Sonntag · 15. März 2026
4. FASTENSONNTAG
LÄTARE
Ich bin zum Gericht in diese Welt gekommen,
auf dass die da nicht sehen, sehend werden,
und die da sehen, blind werden.
Johannes 9,39b
Morgenlob
Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und in der Karwoche)
-
Hymnus
Du Schöpfer, Gott, erhöre uns,
wir flehen dein Erbarmen an.
Lass uns in dieser Fastenzeit
erfüllt von deiner Gnade sein.
Dein Blick durchdringt des Menschen Herz,
du weißt, wie arm und schwach wir sind:
Wenn du es nicht vollendest, Herr,
dann können wir nichts Gutes tun.
Wir weichen oft vom Wege ab
und fallen in des Bösen Macht;
nun bitten wir voll Reue dich:
Vergib uns alle Sünd und Schuld.
Lass uns vertrauen deinem Wort,
Versöhnung stiften in Geduld,
damit das Herz mit neuer Kraft
sich frei zu dir erheben kann.
O heilige Dreifaltigkeit,
du Gott in einer Wesenheit:
Gib, dass wir suchen dich allein
und einst an dir uns ewig freun. Amen.
Nach »Audi, benigne Conditor«, Gregor d. Gr. († 604) zugeschrieben,
Stundengebet Abtei Kellenried -
PSALM 123
Ich erhebe meine Augen zu dir, *
der du hoch im Himmel thronst. (Ant)
Wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn, *
wie die Augen der Magd auf die Hand ihrer Herrin,
so schauen unsre Augen auf den Herrn, unsern Gott, *
bis er uns gnädig ist. (Ant)
Sei uns gnädig, Herr, sei uns gnädig! *
Denn übersatt sind wir vom Hohn der Spötter,
übersatt ist unsre Seele von ihrem Spott, *
von der Verachtung der Stolzen. (Ant)
PSALM-GEBET: Gütiger Gott, bei dir sind wir geborgen und auf dich dürfen wir vertrauen. -
Lesung
Johannes 9,39–41
Da sprach Jesus: Um zu richten, bin ich in diese Welt gekommen: damit die Blinden sehend und die Sehenden blind werden. Einige Pharisäer, die bei ihm waren, hörten dies. Und sie fragten ihn: Sind etwa auch wir blind? Jesus antwortete ihnen: Wenn ihr blind wärt, hättet ihr keine Sünde. Jetzt aber sagt ihr: Wir sehen. Darum bleibt eure Sünde.
Benedictus - Lobgesang des Zacharias
Antiphon:
Wenn dieser Mensch nicht von Gott wäre, dann hätte er gewiss nichts ausrichten können.
Zur Aufnahme des gesungenen Benedictus mit monatlich wechselnder Antiphon.
Benedictus
Lobgesang des Zacharias (Lk 1,68-79)
Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! *
Denn er hat sein Volk besucht
und ihm Erlösung geschaffen;er hat uns einen starken Retter erweckt *
im Hause seines Knechtes David.So hat er verheißen von alters her *
durch den Mund seiner heiligen Propheten.Er hat uns errettet vor unseren Feinden *
und aus der Hand aller, die uns hassen;er hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet /
und an seinen heiligen Bund gedacht, *
an den Eid, den er unserm Vater Abraham geschworen hat;er hat uns geschenkt, dass wir, aus Feindeshand befreit, /
ihm furchtlos dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit *
vor seinem Angesicht all unsre Tage.Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; /
denn du wirst dem Herrn vorangehn *
und ihm den Weg bereiten.Du wirst sein Volk mit der Erfahrung des Heils beschenken *
in der Vergebung der Sünden.Durch die barmherzige Liebe unseres Gottes *
wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,um allen zu leuchten, die in Finsternis sitzen
und im Schatten des Todes, *
und unsre Schritte zu lenken auf den Weg des Friedens.Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen. -
Bitten
Jesus Christus, in dir begegnen wir dem Vater. Wir bitten dich um einen weiten Blick und rufen zu dir:
A: Herr, erbarme dich.
– Öffne unsere Augen für dein wunderbares Tun.
– Mach uns bereit, zu dir zu stehen.
