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Heute in Te Deum

Freitag · 1. August 2014

Die entsetzten sich und fragten:
Woher hat dieser solche Weisheit und solche Taten?
Ist er nicht der Sohn des Zimmermanns?

Matthäus 13,54b–55a

Hl. Alfons Maria von Liguori
Alfons (1696–1787) war ein gefeierter Rechtsanwalt, als er sich im Alter von 30 Jahren entschied, Priester zu werden. Er gründete 1731 den beschaulichen Orden der Redemptoristinnen und ein Jahr später die »Kongregation des allerheiligsten Erlösers« (Redemptoristen), einen Missionsorden für die Gemeindepastoral. Seit 1762 Bischof, war er vor allem Seelsorger und fühlte sich von Gott zu den Verlassenen gesandt. Alfons stellte die göttliche Barmherzigkeit in den Mittelpunkt seiner Theologie. Seine »Moraltheologie« und seine Unterweisungen für Beichtväter haben großen Einfluss ausgeübt.
L: Röm 8,1–4; E: Mt 5,13–19

Bundesfeiertag in der Schweiz
Verschiedene Traditionen verbinden sich am Schweizer Nationalfeiertag: der Gründungsmythos des Rütli-Schwurs, der Bundesbrief von 1291, der das Verteidigungsabkommen zwischen den drei Urkantonen festhielt, der Bund zu Brunnen von 1315. Die Bundesfeier wird in der gesamten Schweiz am 1. August begangen und ist seit 1994 ein gesetzlicher Feiertag.

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)

Hymnus

Schon schreitet rasch der Tag voran,
wir schauen auf zu Gott, dem Herrn,
der, dreifach reich an Liebeskraft,
zum rechten Handeln uns bewegt.

Das ist die Stunde, da der Geist
sich den Aposteln mitgeteilt,
ihr Herz für Christi Dienst entflammt
und sie als Zeugen ausgesandt.

Auch uns erfülle Gottes Geist,
der in uns lebt und durch uns wirkt,
mit neuer Kraft und Zuversicht
als Christi Boten in der Welt.

Den ew’gen Vater preisen wir
und Jesus Christus, seinen Sohn,
den Beistand auch, den Heil’gen Geist,
der uns erleuchtet, stärkt und führt. Amen.
Nach »Certum tenentes ordinem«; 7.-8. Jahrhundert
Melodie: GL 474 • KG 40 • EG 288

PSALM 81

Verse 9–17

Höre, mein Volk, ich will dich mahnen! *
Israel wolltest du doch auf mich hören!
Für dich gibt es keinen andern Gott. *
Du sollst keinen fremden Gott anbeten.
Ich bin der Herr, dein Gott, /
der dich heraufgeführt hat aus Ägypten. *
Tu deinen Mund auf! Ich will ihn füllen.
Doch mein Volk hat nicht auf meine Stimme gehört; *
Israel hat mich nicht gewollt.
Da überließ ich sie ihrem verstockten Herzen, *
und sie handelten nach ihren eigenen Plänen.
Ach dass doch mein Volk auf mich hörte, *
dass Israel gehen wollte auf meinen Wegen!
Wie bald würde ich seine Feinde beugen, *
meine Hand gegen seine Bedränger wenden.
Alle, die den Herrn hassten, müssten Israel schmeicheln, *
und das sollte für immer so bleiben.
Ich würde es nähren mit bestem Weizen *
und mit Honig aus dem Felsen sättigen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *
und in Ewigkeit. Amen.
Psalm-Gebet
Gütiger Gott, du willst Gutes an uns tun, mach uns bereit für dein Handeln, damit dich nicht unser Unglaube hindert.

Lesung

Matthäus 13,54a.57b–58

Jesus kam in seine Heimatstadt und lehrte die Menschen dort in der Synagoge. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat und in seiner Familie. Und wegen ihres Unglaubens tat er dort nur wenige Wunder.

Benedictus - Lobgesang des Zacharias

Antiphon:

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels!

Bitten

Herr Jesus Christus, du bist voll Kraft und Weisheit, voll Vertrauen rufen wir zu dir und bitten dich:
A: Herr, sende uns deinen Geist.
– Mach uns fähig, über Gottes Worte zu staunen.
– Hilf uns, hinter unserem Alltag Gottes Wirken zu erkennen.
– Bewahre uns davor, über andere Menschen zu urteilen.

