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Heute in Te Deum

Dienstag · 23. September 2014

Wer seine Ohren verstopft vor dem Schreien des Armen,
der wird einst auch rufen und nicht erhört werden.

Sprichwörter / Sprüche 21,13

Pio da Pietrelcina (Padre Pio)
Pater Pio (1887–1968) war Kapuziner. Gezeichnet von den Wundmalen Jesu, hat er das Kreuz des Herrn in den Mittelpunkt seines Lebens und Apostolats gestellt. Als begnadeter Seelsorger und Beichtvater konnte er vielen Menschen den Weg zum Heil weisen.
L: Gal 6,14–18; E: Mt 11,25–30

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)

Hymnus

Dir, unserm Herrn, der alles weiß,
sei jubelnd Lob und Preis gebracht;
du siehst des Herzens Innerstes,
erwärme es mit deiner Gnad'.

Denn du behütest, guter Hirt,
das Gute, suchst Verlorenes.
Auf reicher Weide füg uns einst
in deine gute Herde ein.

Nicht zähl’ dein richterlicher Zorn
uns den verlor’nen Böcken zu;
lass uns bei dir, dem Richter, sein
als Schafe auf der ew'gen Weid.

Dir sei, Erlöser, Herrlichkeit,
dir Ehre, Macht und Siegespreis,
denn du regierst und lenkst das All
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.
Nach: »Scientiarum Domino« (13.–14. Jh.)

PSALM 133

Seht doch, wie gut und schön ist es, *
wenn Brüder miteinander in Eintracht wohnen.
Das ist wie köstliches Salböl, *
das vom Kopf hinabfließt auf den Bart,
auf Aarons Bart, *
das auf sein Gewand hinabfließt.
Das ist wie der Tau des Hermon, /
der auf den Berg Zion niederfällt. *
Denn dort spendet der Herr Segen und Leben in Ewigkeit.
Psalm-Gebet
Barmherziger Gott, mach uns zu deinen Kindern und eine und sammle uns als Geschwister in deinem Volk.

Lesung

Lukas 8,20–21

Man sagte Jesus: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und möchten dich sehen. Er erwiderte: Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und danach handeln.

Benedictus - Lobgesang des Zacharias

Antiphon:

Der Herr hat das Erbarmen mit den Vätern an uns vollendet.

Bitten

Lasst uns zu Jesus Christus beten, der uns Gottes Wort verkündet hat:
A: Herr, bleibe bei uns.
– Zeig uns den Weg, der zu dir führt.
– Hilf uns einzusehen, was für uns nötig ist.
– Mach uns bereit, Gottes Wort zu hören und zu tun.

Vaterunser

Jesus Christus ist gekommen und hat uns zu Kindern Gottes gemacht, so dürfen wir in ihm unseren Bruder erkennen. Wir beten: Vater unser im Himmel …

Segen

Gott, segne uns mit dem Glauben, der uns zu dir führt,
der dein Wort hört und deinen Willen kennt,
der uns bereit macht, unserer Berufung zu folgen
und deinen Weg bis zum Ende zu gehen.
Amen.

Ora et labora

Familie, das ist nach Jesu Verständnis nicht mehr das, was sie einmal war. Denn wer Jesu Wort hört und sein Leben auf Gott ausrichtet, gehört zur großen Menschheitsfamilie Gottes, die alle Grenzen entgrenzt.

Anna Hennersperger (* 1955; Leiterin des Fortbildungsinstituts in Freising)

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Gott, dein Wort öffne unsere Augen für alle, die Hilfe brauchen.

Lesung

Sprichwörter 21,1–6.10–13

Wie ein Wasserbach ist das Herz des Königs in der Hand des Herrn; er lenkt es, wohin er will. Jeder meint, sein Verhalten sei richtig, doch der Herr prüft die Herzen.
Gerechtigkeit üben und Recht ist dem Herrn lieber als Schlachtopfer.
Hoffart der Augen, Übermut des Herzens – die Leuchte der Frevler versagt.
Die Pläne des Fleißigen bringen Gewinn, doch der hastige Mensch hat nur Mangel.
Wer Schätze erwirbt mit verlogener Zunge, jagt nach dem Wind, er gerät in die Schlingen des Todes.
Das Verlangen des Frevlers geht nach dem Bösen, sein Nächster findet bei ihm kein Erbarmen.
Muss der Zuchtlose büßen, so wird der Unerfahrene weise, belehrt man den Weisen, so nimmt er Einsicht an.
Der Gerechte handelt klug am Haus des Frevlers, wenn er die Frevler ins Unheil stürzt.
Wer sein Ohr verschließt vor dem Schreien des Armen, wird selbst nicht erhört, wenn er um Hilfe ruft.

