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Heute in Te Deum

Sonntag · 26. Oktober 2014

30. Sonntag im Jahreskreis
19. Sonntag nach Trinitatis

Du sollst den Herrn, deinen Gott,
lieben von ganzem Herzen,
von ganzer Seele und von ganzem Gemüt.

Matthäus 22,37b

Weltmissionssonntag
Die katholische Kirche feiert heute den Weltmissionssonntag. Damit erinnert sie an die solidarische Verantwortung der Kirchen füreinander und an den Auftrag Jesu, in der ganzen Welt und Schöpfung das Evangelium einzupflanzen. Für diese Weitergabe des lebendigen Wortes Gottes ist jeder Gläubige mitverantwortlich.

Österreichischer Nationalfeiertag
Der erste Tag, an dem nach zehn Jahren Besatzungszeit keine fremden Truppen mehr auf österreichischem Hoheitsgebiet standen, war der 26. Oktober 1955. An diesem Tag beschloss der österreichische Nationalrat in Form eines Verfassungsgesetzes die »Immerwährende Neutralität«. Diese Bedingung hatten die Alliierten für den Abzug ihrer Truppen gestellt. Der von 1955 bis 1964 begangene so genannte »Tag der Fahne« wurde 1965 zum »Nationalfeiertag«. Seit 1967 gilt an diesem Tag auch die Feiertagsruhe.

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)

Hymnus

Halleluja! Steig empor, lichter Morgenstern!
Halleluja! Geh hervor, ew’ges Wort des Herrn!

Komm, verborgner Gast im Brot, komm in Majestät!
Wir verkünden deinen Tod, bis die Welt vergeht.

Wandle dieser Welt Gestalt, die in Wehen schreit!
Komm, Herr Jesus, komme bald, komm in Herrlichkeit!
Neues Stundenbuch

PSALM 18

Verse 2–4.7.47.51.50

Ich will dich rühmen, Herr, meine Stärke, *
Herr, du mein Fels, meine Burg, mein Retter,
mein Gott, meine Feste, in der ich mich berge, *
mein Schild und sicheres Heil, meine Zuflucht.
Ich rufe: Der Herr sei gepriesen!, *
und ich werde vor meinen Feinden gerettet.
In meiner Not rief ich zum Herrn *
und schrie zu meinem Gott.
Aus seinem Heiligtum hörte er mein Rufen, *
mein Hilfeschrei drang an sein Ohr.
Es lebt der Herr! Mein Fels sei gepriesen. *
Der Gott meines Heils sei hoch erhoben;
Seinem König verlieh er große Hilfe, /
Huld erwies er seinem Gesalbten, *
David und seinem Stamm auf ewig.
Darum will ich dir danken, Herr, vor den Völkern, *
ich will deinem Namen singen und spielen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
Psalm-Gebet
Barmherziger Gott, mach uns fähig, dich zu loben und zu preisen für alle deine großen Taten und für die Liebe, die du uns immer erwiesen hast.

Lesung

Matthäus 22,37–39

Jesus antwortete dem Gesetzeslehrer: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Benedictus - Lobgesang des Zacharias

Antiphon:

Ein Gesetzeslehrer fragte Jesus: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?

Bitten

Gott, du bist die Liebe und schenkst uns immer wieder neu deine Liebe. Wir bitten dich:
A: Gott, komm deinem Volk zu Hilfe.
– Richte unsere Leben auf dich aus.
– Lehre uns, immer mehr nach deinem Willen zu fragen.
– Lass deine Liebe unser Tun bestimmen.

Vaterunser

Als Getaufte leben wir in Einheit mit Gott und allen Gliedern der Kirche. Gemeinsam beten wir zu unserem Vater: Vater unser im Himmel …

Segen

Gott, segne uns mit einer Liebe,
die jedem mit Geduld begegnet,
die in jedem das Gute sieht,
die an dich glaubt und für jeden Menschen hofft.
Segne uns mit einer Liebe, die uns mit dir vereinigt.
Amen.

Ora et labora

Entfällt sonntags.

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Treuer Gott, hilf uns, dein Wort auch in Schwierigkeiten anzunehmen.