– Heilige unser Leben, damit wir dir gefallen. -
Vaterunser
Wir gehen unseren Weg, solange wir das Licht des Lebens haben, und hoffen darauf, danach in Gottes Reich einzugehen. So beten wir: Vater unser im Himmel …
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Ora et labora
Entfällt sonntags.
Segen
Gott, unser Vater, segne uns.
Erleuchte uns mit deinem Licht.
Öffne unsere Augen für deine Wirklichkeit.
Lass uns deine Herrlichkeit widerspiegeln. Amen.
Schriftlesung
Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.
Allmächtiger Gott, erleuchte uns durch dein Wort.
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1. Lesung
1 Samuel 16,1b.6–7.10–13b°
In jenen Tagen sprach der HERR zu Sámuel: Fülle dein Horn mit Öl und mach dich auf den Weg!
Ich schicke dich zu dem Betlehemíter Ísai; denn ich habe mir einen von seinen Söhnen als König ausersehen.
Als Sámuel den Éliab sah, dachte er: Gewiss steht nun vor dem HERRN sein Gesalbter. Der HERR aber sagte zu Sámuel: Sieh nicht auf sein Aussehen und seine stattliche Gestalt, denn ich habe ihn verworfen; Gott sieht nämlich nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der HERR aber sieht das Herz.
So ließ Ísai sieben seiner Söhne vor Sámuel treten, aber Sámuel sagte zu Ísai: Diese hat der HERR nicht erwählt. Und er fragte Ísai: Sind das alle jungen Männer? Er antwortete: Der jüngste fehlt noch, aber der hütet gerade die Schafe. Sámuel sagte zu Ísai: Schick jemand hin und lass ihn holen; wir wollen uns nicht zum Mahl hinsetzen, bevor er hergekommen ist. Ísai schickte also jemand hin und ließ ihn kommen. David war rötlich, hatte schöne Augen und eine schöne Gestalt. Da sagte der HERR: Auf, salbe ihn! Denn er ist es.
Sámuel nahm das Horn mit dem Öl und salbte David mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des HERRN war über David von diesem Tag an.Impuls
Der Diakon und Holzbildhauer Ralf Knoblauch hat bisher über 1000 Königsfiguren gestaltet, die auf allen Kontinenten stehen. Jede dieser Figuren hat eine Krone auf dem Haupt, hält sie in der Hand oder sie liegt neben ihm. Mit diesen Figuren wirbt Ralf Knoblauch für die königliche Würde eines jeden Menschen. Sie sind wie Weckrufe, die daran erinnern, dass sie jedem Menschen ausnahmslos zukommt. Seine königliche Würde hat jeder Mensch von Gott her. Weil er ein Geschöpf Gottes, sein Abbild ist, kommt ihm diese Würde zu. Und sie kann ihm nicht genommen werden. Egal, welches Leid einem Menschen widerfährt, wie viel Folter, wie viel Erniedrigung – die Würde bleibt. In der katholischen Tauffeier kommt diese zum Ausdruck in der Salbung des Täuflings mit Chrisamöl nach der eigentlichen Taufe. Dieser Ritus schließt an die Erzählung der Salbung Davids zum König an. Als Religionslehrer an unserer Schule bin ich zum Thema Taufe mit den Schülern immer in unsere Schulkapelle gegangen und habe sie eingeladen, mal wie ein König durch den Raum zu gehen. Intuitiv haben alle gewusst, wie ein König schreitet. Aufrecht, erhobenen Hauptes, würdevoll. Intuitiv ist unser Königtum in uns verankert. Ich kann bei meinen Wegen heute, die ich zu Fuß zurücklege, einmal bewusst aufrecht, erhobenen Hauptes gehen und mir damit meine königliche Würde bewusst machen.
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2. Lesung
Epheser 5,8–14°
Schwestern und Brüder! Einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Lebt als Kinder des Lichts! Denn das Licht bringt lauter Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit hervor.
Prüft, was dem Herrn gefällt, und habt nichts gemein mit den Werken der Finsternis, die keine Frucht bringen, deckt sie vielmehr auf! Denn von dem, was sie heimlich tun, auch nur zu reden, ist schändlich.
