Freitag · 1. Mai 2026
Ich bin der Weg
und die Wahrheit und das Leben.
Johannes 14,6b
Josef, der Arbeiter Zunächst 1886 in den USA, dann nach dem 1. Weltkrieg auch in Deutschland wurde der 1. Mai zu einem Tag der Arbeiterbewegung im Kampf um soziale Rechte. Auf diesen »Tag der Arbeit« legte Pius XII. 1955 den Gedenktag für Josef, den Arbeiter. Damit betonte er einerseits die Würde des arbeitenden Menschen und mahnte andererseits die moderne Gesellschaft, sich für den sozialen Frieden einzusetzen.
L: Gen 1,26 – 2,3; Kol 3,14–15.17.23–24; E: Mt 13,54–58
Morgenlob
Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und in der Karwoche)
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Hymnus
Josef, Erwählter, dem der Herr vertraute,
höre uns heute deine Größe preisen:
Siehe, der Mutter gab er zum Gemahl dich,
nannte dich Vater.
Wortlos erfüllst du Gottes dunklen Willen,
tust ohne Frage, was er dir gebietet,
demütig dienst du seinem großen Plane,
treu und beharrlich.
Weil du gehorchtest, wurdest du erhoben.
Christus verlieh dir Seligkeit und Leben.
Er, der die Kleinen, vor der Welt Geringen,
seliggepriesen hat.
Lob sei dem Vater auf dem höchsten Throne,
Lob sei dem Sohne, Gott, aus Gott geboren,
Lob sei dem Geiste, der von beiden ausgeht,
immer und ewig. Amen.
Zeitgenössisch, Monastisches Stundenbuch -
PSALM 18
Verse 2b–7.17–20
Ich will dich rühmen, Herr, meine Stärke, *
Herr, du mein Fels, meine Burg, mein Retter,
mein Gott, meine Feste, in der ich mich berge, *
mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht.
Ich rufe: Der Herr sei gepriesen!, *
und ich werde vor meinen Feinden gerettet.
Mich umfingen die Fesseln des Todes, *
mich erschreckten die Fluten des Verderbens.
Die Bande der Unterwelt umstrickten mich, *
über mich fielen die Schlingen des Todes.
In meiner Not rief ich zum Herrn *
und schrie zu meinem Gott.
Aus seinem Heiligtum hörte er mein Rufen, *
mein Hilfeschrei drang an sein Ohr.
Er griff aus der Höhe herab und fasste mich, *
zog mich heraus aus gewaltigen Wassern.
Er entriss mich meinen mächtigen Feinden, *
die stärker waren als ich und mich hassten.
Sie überfielen mich am Tag meines Unheils, *
doch der Herr wurde mein Halt.
Er führte mich hinaus ins Weite, *
er befreite mich, denn er hatte an mir Gefallen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
PSALM-GEBET: Allmächtiger Gott, du bist uns Schutz und Retter angesichts des Todes. Entreiß uns der Gewalt des Todes und führe uns in die Freiheit und den weiten Raum bei dir. -
Lesung
Matthäus 13,54a.57b–58
Jesus kam in seine Heimatstadt und lehrte die Menschen dort in der Synagoge. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig ansehen wie in seiner Heimat und in seiner Familie. Und wegen ihres Unglaubens tat er dort nur wenige Wunder.
Benedictus - Lobgesang des Zacharias
Antiphon:
Alle staunten über Jesus und sagten: Woher hat er diese Weisheit und die Kraft, Wunder zu tun?
Zur Aufnahme des gesungenen Benedictus mit monatlich wechselnder Antiphon.
Benedictus
Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)
Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht
und ihm Erlösung geschaffen;er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen. -
Bitten
Herr Jesus Christus, du hast als Mensch unter uns Menschen gelebt. Wir bitten dich:
A Herr, sende uns deinen Geist.
– Schenke uns den Blick, der über Gottes große Taten staunen kann.
– Gib uns eine Arbeit und Aufgabe, in die wir unsere Talente einbringen können.
– Bewahre uns vor schnellen und lieblosen Urteilen. -
Vaterunser
Jesus Christus ist Gottes Weisheit und Kraft. Er gibt uns die Weisheit, Gott zu erkennen, und die Kraft, zu ihm zu gehen. Wir beten:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. -
Ora et labora
Wer mit Nein anfängt, bekommt in der Regel auch irgendeine Form von Nein als Echo zurück.