1. Lesung

Exodus 22,20–26

So spricht der Herr: Einen Fremden sollst du nicht ausnützen oder ausbeuten, denn ihr selbst seid in Ägypten Fremde gewesen. Ihr sollt keine Witwe oder Waise ausnützen. Wenn du sie ausnützt und sie zu mir schreit, werde ich auf ihren Klageschrei hören. Mein Zorn wird entbrennen und ich werde euch mit dem Schwert umbringen, sodass eure Frauen zu Witwen und eure Söhne zu Waisen werden.
Leihst du aus meinem Volk, einem Armen, der neben dir wohnt, Geld, dann sollst du dich gegen ihn nicht wie ein Wucherer benehmen. Ihr sollt von ihm keinen Wucherzins fordern. Nimmst du von einem Mitbürger den Mantel zum Pfand, dann sollst du ihn bis Sonnenuntergang zurückgeben; denn es ist seine einzige Decke, der Mantel, mit dem er seinen bloßen Leib bedeckt. Worin soll er sonst schlafen? Wenn er zu mir schreit, höre ich es, denn ich habe Mitleid.

Impuls

Die Bundeszusage Gottes an sein Volk ist geknüpft an einen Verhaltenskodex, der aus der Sicht der Schwachen formuliert ist. Und wie gut ist es, dass die Grundregeln zum Schutz der Benachteiligten in der Gesetzgebung vieler Staaten fest verankert sind. Dass hierzulande niemand mehr hungern muss, entbindet uns jedoch nicht von der Verpflichtung, unsere Gesellschaft von unten her zu betrachten. Gott hält nichts vom darwinistischen Prinzip, das nur den Stärksten überleben lässt. Wenn Ellbogen notwendig sind, um die eigene Existenz zu sichern, ist mit Gottes Segen nicht zu rechnen. Eine der großen Aufgaben, die wir zu bewältigen haben, ist, unseren Kinder und Jugendlichen die Hoffnung auf eine Gott wohlgefällige Zukunft zu vermitteln. Ihnen die Perspektive zu schaffen, dass für sie ein Platz in einer fairen Gesellschaft vorgesehen ist, die keinen Wucherzins an nachfolgende Generationen vererbt. Die Schreie der Mutlosigkeit sind leise.

2. Lesung

1 Thessalonicher 1,5c–10

Schwestern und Brüder! Ihr wisst selbst, wie wir bei euch aufgetreten sind, um euch zu gewinnen. Und ihr seid unserem Beispiel gefolgt und dem des Herrn; ihr habt das Wort trotz großer Bedrängnis mit der Freude aufgenommen, die der Heilige Geist gibt. So wurdet ihr ein Vorbild für alle Gläubigen in Mazedonien und in Achaia.
Von euch aus ist das Wort des Herrn aber nicht nur nach Mazedonien und Achaia gedrungen, sondern überall ist euer Glaube an Gott bekannt geworden, sodass wir darüber nichts mehr zu sagen brauchen. Denn man erzählt sich überall, welche Aufnahme wir bei euch gefunden haben und wie ihr euch von den Götzen zu Gott bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen und seinen Sohn vom Himmel her zu erwarten, Jesus, den er von den Toten auferweckt hat und der uns dem kommenden Gericht Gottes entreißt.

Impuls

Einige Feinabstimmungen möchte Paulus der jungen Gemeinde in Thessaloniki im Hinblick auf eine christliche Lebensführung angesichts des kommenden Heils noch mitgeben. Aber Paulus lässt es sich nicht nehmen, zuerst die großen und sichtbaren Glaubensschritte, die man in Thessaloniki gegangen war, zu würdigen. Den Auftakt für Glaubenslehre und Ermahnungen mit einem großen Lob an die Gemeinde zu eröffnen, ist nicht einfach eine kluge Taktik des Paulus, um seine Leser zu umgarnen. Er ist erfüllt von der Freude über die Ansteckungskraft, die im gottesdienstlichen Leben steckt. Vorbilder im Glauben brauchen wir zu allen Zeiten, um uns begeistern zu lassen vom Dienst am wahren und lebendigen Gott. Und selbstbewusst dürfen wir uns trauen, Gott von den Götzen zu unterscheiden! Jedenfalls solange es der gekreuzigte und auferweckte Christus ist, den wir uns als Orientierung, Korrektur und Hoffnung immer neu sagen lassen.

Evangelium

Matthäus 22,34–40

In jener Zeit, als die Pharisäer hörten, dass Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie bei ihm zusammen. Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?
Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot.
Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.

