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Heute in Te Deum

Dienstag · 3. Mai 2016

HLL. PHILIPPUS UND JAKOBUS

Glaubt mir, dass ich im Vater bin und der Vater in mir;
wenn nicht, so glaubt doch um der Werke willen.

Johannes 14,11

Philippus stammte aus Betsaida am Nordufer des Sees Gennesaret und war mit Andreas befreundet. Vor der Berufung durch Jesus war er ein Jünger Johannes’ des Täufers. Im Johannesevangelium wird er erwähnt, in den Apostelverzeichnissen steht er an fünfter Stelle. Philippus ist vermutlich in Hierapolis in Kleinasien gestorben.
Jakobus war der Sohn des Alphäus und wird in der Bibel nur in den Apostellisten erwähnt. Der Beiname »der Jüngere« weist vielleicht darauf hin, dass hier eine Rangordnung gemeint ist, weil Jakobus der Ältere von Jesus früher berufen wurde. Jakobus gehörte nicht zu den nahen Vertrauten Jesu. Wahrscheinlich hatte er in der Kirche von Jerusalem und beim Apostelkonzil eine führende Rolle gespielt. Im Jahr 62 starb er, vermutlich als Märtyrer.

Internationaler Tag der Pressefreiheit Auf Vorschlag der UNESCO erklärte die UN-Generalversammlung 1993 den 3. Mai zum Welttag der Pressefreiheit. Die Verfassung der UNESCO enthält einen Artikel, in dem die Förderung der Presse- und Meinungsfreiheit als ein Leitziel der Organisation definiert ist. Zentrale Aussage ist, dass freie, pluralistische und unabhängige Medien ein äußerst wichtiges Merkmal demokratischer Gesellschaften sind.
Organisationen wie Reporter ohne Grenzen nutzen diesen Welttag, um umfassend auf Willkür- und Gewaltmaßnahmen, wie beispielsweise die Inhaftierung oder Tötung von Journalisten, aufmerksam zu machen.

Morgenlob

Herr, öffne meine Lippen.
Damit mein Mund dein Lob verkünde.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)

Hymnus

Der österlichen Sonne Glanz
strahlt auf zur Freude aller Welt,
da die Apostel ihren Herrn
schaun in verklärter Herrlichkeit.

An seinem Leibe sehn sie glühn
die Wunden, die das Leid ihm schlug,
und froh vernehmen sie sein Wort:
»Ich bin es! Friede sei mit euch!«

Nun eilt hinaus in alle Welt
und ruft die frohe Botschaft aus;
sagt allen Völkern, dass er lebt,
er, dessen Tod den Tod bezwang.

Dem Herrn sei Preis und Herrlichkeit,
der aus dem Grabe auferstand,
dem Vater und dem Geiste Lob
durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.
Stundengebet Abtei Kellenried

PSALM 18

Verse 31–33.36–37

Vollkommen ist Gottes Weg, /
das Wort des Herrn ist im Feuer geläutert. *
Ein Schild ist er für alle, die sich bei ihm bergen.
Denn wer ist Gott als allein der Herr, *
wer ist ein Fels, wenn nicht unser Gott?
Gott hat mich mit Kraft umgürtet, *
er führte mich auf einen Weg ohne Hindernis.
Du gabst mir deine Hilfe zum Schild, /
deine Rechte stützt mich; *
du neigst dich mir zu und machst mich groß.
Du schaffst meinen Schritten weiten Raum, *
meine Knöchel wanken nicht.
PSALM-GEBET Starker Gott, du bist der Fels, auf den wir bauen. Mache uns stark in dir, damit wir auf deinem Weg gehen und dir dienen.

Lesung

Johannes 14,8–9

Philippus sagte zu Jesus: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater?

Benedictus - Lobgesang des Zacharias

Antiphon:

Jesus sagte seinen Jüngern: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben.

