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Dienstag · 23. Juli 2024

BIRGITTA VON SCHWEDEN

Ich bin der wahre Weinstock
und mein Vater der Weingärtner.
Johannes 15,1

Birgitta, um 1303 bei Uppsala geboren, entstammte einer der mächtigsten Familien Schwedens. Obwohl sie schon als Kind Nonne werden wollte, wurde sie mit 13 Jahren verheiratet und Mutter von acht Kindern, darunter Katharina von Schweden. Sie war geschätzte Ratgeberin am königlichen Hof und wegen ihrer Frömmigkeit und Nächstenliebe hoch angesehen. Nach dem Tod ihres Mannes 1344 begann sie ein streng aszetisches Leben. Niederschriften ihrer großen Christus-Offenbarungen fanden weite Verbreitung und beeinflussten nachhaltig die christliche Ikonografie. Sie stiftete in Vadstena das erste Kloster des nach ihr benannten Ordens, der große Bedeutung für die religiöse und literarische Kultur des Nordens erlangte. Die letzten 24 Jahre ihres Lebens lebte Birgitta in Rom bis zu ihrem Tod am 23. Juli 1373. Sie bemühte sich um die Reform der Kirche und vergeblich um die Rückkehr des Papstes aus Avignon nach Rom. Ihr Orden, in der Französischen Revolution aufgehoben, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Elisabeth Hesselblad neu gegründet. An Birgittas Grab in Vadstena beten heute lutherische und katholische Christen um die Einheit im Glauben.

Morgenlob

Herr, ?ffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verk?nde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entf?llt in der Fastenzeit)


  • Hymnus

    Wohl denen, die da wandeln vor Gott in Heiligkeit,
    nach seinem Worte handeln und leben allezeit.
    Die recht von Herzen suchen Gott
    und seiner Weisung folgen, sind stets bei ihm in Gnad.

    Lehr mich den Weg zum Leben, führ mich nach deinem Wort,
    so will ich Zeugnis geben von dir, mein Heil und Hort.
    Durch deinen Geist, Herr, stärke mich,
    dass ich dein Wort festhalte, von Herzen fürchte dich.

    Dein Wort, Herr, nicht vergehet; es bleibet ewiglich,
    so weit der Himmel gehet, der stets beweget sich.
    Dein’ Wahrheit bleibt zu aller Zeit,
    gleichwie der Grund der Erde, durch deine Hand bereit’.
    Nach Cornelius Becker (1602); GL 543 · KG 551 · EST 531 · CG 804

  • CANTICUM

    Jesaja 5,1–7

    Ich will ein Lied singen von meinem geliebten Freund, *
    ein Lied vom Weinberg meines Liebsten.
    Mein Freund hatte einen Weinberg *
    auf einer fruchtbaren Höhe.
    Er grub ihn um und entfernte die Steine *
    und bepflanzte ihn mit den edelsten Reben.
    Er baute mitten darin einen Turm *
    und hieb eine Kelter darin aus.
    Dann hoffte er, dass der Weinberg süße Trauben brächte, *
    doch er brachte nur saure Beeren.
    Nun sprecht das Urteil, Jerusalems Bürger *
    und ihr Männer von Juda, *
    im Streit zwischen mir und dem Weinberg!
    Was konnte ich noch für meinen Weinberg tun, *
    das ich nicht für ihn tat?
    Warum hoffte ich denn auf süße Trauben? *
    Warum brachte er nur saure Beeren?
    Jetzt aber will ich euch kundtun, was ich mit meinem Weinberg
    mache: /
    Ich entferne seine schützende Hecke; *
    so wird er zur Weide.
    Seine Mauer reiße ich ein; *
    dann wird er zertrampelt.
    Zu Ödland will ich ihn machen. /
    Man soll seine Reben nicht schneiden und soll ihn nicht
    hacken; *
    Dornen und Disteln werden dort wuchern.
    Ich verbiete den Wolken, *
    ihm Regen zu spenden.
    Ja, der Weinberg des Herrn der Heere *
    ist das Haus Israel
    und die Männer von Juda sind die Reben, *
    die er zu seiner Freude gepflanzt hat.
    Er hoffte auf Rechtsspruch – doch siehe da: Rechtsbruch, *
    und auf Gerechtigkeit – doch siehe da: Der Rechtlose
    schreit.
    CANTICUM-GEBET: Gerechter Gott, du willst uns Heil und Leben in Fülle schenken. Hilf uns, immer mit dir verbunden zu sein, damit wir nicht verlorengehen.

