Bruder Joseph Belling

Geb. am 11.06.1939 in Ouren/Belgien

Nach der Volksschule bei Lehrer Greisch, der bereits früh seine malerischen Fähigkeiten erkannte und förderte, absolvierte er eine Malerlehre in Luxembourg. Auch der Ourener Pfarrer C.J. Velden sensibilisierte den jungen Kunstschaffenden, menschlich, geistlich und künstlerisch.

1960 erfüllte er seinen Kindheitswunsch und trat in die Benediktinerabtei Maria Laach ein, wo er von 1961 bis 1965 als Mitarbeiter in der Malerwerkstatt tätig war und legt die feierlichen Ordensgelübde ab. Er lernt die Kunst der alten Kirchenmalerei.

1965 erhält er seinen Meisterbrief und wird Leiter der dortigen Malerwerkstatt.

Im Jahre 1971 begibt er sich zur Vervollkommnung des figürlichen Zeichnens zu Alfons Allard nach Köln, danach zur Vertiefung der figuralen Malerei zu Prof. Rudolf Szyskowitz nach Salzburg. Ab 1973 fertigt er erste Holzschnitzereien, nach 1985 zeigt er in zahlreichen Ausstellungen Holzschnitte, Ikonen und farbig gefasste Skulpturen. Ab 1994 realisiert er des öfteren Gemeinschaftsarbeiten mit Schwester Christophora Janssen aus der Abtei St. Hildegard.

In der Ourener Pfarrkirche steht eine Pieta von ihm aus den Jahren 1973/74.

Die Malerei Joseph Bellings reicht vom Landschaftsbild über das Stilleben und figuralen Malerei bis hin zum christlichen Bild. Die Themen dienen immer der religiösen Sammlung. Formen und Farben sind eindeutig und bewusst angelehnt an die Romanik des Mittelalters. Bruder Joseph fertigt Holzschnitte (Heiligendarstellungen), Holzbildnereien und Tafelmalereien/Ikonen. Hierzu gehört die Fassmalerei und Vergoldung für oben genannte Bildwerke, aber auch die Polychromierung von neuen und alten Figuren. Die Malerei erfolgt auf einem Kreidegrund und schichtenweise, in Anlehnung an die alten Meister.