Bitten

Wir beten zu Christus, der mit dem Vater im Geiste eins ist:
A: Kyrie, eleison!
¬ Schenk uns heute ein erlöstes Lachen.
¬ Bewahre uns in der Hoffnung.
¬ Stärke uns in deinem Dienst.

Vaterunser

Lasst uns beten, wie Jesus es uns gelehrt hat: Vater unser im Himmel …

Segen

Gott, segne uns und schenke uns Humor.
Behüte uns und bewahre uns vor falschem Stolz.
Führe uns und öffne unseren Blick für das Neue
und Ungewohnte,
dann werden wir österliche Menschen sein. Amen.

Ora et labora

Man soll von Gott nicht dies oder das erbitten, sondern Ihn selbst. Der wahre Sinn des Gebets ist die Herstellung des Stromkreises Mensch-Gott-Mensch. Und die Wirkung des echten Gebets ist die stärkere Liebe, die klarere Erkenntnis der Einheit aller Menschen und … Vertrauen ins Leben.

Luise Rinser (1911–2002; deutsche Schriftstellerin)

Schriftlesung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Dein Wort, Gott, sei der feste Grund unseres Lebens.

Lesung

1 Korinther 15,1–8

Ich erinnere euch, Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündet habe. Ihr habt es angenommen; es ist der Grund, auf dem ihr steht. Durch dieses Evangelium werdet ihr gerettet, wenn ihr an dem Wortlaut festhaltet, den ich euch verkündet habe. Oder habt ihr den Glauben vielleicht unüberlegt angenommen? Denn vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe:
Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift, und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift, und erschien dem Kephas, dann den Zwölf.
Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern zugleich; die meisten von ihnen sind noch am Leben, einige sind entschlafen.
Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln. Als Letztem von allen erschien er auch mir, dem Unerwarteten, der »Missgeburt«.

Impuls

Das Glaubenszeugnis der von Jesus erwählten Apostel ist fundamental für die Überlieferung der Kirche und der Botschaft von Jesus Christus. Das betont Paulus in seinem 1. Brief an die Korinther. Alle späteren Gläubigen bauen darauf auf, schließen daran an, auch Paulus. Er hat die Gnade einer eigenen Erfahrung mit dem Auferstandenen erlebt, mit ihr baut er weiter.
Welche Bedeutung hat dieses Fundament für meinen persönlichen Glauben?
Ich nehme mir eine Zeit der Stille, ob in der Meditation oder beim Warten auf den Bus oder andern Zwischenräumen des Tages, und schaue auf die Wirklichkeiten von empfangenem und erfahrenem Glauben in meinem Leben.

Evangelium

Johannes 14,6–14

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke. Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke!
Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater. Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird. Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tun.

Impuls

Im heutigen Abschnitt aus dem Evangelium nach Johannes wird uns wieder einmal deutlich gezeigt, wie die Apostel, die in der Überlieferungsgeschichte des Glaubens an Jesus Christus so fundamental sind, oft alles andere als großartige Glaubende waren. Heute wird uns Philippus gezeigt und wir hören sein so menschliches Wort: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns. Jesus hat als seine Apostel nicht Menschen erwählt, die schon den größtmöglichen oder den zutiefst denkbaren Glauben haben. Sie waren weder die Klügsten noch die Mutigsten ihrer Zeit, ihrer Generation. Aber wie sie damals waren, haben sie sich auf Jesus und seine Botschaft eingelassen. Sie haben sich mit Jesus auf den Weg gemacht. Und was sie mitbrachten, war der ganze Stoff ihres Wesens und Lebens und die Bereitschaft, alles von Jesus prägen und in Dienst nehmen zu lassen. Darin sind sie ermutigend für uns.

Gebet

Heiliger Gott und Vater, du hast in deiner Liebe deinen Sohn Jesus Christus uns als Bruder an die Seite gestellt, der uns ruft und einlädt, mit ihm den Weg zu gehen, den er uns führt. Stärke in uns die Bereitschaft, uns einzulassen und vom Wort Jesu formen lassen, damit unser ganzes Leben von deiner Liebe Zeugnis gibt. Amen.