  • Lesung

    Johannes 15,5

    Jesus sprach zu seinen Jüngern: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.

    Benedictus - Lobgesang des Zacharias

    Antiphon:

    Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer.

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    Zur Aufnahme des gesungenen Benedictus mit monatlich wechselnder Antiphon.

    Benedictus

    Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)

    Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
    Denn er hat sein Volk besucht
    und ihm Erlösung geschaffen;

    er hat uns einen starken Retter erweckt *
    im Hause seines Knechtes David.

    So hat er verheißen von alters her *
    durch den Mund seiner heiligen Propheten.

    Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
    und aus der Hand aller, die uns hassen;

    er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
    und an seinen heiligen Bund gedacht, *
    an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;

    er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
    ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
    vor seinem Angesicht all unsre Tage.

    Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
    denn du wirst dem Herrn vorangehn *
    und ihm den Weg bereiten.

    Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
    in der Vergebung der Sünden.

    Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
    wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,

    um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
    und im Schatten des Todes, *
    und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Bitten

    Herr Jesus Christus, in dir finden wir das Leben, wir bitten dich:
    A: Herr, stehe uns bei.
    – Stärke unser Vertrauen, damit wir aus dir allein leben wollen.
    – Hilf uns, immer mehr die Verbindung mit dir zu suchen.
    – Nimm uns das, was uns in unserem Leben von dir trennt.

  • Vaterunser

    Gott hat uns in der Taufe seinen Lebensgeist gegeben, der uns in ihm bewahrt. Aus der Kraft dieses Geistes bitten wir: Vater unser im Himmel …

  • Ora et labora

    Wer die bedingungslose Güte Gottes erfahren hat, wer Gottes Nähe als Liebe begreift, atmet, spürt, der kann sich nicht festhalten für sich selber.

    Dorothee Sölle (1929–2003; evangelische Theologin und Dichterin)


Segen

Gott, der allmächtige Vater, segne uns.
Er verwurzele uns in ihm.
Er gebe uns die Kraft zu wachsen.
Er mache uns frei von allem, was uns von ihm trennt,
damit wir als Frucht das Leben gewinnen. Amen.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Allmächtiger Gott, dein Wort lebe und wirke in uns.


  • Lesung

    Galater 2,19–20°

    Schwestern und Brüder! Ich bin durch das Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich für Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt worden. Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Was ich nun im Fleische lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat.

    Impuls

    Für Gott zu leben bedeutet für Paulus, dem Gesetz zu sterben. Was ist das für eine Revolution im Anfang des Christentums, das aus dem Judentum heraus entsteht und nach und nach aus ihm herauswächst und sich als eigene Religion etabliert. Das Judentum ist eine Gesetzesreligion. Zumindest zu der Zeit, in der Jesus auftritt und predigt. Hier ist Gott unnahbar und nur die Priester durften das Allerheiligste – Ort der Gegenwart Gottes – betreten. Die Priester mit ihren dargebrachten Opfern hatten eine Mittlerfunktion inne. Sie vermittelten die Vergebung der Sünden, die Wiedergutmachung von Schuld. Bis in unsere Zeit hinein sieht Kirche darin ihre Aufgabe und ihre Macht begründet: Ihre Priester vermitteln in den Sakramenten die Gnade Gottes, die Vergebung der Schuld. Christentum bedeutet aber, dass Christus im Christen lebt, gegenwärtig ist. Dass es keine Mittler braucht, kein ausgeklügeltes Gesetz, keine Glaubenshüter, sondern das Vertrauen, dass Gott in jedem wirkt und dass jeder Freund Gottes ist und unmittelbare Nähe zu Christus und darin zu Gott haben und darin das Richtige für sein Leben erspüren kann. Aufgabe von Kirche ist es, mit dieser Sicht auf den Menschen die gottgläubigen Menschen zu sammeln, sie Gemeinschaft erfahren zu lassen und mit ihnen den Glauben in den sichtbaren Zeichen der Gegenwart Gottes (den Sakramenten) zu feiern und sie so für ihren Weg zu stärken.

  • Evangelium

    Johannes 15,1–8°

    In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.
    Ihr seid schon rein kraft des Wortes, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir und ich bleibe in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so auch ihr, wenn ihr nicht in mir bleibt.
    Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen. Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen und er verdorrt. Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer und sie verbrennen.
    Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten. Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.