Vaterunser

Jesus Christus war als Mensch unter Menschen unter uns, damit wir seinen und unseren Vater erkennen. Wir beten:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Segen

Gott, komm in unseren Alltag und erfülle ihn.
Sei uns nahe in unserer Arbeit, dass sie zum Guten dient.
Begleite uns und unsere Familien und Freunde.
Zeig an uns deine Liebe und Macht
und sei du selber der Segen, aus dem wir leben.
Amen.

Ora et labora

Vielleicht lassen Sie Fragen zu:
Der Jesus da soll die Wahrheit sein?
Meine Rettung?
Ich darf Anteil haben am Heil der Welt?
In diesem Jesus beginnt für mich etwas Neues?

Monika Dittmann (* 1955; Gemeindereferentin im Bistum Limburg)

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Barmherziger Gott, mach uns bereit, auf dein Wort zu hören und deiner Weisung zu folgen.

Lesung

Jeremia 26,1–9

Im Anfang der Regierung Jojakims, des Sohnes Joschijas, des Königs von Juda, erging vom Herrn dieses Wort:
So spricht der Herr: Stell dich in den Vorhof des Hauses des Herrn und sag zu den Leuten, die aus allen Städten Judas kommen, um im Haus des Herrn anzubeten, alles, was ich dir ihnen zu verkünden aufgetragen habe; kein Wort sollst du weglassen.
Vielleicht hören sie und kehren um, jeder von seinem bösen Weg, sodass mich das Unheil reut, das ich ihnen wegen ihrer schlechten Taten zugedacht habe.
Sag also zu ihnen: So spricht der Herr: Wenn ihr nicht auf mein Wort hört und meiner Weisung nicht folgt, die ich euch gegeben habe, wenn ihr nicht auf die Worte meiner Knechte, der Propheten, hört, die ich immer wieder zu euch sende, obwohl ihr nicht hört, dann verfahre ich mit diesem Haus wie mit Schilo und mache diese Stadt zu einem Fluch bei allen Völkern der Erde.
Die Priester, die Propheten und das ganze Volk hörten, wie Jeremia diese Worte vor dem Haus des Herrn vortrug.
Als Jeremia alles gesagt hatte, was er im Auftrag des Herrn vor dem ganzen Volk zu verkünden hatte, ergriffen ihn die Priester, die Propheten und alles Volk und schrien: Jetzt musst du sterben. Warum weissagst du im Namen des Herrn: Wie Schilo wird es diesem Haus gehen und diese Stadt wird verwüstet und entvölkert werden?
Das ganze Volk rottete sich beim Haus des Herrn um Jeremia zusammen.

Impuls

Manchmal hört man einfach nur die Hälfte von dem, was gesprochen wurde. Oft dann, wenn eine Aussage Angst macht. Oder mit eigenen Schwachstellen konfrontiert. Priester, Propheten und Volk reagieren überhaupt nicht auf Jeremias Gotteswort als »Wenn-dann-Aussage!« Sie hören nicht: »Wenn ihr nicht auf meine Worte hört …« Sie überhören die Möglichkeit zur Umkehr, die Einladung zu einem anderen Verhalten, die Wahlmöglichkeit, die ihnen offensteht. Sie nehmen nicht wahr, dass die Worte Gottes kein anderes Ziel haben, als für alle ein gutes Leben zu ermöglichen.
Nein, sie hören nur: Untergang von Tempel und Stadt! Und nur auf diesen Aspekt reagieren sie. Sie fragen nicht nach ihren eigenen Anteilen, sondern wenden sich aggressiv und bereit zur Gewalt gegen den, der die Wahrheit ausgesprochen hat.

Evangelium

Matthäus 13,54–58

In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt und lehrte die Menschen dort in der Synagoge. Da staunten alle und sagten: Woher hat er diese Weisheit und die Kraft, Wunder zu tun? Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria und sind nicht Jakobus, Josef, Simon und Judas seine Brüder? Leben nicht alle seine Schwestern unter uns? Woher also hat er das alles? Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab.
Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat und in seiner Familie. Und wegen ihres Unglaubens tat er dort nur wenige Wunder.