Impuls

Jeder von uns ist in konkrete Lebenszusammenhänge eingebunden und nimmt damit Einfluss auf einzelne Menschen, wirtschaftliche, politische oder kirchliche Entwicklungen. Wenn ich zur Prüfung meines Herzens durch Gott bereit bin: Was sollte ich am dringendsten in meinem Leben in Frage stellen und vielleicht anders machen?

Evangelium

Lukas 8,19–21

In jener Zeit kamen seine Mutter und seine Brüder zu ihm; sie konnten aber wegen der vielen Leute nicht zu ihm gelangen.
Da sagte man ihm: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und möchten dich sehen.
Er erwiderte: Meine Mutter und meine Brüder sind die, die das Wort Gottes hören und danach handeln.

Impuls

»Das Erste, was der Mensch im Leben vorfindet, das Letzte, wonach er die Hand ausstreckt, das Kostbarste, was er im Leben besitzt, ist die Familie« (Adolf Kolping).
Die Jesusworte und das Familienbekenntnis des Adolf Kolping sind kein Kopf- an Kopf -Rennen. Es soll nicht Gewinner und Verlierer geben, auch keine Parallelgesellschaft, die neben den traditionellen Familienkonstellationen entsteht. Sobald wir auf die Welt kommen, stehen wir in Beziehung zu Menschen, zuerst unseren Eltern. Das ganze Leben lang werden sich familiäre Beziehungen und andere Bindungen entwickeln, reiben und vertiefen oder auch trennen. Die Christusbeziehung als der Grund unseres Seins sprengt die Normalität der Familie, indem sie uns befähigen kann, die ganz großen Gaben, Liebe, Vergebung und Zuwendung, gerade dann durchzuhalten, wenn die dunklen Seiten des Miteinanders besonders lange Schatten werfen.

Gebet

Gott, du bist der Höchste und unser Grund, von dem aus unser Leben lebendig wird. Gib uns die Güte, väterlich zu schützen, was uns anvertraut ist. Schenke uns Milde, mit der wir deine Schöpfung mütterlich umsorgen. Stärke unsere Handlungsfähigkeit, damit wir geschwisterliche Verantwortung füreinander übernehmen. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)

HYMNUS

Öffne meine Augen, Herr,
für die Wunder deiner Liebe.
Mit dem Blinden rufe ich:
Heiland, mache, daß ich sehe.

Öffne meine Ohren, Herr,
für den Anruf meiner Brüder.
Laß nicht zu, daß sich mein Herz
ihrer großen Not verschließe.

Öffne meine Hände, Herr,
Bettler stehn vor meiner Türe
und erwarten ihren Teil.
Christus, mache, daß ich teile.
Vinzenz Stebler OSB († 1997), Stundenbuch

PSALM 101

Verse 1–4.5b–7

Von Gnade und Recht will ich singen; *
dir, o Herr, will ich spielen.
Ich will auf den Weg der Bewährten achten. /
Wann kommst du zu mir? *
Ich lebe in der Stille meines Hauses mit lauterem Herzen.
Ich richte mein Auge nicht auf Schändliches; *
ich hasse es, Unrecht zu tun, es soll nicht an mir haften.
Falschheit sei meinem Herzen fern; *
ich will das Böse nicht kennen.
Stolze Augen und hochmütige Herzen *
kann ich nicht ertragen.
Meine Augen suchen die Treuen im Land; *
sie sollen bei mir wohnen.
Wer auf rechten Wegen geht, *
der darf mir dienen.
In meinem Haus soll kein Betrüger wohnen; *
kein Lügner kann vor meinen Augen bestehen.
Psalm-Gebet
Gerechter Gott, hilf uns, den Schrei des Armen nicht zu überhören und nach unseren Kräften Gutes zu tun.

LESUNG

Sprüche 21,5–6

Die Pläne des Fleißigen bringen Gewinn, doch der hastige Mensch hat nur Mangel. Wer Schätze erwirbt mit verlogener Zunge, jagt nach dem Wind, er gerät in die Schlingen des Todes.

Magnifikat – Lobgesang Mariens

Antiphon:

Der Herr vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten.

Fürbitten

Lasst uns zu Gott beten, der die Herzen prüft und uns das Gute lehrt:
A: Gott, stehe ihnen bei.
– Für die Lehrer und Schüler an den kirchlichen Schulen.
– Für die Abgeordneten in den Parlamenten unseres Landes.
– Für Frieden und Eintracht in unseren Familien.
– Für alle, die kurzsichtig nur nach materiellem Erfolg streben.

Vaterunser

Gott hat das Wissen in uns hineingelegt, was gut und richtig ist. Wir wollen darauf hören und beten mit den Worten Jesu: Vater unser im Himmel …

Segen

Gott, prüfe unser Herz und zeige uns, worin wir fehlen.
Lehre uns, was dein Wille ist und dem Leben dient.
Erfülle uns mit deinem Geist, der unser Herz dir zuneigt.
Segne uns mit deiner Liebe, die uns dich lieben lässt.
Amen.

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