Die Orgeln der Abteikirche

Eine benediktinische Klosterkirche ist undenkbar
ohne den lebendigen Vollzug der täglich gefeierten Liturgie.

Nach der Aufhebung der Abtei unter Napoleon im Jahr 1802 verschwand die letzte Orgel, die um 1720 gebaut wurde und damals ein älteres Instrument ablöste, von dem wir nur wissen, dass es 1695 repariert und auf der Empore neu aufgestellt worden war.
Nach der der Wiederbesiedlung des Klosters wurde schon 1894 eine kleine Chororgel gebaut, die 1910 durch eine 66-registrige Doppelorgel des Aachener Orgelbauers Stahlhuth ersetzt wurde.
Diese Orgel wurde – nach verschiedenen Reparaturen und Ergänzungen von 1932, 1956 und 1986 – im Jahr 2000 von der Bonner Orgelbauwerkstatt Klais restauriert, die schon vorher 1998 eine Chororgel von 22 Registern als Schwalbennest gebaut hatte.
Seit 2006 werden die Orgeln durch Johannes Trümpler betreut, der damit die Nachfolge von P. Maurus Sabel OSB als Abteiorganist in Maria Laach antrat. Regelmäßig werden die Orgeln in den Hauptgottesdiensten der Abtei gespielt und kommen in der Reihe der "Laacher Orgelkonzerte" voll zur Geltung.

Disposition der großen Orgel auf der Westempore

Stahlhuth 1910 / Klais 2000

Manual I:
Hauptwerk

Principal 16'
Bordun 16'
Majorprincipal 8'
Seraphon gedact 8'
Minorprincipal 8'
Harmonieflöte 8'
Fugara 8'
Gemshorn 8'
Gedact 8'
Dolce 8'
Starkfugara 4'
Octav 4'
Rohrflöte 4'
Quinte 2 2/3'
Octav 2'
Terz 1 3/5'
Mixtur 3-5fach 6'
Bombarde 16'
Trompete 8'
Tuba mirabilisa 8'


Manual II:
Oberwerk

Lieblich gedact 16'
Principal 8'
Concertflöte 8'
Rohrflöte 8'
Principal 8'
Gemshorn 8'
Salicional 8'
Octav 4'
Traversflöte 4'
Cornettino 3fach 2 2/3'


Manual II:
Schwellwerk

Seraphon Flöte 8'
Starkgedact 8'
Gambe 8'
Vox coelestis 8'
Violine 4'
Octavin 2'
Rauschquinte 2 fach 1 1/3'
Mixtur 3-4 fach 2'
Trompete 8'
Tuba mirabilis 8'

Manual III:
Schwellwerk

Geigenprincipal 8'
Starkgedact 8'
Traversflöte 8'
Violine 8'
Zartgedact 8'
Quintatön 8'
Aeoline 8'
Unda maris 8'
Rohrflöte 4'
Flautino 4'
Sesquialter 2fach 2 2/3'
Oboe 8


Kleinpedal

Bordun 16'
Salicet 16'
Subbass 16'
Flöte 8'
Subbass 32'


Grosspedal

Contrabass 16'
Octavbass b 8'
Principal b 16'
Gedact b 8'
Violon 16'
Cello 8'
Posaune 16'
Basson b 16'
Trompete 8

Disposition der Chororgel Schwalbennest im Ostquerhaus

Klais 1998

Manual I
Echowerk

Gedackt 8'
Unda maris (ab g0) 8'
Rohrflöte 4'
Nasard 2 2/3'
Flageolet 2'
Terz 1 3/5'
Vox humana 8'
Tremulant

Manual II
Hauptwerk

Prinzipal 8'
Salicional 8'
Bordun 8'
Copula 8'
Octav 4'
Gemshorn 4'
Quint 2 2/3'
Superoctav 2'
Cornet 4fach (ab c') 4'
Mixtur 5fach 2'
Trompete 8'

Pedal

Subbass 16'
Bordun 8'
Octav 4'
Fagott 16'