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Heute in Te Deum

Samstag · 23. August 2014

Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt;
und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht.

Matthäus 23,12

Rosa von Lima
Rosa (1586–1617), die erste kanonisierte Heilige Amerikas, war Mitglied im dritten Orden des hl. Dominikus. Ihr Leben war von Krankheit gezeichnet. Rosa hatte eine außergewöhnliche mystische Begabung und ein reiches Gebetsleben.
L: 2 Kor 10,17–11,2; E: Mt 13,44–46

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)

Hymnus

Herr, schicke unserer Zeit den Geist,
der alle Menschen in dir eint,
die Ungezählten, die nach Glück
und Frieden suchen in der Welt.

Gieß deinen Geist auf alle aus
und lass das Wunder neu geschehn,
dass alle Menschen sich verstehn
und bauen an der einen Welt.

Wo du bist, flammt die Liebe auf
und drängt zum Tun, das allen hilft.
Dein Geist beseele unser Werk
zum Lobe deiner Herrlichkeit. Amen.
Zeitgenössisch

PSALM 25

Verse 4–7

Zeige mir, Herr, deine Wege, *
lehre mich deine Pfade!
Führe mich in deiner Treue und lehre mich; /
denn du bist der Gott meines Heiles. *
Auf dich hoffe ich allezeit.
Denk an dein Erbarmen, Herr, /
und an die Taten deiner Huld; *
denn sie bestehen seit Ewigkeit.
Denk nicht an meine Jugendsünden und meine Frevel! *
In deiner Huld denk an mich, Herr, denn du bist gütig.
Gut und gerecht ist der Herr, *
darum weist er die Irrenden auf den rechten Weg.
Die Demütigen leitet er nach seinem Recht, *
die Gebeugten lehrt er seinen Weg.
Alle Pfade des Herrn sind Huld und Treue *
denen, die seinen Bund und seine Gebote bewahren.
Psalm-Gebet
Gott, du bist unser Lehrer, zeige uns deinen Weg und hilf uns, ihn nie zu verlassen und deinem Wort zu folgen.

Lesung

Matthäus 23,1–3

Jesus wandte sich an das Volk und an seine Jünger und sprach: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Mose gesetzt. Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen.

Benedictus - Lobgesang des Zacharias

Antiphon:

So hat der Herr verheißen von alters her durch den Mund seiner heiligen Propheten.

Bitten

Wir beten zu Jesus Christus, der unser Herr und Meister ist:
A: Herr, sei uns gnädig.
– Mach uns bereit, auf Gottes Wort zu hören.
– Bewahre uns davor, mit unseren Gaben groß zu tun.
– Gib uns die Kraft, Gott und den Menschen zu dienen.

Vaterunser

Wir haben einen Vater, der im Himmel ist. Jesus Christus hat ihn uns offenbart, mit seinen Worten können wir zu Gott beten: Vater unser im Himmel …

Segen

Gott, segne dein Volk mit Menschen,
die den Weg zu dir kennen und auch gehen,
die uns vom Bösen abhalten und ermuntern, Gutes zu tun,
die ihre Größe darin zeigen, den Schwachen zu dienen.
Segne uns, indem du uns hilfst,
zu solchen Menschen zu werden.
Amen.

Ora et labora

Wer sich fragt, was denn eigentlich Christsein bedeutet, wird sehr schnell bemerken, dass Christsein immer mit einem Du zu tun hat, das zu einem Wir werden will: das Du eines Mitmenschen, das »apersonale« Du der Umwelt, in der wir leben, das hinter all diesen Ebenen verborgene Du Gottes.

Silvia Hell (* 1960; Professorin für Dogmatische und Ökumenische Theologie, Kath. Fakultät Innsbruck)

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Gott, nimm mit deinem Wort Wohnung in unserem Leben.

Lesung

Ezechiel 43,1–7a

Der Mann, der mich begleitete, führte mich zu einem der Tore, dem Tor, das im Osten lag. Da sah ich, wie die Herrlichkeit des Gottes Israels aus dem Osten herankam. Ihr Rauschen war wie das Rauschen gewaltiger Wassermassen und die Erde leuchtete auf von seiner Herrlichkeit.
Die Erscheinung, die ich sah, war wie die Erscheinung, die ich damals sah, als er kam, um die Stadt zu vernichten, und wie die Erscheinung, die ich am Fluss Kebar gesehen hatte. Da fiel ich nieder auf mein Gesicht.
Und die Herrlichkeit des Herrn zog in den Tempel ein durch das Tor, das im Osten lag. Der Geist hob mich empor und brachte mich in den Innenhof. Und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte den Tempel.
Dann hörte ich vom Tempel her, während der Mann neben mir stand, einen, der mit mir redete; er sagte zu mir: Menschensohn, das ist der Ort, wo mein Thron steht, und der Ort, wo meine Füße ruhen; hier will ich für immer mitten unter den Israeliten wohnen.