Richard Rohr (* 1943; US-amerikanischer Franziskaner und Autor)
Segen
Gott, komm in unseren Alltag und erfülle ihn.
Sei uns nahe in unserer Arbeit, dass sie zum Guten dient.
Begleite uns und unsere Familien und Freunde.
Erweise an uns deine Liebe und Macht
und sei du selber der Segen, aus dem wir leben. Amen.
Schriftlesung
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.
Gott, durch dein Wort wird alles erschaffen und vollendet. Lass uns aus deinem Wort leben.
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Lesung
Apostelgeschichte 13,26–33°
In jenen Tagen, als Paulus nach Antióchia in Pisídien gekommen war, sagte er in der Synagoge: Brüder, ihr Söhne aus Abrahams Geschlecht und ihr Gottesfürchtigen! Uns wurde das Wort dieses Heils gesandt.
Denn die Einwohner von Jerusalem und ihre Führer haben Jesus nicht erkannt, aber sie haben die Worte der Propheten, die an jedem Sabbat vorgelesen werden, erfüllt und haben ihn verurteilt. Obwohl sie nichts fanden, wofür er den Tod verdient hätte, forderten sie von Pilatus seine Hinrichtung. als sie alles vollbracht hatten, was in der Schrift über ihn gesagt ist, nahmen sie ihn vom Kreuzesholz und legten ihn ins Grab. Gott aber hat ihn von den Toten auferweckt und er ist viele Tage hindurch denen erschienen, die mit ihm zusammen von Galiläa nach Jerusalem hinaufgezogen waren und die jetzt vor dem Volk seine Zeugen sind.
So verkünden wir euch das Evangelium: Gott hat die Verheißung, die an die Väter ergangen ist, an uns, ihren Kindern, erfüllt, indem er Jesus auferweckt hat, wie es im zweiten Psalm heißt: Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt.Impuls
Von allen Monaten im Jahreskreis ist wohl der »Mai« am meisten mit der Freude und der Lust am Lebendigen verbunden. In der Natur ist es angenehm warm. Alles blüht und summt. Die Menschen stellen Maibäume in den Dörfern auf und feiern Feste darunter. Hier und da sieht man vor einem Haus ein mit bunten Bändern geschmücktes Bäumchen stehen. Er ist das Herzenszeichen eines jungen Mannes für seine Liebste. Mit allen Sinnen ist die Wonne überall zu spüren. Eingebettet ist sie in die Freude des Liebhabers des Lebens, nämlich Gott. Er lässt uns teilhaben an seinem großartigen Schöpfungswerk. Sein Herzenszeichen ist die Auferweckung Jesu Christi. Sie verheißt auch uns ewiges Leben und gibt uns ewige Heimat in Gott. Dem gilt es zu danken und zu feiern.
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Evangelium
Matthäus 13,54–58°
In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt und lehrte die Menschen in ihrer Synagoge, sodass sie außer sich gerieten vor Staunen und sagten: Woher hat er diese Weisheit und die Machttaten? ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria und sind nicht Jakóbus, Josef, Simon und Judas seine Brüder? Leben nicht auch alle seine Schwestern unter uns? Woher also hat er das alles?
Und sie nahmen Anstoß an ihm.
Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends ist ein Prophet ohne Ansehen außer in seiner Heimat und in seiner Familie. Und er wirkte dort nicht viele Machttaten wegen ihres Unglaubens.Impuls
Der Philosoph Immanuel Kant (1724–1804) hat gezeigt, dass der Mensch bei jeder Frage, die er stellt, auch etwas von sich selbst hineinlegt. Das hat nun zur Folge, dass die Antwort und damit die menschliche Erkenntnis letztlich nie vollkommen objektiv sein kann. Ein gutes Beispiel bietet uns das heutige Evangelium. Die Menschen in Jesu Heimatstadt entdecken an Jesus einen neuen Zug: seine Weisheit. Die verstört, weil sie nicht zu dem passt, was sie bisher von ihm kennen. Sie sind so von ihren Vorurteilen besetzt, dass sie ihn nicht begreifen können. Damit machen sie Jesus und seine Botschaft de facto unsichtbar. Das ist fatal, denn auch an sie richtet sie sich. So gesehen ist es sogar besser, wenn man Jesus aus einer gewissen Distanz und Unkenntnis heraus begegnet. Daraus kann viel leichter Neugier, ja sogar Interesse an ihm entstehen. Um die Botschaft vom Gottesreich braucht man sich keine Sorgen zu machen. Sie findet zu den Menschen, auch über alle Hindernisse hinweg.
