Heute in Te Deum


Mittwoch · 14. Januar 2026

Und er kam und predigte in ihren Synagogen
in ganz Galiläa und trieb die bösen Geister aus.
Markus 1,39

George Fox (1624–1691) ist der Begründer der Quäker. Die Mitglieder der 1652 gegründeten Gesellschaft der Freunde, Quäker genannt, zeichnen sich durch Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft aus. Ihr Grundgedanke ist die Vorstellung einer Erleuchtung durch Gott, die jeden Menschen als Quelle der Gotteserkenntnis und einer wirklich christlichen Lebensführung erreichen kann. Wegen ihrer Kriegsdienstverweigerung galten sie als politische Revolutionäre und wurden oft verhaftet. Aus diesem Grund wanderten viele Quäker in die USA aus. Dort setzten sie sich für die Abschaffung der Sklaverei ein.

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und in der Karwoche)


  • Hymnus

    Schon teilt der Schrei des Hahnes
    die Finsternis der Nacht,
    mindert das dunkle Grauen
    der abgrundtiefen Nacht;
    wir bitten, güt’ger Gott,
    dich, flehn dich in Demut an.

    Du kamst machtvoll als Wächter,
    als Licht und Schutz der Welt,
    da alles ganz umfangen
    vom tiefsten Schweigen war,
    dem Tod anheimgegeben
    dein sterblich’ Ebenbild.

    Du hast erweckt uns, Christus,
    von aller Bosheit Schlaf
    und uns umsonst errettet
    aus Kerkerhaft und Nacht;
    du gabst das Licht des Lebens
    uns wieder zum Geleit.

    Ehre dir und dem Vater
    und auch dem Heil’gen Geist,
    Gott, einzig und dreifaltig,
    und Frieden, Leben, Licht,
    dem Namen süß vor allen,
    der Gottheit einzig groß. Amen.
    Nach „Galli cantu mediante“; Gottschalk von Fulda († 869)

  • PSALM 81

    Verse 9–17

    Höre, mein Volk, ich will dich mahnen! *
    Israel, wolltest du doch auf mich hören!
    Für dich gibt es keinen andern Gott. *
    Du sollst keinen fremden Gott anbeten.
    Ich bin der Herr, dein Gott, /
    der dich heraufgeführt hat aus Ägypten. *
    Tu deinen Mund auf! Ich will ihn füllen.
    Doch mein Volk hat nicht auf meine Stimme gehört; *
    Israel hat mich nicht gewollt.
    Da überließ ich sie ihrem verstockten Herzen *
    und sie handelten nach ihren eigenen Plänen.
    Ach dass doch mein Volk auf mich hörte, *
    dass Israel gehen wollte auf meinen Wegen!
    Wie bald würde ich seine Feinde beugen, *
    meine Hand gegen seine Bedränger wenden.
    Alle, die den Herrn hassten, müssten Israel schmeicheln *
    und das sollte für immer so bleiben.
    Ich würde es nähren mit bestem Weizen *
    und mit Honig aus dem Felsen sättigen.
    PSALM-GEBET: Treuer Gott, dein Wort ist Wahrheit. Hilf uns, auf dein Wort zu hören, damit wir leben.

  • Lesung

    Markus 1,35–37

    In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Jesus fasste die Schwiegermutter des Simon an der Hand. Da wich das Fieber von ihr und sie sorgte für sie.

    Benedictus öffnen...

    Zur Aufnahme des gesungenen Benedictus mit monatlich wechselnder Antiphon.

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Jesus Christus, du bist gekommen, um Gottes Reich zu verkünden. Wir bitten dich:
    A: Herr, komme deinem Volk zu Hilfe.
    – Lehre uns beten und vertiefe in uns die Freude am Gebet.
    – Mach uns bereit, mit unseren Sorgen und Schwächen zu dir zu kommen.
    – Gib uns die Kraft, das ganz zu tun, was uns im Augenblick aufgetragen ist.

  • Vaterunser

    In seinen Wundern zeigt uns Jesus Gottes Reich und lädt uns ein, ihm dahin zu folgen. Wir beten mit seinen Worten: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    So ausgelastet und so belastet Sie auch sein mögen, so gehetzt und so gestresst Ihr Leben auch sein mag, achten Sie immer darauf, das alles – wenn auch nur für Sekunden – zu vergessen und Einkehr bei der Natur zu halten.

