Baugeschichte der Abteikirche

Die Abtei Maria Laach befindet sich in der jüngsten Landschaft Europas,
der Vulkaneifel. Um 10.000 v. Chr. entstand durch Vulkanismus der
Laacher See und die ihn umgebende Hügelkette.

1093
Stiftung der Benediktinerabtei durch den Pfalzgrafen Heinrich II. und seine Gemahlin Adelheid. Beginn der Bauarbeiten an der Kirche.
1095
Tod des Pfalzgrafen. Das Mauerwerk ist bis auf drei Meter hochgezogen; die Krypta und der Ostchor sind am weitesten fortgeschritten.
1100
Mit dem Tod der Pfalzgräfin Adelheid werden die Bauarbeiten zunächst eingestellt. Das östliche Querhaus war ohne Gewölbe errichtet worden, um einen provisorischen Gottesdienstraum für die Mönche zu haben.
1112
Neue Stiftung von Pfalzgraf Siegfried von Ballenstedt. Gilbert, aus dem brabantischen Kloster Affligem stammend, wird erster Abt. Er vollendet das Langhaus, das zunächst eine Flachdecke hatte, das Westwerk und die Krypta.
1152
Tod des Abtes Gilbert. Unter Abt Fulbert (1152-1177) kann die Kirche 1156 durch den Erzbischof von Trier geweiht werden, wobei der Altarraum noch unvollendet ist.
1170
Gräfin Hedwig von Are stellt die Mittel zur Vollendung des Ostchores und der Flankentürme zur Verfügung.
1199-1216
Die Arbeiten kommen schließlich unter Abt Albert zum Abschluss.
1220-1250
Das Mittelschiff wird eingewölbt, der Baldachin entsteht.
um 1270
Hochgrab für den Stifter, Pfalzgraf Heinrich II.
um 1500
Wandfresken der heiligen Benedikt, Nikolaus und Christophorus.
1662-1668
Barockisierung des Kircheninneren.
1802
Säkularisierung; ein Großteil des Inventars wird veräußert.
1892
Wiederbesiedlung der Abtei; neue Innenausstattung der Kirche.