Abendlob

O Gott, komm mir zu Hilfe.
Herr, eile mir zu helfen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit.
Amen. Halleluja. (entfällt in der Fastenzeit)

HYMNUS

Der Erde Schöpfer und ihr Herr,
du hast geschieden Meer und Land;
du hast die Flut zurückgedämmt
und gabst der Erde festen Grund,

dass sie uns sprieße gute Saat
und schön sei durch der Blumen Pracht,
dass sie, von reifen Früchten schwer,
uns Nahrung geb’ zur rechten Zeit.

Des Herzens Erdreich ist versengt:
Im Tau der Gnade schaff es neu.
Es öffne, Herr, sich deinem Wort
und nehm’ die Saat in Freuden auf.

Dies schenk uns, Vater voller Macht,
und du, sein Sohn und Ebenbild,
die ihr in Einheit mit dem Geist
die Schöpfung zur Vollendung führt. Amen.
Nach »Telluris ingens conditor«; 7.-8. Jahrhundert
Melodie: GL 474 oder 605 · KG 40 oder 781 · EG 288

PSALM 26

Verschaff mir Recht, o Herr;
denn ich habe ohne Schuld gelebt. *
Dem Herrn habe ich vertraut, ohne zu wanken.
Erprobe mich, Herr, und durchforsche mich, *
prüfe mich auf Herz und Nieren!
Denn mir stand deine Huld vor Augen, *
ich ging meinen Weg in Treue zu dir.
Ich saß nicht bei falschen Menschen, *
mit Heuchlern hatte ich keinen Umgang.
Verhasst ist mir die Schar derer, die Unrecht tun; *
ich sitze nicht bei den Frevlern.
Ich wasche meine Hände in Unschuld; *
ich umschreite, Herr, deinen Altar,
um laut dein Lob zu verkünden *
und all deine Wunder zu erzählen.
Herr, ich liebe den Ort, wo dein Tempel steht, *
die Stätte, wo deine Herrlichkeit wohnt.
Raff mich nicht hinweg mit den Sündern, *
nimm mir nicht das Leben zusammen mit dem der Mörder!
An ihren Händen klebt Schandtat, *
ihre Rechte ist voll von Bestechung.
Ich aber gehe meinen Weg ohne Schuld. *
Erlöse mich und sei mir gnädig!
Mein Fuß steht auf festem Grund. *
Den Herrn will ich preisen in der Gemeinde.
PSALM-GEBET Gerechter Gott, halte uns auf dem rechten Weg und steh uns bei im Leid. Erlöse uns, denn wir vertrauen auf dich.

LESUNG

1 Korinther 15,1–2a

Ich erinnere euch, Brüder, an das Evangelium, das ich euch verkündet habe. Ihr habt es angenommen; es ist der Grund, auf dem ihr steht. Durch dieses Evangelium werdet ihr gerettet, wenn ihr an dem Wortlaut festhaltet, den ich euch verkündet habe.

Magnifikat – Lobgesang Mariens

Antiphon:

Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen.

Fürbitten

Wir beten zu Jesus Christus, dessen Geist uns Leben schenkt:
A: Herr, befreie uns!
¬ Schenke uns immer neu deinen Heiligen Geist.
¬ Gib den Theologiestudenten Begeisterung für dein Wort und deine Liebe.
¬ Sende immer neue Arbeiterinnen und Arbeiter in deinen Weinberg.
¬ Ermutige alle Christen, die in einer Glaubenskrise sind, neu auf deinen Ruf zu hören.

Vaterunser

Vertrauen wir dem Schöpfer, den Christus »Väterchen« nannte, in kindlichem Vertrauen an, was uns am Herzen liegt, indem wir beten: Vater unser im Himmel …

Segen

Gott, Vater und Schöpfer, segne uns.
Gott, Sohn und Herr, erleuchte unseren Geist.
Gott, Geist und Beistand, öffne unsere Herzen.
So werden wir Mittler deines Segens sein. Amen.

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