    Helder Camara (1909 – 1999; Erzbischof von Recife / Brasilien 1964–1985)


Segen

Allmächtiger Gott, du lässt dich von uns nicht festhalten.
Segne uns mit Zeiten, in denen wir zu dir beten können.
Segne uns mit Orten, an denen wir uns dir nahefühlen.
Segne uns mit Ausdauer in der Suche nach dir. Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Ewiger Gott, dein Wort sei unser Glück und unser Halt.


  • Lesung

    1 Samuel 3,1–10.19–20°

    Der junge Sámuel versah den Dienst des HERRN unter der Aufsicht Elis. In jenen Tagen waren Worte des HERRN selten; Visionen waren nicht häufig. Eines Tages geschah es: Eli schlief auf seinem Platz; seine Augen waren schwach geworden und er konnte nicht mehr sehen. Die Lampe Gottes war noch nicht erloschen und Sámuel schlief im Tempel des HERRN, wo die Lade Gottes stand.
    Da rief der HERR den Sámuel und Sámuel antwortete: Hier bin ich. Dann lief er zu Eli und sagte: Hier bin ich, du hast mich gerufen. Eli erwiderte: Ich habe dich nicht gerufen. Geh wieder schlafen! Da ging er und legte sich wieder schlafen.
    Der HERR rief noch einmal: Sámuel! Sámuel stand auf und ging zu Eli und sagte: Hier bin ich, du hast mich gerufen. Eli erwiderte: Ich habe dich nicht gerufen, mein Sohn. Geh wieder schlafen! Sámuel kannte den HERRN noch nicht und das Wort des HERRN war ihm noch nicht offenbart worden.
    Da rief der HERR den Sámuel wieder, zum dritten Mal. Er stand auf und ging zu Eli und sagte: Hier bin ich, du hast mich gerufen. Da merkte Eli, dass der HERR den Knaben gerufen hatte. Eli sagte zu Sámuel: Geh, leg dich schlafen! Wenn er dich ruft, dann antworte: Rede, HERR; denn dein Diener hört. Sámuel ging und legte sich an seinem Platz nieder.
    Da kam der HERR, trat heran und rief wie die vorigen Male: Sámuel, Sámuel! Und Sámuel antwortete: Rede, denn dein Diener hört.
    Sámuel wuchs heran und der HERR war mit ihm und ließ keines von all seinen Worten zu Boden fallen. Ganz Israel von Dan bis Beërschéba erkannte, dass Sámuel als Prophet des HERRN beglaubigt war.

    Impuls

    Zuhören und zuhören müssen nicht das Gleiche sein. Einen Menschen akustisch wahrnehmen, ist das eine. Ihm wirklich mit ganzer Aufmerksamkeit zuzuhören, ist etwas anderes. Letzteres ist eine Gabe, die nicht vielen Menschen geschenkt ist. Sie ist eine wahre Kunst. Sie wird umso anspruchsvoller, je mehr Stimmen auf uns einprasseln. Auf Gott zu hören, ist noch einmal eine ganz eigene Kategorie. Grundsätzlich erfordert jedes Zuhören, egal ob es um Menschen oder um Gott geht, dass man von sich selbst absehen kann und wirklich ganz beim anderen ist. Das fällt vielen schwer. Samuel bringt offensichtlich diese wichtige Eigenschaft mit. Auch wenn er am Anfang noch seine Probleme hat: Samuel hat eine Sensibilität für Gottes Stimme. Die Bibel sagt immer wieder, dass Gott nicht schweigt, sondern spricht. Sie weist aber auch darauf hin, dass es an den Menschen liegt, wenn sie die Stimme Gottes nicht hören. Der Rat, den Eli dem jungen Samuel gibt, ist auch heute noch aktuell. »Rede Herr, dein Diener hört.« Mit dieser Einstellung ist es möglich, Gottes Stimme zu hören.

  • Evangelium

    Markus 1,29–39°

    In jener Zeit ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas. Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.
    Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war.
    In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkünde; denn dazu bin ich gekommen. Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.

