
    Tretet mit Dank durch seine Tore ein! /
    Kommt mit Lobgesang in die Vorhöfe seines Tempels! *
    Dankt ihm, preist seinen Namen!
    Denn der Herr ist gütig, /
    ewig währt seine Huld, *
    von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.
    PSALM-GEBET: Treuer Gott, in Jesus Christus schenkst du uns den Reichtum deiner Gnade. Ermuntere unseren Glauben und hilf uns, dass wir Jesus Christus folgen und mit Freude zu dir kommen.

  • Lesung

    Johannes 20,13

    Die Engel sagten zu Maria: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen.

    Benedictus öffnen...

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Herr Jesus Christus, durch deine Auferstehung hast du unsere Trauer in Freude verwandelt. Wir bitten dich:
    A: Herr, sei uns gnädig.
    ¬ Tröste uns in Trauer und Leid.
    ¬ Schenke uns Menschen, zu denen wir gehen können.
    ¬ Hilf uns, im Glauben Kraft zu finden.

  • Vaterunser

    Gott lässt sich von uns finden. So beten wir: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Jesus hat keine Erinnerungen gepflegt, sondern Zukunft aufgerissen und möglich gemacht.

    Friedhelm Hengsbach (* 1937; Jesuit und Sozialethiker)


Segen

Gott, segne uns, indem du uns ansprichst.
Segne uns, indem du unseren Namen nennst.
Segne uns, indem du deinen Boten zu uns schickst. Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Gott, schenke uns den Reichtum deines Wortes.


  • Lesung

    Apostelgeschichte 3,1–10

    In jenen Tagen gingen Petrus und Johannes um die neunte Stunde zum Gebet in den Tempel hinauf. Da wurde ein Mann herbeigetragen, der von Geburt an gelähmt war. Man setzte ihn täglich an das Tor des Tempels, das man die Schöne Pforte nennt; dort sollte er bei denen, die in den Tempel gingen, um Almosen betteln.
    Als er nun Petrus und Johannes in den Tempel gehen sah, bat er sie um ein Almosen. Petrus und Johannes blickten ihn an und Petrus sagte: Sieh uns an! Da wandte er sich ihnen zu und erwartete, etwas von ihnen zu bekommen.
    Petrus aber sagte: Silber und Gold besitze ich nicht. Doch was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, geh umher!
    Und er fasste ihn an der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich kam Kraft in seine Füße und Gelenke; er sprang auf, konnte stehen und ging umher. Dann ging er mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott. Alle Leute sahen ihn umhergehen und Gott loben.
    Sie erkannten ihn als den, der gewöhnlich an der Schönen Pforte des Tempels saß und bettelte. Und sie waren voll Verwunderung und Staunen über das, was mit ihm geschehen war.

    Impuls

    Als die Jünger von Jesus zu zweien ausgesandt wurden, da kamen sie anschließend zu ihm zurück und berichteten von den Wundern, die durch sie geschehen waren. Welche das waren, wissen wir nicht. Heute werden wir Zeugen von einem Wunder. Wieder sind sie zu zweien unterwegs und wen verwundert es, dass es Petrus ist, der die Initiative ergreift. Vermutlich war der Gelähmte keineswegs der einzige Bettler und Hilfsbedürftige. Das Wunder geschieht im Namen »Jesu Christi, des Nazoräers«. Ihre Hilfe leitet Petrus ein mit der Bemerkung »Silber und Gold besitze ich nicht.« Das mit den Wundern wirken fällt uns sicher auch schwer und wie es um den Besitz von Gold und Silber bestellt ist, muss jeder selber wissen. Der Satz dazwischen jedoch, den kann sich jeder zu eigen machen für die Begegnungen des heutigen Tages: »Was ich habe, das gebe ich dir.« Dazu brauchen wir einen aufmerksamen Blick für unseren Nächsten, für seine Bedürfnisse und unsere Möglichkeiten.

  • Evangelium

    Johannes 20,11–18

    In jener Zeit stand Maria draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.
    Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen.
    Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.
    Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.

    Impuls

    Wie muss diese Frau Jesus, ihren Herrn, geliebt haben! Viermal wird darauf hingewiesen, dass sie weint. Die, die ihr die Frage nach der Ursache dafür stellen, sie haben einen entscheidenden Wissensvorsprung, doch sie nutzen ihn nicht aus. Sie fragen erst einmal nach der Ursache für diese Tränen. Sie gelten nicht dem Jesus allgemein, sondern Maria betrauert ausdrücklich den Leichnam Jesu. Er ist tot, das ist ihr klar. Aber man hat ihr auch noch den Toten genommen und sie will ihn zurückholen. Dieser Wunsch wird ihr nicht erfüllt. Stattdessen erfährt sie die Gegenwart des Auferstandenen. Wollte sie den Leichnam holen, darf sie den Auferstandenen nicht halten, denn es gibt für ihn kein Halten in dieser Welt. Sein Ziel ist die Gegenwart des Vaters, der auch unser Gott und Vater ist.


