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Heute in Te Deum

Mittwoch · 23. April 2014

Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater,
zu meinem Gott und zu eurem Gott.

Johannes 20,17d


Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)

Hymnus

Du guter Schöpfer allen Seins,
blick auf uns, die du führst und lenkst;
wir sind noch eingetaucht in Schlaf,
befreie uns von träger Ruh.

Dich, Christus, Heil’ger, bitten wir,
vergib uns gütig unsre Schuld.
Zu deinem Lobpreis stehn wir auf
und brechen ab die Ruh der Nacht.

Wir heben Herz und Händ’ empor,
wie es uns einstmals der Prophet
bei Nacht zu tun geboten hat
und Paulus durch sein Tun uns lehrt.

Du siehst, was Böses wir getan,
verborgne Taten sein dir kund,
und unter Tränen bitten wir:
erlass uns, was uns wurd’ zur Schuld.

Dir, Christus, König voller Huld,
dir, Vater, sei die Herrlichkeit,
zugleich auch mit dem Tröstergeist
für alle Zeit und Ewigkeit. Amen.
Nach „Rerum creator optime“, 6. Jahrhundert (?)
Melodie: GL 675

PSALM 21

Verse 2–8

An deiner Macht, Herr, freut sich der König; *
über deine Hilfe, wie jubelt er laut!
Du hast ihm den Wunsch seines Herzens erfüllt, *
ihm nicht versagt, was seine Lippen begehrten.
Du kamst ihm entgegen mit Segen und Glück, *
du kröntest ihn mit einer goldenen Krone.
Leben erbat er von dir, du gabst es ihm, *
viele Tage, für immer und ewig.
Groß ist sein Ruhm durch deine Hilfe, *
du hast ihn bekleidet mit Hoheit und Pracht.
Du machst ihn zum Segen für immer; *
wenn du ihn anblickst, schenkst du ihm große Freude.
Denn der König vertraut auf den Herrn, *
die Huld des Höchsten lässt ihn niemals wanken.
Psalm-Gebet
Barmherziger Gott, komm uns entgegen mit Segen und dem Leben, das du uns in der Auferstehung Jesu eröffnet hast.

Lesung

Johannes 20,13

Die Engel sagten zu Maria: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.

Benedictus - Lobgesang des Zacharias

Antiphon:

Maria sah zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten.

Bitten

Wir beten zu Jesus Christus, der seinen Jüngern erschienen ist:
A: Herr, bleibe bei uns.
– Trockne unsere Tränen und tröste uns.
– Hilf uns, dich zu finden.
– Mach uns zu Boten deiner Freude.

Vaterunser

Gott lässt sich von uns finden. Er offenbart sich uns und ruft uns in seine Nähe. So beten wir, wie es uns Jesus Christus gelehrt hat: Vater unser im Himmel …

Segen

Gott, antworte auf unsere Suche nach dir
und erfülle deine Verheißung,
dass dein Sohn in der Mitte derer sein wird,
die in deinem Geist beten.
Segne uns, dass du bei uns bist und uns nahe bleibst.
Amen.

Ora et labora

Zerschlage den hochmut mach mich einfach
laß mich wasser sein das man trinken kann
wie kann ich reden wenn meine tränen nur für mich sind
nimm mir das private eigentum und den wunsch danach
gib und ich lerne geben
Gib mir die gabe der tränen gott
gib mir die gabe der sprache
gib mir das wasser des lebens

Dorothee Sölle (1929–2003; evangelische Theologin)

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Gott, dein Wort heile uns und mache uns bereit, dich zu loben.

Lesung

Apostelgeschichte 3,1–10

In jenen Tagen gingen Petrus und Johannes um die neunte Stunde zum Gebet in den Tempel hinauf. Da wurde ein Mann herbeigetragen, der von Geburt an gelähmt war. Man setzte ihn täglich an das Tor des Tempels, das man die Schöne Pforte nennt; dort sollte er bei denen, die in den Tempel gingen, um Almosen betteln.
Als er nun Petrus und Johannes in den Tempel gehen sah, bat er sie um ein Almosen. Petrus und Johannes blickten ihn an und Petrus sagte: Sieh uns an! Da wandte er sich ihnen zu und erwartete, etwas von ihnen zu bekommen.
Petrus aber sagte: Silber und Gold besitze ich nicht. Doch was ich habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, geh umher!
Und er fasste ihn an der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich kam Kraft in seine Füße und Gelenke; er sprang auf, konnte stehen und ging umher. Dann ging er mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott. Alle Leute sahen ihn umhergehen und Gott loben.
Sie erkannten ihn als den, der gewöhnlich an der Schönen Pforte des Tempels saß und bettelte. Und sie waren voll Verwunderung und Staunen über das, was mit ihm geschehen war.

Impuls

Die Erzählung von der Heilung des Gelähmten leitet im Buch der Apostelgeschichte eine größere literarische Einheit ein: in ihrem Anschluss hält Petrus eine missionarische Rede; danach müssen die beiden Apostel sich wegen ihres Glaubens und Handelns vor dem Hohen Rat verantworten; dieser versucht erfolglos, sie mit Drohungen einzuschüchtern und so fortan zum Schweigen zu zwingen, muss sie aber wieder freigeben, nicht zuletzt, weil viele das wirksame Zeichen miterlebt haben; die Apostel finden sich anschließend mit ihrer Gemeinschaft zum Gebet zusammen und alle werden vom Heiligen Geist erfüllt; sie fühlen sich daraufhin in ihrer Verkündigung bestätigt und setzen sie furchtlos fort! Dieses Wunder der Heilung ist, genau wie alle anderen von Jesus und den Aposteln im Neuen Testament berichteten, unlösbar an Gottesglauben und -vertrauen gebunden, sowohl auf der Seite desjenigen, der Heilung ermöglicht, als auch auf dessen, der sie erfährt. Petrus schenkt nicht aus eigener Kraft Heilung, sie kommt letztlich allein von Gott und sie geschieht im Namen dessen, den Gott von den Toten auferweckt hat!