    Impuls

    Die Jünger sind entsetzt. Die Menschen suchen Jesus, doch ihr Meister ist abgetaucht. Die Not der Menschen ist riesig und der Messias ist nicht erreichbar. Unfassbar! Die Jünger haben objektiv recht, wenn sie sagen: »Alle suchen dich.« Ein leiser Vorwurf ist dabei aber nicht zu überhören. Jesus hat sich zurückgezogen, um in der Gegenwart seines Vaters zu verweilen. Man kann Jesus wirklich nicht vorwerfen, dass er nicht für andere da ist, sich von anderen in ihrer Not in Anspruch nehmen lässt. Aber genauso wichtig ist der »Rückzug« in die Gegenwart Gottes. Das gilt auch für Jesus. Denn er war ein Mensch wie wir. Auch er hatte seine Grenzen, auch er musste Kraft schöpfen. Vom einsamen Beten Jesu ist an mehreren Stellen in den Evangelien die Rede. Auch seinen Jüngern empfiehlt er, in der einsamen Kammer zu beten. Sie sollen dabei nicht viele Worte machen (Matthäus 6,7). Wichtiger ist ungeteilte Aufmerksamkeit Gott gegenüber. Teresa von Avila empfiehlt in diesem Sinn ihren Mitschwestern: »Lass es niemals zu, mit deinem Schöpfer Kontakt aufzunehmen und zugleich mit der Welt zu reden.« Multitasking im Umgang mit Gott ist keine gute Idee.


Gebet

Gnädiger Gott, es gibt Zeiten, da wissen wir nicht mehr, wo uns der Kopf steht. Wenn zu vieles unsere Aufmerksamkeit beansprucht, verlieren wir dich aus dem Blick. Schenke uns dann die Kraft, dass wir uns Zeit nehmen für dich. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und Karwoche)


  • HYMNUS

    Gott, deine Güte reicht so weit,
    so weit die Wolken gehen;
    du krönst uns mit Barmherzigkeit
    und eilst, uns beizustehen.
    Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort,
    vernimm mein Fleh’n, merk auf mein Wort,
    denn ich will vor dir beten.

    Ich bitte nicht um Überfluss
    und Schätze dieser Erden;
    lass mir, so viel ich haben muss,
    nach deiner Gnade werden!
    Gib mir nur Weisheit und Verstand,
    dich, Gott, und den, den du gesandt,
    und mich selbst zu erkennen!
    Christian F. Gellert (1757); EST 626 · CG 892

  • PSALM 74

    Verse 18–23

    Gott, denk daran: /
    Der Feind schmäht den Herrn, *
    ein Volk ohne Einsicht lästert deinen Namen.
    Gib dem Raubtier das Leben deiner Taube nicht preis; *
    das Leben deiner Armen vergiss nicht für immer!
    Blick hin auf deinen Bund! *
    Denn voll von Schlupfwinkeln der Gewalt ist unser Land.
    Lass den Bedrückten nicht beschämt von dir weggehn! *
    Arme und Gebeugte sollen deinen Namen rühmen.
    Erheb dich, Gott, und führe deine Sache! *
    Bedenke, wie die Toren dich täglich schmähen.
    Vergiss nicht das Geschrei deiner Gegner, *
    das Toben deiner Widersacher, das ständig emporsteigt.
    PSALM-GEBET: Gütiger Gott, stehe den Armen und Gebeugten bei. Hilf uns, für den Frieden einzustehen, damit Gewalt und Unrecht ihr Ende finden.

  • LESUNG

    1 Samuel 3,10

    Da kam der Herr, trat zu Samuel heran und rief wie die vorigen Male: Samuel, Samuel! Und Samuel antwortete: Rede, denn dein Diener hört.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt und Jesus heilte viele.

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    Zur Aufnahme des gesungenen Magnificat mit monatlich wechselnder Antiphon.

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Gott, unser Vater, du bist allen nahe, die dich suchen. Wir rufen zu dir:
    A: Höre auf die Bitten deines Volkes.
    – Für alle Christen, die anderen deinen Trost und deine Hilfe erfahrbar machen.
    – Für Frauen und Männer, die unmenschlichen Arbeitsbedingungen ausgeliefert sind.
    – Für alle Kinder, die zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen müssen.
    – Für alle, die um einen lieben Menschen trauern.

  • Vaterunser

    Unser Leben ist ein Hauch und unsere Tage eilen dahin. Gott will uns ewiges Leben schenken. So beten wir voll Vertrauen: Vater unser im Himmel …


Segen

Gott, segne uns in Not und Leid.
Segne uns in Fragen und Zweifel.
Segne uns in Krankheit und Tod.
Sei uns in allem nahe, damit wir dich in allem finden. Amen.