Impuls

Sie klingt für unsere Ohren nicht wirklich provokativ oder arglistig, die Frage des Gesetzeslehrers nach dem höchsten Gebot. Eher wie das nachvollziehbare Anliegen, im Glauben zum Kern vordringen zu wollen, um Unübersichtlichkeit oder Überlastung zu bewältigen. Was ist wichtig oder unwichtig, was dürfen wir nicht versäumen und müssen wir unbedingt beachten? Ob Juden oder Christen, wir sind überfordert, wenn wir das Gelingen unseres Lebens von der Einhaltung eines Regelwerkes abhängig machen. Prophetischen Geist atmen wir, wenn wir uns selbst aus der Liebe Gottes begreifen, um liebenswerter und liebesfähiger zu werden. Das ist kein Schalter, den man umlegen kann, sondern Sehnsucht und Ermutigung zugleich, die Gottesliebe und die Nächstenliebe als gemeinsame Schnittstelle des gelebten Glaubens an uns selbst zu erfahren und zu tun.

Gebet

Gott, wir bringen unsere Zweifel und ungelösten Fragen vor dich im Vertrauen darauf, dass du uns erhörst. Schweige nicht, wenn wir unser Unverständnis äußern, und habe Geduld mit uns, wenn wir dich nicht verstehen. Schenke uns die Antworten des Glaubens auf unserer Suche nach dem Leben in deinem Geist. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)

HYMNUS

Mein schönste Zier und Kleinod bist
auf Erden du, Herr Jesu Christ;
dich will ich lassen walten
und allezeit in Lieb und Leid
in meinem Herzen halten.

Dein Lieb und Treu vor allem geht,
kein Ding auf Erd so fest besteht,
das muss ich frei bekennen.
Drum soll nicht Tod, nicht Angst, nicht Not
von deiner Lieb mich trennen.

Dein Wort ist wahr und trüget nicht
und hält gewiss, was es verspricht,
im Tod und auch im Leben.
Du bist nun mein und ich bin dein,
dir hab ich mich ergeben.

Der Tag nimmt ab. Ach schönste Zier,
Herr Jesu Christ, bleib du bei mir;
es will nun Abend werden.
Lass doch dein Licht auslöschen nicht
bei uns allhier auf Erden.
Königsberg (1597) bei Johann Eccard; GL 361• KG 206 • EG 473 • EST 466 • CG 848

PSALM 36

Verse 6–12

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, *
deine Treue, so weit die Wolken ziehn.
Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes, *
deine Urteile sind tief wie das Meer.
Herr, du hilfst Menschen und Tieren. *
Gott, wie köstlich ist deine Huld!
Die Menschen bergen sich im Schatten deiner Flügel, /
sie laben sich am Reichtum deines Hauses; *
du tränkst sie mit dem Strom deiner Wonnen.
Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, *
in deinem Licht schauen wir das Licht.
Erhalte denen, die dich kennen, deine Huld *
und deine Gerechtigkeit
den Menschen mit redlichem Herzen!
Lass mich nicht kommen unter den Fuß der Stolzen; *
die Hand der Frevler soll mich nicht vertreiben.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
Psalm-Gebet
Gütiger Gott, deine Liebe ist ohne Grenzen. Gib uns zu trinken aus der Quelle des Lebens und lass uns in deinem Licht unseren Weg gehen, damit wir dich finden.

LESUNG

Exodus 22,20–22

So spricht der Herr: Einen Fremden sollst du nicht ausnützen oder ausbeuten, denn ihr selbst seid in Ägypten Fremde gewesen. Ihr sollt keine Witwe oder Waise ausnützen. Wenn du sie ausnützt und sie zu mir schreit, werde ich auf ihren Klageschrei hören.

Magnifikat – Lobgesang Mariens

Antiphon:

An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.

Fürbitten

Lasst uns zu Gott beten, der sein Volk in die Freiheit und das Gelobte Land führt:
V: Gott, unser Vater. A: Wir bitten dich, erhöre uns.
– Für die Missionare, dass sie unermüdlich Gottes Liebe und Treue verkünden.
– Für die Abgeordneten des Europaparlaments, dass sie zu einem Europa in Frieden und Sicherheit beitragen.
– Für die Menschen in unserem Land, die in Armut leben, dass sie Beistand und wirksame Hilfe finden.
– Für alle Paare, die sich auf ihre Hochzeit vorbereiten, dass sie in ihrer Liebe zueinander noch immer wachsen.

Vaterunser

Gott hat uns zu sich bekehrt, und so leben wir in Gemeinschaft mit ihm. Wir beten, wie es uns Jesus Christus gelehrt hat: Vater unser im Himmel …

Segen

Gott, segne uns mit der Freude an deinem Wort,
das uns zum Leben ruft.
Segne uns mit der Freude an allem, was du uns schenkst.
Segne uns mit der Freude an dir,
der du der Grund aller Freude bist.
Amen.

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