Impuls

Was wollen diese Menschen aus dem Heimatdorf von Jesus? Was wollen sie von ihm wahrnehmen? Welchen Teil seiner Person würden sie noch akzeptieren – ohne Aufstand?
Ganz offensichtlich ist für sie zweideutig, was und wer er geworden ist. Auch wenn er mit ihnen aufgewachsen ist, nun hat er sich entwickelt, er ist seiner Berufung gefolgt, hat seine Gabe und Aufgabe für die Menschen erkannt … Aber »die von daheim« erlauben das nicht. Sie fragen sich: »Wieso hat einer von uns mehr Kraft, mehr Weisheit, mehr …? Was hat der, was ich nicht habe?«
Diese Art von Sichvergleichen kann sehr bittere Gefühle, ja sogar Hass auslösen. Vor allem, wenn der Vergleich daran erinnert, wovon man selbst träumt, was man nicht bekommen hat vom Leben, was nicht gelebt wird.
Es ist eigentümlich. Die Leute bestaunen seine Kraft und Weisheit und gleichzeitig sind sie mit Neid und Abwehr erfüllt. Die Gaben eines anderen erkennen und sie lieben zu können – ohne sich dabei selbst minderwertig zu fühlen, das ist Gnade. Und setzt voraus, mit sich selbst im Lot zu sein.

Gebet

Guter Gott, schenke uns nur für heute die Gabe, alles zu hören, was jemand uns mitteilen will. Befreie uns von den Ängsten, es könnte etwas zerstört werden in und um uns, wenn wir die Ohren wirklich öffnen. Und segne uns für heute mit der Gnade, in anderen Menschen die reichen Gaben Gottes wahrzunehmen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)

HYMNUS

O Herz des Königs aller Welt,
des Herrschers in dem Himmelszelt,
dich grüßt mein Herz mit Freuden.
Du Träger aller Bürd’ und Last,
du aller Müden Ruh’ und Rast,
du Trost in allen Leiden.

Ach, wie bezwang und drang dich doch
dein edle Lieb’, ins bittre Joch
der Schmerzen dich zu geben,
da du dich neigtest in den Tod,
zu retten aus der Todesnot
mich und mein armes Leben.

Lass deine Flamm’ und starke Glut
durch all mein Herze, Geist und Mut
mit allen Kräften dringen.
Lass deine Lieb’ und Freundlichkeit
zu Gegenlieb’ und Dankbarkeit
mich armen Sünder bringen.
Paul Gerhardt (1656); GL 369 • KG 209 • EST 471

PSALM 106

Verse 40–47

Der Zorn des Herrn entbrannte gegen sein Volk, *
er empfand Abscheu gegen sein Erbe.
Er gab sie in die Hand der Völker, *
und die sie hassten, beherrschten sie.
Ihre Feinde bedrängten sie, *
unter ihre Hand mussten sie sich beugen.
Oft hat er sie befreit; /
sie aber trotzten seinem Beschluss *
und versanken in ihrer Schuld.
Doch als er ihr Flehen hörte, *
sah er auf ihre Not
und dachte ihnen zuliebe an seinen Bund; *
er hatte Mitleid in seiner großen Gnade.
Bei denen, die sie verschleppten, *
ließ er sie Erbarmen erfahren.
Hilf uns, Herr, unser Gott, *
führe uns aus den Völkern zusammen!
Wir wollen deinen heiligen Namen preisen, *
uns rühmen, weil wir dich loben dürfen.
Psalm-Gebet
Gütiger Gott, du wendest dich nicht ab von uns, auch wenn wir sündigen. Zeige uns dein Erbarmen und führe uns zu dir.

LESUNG

Jeremia 26,8

Als Jeremia alles gesagt hatte, was er im Auftrag des Herrn vor dem ganzen Volk zu verkünden hatte, ergriffen ihn die Priester, die Propheten und alles Volk und schrien: Jetzt musst du sterben.

Magnifikat – Lobgesang Mariens

Antiphon:

Meine Seele preist die Größe des Herrn.

Fürbitten

Zu Gott, der über sein Volk wacht und es führt, beten wir:
A: Herr, höre unsere Bitten.
– Für jene, die uns Gottes Wort nahegebracht haben.
– Für alle, die in den Medien arbeiten.
– Für den Frieden in unseren Familien.
– Für alle, die unangenehme Wahrheiten aussprechen.

Vaterunser

Gott ruft uns, damit wir zu ihm umkehren. Im Vertrauen auf seine Güte beten wir mit den Worten Jesu: Vater unser im Himmel …

Segen

Gott, komm zu uns mit deinem Wort,
das unseren Erwartungen entgegensteht,
Komm zu uns mit deinem Wort,
das uns aufrüttelt und uns zu dir zurückführt.
Komm zu uns mit deinem Wort,
in dem du uns zum Segen wirst.
Amen.

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