Gebet
Guter Gott, du schenkst mir das Leben. Voller Freude danke ich dir dafür. ich bitte dich: Begleite mich alle zeiten meines Lebens und hilf mir, dass ich mich stets an dir orientiere. Sei gepriesen, guter Gott, in Ewigkeit. Amen.
Abendlob
O Gott, komm mir zu Hilfe
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und Karwoche)
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HYMNUS
Kv: Wo die Güte und die Liebe wohnt,
dort nur wohnt der Herr.
Wie ein Ring umschließt uns alle Christi Liebe.
Lasst uns jauchzen und mit Schalle ihm frohlocken.
Dem lebendgen Gott mit Zagen lasst uns nahen
und die Last des andern tragen guten Herzens. Kv
Da wir nun in einer Liebe uns vereinen:
Dass kein Hass die Eintracht trübe, lasst uns wachen.
Streit und Zwietracht, böses Sinnen sei uns ferne;
in uns wohne mitteninne Christ, der Herre. Kv
Bis wir einst, wie wir vertrauen, mit den Selgen
Christi Antlitz werden schauen, herrlich strahlend.
Freude wird uns Gott bereiten unermesslich
durch des Lebens Ewigkeiten ohne Ende. Kv
Nach »Ubi caritas et amor« (8. Jh.); GL 442 -
PSALM 113
Lobet, ihr Knechte des Herrn, *
lobt den Namen des Herrn!
Der Name des Herrn sei gepriesen *
von nun an bis in Ewigkeit.
Vom Aufgang der Sonne bis zum Untergang *
sei der Name des Herrn gelobt.
Der Herr ist erhaben über alle Völker, *
seine Herrlichkeit überragt die Himmel.
Wer gleicht dem Herrn, unserm Gott, *
im Himmel und auf Erden,
ihm, der in der Höhe thront, *
der hinabschaut in die Tiefe,
der den Schwachen aus dem Staub emporhebt *
und den Armen erhöht, der im Schmutz liegt?
Er gibt ihm einen Sitz bei den Edlen, *
bei den Edlen seines Volkes.
Die Frau, die kinderlos war, lässt er im Hause wohnen; *
sie wird Mutter und freut sich an ihren Kindern.
PSALM-GEBET: Barmherziger Gott, du schenkst uns Heil und erfüllst an uns deine Verheißungen. Mach uns froh im Glauben an dich. -
LESUNG
Apostelgeschichte 13,32–33
Paulus sagte in der Synagoge: So verkünden wir euch das Evangelium: Gott hat die Verheißung, die an die Väter ergangen ist, an uns, ihren Kindern, erfüllt, indem er Jesus auferweckt hat, wie es schon im zweiten Psalm heißt: Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt.
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Magnifikat – Lobgesang Mariens
Antiphon:
Die Menschen nahmen Anstoß an Jesus und lehnten ihn ab.
Zur Aufnahme des gesungenen Magnificat mit monatlich wechselnder Antiphon.
Magnifikat
Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)
Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen. -
Fürbitten
Gott, unser Vater, du bist uns allezeit nahe:
A: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Für alle Seelsorger und ihre Mitarbeiterinnen, die Pfarrgemeinden leiten.
– Für Menschen in Berufsgruppen, die auch an Sonn- und Feiertagen arbeiten müssen.
– Für eine gute Zusammenarbeit von Arbeitgebern und Gewerkschaften.
– Für alle, die in den Medien Verantwortung tragen.
Fügen Sie hier und bei den Fürbitten an allen weiteren Tagen ihre ganz persönlichen Anliegen ein und nehmen Sie aktuelle Krisen mit ins Gebet. -
Vaterunser
Gott ruft uns als sein Volk zusammen, damit wir ihm folgen. Wir beten mit den Worten Jesu: Vater unser im Himmel …
Segen
Gott, komm zu uns mit deinem Wort,
das unseren Erwartungen entgegensteht.
Komm zu uns mit deinem Wort,
das uns aufrüttelt und uns zu dir zurückführt.
Komm zu uns mit deinem Wort,
in dem du uns zum Segen wirst. Amen.