    Impuls

    Manchmal spürt man bei Liebenden, wie sie eins sind. Miteinander verwoben. Wie sie sich ergänzen, füreinander da sind, sie gegenseitig Bedürfnisse erspüren und wissen, was der andere braucht. Sie sind zwei und doch eins. So Liebende können sich gar nicht mehr vorstellen, ohne den anderen zu sein. In einem Traugespräch sagte mir die Braut, dass es komisch ist, wenn ihr Mann, der Arzt ist und auch Nachtschichten hat, nicht nach Hause kommt und abends nicht neben ihr liegt. Schon eine Nacht ohne ihn sei »schrecklich«. Genau von einer solchen Beziehung spricht Jesus hier. Wir sollen in ihm bleiben und er in uns. Das ist ein Ineinander-Sein, ein Verwobensein, ein Zueinander-Gehören. Aus einer solch innigen Christus-Verbindung heraus darf jeder fruchtbar werden, darf die Liebesenergie Jesu durch mich hindurch in die Welt fließen und reiche Frucht bringen.


Gebet

Herr Jesus Christus, du lebst in uns. Und wir in dir. Das ist ein großes Geschenk. Lass unsere Liebe zu dir immer stärker werden, immer tiefer in dich eintauchen. So werden wir reiche Frucht bringen, den Menschen von dir erzählen und für sie deine Liebe erfahrbar werden lassen. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entf?llt in der Fastenzeit)


  • HYMNUS

    Nun lobet Gott im hohen Thron,
    ihr Menschen aller Nation;
    hoch preiset ihn mit Freudenschalle,
    ihr Völker auf der Erden alle.

    Denn sein Erbarmen, seine Gnad
    er über uns gebreitet hat.
    Es wird die Wahrheit unsres Herren
    in Ewigkeit ohn Ende währen.

    Lob sei dem Vater und dem Sohn,
    dem Heilgen Geist auf gleichem Thron,
    im Wesen einem Gott und Herren,
    den wir in drei Personen ehren.
    Nach Caspar Ulenberg (1582/1603); GL 393 · KG 534 · CG 795 · EST 561

  • CANTICUM

    2 Timotheus 2,11b–13

    Wenn wir mit Christus gestorben sind, *
    werden wir auch mit ihm leben;
    wenn wir standhaft bleiben, *
    werden wir auch mit ihm herrschen;
    wenn wir ihn verleugnen, *
    wird auch er uns verleugnen.
    Wenn wir untreu sind, bleibt er doch treu, *
    denn er kann sich selbst nicht verleugnen.
    CANTICUM-GEBET: Treuer Gott, du rufst uns in deine Nachfolge. Gib uns Kraft und führe uns durch Zweifel und Angst zum Leben bei dir.

  • LESUNG

    Galater 2,19b–20

    Schwestern und Brüder! Ich bin mit Christus gekreuzigt worden; nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. Soweit ich aber jetzt noch in dieser Welt lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat.

  • Magnifikat – Lobgesang Mariens

    Antiphon:

    Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.

    Magnifikat öffnen...

    Zur Aufnahme des gesungenen Magnificat mit monatlich wechselnder Antiphon.

    Magnifikat

    Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)

    Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
    und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

    Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
    Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!

    Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
    und sein Name ist heilig.

    Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
    über alle, die ihn fürchten.

    Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
    er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

    er stürzt die Mächtigen vom Thron *
    und erhöht die Niedrigen.

    Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
    und lässt die Reichen leer ausgehn.

    Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
    und denkt an sein Erbarmen,

    das er unsern Vätern verheißen hat, *
    Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

    Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
    und dem Heiligen Geist,

    wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
    und in Ewigkeit. Amen.

  • Fürbitten

    Gott, du hast uns in Liebe erschaffen und erhältst uns. Wir kommen zu dir und bitten dich:
    A: Wir bitten dich, erhöre uns.
    – Für alle, die die Soziallehre der Kirchen entwickeln und verkünden.
    – Für ein gutes Zusammenwirken von Arbeitgebern und Gewerkschaften.
    – Für alle Kinder, die schwer arbeiten müssen und keine Schule besuchen können.
    – Für jene, die sich um Frieden und Ausgleich in ihrer Nachbarschaft sorgen.

  • Vaterunser

    Gott hat uns die Zusage gegeben, dass wir mit allem zu ihm kommen und von ihm alles erbitten dürfen. So beten wir: Vater unser im Himmel …


Segen

Gott, segne uns, damit dein Leben in uns wachse.
Segne uns, damit wir verwandelt werden nach der Gestalt
deines Sohnes.
Segne uns, damit wir zur Einheit mit dir gelangen,
in der uns nichts mehr von dir trennt. Amen.

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