Gebet

Maria von Magdala richtet aus, was ihr der Herr aufgetragen hat. Auch uns gilt dieser Auftrag jeden Tag neu. Wie Maria sollen wir Zeugen der Auferstehung des Auferstandenen sein. Für ihn gibt es kein Halten mehr in der Welt und dennoch ist er der Halt für uns, die wir noch in dieser Welt leben. Lasst uns unsere Tränen trocknen, damit wir dich, Jesus, erkennen können. Mit unseren Worten wollen wir verkünden, was Maria von Magdala gesehen und wir von ihr gehört haben; und was unsere Verkündigung ausrichten kann, das vertrauen wir dir, unserem Gott, an. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)


  • HYMNUS

    Jesus lebt, mit ihm auch ich!
    Tod, wo sind nun deine Schrecken?
    Er, er lebt und wird auch mich
    von den Toten auferwecken.
    Er verklärt mich in sein Licht;
    dies ist meine Zuversicht.

    Jesus lebt! Ich bin gewiss,
    nichts soll mich von Jesu scheiden,
    keine Macht der Finsternis,
    keine Herrlichkeit, kein Leiden.
    Seine Treue wanket nicht;
    dies ist meine Zuversicht.

    Jesus lebt! Nun ist der Tod
    mir der Eingang in das Leben.
    Welchen Trost in Todesnot
    wird er meiner Seele geben,
    wenn sie gläubig zu ihm spricht:
    »Herr, du meine Zuversicht!«
    Nach Christian Fürchtegott Gellert (1757);
    GL 336 (Str. 1–3–4) · EG 115 · EST 429 · CG 665

  • PSALM 18

    Verse 2b–7.17–20

    Ich will dich rühmen, Herr, meine Stärke, *
    Herr, du mein Fels, meine Burg, mein Retter,
    mein Gott, meine Feste, in der ich mich berge, *
    mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht.
    Ich rufe: Der Herr sei gepriesen!, *
    und ich werde vor meinen Feinden gerettet.
    Mich umfingen die Fesseln des Todes, *
    mich erschreckten die Fluten des Verderbens.
    Die Bande der Unterwelt umstrickten mich, *
    über mich fielen die Schlingen des Todes.
    In meiner Not rief ich zum Herrn *
    und schrie zu meinem Gott.
    Aus seinem Heiligtum hörte er mein Rufen, *
    mein Hilfeschrei drang an sein Ohr.
    Er griff aus der Höhe herab und fasste mich, *
    zog mich heraus aus gewaltigen Wassern.
    Er entriss mich meinen mächtigen Feinden, *
    die stärker waren als ich und mich hassten.
    Sie überfielen mich am Tag meines Unheils, *
    doch der Herr wurde mein Halt.
    Er führte mich hinaus ins Weite, *
    er befreite mich, denn er hatte an mir Gefallen.
    PSALM-GEBET: Gott, unser Vater, du bist uns Heil und Rettung. Rette uns aus Not und Bedrängnis, damit wir die Kraft der Auferstehung erfahren.

  • LESUNG

    Apostelgeschichte 3,7–8

    Petrus fasste den Gelähmten an der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich kam Kraft in seine Füße und Gelenke; er sprang auf, konnte stehen und ging umher. Dann ging er mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Jesus sagte zu Maria: Frau, warum weinst du? Wen suchst du?

    Magnifikat öffnen...

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Zu Gott, der uns schenken will, was wir brauchen, beten wir voll Vertrauen:
    A: Wir bitten dich, erhöre uns.
    ¬ Für die Professoren und Studenten der Theologischen Fakultäten.
    ¬ Für die Ärzte und das Pflegepersonal in den Krankenhäusern.
    ¬ Für die Bettler auf den Straßen unserer Städte.
    ¬ Für die alten Menschen, die sich einsam und nutzlos fühlen.

  • Vaterunser

    Gottes Freude ist der lebendige Mensch, der seine Nähe sucht. So beten wir: Vater unser im Himmel …


Segen

Gott, dein Segen richte uns auf,
wenn wir am Boden liegen und uns am Ende fühlen.
Dein Segen gebe uns Kraft,
wenn wir nicht weiterkönnen.
Dein Segen lenke unseren Schritt,
wenn wir nicht weiterwissen. Amen.