Laacher Landschaft

Das Laacher Seetal gehört zu den heute noch unberührten und rein erhaltenen Landschaften. Es liegt in der östlichen Eifel, ganz in der Nähe der Autobahn A 61 von Köln/Bonn nach Ludwigshafen.

Im Osten liegt das weltberühmte Rheintal, nicht fern im Süden die liebliche Mosel mit ihren Weinhängen, im Norden das romantische Ahrtal mit seinen einzigartigen Rotweinterrassen. Dazwischen gibt es bescheidenere Täler wie das Nettetal, das Vinxtbachtal, das schon bei den Römern als Grenzlinie zwischen den Rhein- und Moselfranken galt, und das Brohltal mit seiner herben Schönheit.

In nicht allzu weiter Entfernung erhebt sich der höchste Berg der Eifel, die »Hohe Acht« mit 747 Metern, ganz nahe der international bekannten Rennstrecke, dem Nürburgring. Das Laacher Seegebiet ist vulkanischen Ursprungs. Vor 10.000 Jahren waren diese Vulkane noch tätig.

Nach dem Erkalten der Erdoberfläche bildeten sich innerhalb und außerhalb des Laacher Tales verschiedene Gesteine: Basalt, Trachyt und Phonolit, die teilweise heute noch abgebaut werden.
Dazu kommen in der Region noch Bims und Trass, die aus der modernen Steinindustrie nicht wegzudenken sind. Dieser heute noch intensive Abbau hinterlässt klaffende Wunden in der Landschaft.

Das Laacher Tal blieb aber weithin davon verschont. Es strahlt eine spürbare Stille und Gelassenheit aus. Im Osten neigen sich die Waldzonen bis an den Seerand, im Süden, Westen und Norden breiten sich Felder und Wiesen als landwirtschaftliche Nutzflächen aus. Schon im Mittelalter - unter Abt Fulbert - hatten sich die Benediktiner bemüht, die Wasserflächen zu verkleinern und das feuchte Land trockenzulegen, um es wirtschaftlich zu nutzen. Sie schufen in einer beachtenswerten technischen Bauleistung durch die Hügel nach Süden einen unterirdischen Bergkanal. So wuchs das Laacher Land allmählich zu einer viel bewunderten Schönheit heran; es erfreut sich im Zeitalter des Tourismus bei unzähligen Besuchern großer Beliebtheit.