Alles, was aufgedeckt ist, wird vom Licht erleuchtet. Denn alles Erleuchtete ist Licht. Deshalb heißt es: Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten und Christus wird dein Licht sein.Impuls
»Stehen wir also endlich einmal auf!« (RB Prol 8) – Mit diesen Worten mahnt der heilige Benedikt seine Mönche, als wache Menschen zu leben. Nicht vor sich hindümpeln, belanglos in der Masse mitlaufen, das Leben irgendwie bewältigen. Christen sind erleuchtete Menschen, Menschen, in denen Christus als das Licht der Welt wirkt und durch sie hineinstrahlt in die Welt. Zu diesem Leben aus und mit Christus sollen wir aufstehen, uns wachrütteln lassen. Jeden Morgen neu darf dieses geschehen. Vielleicht kann ich mir den Satz »Wach auf, du Schläfer, und steh auf von den Toten und Christus wird dein Licht sein« oder den Satz des heiligen Benedikt »Stehen wir also endlich einmal auf!« auf eine Karte notieren und diese mir in die Nähe meines Bettes stellen – so dass ich sie jeden Morgen, wenn ich aufstehe, sehe! Und jeden Morgen erinnert werde, dass mir ein neuer Tag geschenkt ist, den ich wach und lebendig leben darf – erleuchtet, durchleuchtet von Christus.
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Evangelium
Johannes 9,1–41 (Kf: 9,1.6–9.13–17.34–38)°
In jener Zeit sah Jesus unterwegs einen Mann, der seit seiner Geburt blind war. < Da fragten ihn seine Jünger: Rabbi, wer hat gesündigt? Er selbst oder seine Eltern, sodass er blind geboren wurde?
Jesus antwortete: Weder er noch seine Eltern haben gesündigt, sondern die Werke Gottes sollen an ihm offenbar werden. Wir müssen, solange es Tag ist, die Werke dessen vollbringen, der mich gesandt hat; es kommt die Nacht, in der niemand mehr wirken kann. Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.
Als er dies gesagt hatte, > [Jesus] spuckte [er] auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schilóach! Das heißt übersetzt: der Gesandte. Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen.
Die Nachbarn und jene, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte? Einige sagten: Er ist es. Andere sagten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich. Er selbst aber sagte: Ich bin es. < Da fragten sie ihn: Wie sind deine Augen geöffnet worden?
Er antwortete: Der Mann, der Jesus heißt, machte einen Teig, bestrich damit meine Augen und sagte zu mir: Geh zum Schilóach und wasch dich! Ich ging hin, wusch mich und konnte sehen. Sie fragten ihn: Wo ist er? Er sagte: Ich weiß es nicht.
> Da brachten sie den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern. Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Teig gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte.
Auch die Pharisäer fragten ihn, wie er sehend geworden sei. Er antwortete ihnen: Er legte mir einen Teig auf die Augen und ich wusch mich und jetzt sehe ich. Einige der Pharisäer sagten: Dieser Mensch ist nicht von Gott, weil er den Sabbat nicht hält. Andere aber sagten: Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun? So entstand eine Spaltung unter ihnen. Da fragten sie den Blinden noch einmal: Was sagst du selbst über ihn? Er hat doch deine Augen geöffnet. Der Mann sagte: Er ist ein Prophet. <
Die Juden aber wollten nicht glauben, dass er blind gewesen und sehend geworden war. Daher riefen sie die Eltern des von der Blindheit Geheilten und fragten sie: Ist das euer Sohn, von dem ihr sagt, dass er blind geboren wurde? Wie kommt es, dass er jetzt sieht?
Seine Eltern antworteten: Wir wissen, dass er unser Sohn ist und dass er blind geboren wurde. Wie es kommt, dass er jetzt sieht, das wissen wir nicht. Und wer seine Augen geöffnet hat, das wissen wir auch nicht. Fragt doch ihn selbst, er ist alt genug und kann selbst für sich sprechen!
Das sagten seine Eltern, weil sie sich vor den Juden fürchteten; denn die Juden hatten schon beschlossen, jeden, der ihn als den Christus bekenne, aus der Synagoge auszustoßen. Deswegen sagten seine Eltern: Er ist alt genug, fragt ihn selbst!
Da riefen die Pharisäer den Mann, der blind gewesen war, zum zweiten Mal und sagten zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist. Er antwortete: Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht. Nur das eine weiß ich, dass ich blind war und jetzt sehe.