Evangelium

Johannes 20,11–18

In jener Zeit stand Maria draußen vor dem Grab und weinte. Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein. Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen, den einen dort, wo der Kopf, den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten. Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du? Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.
Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war. Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du? Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast, sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen.
Jesus sagte zu ihr: Maria! Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf Hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt: Meister. Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.
Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte.

Impuls

Es ist immer wieder faszinierend, die Erzählungen zum Ostergeschehen in den Evangelien zu meditieren. Trotz unterschiedlicher Beschreibungen im Detail (Zahl und Namen der Frauen, Zahl der Gottesboten, Wortlaut der Engelsbotschaft, Naturerscheinungen, Gemütszustand der Frauen angesichts der Erfahrung am Grab, sofortiges respektive zögerliches Verkünden der Guten Nachricht) fallen wichtige Gemeinsamkeiten ins Auge: das Geschehen selber wird mit keinem Wort beschrieben; übereinstimmend sind Frauen die Ersten, denen die Botschaft zuteil wird (bei Matthäus, Markus und Johannes erscheint der Auferstandene auch zuerst den Frauen); der Auferstandene schenkt bei seinen Begegnungen stets Frieden und möchte den Jüngerinnen und Jüngern die Furcht nehmen. Diese fühlen sich ihrem Meister nach wie vor innigst verbunden; Maria bringt das zum Ausdruck mit dem zärtlichen Rabbuni, Meister. Und trotzdem: etwas Wesentliches ist anders geworden. Johannes umschreibt dies ganz feinfühlig mit dem dezidierten Ausspruch des Auferstandenen: Halte mich nicht fest. Die Ostererfahrung ist nicht mit Händen greifbar, sie ist im Glauben erfahrbar. Sie leuchtet auch in unserem Leben in einzigartigen Augenblicken, Erlebnissen und Begegnungen auf. Festhalten können wir sie nicht, aber in unserem Herzen bewahren schon!

Gebet

Guter Gott, wir glauben, dass Auferstehung zum Leben nicht erst etwas für die Ewigkeit ist, sondern in unserer Welt schon zum Tragen kommt, wenn wir es zulassen. Der Glaube an die Auferweckung Jesu hat seine Freunde zu einem neuen, veränderten und engagierten Leben geführt. Umarme auch uns mit deinem heiligen Geist, damit wir nicht nur von gelungenem, aufrechtem, würdevollem Leben sprechen und träumen, sondern uns dafür einsetzen, dass es Wirklichkeit wird, für uns und für andere. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)

HYMNUS

Dir gebührt unser Lob,
dir unser rühmendes Lied!
Dir, o Gott, sei Ehre und Ruhm:
dem Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
jetzt und immer und in Ewigkeit. Amen.
Nach „Te decet laus, te decet hymnus“; frühchristlich

PSALM 18

Verse 2b–7.17–20

Ich will dich rühmen, Herr, meine Stärke, *
Herr, du mein Fels, meine Burg, mein Retter,
mein Gott, meine Feste, in der ich mich berge, *
mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht.
Ich rufe: Der Herr sei gepriesen!, *
und ich werde vor meinen Feinden gerettet.
Mich umfingen die Fesseln des Todes, *
mich erschreckten die Fluten des Verderbens.
Die Bande der Unterwelt umstrickten mich, *
über mich fielen die Schlingen des Todes.
In meiner Not rief ich zum Herrn *
und schrie zu meinem Gott.
Aus seinem Heiligtum hörte er mein Rufen, *
mein Hilfeschrei drang an sein Ohr.
Er griff aus der Höhe herab und fasste mich, *
zog mich heraus aus gewaltigen Wassern.
Er entriss mich meinen mächtigen Feinden, *
die stärker waren als ich und mich hassten.
Sie überfielen mich am Tag meines Unheils, *
doch der Herr wurde mein Halt.
Er führte mich hinaus ins Weite, *
er befreite mich, denn er hatte an mir Gefallen.
Psalm-Gebet
Gott, unser Vater, du bist uns Heil und Rettung. Rette uns aus Not und Bedrängnis, damit wir die Kraft der Auferstehung erfahren.

LESUNG

Apostelgeschichte 3,7–8

Petrus fasste den Gelähmten an der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich kam Kraft in seine Füße und Gelenke; er sprang auf, konnte stehen und ging umher. Dann ging er mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott.

Magnifikat – Lobgesang Mariens

Antiphon:

Jesus sagte zu Maria: Frau, warum weinst du? Wen suchst du?

Fürbitten

Wir beten zu Gott, dem Helfer aller, die auf ihn vertrauen:
A: Gott, erhöre unser Gebet.
– Für die Christen im Nahen Osten.
– Für alle, die sich in unserem Land ehrenamtlich engagieren.
– Für unsere Kranken und alle, denen die Sorge für sie anvertraut ist.
– Für alle Menschen, die unter einer Behinderung leiden.

Vaterunser

Gottes Freude ist der lebendige Mensch. In Jesu Auferstehung richtet er uns auf, damit wir zu ihm gehen können. Wir beten: Vater unser im Himmel …

Segen

Gott, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat,
das hast du denen bereitet, die dich lieben.
Segne uns mit der Freude über deine Gaben
und mit dem Willen, sie zu schätzen und aus ihnen zu leben.
Amen.

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