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Heute in Te Deum

Dienstag · 2. September 2014

Was ist das für ein Wort?
Er gebietet mit Vollmacht und Gewalt
den unreinen Geistern und sie fahren aus.

Lukas 4,36bc


Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)

Hymnus

Ehre sei Gott in der Höhe
und Friede auf Erden
den Menschen seiner Gnade.

Wir loben dich,
wir preisen dich,
wir beten dich an,
wir rühmen dich und danken dir,
denn groß ist deine Herrlichkeit:
Herr und Gott, König des Himmels,
Gott und Vater, Herrscher über das All,

Herr, eingeborener Sohn, Jesus Christus.
Herr und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters,
du nimmst hinweg die Sünde der Welt:
Erbarme dich unser;
du nimmst hinweg die Sünde der Welt:
Nimm an unser Gebet;
du sitzest zur Rechten des Vaters:
Erbarme dich unser.

Denn du allein bist der Heilige,
du allein der Herr,
du allein der Höchste:
Jesus Christus,
mit dem Heiligen Geist,
zur Ehre Gottes des Vaters. Amen.
»Gloria in excelsis Deo«, altchristlicher Hymnus (vor dem 5. Jh.)

PSALM 119

Verse 73–80

Deine Hände haben mich gemacht und geformt. *
Gib mir Einsicht, damit ich deine Gebote lerne.
Wer dich fürchtet, wird mich sehen und sich freuen; *
denn ich warte auf dein Wort.
Herr, ich weiß, dass deine Entscheide gerecht sind; *
du hast mich gebeugt, weil du treu für mich sorgst.
Tröste mich in deiner Huld, *
wie du es deinem Knecht verheißen hast.
Dein Erbarmen komme über mich, damit ich lebe; *
denn deine Weisung macht mich froh.
Schande über die Stolzen,
die mich zu Unrecht bedrücken! *
Ich aber sinne nach über deine Befehle.
Mir sollen sich alle zuwenden,
die dich fürchten und ehren *
und die deine Vorschriften kennen.
Mein Herz richte sich ganz nach deinen Gesetzen; *
dann werde ich nicht zuschanden.
Psalm-Gebet
Allmächtiger Gott, wir warten auf dein Wort, mit dem du uns heilst und rettest. Hilf uns, seiner Kraft zu vertrauen.

Lesung

Lukas 4,33b–35

Der Dämon begann laut zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der Dämon warf den Mann mitten in der Synagoge zu Boden und verließ ihn, ohne ihn jedoch zu verletzen.

Benedictus - Lobgesang des Zacharias

Antiphon:

Der Herr hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen.

Bitten

Herr Jesus Christus, du bist der Arzt, von dem wir Hilfe erwarten dürfen. Wir bitten dich:
A: Herr, sei uns gnädig.
– Hilf uns, dein Wort zu hören und ihm zu glauben.
– Mach uns fähig, Not zu erkennen und zu helfen.
– Wecke in uns die Freude an unserem Glauben.

Vaterunser

Jesus predigt mit göttlicher Vollmacht, wir dürfen seinem Wort vertrauen und beten, wie er uns gelehrt hat: Vater unser im Himmel …

Segen

Gott, segne uns in unseren Wunden und Verletzungen.
Segne uns, wenn wir in unseren Gefühlen blockiert werden.
Segne uns, wenn wir durch andere Ablehnung erfahren.
Sei du uns dann nahe und bleibe bei uns. Amen.

Ora et labora

Ein Dröhnen:
Es ist die Wahrheit selbst
Unter die Menschen
getreten
Mitten ins
Metapherngestöber

Paul Celan (1920 –1970; deutschsprachiger Lyriker)

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Ewiger Gott, dein Wort lasse uns das Wirken deines Geistes verstehen.

Lesung

1 Korinther 2,10b–16

Schwestern und Brüder! Der Geist ergründet alles, auch die Tiefen Gottes. Wer von den Menschen kennt den Menschen, wenn nicht der Geist des Menschen, der in ihm ist? So erkennt auch keiner Gott – nur der Geist Gottes.
Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott stammt, damit wir das erkennen, was uns von Gott geschenkt worden ist. Davon reden wir auch, nicht mit Worten, wie menschliche Weisheit sie lehrt, sondern wie der Geist sie lehrt, indem wir den Geisterfüllten das Wirken des Geistes deuten.
Der irdisch gesinnte Mensch aber lässt sich nicht auf das ein, was vom Geist Gottes kommt. Torheit ist es für ihn, und er kann es nicht verstehen, weil es nur mit Hilfe des Geistes beurteilt werden kann. Der geisterfüllte Mensch urteilt über alles, ihn aber vermag niemand zu beurteilen.
Denn wer begreift den Geist des Herrn? Wer kann ihn belehren? Wir aber haben den Geist Christi.