Sie fragten ihn: Was hat er mit dir gemacht? Wie hat er deine Augen geöffnet?
Er antwortete ihnen: Ich habe es euch bereits gesagt, aber ihr habt nicht gehört. Warum wollt ihr es noch einmal hören? Wollt etwa auch ihr seine Jünger werden?
Da beschimpften sie ihn: Du bist ein Jünger dieses Menschen; wir aber sind Jünger des Mose. Wir wissen, dass zu Mose Gott gesprochen hat; aber von dem da wissen wir nicht, woher er kommt.
Der Mensch antwortete ihnen: Darin liegt ja das Erstaunliche, dass ihr nicht wisst, woher er kommt; dabei hat er doch meine Augen geöffnet. Wir wissen, dass Gott Sünder nicht erhört; wer aber Gott fürchtet und seinen Willen tut, den erhört er. Noch nie hat man gehört, dass jemand die Augen eines Blindgeborenen geöffnet hat. Wenn dieser nicht von Gott wäre, dann hätte er gewiss nichts ausrichten können.
Sie entgegneten ihm: Du bist ganz und gar in Sünden geboren und du willst uns belehren? Und sie stießen ihn hinaus.
Jesus hörte, dass sie ihn hinausgestoßen hatten, und als er ihn traf, sagte er zu ihm: Glaubst du an den Menschensohn?
Da antwortete jener und sagte: Wer ist das, Herr, damit ich an ihn glaube?
Jesus sagte zu ihm: Du hast ihn bereits gesehen; er, der mit dir redet, ist es.
Er aber sagte: Ich glaube, Herr! Und er warf sich vor ihm nieder. < Da sprach Jesus: Um zu richten, bin ich in diese Welt gekommen: damit die nicht Sehenden sehen und die Sehenden blind werden.
Einige Pharisäer, die bei ihm waren, hörten dies. Und sie fragten ihn: Sind etwa auch wir blind?
Jesus sagte zu ihnen: Wenn ihr blind wärt, hättet ihr keine Sünde. Jetzt aber sagt ihr: Wir sehen. Darum bleibt eure Sünde.Impuls
Wir Menschen neigen dazu, uns einfache Erklärungsmuster zu suchen für die Dinge, wie sie in der Welt geschehen. Gerade in einer Welt, die immer komplexer wird, die Probleme immer größer werden, suchen viele den Ausweg in einfachen Mustern, Erklärungen und angeblichen Lösungen. Zu diesen einfachen Erklärungsmustern gehört auch der sogenannte Tun-Ergehen-Zusammenhang. So wie es mir gerade geht, ist eine Folge meines Tuns. Und Krankheit – so das Denken der Jünger und auch der Pharisäer und Schriftgelehrten – ist eine Folge von Sünde; auch über Generationen hinweg. Und so ist es für sie nur selbstverständlich, dass die Blindheit des Mannes Folge der Sünde ist. Das stellen sie nicht infrage – sie fragen nur danach, wer denn gesündigt hat. Jesus dagegen macht deutlich, dass die Blindheit des Mannes keine Folge von Sünde ist, sondern dass an dem Blinden die Werke Gottes offenbar werden sollen. Aber anstelle sich über die Heilung des Blinden zu freuen, zweifeln die Schriftgelehrten und die Pharisäer an der Vollmacht Jesu und finden scheinbar Gründe, warum Jesus kein Prophet ist, der im Namen Gottes gekommen ist; warum er nicht fähig sein kann, solch ein Wunder zu vollbringen. Am Ende erkennt der Geheilte Jesus als den Menschensohn und damit als den von Gott Gesandten an. Dass die Pharisäer ihn aus ihrer Mitte hinaus gestossen haben, weil sie sich von ihm nicht belehren lassen wollten, hält ihn davon nicht ab. Er vertraut nicht auf die Schriftgelehrten, auf ihre Gesetze, sondern auf die Erfahrung, die er gemacht hat und auf die Barmherzigkeit Gottes, die Jesus ihm geschenkt hat. Das ist wiederum die Sprengkraft, die in dieser Erzählung liegt: Die Aufhebung des Tun-Ergehens-Zusammenhang und der Hinweis auf die Barmherzigkeit Gottes, die dem geheilten geschenkt wird. Wir sind alle eingeladen, immer neu sehend zu werden, unsere eigene Blindheit heilen zu lassen und Gottes Barmherzigkeit uns schenken zu lassen.