Impuls

Ezechiel sieht in seiner Vision den wieder aufgebauten Tempel der Zukunft. Er darf zusehen, wie Gott selbst, wie seine Herrlichkeit dort wieder Wohnung nimmt. Gott zieht ein und bleibt.
Das Wort, das hier im Deutschen mit »Herrlichkeit des Herrn« übersetzt wurde, ist »kabod adonai«.
Kabod ist ein eigenartiger Begriff. Er hat ein großes Spektrum an Bedeutungen, die in ihren Nuancen mehr von dem ahnen lassen, wie wir Gott erleben, als mit dem etwas altertümlichen »Herrlichkeit« ausgedrückt werden kann. Z. B.: Schwere, Gewicht, Autorität, Ansehen, Macht, Gegenwart, Glanz, Ehre, Würde …
Setzen Sie einen der Begriffe in den oben zitierten Ezechieltext ein. Welcher würde Ihnen gefallen?

Evangelium

Matthäus 23,1–12

In jener Zeit wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger und sprach: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl des Mose gesetzt. Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen. Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen.
Alles, was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang, bei jedem Festmahl möchten sie den Ehrenplatz und in der Synagoge die vordersten Sitze haben, und auf den Straßen und Plätzen lassen sie sich gern grüßen und von den Leuten Rabbi – Meister – nennen.
Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus.
Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

Impuls

Das ist ein eigenartiger Rat Jesu: Tut alles, was die Schriftgelehrten sagen, aber richtet euch nicht nach ihrem Handeln! Da scheint es eine große Differenz zu geben!
Immer wieder erlebt man das: Da hat einer gute Ideen, gute Worte für das Leben, hilfreiche Vorschläge …, aber selbst hält er sich nicht daran. Das kognitive »Wissen von etwas« führt noch lange nicht dazu, dass man es selbst praktiziert. Wer kennt nicht Ärzte, die »ungesund« leben; Geistliche, die schrecklich »unerlöst « erscheinen …
Welche Tipps für andere habe ich im Repertoire, die ich selbst nicht befolge?

Gebet

Gott, die Schwere deiner »kabod« erdrückt mich fast. Ich sehne mich jetzt im Sommer nach Leichtigkeit, Spielereien, Lachen und Tanzen. Ist das vielleicht auch alles ein Aspekt deiner Göttlichkeit? Kann ich das Wort »Ansehen« wählen? Dass du mich liebevoll ansiehst, das ist mein tiefster Wunsch. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)

HYMNUS

O sel’ges Licht, Dreifaltigkeit,
Ureinheit, Ursprung allem Sein:
Schon sinkt der Sonne Feuerball:
Nun ström dein Licht in unser Herz.

Dich preist am Morgen unser Lied;
am Abend flehen wir zu dir:
So ehre dich durch alle Zeit
in Demut unser Lobgesang.

So bitten wir dich, Jesus Christ,
dich, Vater, und dich, beider Geist:
Neig unserm Flehn dich gnädig zu,
o heiligste Dreifaltigkeit.
Neues Stundenbuch
Melodie: GL 138 • KG 332 • EG 24

PSALM 48

Verse 10–15

Über deine Huld, o Gott, denken wir nach *
in deinem heiligen Tempel.
Wie dein Name, Gott, /
so reicht dein Ruhm bis an die Enden der Erde; *
deine rechte Hand ist voll von Gerechtigkeit.
Der Berg Zion freue sich, *
die Töchter Judas sollen über deine gerechten Urteile jubeln.
Umkreist den Zion, *
umschreitet ihn, zählt seine Türme!
Betrachtet seine Wälle, /
geht in seinen Palästen umher, *
damit ihr dem kommenden Geschlecht erzählen könnt:
»Das ist Gott, unser Gott für immer und ewig. *
Er wird uns führen in Ewigkeit.«
Psalm-Gebet
Großer Gott, du bist in der Mitte deines Volkes, bleibe bei uns, sei unsere Hilfe und stärke unseren Glauben.

LESUNG

Ezechiel 43,4–7a

Die Herrlichkeit des Herrn zog in den Tempel ein durch das Tor, das im Osten lag. Der Geist hob mich empor und brachte mich in den Innenhof. Und die Herrlichkeit des Herrn erfüllte den Tempel. Dann hörte ich vom Tempel her, während der Mann neben mir stand, einen, der mit mir redete; er sagte zu mir: Menschensohn, das ist der Ort, wo mein Thron steht, und der Ort, wo meine Füße ruhen; hier will ich für immer mitten unter den Israeliten wohnen.

Magnifikat – Lobgesang Mariens

Antiphon:

Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig.

Fürbitten

Wir beten zu Jesus Christus, der inmitten seiner Kirche ist:
V: Christus, höre uns. A: Christus, erhöre uns.
– Für die heilige Stadt Jerusalem und ihre Einwohner.
– Für die Professoren und die Studenten an unseren Hochschulen.
– Für alle jungen Menschen, die einen Pflegeberuf ergreifen.
– Für jene Menschen, die auf unser Gebet vertrauen.

Vaterunser

Gott will in unserer Mitte wohnen, in Jesus Christus ist er zu uns gekommen. Mit Jesu Worten beten wir: Vater unser im Himmel …

Segen

Gott, segne uns mit deiner Gegenwart
und sammle uns um dich.
Segne uns mit deiner Nähe und gib uns Kraft.
Segne uns mit deinem Schutz
und bewahre uns vor dem Bösen.
Amen.

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