Impuls

Für den Moment erscheint das selbstbewusste Votum elitär und überheblich: »Wir aber haben den Geist Christi«. Jedoch: Der Geist, von dem Paulus durchdrungen ist, sonnt sich nicht in Selbstherrlichkeit und Bewunderung. Aus dem Geist Christi leben ist für Paulus kein Höhenflug, sondern zuerst das Mitgehen in die Kreuzigung, die Preisgabe aller irdischen Machtansprüche. Wer das Kalkül der reinen Vernunft verlässt, beginnt zu ahnen: Die Heilswirkung des Kreuzes ist keine Sache der Macht oder Weisheit. Der menschliche Kraftakt verhindert geradezu das Berührtwerden von Gottes Geist. Für Paulus gibt es keine Schnittstelle zwischen Gott und dem Menschen, die nicht von Gott geschenkt wird. Immerhin können wir uns bereithalten für eine Begegnung: Es nützt, den eigenen, irdischen Geist ein wenig zur Höflichkeit zu erziehen, damit er dem Geist Gottes zumindest einen Platz anbietet, wenn er denn kommt.

Evangelium

Lukas 4,31–37

In jener Zeit ging Jesus hinab nach Kafarnaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte die Menschen am Sabbat. Sie waren sehr betroffen von seiner Lehre, denn er redete mit göttlicher Vollmacht.
In der Synagoge saß ein Mann, der von einem Dämon, einem unreinen Geist, besessen war. Der begann laut zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes!
Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der Dämon warf den Mann mitten in der Synagoge zu Boden und verließ ihn, ohne ihn jedoch zu verletzen.
Da waren alle erstaunt und erschrocken und einer fragte den andern: Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern, und sie fliehen.
Und sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend.

Impuls

Seine Rede wird zum Ereignis. Sein Wort wird nicht nur gesprochen, es geschieht! Jesus spricht mit göttlicher Vollmacht, deshalb wird in ihm die Kraft und Herrschaft Gottes über alle Bereiche – auch die der Dämonen, der Ungeister – spürbare Gegenwart. Die Dringlichkeit seines Wortes löst unter den Anwesenden zunächst Erstaunen und Erschrecken aus: Was ist das für ein Wort? Ein Wort, das die Macht hat, grundlegende Veränderungen zu bewirken, fordert vom Hörer ein hohes Maß an Vertrauen. Wer kann schon sagen, ob nicht Bestehendes und Gewohntes besser ist als ein Eingriff mit offenem Ausgang?
Wenn wir die Vorstellung zulassen, dass durch das heilende Wort Gottes ein gewaltiger Ruck durch unser Leben ginge, aus dem wir uns frei und neu aufstellen könnten: Von welchen Geistern wären wir gerne verlassen?

Gebet

Gott, du hast Hoffnung in unsere Herzen gesät, dass auch wir Anteil haben können an der Heilung und Gesundung durch dein Wort. Entgeistere uns von allem, was uns besetzt und gefangen hält. Begeistere uns für deine Lehre und ermutige uns, die volle Macht deines Wortes an uns geschehen zu lassen durch deinen Sohn Jesus Christus. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)

HYMNUS

So leise, wie der Abend sinkt,
so leise dient ein reiner Geist.
Er führt uns treu auf stille Art,
die uns vom Tod ins Leben weist.

Als Bote Gottes leitet er
geduldig uns auf rechtem Pfad.
Er führt behutsam, ohne Zwang
und ist uns nah mit seinem Rat.

Du sandtest, Vater, liebevoll
uns Engel, die dein Antlitz schaun,
zu helfen uns, die deinem Sohn
und auch dem Geist sich anvertraun. Amen.
Quelle unbekannt – Melodie: GL 696 • KG 284

CANTICUM

Jesus Sirach 4,12–18

Wer die Weisheit liebt, liebt das Leben, *
wer sie sucht, wird Gott gefallen.
Wer sie ergreift, findet Ehre beim Herrn *
und wird unter Gottes Segen leben.
Der Dienst an ihr ist Dienst am Heiligtum; *
wer sie liebt, den liebt der Herr.
Wer auf mich hört, wird gerecht richten, *
wer mir zuhört, wohnt in meinen innersten Kammern.
Hat er Vertrauen zu mir, wird er mich erlangen, *
auch seine Nachkommen werden mich besitzen.
Denn unerkannt gehe ich mit ihm *
und prüfe ihn durch Versuchungen.
Furcht und Bangen lasse ich über ihn kommen, *
bis sein Herz von mir erfüllt ist.
Dann wende ich mich ihm zu, /
zeige ihm den geraden Weg *
und enthülle ihm meine Geheimnisse.
Canticum-Gebet
Ewiger Gott, gib uns deinen Geist, damit wir eines Geistes mit dir sind und so dein Wort tun und aus dir leben.

LESUNG

1 Korinther 2,12

Wir haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott stammt, damit wir das erkennen, was uns von Gott geschenkt worden ist.

Magnifikat – Lobgesang Mariens

Antiphon:

Mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

Fürbitten

Wir beten zu Gott, der an uns seine Macht und Liebe erweist:
A: Höre die Bitten deines Volkes.
– Für alle, die Gottes frohe Botschaft verkünden.
– Für das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen.
– Für die Wissenschaftler, die nach Wahrheit und Erkenntnis suchen.
– Für die Menschen, die an einer Depression erkrankt sind.

Vaterunser

Als Christen leben wir aus Gottes Geist und sind in diesem Geist mit ihm verbunden. So beten wir: Vater unser im Himmel …

Segen

Gott, offenbare dich uns durch deinen Geist.
Verbinde uns mit dir durch deinen Geist.
Öffne uns zu dir hin durch deinen Geist.
Schenke uns Segen und Heil durch deinen Geist.
Amen.

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