Gebet
Gott, weil wir deine Geschöpfe sind, haben wir alle eine königliche Würde. Diese kann uns keiner nehmen. Lass uns königlich leben – aufrecht und mit Würde. Und im Wissen um deine Barmherzigkeit mit uns. Gib, dass unser Einsatz wie der eines guten Königs den Schwachen und Unterdrückten gilt. Amen.
Abendlob
O Gott, komm mir zu Hilfe
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit und Karwoche)
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HYMNUS
Guter König und Herr,
der uns das Licht erschuf,
der dem Wechsel der Zeit
sichere Ordnung gab –
da die Sonne nun sinkt
und sich das Dunkel mehrt,
sei uns Leuchte und Licht,
Christus, dein Angesicht.
Wie du Israels Volk
einst durch die Nacht geführt,
ihm als feuriger Schein
Richtung und Weg gezeigt,
so geleite auch uns,
die wir im Finstern gehn,
zieh uns leuchtend voran,
Flamme, die nie erlischt.
Was kann würdiger sein
nun, da der Tag sich neigt,
als dem währenden Licht
Lob und Gesang zu weihn:
Gott, der strahlend im Glanz
ewiger Helle wohnt,
ihm sei Ehre und Preis
jetzt und durch alle Zeit. Amen.
Nach »Inventor rutili, dux bone, luminis«, Prudentius († nach 405),
Stundenbuch -
PSALM 23
(Der Herr ist mein Hirte, *
nichts wird mir fehlen.)
Er lässt mich lagern auf grünen Auen *
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Er stillt mein Verlangen; *
er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem NAmen.
Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, *
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir, *
dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.
Du deckst mir den Tisch *
vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl, *
du füllst mir reichlich den Becher.
Lauter Güte und Huld werden mir folgen *
mein Leben lang,
und im Haus des Herrn *
darf ich wohnen für lange Zeit.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
PSALM-GEBET: Gott, du guter Hirte deines Volkes, behüte uns und sorge dich um uns, heile die Kranken und Verletzten und führe alle zurück, die sich verloren haben. -
LESUNG
Epheser 5,10–12
Prüft, was dem Herrn gefällt, und habt nichts gemein mit den Werken der Finsternis, die keine Frucht bringen, sondern deckt sie auf! Denn man muss sich schämen, von dem, was sie heimlich tun, auch nur zu reden.
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Magnifikat – Lobgesang Mariens
Antiphon:
Da sprach Jesus: Um zu richten, bin ich in diese Welt gekommen: damit die Blinden sehend und die Sehenden blind werden.
Zur Aufnahme des gesungenen Magnificat mit monatlich wechselnder Antiphon.
Magnifikat
Lobgesang Mariens (Lk 1, 46-55)
Meine Seele preist die Größe des Herrn, *
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. *
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter!Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, *
und sein Name ist heilig.Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht *
über alle, die ihn fürchten.Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: *
er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;er stürzt die Mächtigen vom Thron *
und erhöht die Niedrigen.Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben *
und lässt die Reichen leer ausgehn.Er nimmt sich seines Knechtes Israel an *
und denkt an sein Erbarmen,das er unsern Vätern verheißen hat, *
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen. -
Fürbitten
Gott, du bist deinem Volk nahe und leitest es mit Kraft und Fürsorge. Wir rufen zu dir:
A: Höre die Gebete deines Volkes.
– Um die Freude des Heiligen Geistes für alle Christen, die mit Hoffnung Ostern erwarten.
– Um ein Ende der Gewalt für alle Staaten, die unter Bürgerkriegen leiden.
– Um Hilfe für alle, die von anderen ausgenutzt und missbraucht werden.
– Um Trost für alle, die seelisch schwer bedrängt sind und leiden. -
Vaterunser
Gott sieht in unser Herz, er weiß um unsere Schwäche und um unsere Sehnsucht nach ihm. All das fassen wir zusammen mit den Worten Jesu: Vater unser im Himmel …
Segen
Gott, segne uns, indem du uns zu deinen Kindern erwählst.
Segne uns, indem du uns mit deinen Gaben beschenkst.
Segne uns, indem du uns in deinen Dienst rufst. Amen.